
Fachkräftemangel gibt es nicht nur in der Gastronomie, sondern auch in der Kunst. Die Bühnen in Bern und in St.Gallen sehen der Abstimmung mit Sorge entgegen.
Wer hat was mit wem gemacht? Im Popkultur-Ticker halten wir Sie up to date.
In unserem Kultur-Ticker informieren wir Sie laufend über Neuigkeiten von Kunstschaffenden und Kulturbetrieben aus der Ostschweiz.
In Frankreich wurde die berühmte Klebeband-Banane gestohlen. Unsere Autorin hat sie kurz davor noch besichtigt, schwört aber, nichts mit dem Diebstahl zu tun zu haben.
Während Rapper Diddy im Gefängnis hockt, haben seine Anwälte wieder alle Hände voll zu tun. Zusätzlich sorgt ein geleaktes Sextape für Zündstoff. Auch dank 50 Cent.
Fast so lebendig wie die Quelle der Goba-Manufaktur in Gontenbad sprudelt auch Gabriela Mansers Begeisterung für Kultur. Die Verwaltungsratspräsidentin spricht über Theaterabende, Kunstreisen und darüber, warum Kultur für sie weit mehr ist als Konsum.
Bewohner einer Altersresidenz kämpfen gegen Einsamkeit. Und gegen Monster. Die Produzenten von «Stranger Things» verbinden Horror, Science Fiction und Gesellschaftskritik zu einer ebenso unterhaltsamen wie nachdenklichen Serie.
In Wien lebte sie nichtsahnend Tür an Tür mit einem landesweit gesuchten Serienmörder. Heute schreibt die Vorarlberger Journalistin Rebekka Moser Kriminalromane. Ihr zweiter, «Tief», erzählt atmosphärisch dicht von Menschen mit Migrationsgeschichte.
Die Schauspielerin Nastassja Kinski versucht seit Jahren, eine Szene streichen zu lassen, die sie als Minderjährige mit entblösster Brust zeigt. Nun hat sich der Regisseur öffentlich geäussert.
Daniel «Dänu» Wisler war schon auf dem Matterhorn, dem Mönch und dem Eiger. Im Juli will der 60-Jährige mit seinem Alphorn auf die Dufourspitze. Was den Musiker und Autor aus Oberhelfenschwil antreibt und wie er sich für die Tour vorbereitet, erzählt er im Interview.
Nach 22 Jahren gibt Matthias Peter die künstlerische Leitung der Kellerbühne ab. Er setzte auf Professionalisierung, konnte die Publikumszahlen verdoppeln und das Haus zum Premieren- und Referenztheater machen. Diese Woche gibt er zwei Abschiedsvorstellungen.
Gabriel Vetter und Fabienne Hadorn profitieren von einem turbulenten Monat. So war die «Sendung des Monats» - mit Beat Jans in der Hauptrolle.
Die Band Loveboy And His Imaginary Friends besteht aus Nicolaj Ésteban und drei Figuren seiner früheren Kindheitszeichnungen. Über Bildschirme musizieren sie zusammen.
Nach dem Abschiedskonzert von Modestas Pitrenas am Freitag in St.Gallen ist klar: Die Zeit des litauischen Chefdirigenten darf als Ära gelten. Pitrenas hat das Sinfonieorchester St.Gallen enorm geprägt. Der grosse Dank des Publikums hat diese Leistung nochmals gespiegelt.
Nicht nur «seine Theaterfreunde» lieben den tschechischen Autor Jaroslav Rudiš. Auf Durchreise von Bern nach Bamberg war er zu Gast in der «Erfreulichen Universität» im Palace, er erzählte süffig und plädierte für politische Gespräche in der Beiz. Dazu gab es szenisch «Das letzte Bier».
Sie waren unter den Ersten in der Ostschweiz, die auch tagsüber gefeiert haben: Lukas Hofstetter und Manuel Moreno veranstalten mit ihrem Partylabel Au Revoir seit über zehn Jahren Daydances in der Region.
Mani Matters Chansons zählen seit Jahrzehnten zum kulturellen Erbe der Schweiz – eine Hommage zum 90. Geburtstag ist also für das Theater Trouvaille eine sichere Bank.
