
Westliche Regierungen müssen Durchsetzungskraft gegenüber Unternehmen anstreben – insbesondere wenn es um moderne Militärtechnologie geht. Aber die Einstufung von Anthropic als Lieferkettenrisiko ist nicht verhältnismässig.
Das Kriegsministerium der USA hat mit Anthropic erstmals ein amerikanisches Unternehmen als «Lieferkettenrisiko» eingestuft. Die Tech-Branche reagiert nervös. Sie fürchtet um Aufträge – und ihren Ruf.
Scroll-Pausen, Nachtmodi und einen Reset-Knopf für den Algorithmus: Interne Dokumente zeigen, dass Mitarbeiter von sozialen Netzwerken daran gearbeitet haben, Jugendliche auf den Plattformen besser zu schützen. Doch Profite waren den Firmen wichtiger als Jugendschutz.
In der neuen Samstagsfolge von «NZZ Akzent» spricht unsere Korrespondentin darüber, wie drastisch sich das Zentrum der Tech-Welt verändert hat – und was das mit den Menschen macht.
Die KI-Firma aus San Francisco verklagt das amerikanische Verteidigungsministerium, weil sie als Lieferkettenrisiko eingestuft wurde. Der Fall wirft Grundsatzfragen zur Zukunft der mächtigen Technologie auf - und zum Kräftemessen mit der Trump-Regierung.
Mark Zuckerberg fordert eine aggressivere Firmenkultur, nachdem er mit dem Metaversum Milliarden in den Sand gesetzt hat. Leidtragende seiner Launen sind die Angestellten des Meta-Konzerns – nicht zuletzt in Zürich.
Nigel Inkster war Director of Operations beim MI6 und verfolgt Chinas technologischen Aufstieg bis heute eng. Er sagt, das Land sei heute bei der Geheimdienstarbeit versierter als seine westlichen Rivalen.
Dass Amerikas Behörden nun nicht mehr die führende KI des Landes nutzen können, wird vielfach kritisiert. Recherchen zeigen, dass es in dem Streit zwischen Anthropic und Washington offenbar vor allem um persönliche Befindlichkeiten ging.
Daniel Kokotajlo setzte zwei Millionen Dollar aufs Spiel, um offen über seine Zeit im KI-Startup Open AI zu sprechen. Jetzt denkt er für ein Nonprofit-Institut über die Zukunft von KI nach. Und die macht ihm Sorgen – umso mehr unter der Trump-Regierung.
Soziale Netzwerke sind wichtige öffentliche Räume. Jugendliche sollten daran teilhaben können. Mit der richtigen Begleitung können sie einen gesunden Umgang mit dem Internet lernen. Dennoch müssen sich die Plattformen endlich bewegen.
Den Techfirmen droht der Strom auf der Erde auszugehen. Der reichste Mensch der Welt schlägt vor, die Rechenzentren mit Sonnenkraft im Orbit zu betreiben. Sein Plan ist überaus ehrgeizig.
Sie half Facebook, Stripe und zahlreichen weiteren Top-Tech-Firmen mit Marketingkampagnen. Margit Wennmachers zählt zu den einflussreichsten Figuren des Silicon Valley. Auf Deutschland blickt sie kritisch.
Russland versucht seit Jahren, mit verdeckter Einflussnahme westliche Gesellschaften zu spalten. Nun fordern westliche Experten einen aktiven Gegenangriff auf den russischen Informationsraum. Wie würde das aussehen?
Die ehemalige Kampfjet-Pilotin Missy Cummings erforscht den Einsatz von künstlicher Intelligenz auf dem Schlachtfeld. Sie sagt, dass der Einsatz in Iran zeige, wie wenig das amerikanische Kriegsministerium von KI verstünde.
Die digitalen Assistenten eines österreichischen Programmierers begeistern Experten und Laien zugleich. Aber die Sicherheitsrisiken sind eklatant.
Nach einem Streit um die Nutzungsbedingungen für ihre KI hat US-Präsident Donald Trump die Firma Anthropics aus Regierungsbehörden verbannt. Nun übernimmt offenbar Konkurrent Open AI mit seiner Software.
Präsident Trump hat es Regierungsbehörden mit unverzüglicher Wirkung untersagt, Anthropics Produkte zu verwenden. Das Pentagon bekommt eine Übergangszeit von sechs Monaten. Alle Augen sind nun auf Open AI und Google gerichtet.