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Leo XIV. fordert globale Regeln im Umgang mit KI. Der Ethiker und Theologe Peter G. Kirchschläger findet, dass sich die Kirche als Ganzes mehr in die Thematik einbringen sollte.
Nicht nur Donald Trump liebt «Deals». Das Wort, das früher mit dem Drogenhandel verbunden war, ist plötzlich in der Politik, in der Werbung und sogar auf dem Pausenplatz.
Yoga, Meditation, Achtsamkeit – und trotzdem schlecht gelaunt? Das Negative verstellt den Blick auf die Welt. Das liegt an einem griesgrämigen deutschen Philosophen. Doch es gibt einen Ausweg.
«Do Re Mi Fa So Lauft’s» ist der erste Spielfilm des Zürchers Sergio Fertitta, den man eigentlich als Musikproduzenten kennt. Sein Kinodebüt besticht durch rohen Charme.
Alte Frau pflegt Storch. Dieser Dokumentarfilm aus dem Iran erzählt noch sehr viel mehr, aber weder von Krieg noch von Unterdrückung. Zu sehen am vierten Bergwelten-Filmfestival, vom 3. bis zum 7. Juni in Stans.
Kaum ein Animationsfilm kommt noch ohne Starpower aus. «Toy Story 5» geht noch einen Schritt weiter und setzt auf einen Promi in einer absurden Rolle. Doch braucht es das wirklich?
Zwischen grossen Namen, neuen Perspektiven und unerwarteten Begegnungen: Das 51. Jazz Festival Willisau (26. bis 30. August) gibt das Programm bekannt, der Vorverkauf ist eröffnet.
Die «Nachhaltigkeitsinitiative» erhält unerwartete Schützenhilfe von zwei Rapsongs. Einer ist offen rassistisch, der andere geht subtiler vor.
Mit 87 geht Peter Kraus auf seine Abschiedstournee. Es ist bereits die achte. Dieses Mal aber bestimmt die letzte.
Der Schweizer Schriftsteller hat sein bisher persönlichstes Buch geschrieben. Es geht um seine Mutter, die hinnahm, dass er als 15-Jähriger auf der Strasse landete. Ein Gespräch über Mutterbilder, Armut und Überlebenswillen.
Ein neues Buch stürmt die sozialen Netzwerke. Mit ihrem Debüt «Yesteryear» erreicht die US-amerikanische Autorin Claire Caro Burke hunderttausende Menschen. Der Hype hat klare Gründe.
Niemand weiss genau, wer sie ist. Es kursieren viele Spekulationen, wer sich hinter der italienischen Schriftstellerin mit dem Pseudonym Elena Ferrante verbirgt. Nun erzählt sie selbst, wie sie zur Literatur fand.
«Ich weiss»: An der Uraufführung ihres neuen Programms verrät Comedienne Helga Schneider brisante Indiskretionen.
Die Opern in Zürich, Genf und Basel präsentieren ihre Spielpläne. Dabei zeigen sich nicht nur unterschiedliche Geschmäcker, sondern auch verschiedene Strategien im Kampf um Publikum und Prestige.
Zürichs Ballettchefin Cathy Marston choreografiert Sergej Prokofjews Ballettklassiker «Romeo und Julia».
Wer die bislang grösste Retrospektive der chinesischen Starkünstlerin Cao Fei in Basel gesehen hat, begreift die Gegenwart erst richtig.
Für den populärsten zeitgenössischen Künstler wird die Luft dünn. Kann er seinen Marktwert halten, obwohl er aufgeflogen ist?
Oliver Baer lebte den Traum vom erfolgreichen Fotografen. Hinter der Fassade verbarg sich eine 15-jährige Alkoholsucht. Heute spricht er darüber, warum Kreativität für ihn zur Gefahr wurde.
Sie wurde vergöttert und genauso verachtet. Zum 100. Geburtstag von Marilyn Monroe zeigen bisher unveröffentlichte Protokolle, was hinter dem ersten globalen Sexsymbol wirklich steckte.
Die Nachricht sorgte für grosse Sorge: Udo Lindenberg ist im Spital! Doch beruhigt gibt der Sänger seine Fans – und schickt ihnen eine herzige Nachricht.