Das KI-Unternehmen Anthropic beschuldigt Deepseek und Co., sich unrechtmässig am Wissen seiner KI zu bedienen. Experten stellen die Anschuldigungen infrage. Manche vermuten dahinter gar ein Ablenkungsmanöver.
Bis Freitag muss Anthropic seine Nutzungsrichtlinien ändern – oder es droht ein gewaltiger Umsatzeinbruch. Mit dem Ultimatum will Kriegsminister Hegseth auch eine Warnung an andere amerikanische Konzerne senden.
Israel und die USA führen den Krieg gegen Iran auch mit Cyberangriffen. Sie dienen vor allem der psychologischen Kriegsführung. Über die militärischen Attacken ist erst wenig bekannt.
Drohnen haben vergangenes Jahr europäische Flughäfen lahmgelegt. Das ist erst der Anfang. Sabotage und Terroranschläge werden folgen. Wie kann sich Europa schützen?
Drohnen bringen Europas Sicherheitskräfte an den Anschlag. Russland nutzt diesen Umstand im Konflikt mit dem Westen – und könnte künftig weit gefährlichere Aktionen durchführen.
Dem ukrainischen Geheimdienst ist mit dem Drohnenangriff auf russische Flugplätze tief im Hinterland ein Coup gelungen. Was macht das Vorgehen so besonders? Drei Beobachtungen.
Die Miliz in Jemen greift regelmässig Handelsschiffe an. Das geschieht mit chinesischer Unterstützung. Die Achse der Autokraten ist gestärkt.
Im Kriegsfall könnte Taiwan von der Aussenwelt abgeschnitten werden. Denn China könnte die Unterseekabel sabotieren. Ein eigenes Satellitensystem soll künftig als Back-up dienen.
Mit dem Ukraine-Krieg hat das Satelliteninternet eine geopolitische Dimension erhalten. China hat grosse Pläne. Aber auch andere Akteure beteiligen sich am Wettlauf.
Drohnen abzufangen, ist schwierig und teuer. Das hat sich die letzten Monate im Nahen Osten gezeigt. Von Iran unterstützte Milizen wie die Hamas oder die Huthi-Rebellen nutzen das aus.
Die künstliche Intelligenz von Anthropic half beim US-Militäreinsatz gegen Nicolás Maduro – ein Novum für die Amerikaner. Doch genau ein solcher Einsatz verstösst gegen die Nutzungsbedingungen der Firma.
Alle Schüler nutzen KI. Manche sind dabei zu gutgläubig. Ein Workshop mit Teenagern in Basel zeigt, was alles schiefgehen kann.
Wenn medizinische Laien mit Hilfe von künstlicher Intelligenz Symptome deuten sollen, liegen sie meist daneben, so eine aktuelle Studie. Die Co-Autorin Rebecca Payne erklärt, was in der Kommunikation zwischen Mensch und Maschine schiefläuft.
Moltbook ist ein soziales Netzwerk für KI-Agenten. Menschen dürfen eigentlich nur mitlesen. Das Experiment zeigt: In den Händen unbedarfter Nutzer stiften die digitalen Diener nur Chaos.
Die gebürtige Taiwanerin erbte einen Krisenfall, heute zittern die Konkurrenten vor den neuen KI-Chips ihrer Firma. Die Ingenieurin scheut keine Herausforderung – weder im Ring noch im Silicon Valley.
Die Friedensnobelpreisträgerin Maria Ressa und Audrey Tang, ehemalige Digitalministerin Taiwans, sehen die Demokratie in Gefahr. Ein Desinformations-Experte relativiert: Stimmbürger liessen sich nicht so einfach manipulieren.
Gemini, Claude, GPT – woher weiss man, welches KI-Modell das beste ist? Forscher der Universität Berkeley lassen Chatbots gegeneinander antreten. Selbst den Erfolg von Deepseek hatten sie so kommen sehen.
Amerikanische Organisationen haben eine neue Methode der russischen Einflussnahme offengelegt. Deutsche Medien berichten darüber mit einem alarmistischen Unterton. Damit bedienen sie die Interessen des Kremls.
Vier von fünf Deutschen glauben, Desinformation sei ein grosses Problem. Christian Hoffmann hält dagegen: Ihre Wirkung werde massiv überschätzt. Die intensive Berichterstattung über das Phänomen sei schädlicher als die Desinformation selbst.