Das Album «The Boys of Dungeon Lane» des bald 84-jährigen Jahrhundert-Musikers klingt nicht wie die Musik eines alten Mannes.
Ein Jahr nach seiner Eröffnung fällt die Bilanz des Klanghauses Toggenburg positiv aus. Die Geschäftsführerin und der Stiftungsratspräsident freuen sich über die starke Nachfrage, sind aber noch nicht am Ziel.
Trotz Gigantismus und Protzerei - Metallica gelingt der Balanceakt zwischen Mainstream und Gegen-Kultur.
Der Festivalsommer 2026 in der Schweiz bringt viele bekannte Acts auf die Bühnen, bleibt bei den ganz grossen internationalen Popstars aber zurückhaltend. Wer Top-Headliner sehen will, muss ins nahe Ausland ausweichen.
Das Debütalbum der vier jungen Bündner Musiker «Rise of the Phoenix» ist Hommage an Led Zeppelin, Queen und die grossen Stadionrock-Zeiten. Die wahre Stärke der Band zeigt sich live auf der Bühne: Am Samstag ist Reviväl bei «Musig uf de Gass» zu hören.
Die finanziellen Engpässe beim grössten Tourneetheater der Schweiz zwingen das Unternehmen zur Absage von 17 Veranstaltungen in Luzern und St. Gallen. Das müssen Sie jetzt wissen.
Dass es Promi-Kinder in Hollywood einfacher haben, ist nichts Neues. Ebenso wenig, dass es in «Euphoria» Nacktszenen gibt. Trotzdem führt beides nun zu einer Überraschung.
Für den international renommierten Vorarlberger Schriftsteller ist klar, dass Literatur das Leben verändert: Seine Lieblingsbücher haben es ihm selbst bewiesen. Im Gespräch erzählt er, wovor ihn seine Mutter gewarnt hat und welche Figuren ihn früh fasziniert haben.
Dem 66-jährigen französischen Sänger Patrick Bruel wird sexualisierte Gewalt vorgeworfen. Bruel weist alle Anschuldigungen zurück.
Rollins erlebte und prägte die Blütezeit des Jazz. Dank selbstauferlegten Pausen erfand er sich immer wieder neu.
Stefanie Heinzmann wird neue Gastgeberin von «Sing meinen Song – das Schweizer Tauschkonzert». Die Walliser Sängerin übernimmt auf 3+ die Nachfolge von Dodo.
1986 wurde in St.Gallen die Frauenbibliothek Wyborada eröffnet. Mitgründerin Ruth Erat und Autorin Laura Vogt sprechen über Gleichstellung, Care-Arbeit und die Frage, warum Orte wie die «Wyborada» für feministische Debatten im Zeitalter von KI und Autokratie wichtiger denn je sind.
Der Kontakt zwischen Publikum und Musizierenden war in Warth am Pfingstwochenende auf Augenhöhe. Stille und Rückzug in spannende musikalische Erlebniswelten unterstrich Reto Bieri als Intendant mit spürbarer Intensität.
Als Guy Parmelin nach Belgrad reist, schmückt sich die serbische Hauptstadt mit Schweizerkreuzen. Doch hinter den Bildern des Staatsbesuchs liegt ein Land voller Proteste, Einschüchterung und ungelöster Geschichte.
Mit 17 Prozent Marktanteil ist die neue Frauen-Comedy «Fun Fatale» nicht schlechter als «Late Night Switzerland» beim Sendestart 2024. Trotzdem muss sich dringend etwas ändern.
Das Filmfest in Cannes feiert Empathie im Kino: Cristian Mungiu gewinnt mit seinem vielschichtigen Drama «Fjord» die Goldene Palme. Auch die deutsche Regisseurin Valeska Grisebach holt einen Preis.
Das Kunstmuseum Thurgau zeigt mit der Ausstellung «An die Kunst glauben», wie weit der Begriff des Glaubens gefasst werden kann. In einer stimmigen Gesamtschau sind sowohl Werke aus der Sammlung als auch zusätzliche Arbeiten zu sehen.
Diese epochalen Alben des Jahrhundert-Musikers müssen Sie kennen.
Der Jahrhundert-Musiker Miles Davis erfand den Jazz alle paar Jahre neu und inspirierte Popmusiker wie Prince, David Bowie und Lady Gaga.
Ein Tag, fünf Locations, 18 Bands: Das ist die Formel für das erste El Cartel Fest in St.Gallen am Samstag. Das dreiköpfige Organisationsteam will der Ostschweizer Punkszene neues Leben einhauchen.
Die Serie «Haus des Geldes» geht in die nächste Runde. Mit «Berlin und die Dame mit dem Hermelin» meldet sich eine der erfolgreichsten Netflix-Produktionen überhaupt zurück. Das taugt sie.
Wer die alten Krimikomödien um Inspektor Clouseau liebt, kommt in der Lokremise auf seine Rechnung. Javier Rodríguez Cobos, als Choreograf eng verbunden mit dem Theater St.Gallen, präsentiert mit «The Pink Panther» eine ebenso witzige wie hintergründige Hommage an Kunstraub und Tanzkunst.
Wer hat was mit wem gemacht? Im Popkultur-Ticker halten wir Sie up to date.
Präsident Emmanuel Macron gibt die Pläne für die Sanierung des Louvre bekannt, doch die Fragezeichen mehren sich.
Zwei junge Frauen aus Bern rappen Zeilen, bei denen sich Zartbesaiteten die Nägel aufrollen. Dahinter steckt jedoch mehr als nur Provokation.
Die jüngste Auktion bei Tiffany in New York entlarvt den Hype um den britischen Street-Art-Guerilleros als Farce.
Die St.Galler Architekturhistorikerin Nina Keel stellt in ihrer soeben erschienen Publikation das Schaffen von Architektinnen aus der Ostschweiz von 1900 bis heute vor. Und präsentiert darin ein Manifest für mehr Frauen im Architektinnenberuf.
In den Fünziger- und Sechzigerjahren mussten «gefallene Mädchen» in der Fabrik des Waffenindustriellen Emil Bührle in Dietfurt Zwangsarbeit leisten. Das Chössi-Theater in Lichtensteig bringt den Stoff als Eigenproduktion auf die Bühne. Regie führt der Toggenburger Simon Keller.
Jedem Star seine eigene Netflix-Doku? Könnte man meinen. Und oft wird die Vergangenheit kräftig mit dem Weichzeichner bearbeitet. Doch Kylie Minogue überrascht in mehr als einer Hinsicht.
Den Mix aus zeitgenössischer und klassischer Musik hat das Publikum der Ittinger Pfingstkonzerte stets goutiert. Der ehemalige Procurator der Kartause, Kurt Schmid, und Konzertagent Jürg Hochuli erinnern sich an drei Jahrzehnte kultureller Erfolgsgeschichte.
Früher dachte ich, Hollywood-Frauen wie Jennifer Lopez seien einfach besessen davon, jung zu bleiben. Mit 37 merke ich: Unrecht hat sie nicht. Die Alterserscheinungen sind da und ich muss etwas dagegen tun.
Der Sänger schaut zurück auf eine unvergleichliche Karriere und kündigt den Abgang auf Raten an. «Trink aus, wir müssen gehen», heisst das letzte reguläre Album der Toten Hosen.
Lange galt es als «Frauenthema» – doch plötzlich fallen immer mehr Promi-Männer mit «neuem Gesicht» auf. Und auch sie werden verurteilt. Ist das ausgleichende Gerechtigkeit?
Der erste Star-Wars-Film seit sieben Jahren verärgert niemanden. Genau darin liegt das Problem von «The Mandalorian and Grogu».
Der grosse Schauspieler für die kleinen Rollen war zeitlebens knapp bei Kasse. Jetzt erlebt Max Rüdlinger eine Filmpremiere, mit der er gar nicht mehr gerechnet hat.
Über 600 Filmschaffende warnen vor dem rechten Milliardär Vincent Bolloré, einem der wichtigsten Geldgeber des französischen Films. Inzwischen hat Bolloré scharf zurückgeschossen.
Bruno Bischofbergers Sammelleidenschaft war breit. Besonders schlug sein Herz für die appenzellische Volkskunst. Aus finanziellen Gründen musste er diese Sammlung verkaufen. Sie fand Eingang in das 1987 gegründete Appenzeller Volkskundemuseum in Stein. Am 9. Mai ist der engagierte Sammler gestorben.