Eine Stärke von Demokratien ist es, andere Meinungen zuzulassen. Autoritäre Staaten wie Russland nutzen dies aus. Deshalb muss der Westen konsequent gegen die Organisationen hinter der ausländischen Wahlbeeinflussung vorgehen.
Laut dem rumänischen Geheimdienst hat der prorussische Sieger der ersten Wahlrunde von einer illegalen Kampagne profitiert. Der Richterspruch stösst auch im liberalen Lager auf Kritik.
Die grosse Wahlbeeinflussung durch Desinformation in den USA blieb aus. Warum? Ein Analyst für Cyberbedrohungen zieht Bilanz.
Traditionelle Umfragen sind so schlecht geworden, dass KI angeblich mithalten kann. Wie Wahlumfragen ohne Wähler funktionieren.
Matthew Bergman ist zurzeit der grösste Schreck der Tech-Industrie. Im Namen von 1500 Familien verklagt er Plattformen wie Instagram, Youtube, Tiktok. Hier erklärt er, warum er glaubt, zu gewinnen.
Mit acht auf Youtube, mit elf auf Snapchat, kurz darauf depressiv und essgestört: Eine Jugendliche gibt Social Media die Schuld an ihren Leiden. Die wichtigsten Antworten zur Klagewelle, die das Internet verändern könnte.
Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Altersgrenzen bei sozialen Netzwerken.
In Australien sind ab Mittwoch soziale Netzwerke für Jugendliche unter 16 Jahren verboten. Auch vier von fünf Schweizern würden ein Verbot befürworten. Pro Juventute stemmt sich dagegen. Reportage aus einer Klasse, die einen Workshop für Medienbildung durchläuft.
Einige Nutzer des sozialen Netzwerks X lügen schamlos in Bezug auf ihren Aufenthaltsort. Es wird zunehmend schwer, online zwischen wahr und gefälscht zu unterscheiden.
Estland war 2007 das Ziel massiver Cyberangriffe aus Russland. Wie das Land reagiert hat und welche neuen Erkenntnisse der Ukraine-Krieg im Cyberraum bringt, sagt Mihkel Tikk vom Cyber-Kommando der estnischen Armee.
Ein Anschlag liess im Januar einen Teil Berlins in Dunkelheit versinken. In der Schweiz wäre dies ebenfalls möglich. Der BKW-Netzchef sagt warnend: Bringt ein Angreifer genügend kriminelle Energie mit, kann er das Stromnetz ausschalten.
Kopfhörer oder Webcams kommen überall zum Einsatz, aber kaum jemand prüft die Geräte. Schweizer Experten suchen nach Sicherheitslücken – mit Kreativität und dem Lötkolben.
Nach Weihnachten kam es in Polen wegen eines Cyberangriffs beinahe zu einem Stromausfall. Die Spuren führen nach Russland.
Ein Cyberangriff auf einen Zulieferer führte im September zu massiven Störungen an Flughäfen in Berlin und London. Viele Fragen bleiben offen – und werfen kein gutes Licht auf die Sicherheitsinfrastruktur.
Google wolle vielseitige KI entwickeln, die dem Menschen kognitiv ebenbürtig sein solle, sagt Lila Ibrahim, Chief Operations Officer bei Google Deepmind. Das Ziel ist ein personalisierter Assistent mit einem breiten Weltverständnis.
Er gehört zu den wenigen Schweizern mit Open-AI-Aktien im Portfolio: Risikokapitalgeber Andreas Göldi erklärt, warum der 400-Millionen-Verkauf von Neptune.ai erst der Anfang für Europas Tech-Szene ist.
Brüssel hat Peking im Technologiekonflikt bislang wenig entgegenzusetzen. Das zeigt erneut der Fall des Chipherstellers Nexperia. Der Politikanalyst Noah Barkin sagt, Europa müsse endlich mit Gegendruck reagieren.
Der Konzern hat vor allem eine Botschaft an seine Firmenkunden: Sie sollen überall künstliche Intelligenz nutzen.
Bis jetzt greifen KI-Firmen die Informationen von Verlagen, Online-Foren und Bloggern ohne Gegenleistung ab. Neue technische Lösungen sollen Websites schützen und ihnen zu ihrem Recht verhelfen.