Der israelische Sänger Noam Bettan ist mit seinem Song «Michelle» auf Platz 2 gewählt worden. Der Erfolg hat System.
Kochshow für Diktatoren, verlorene Jungfräulichkeit und das dunkle Loch der enttäuschten Fantasien - die dritte Folge «Fun Fatale» war wieder mehr bunter Kabarett-Blumenstrauss als eine richtige Show.
Er ist ein Urgestein der deutschen Musik: politisch und trotzdem verträumt. Udo Lindenberg geht mit der Zeit und bleibt doch seit eh und je derselbe.
Vikingur Ólafsson zeigt, wie nah sich Bach, Beethoven und Schubert sind. Aber müssen sie auch alle gleich klingen?
Víkingur Ólafsson holt fürs Satelliten-Festival grosse Klassik-Köpfe nach Luzern. Der Mix aus Gegenwart, nordischer Volksmusik und Bach ist stärker mit dem Lucerne Festival-Sommer verzahnt als bisher.
Jean-Jacques Rousseaus Menschenbild prägte die Moderne. Für Elon Musk ist jedoch genau darin der Ursprung einer ideologischen Fehlentwicklung des Westens zu finden.
Das Leben findet lokal statt, ist unser Gastautor, der Philosoph und Publizist Ludwig Hasler, überzeugt. Denn hier können wir etwas bewirken und müssen nicht vor Ohnmacht erstarren.
«Bangaranga» der Sängerin Dara setzt sich im Finale durch und gewinnt zum ersten Mal für Bulgarien. Der ESC will wieder Party.
Das war es schon wieder mit dem Eurovision Song Contest 2026. Eine Woche voller Musik - auch etwas Krach – und eine Flut an Memes in den sozialen Medien. Wir lassen diese mal so stehen. Viel Spass und bis 2027!

Darf man das? Die Schauspielerin Nastassja Kinski will eine Nacktszene aus dem Film «Falsche Bewegung» von 1975 nachträglich löschen lassen. Der Regisseur sieht die Kunstfreiheit bedroht.
Pierre-Auguste Renoir malte die Lebensfreude: Er beschwor ein Ideal des Miteinanders und zelebrierte die Harmonie der Gleichstellung der Geschlechter. Das zeigt jetzt das Musée d’Orsay mit zwei Ausstellungen zu dem berühmten französischen Meister.
Kommunikation über Kunst hat er stets kontrovers geführt. Bazon Brock ist ein Querdenker, der keinen Konflikt scheut. Und er ist medienwirksam wie kein Zweiter – eine singuläre Figur der deutschen Nachkriegsintellektualität.
Islamisten morden nicht aus sozialer Frustration, sondern aus dem Bewusstsein theologischer Überlegenheit. Doch Europa will dies nicht wahrhaben und bekämpft den Terror hartnäckig mit Sozialarbeit und «interreligiösem Dialog».
Der Milliardär will die Medien und die französische Kulturindustrie beherrschen. Es ist Zeit, ihm Grenzen zu setzen, findet Pascal Bruckner.
Tiffany Limachers Verhältnis zum Rampenlicht erlitt früh einen Bruch. Vom schnellen, fremdbestimmten Erfolg abgeschreckt, suchte sie abseits des Mainstreams ihre Stimme – mit fragilem Kammer-Pop.
Schon mehrfach ist die Banane des italienischen Künstlers Maurizio Cattelan gegessen worden. Nun ist ihr ein neues Schicksal widerfahren.
Der griechisch-russische Dirigent mischt mit der Geigerin Vilde Frang die Tonhalle auf. Der politische Streit um seine Person tritt in den Hintergrund, doch musikalisch stürzt Currentzis die Hörer in heftige Wechselbäder.
Die zweite Staffel der knalligen Mediensatire elektrisiert das Vereinigte Königreich. Nicht nur Queen Camilla ist hellauf begeistert, auch eine Supermarktkette.
In ihrer herausragenden Graphic Novel «In den trüben Gewässern Istanbuls» entwirft Özge Samancı ein rasantes und hochkomisches Bild der türkischen Gesellschaft kurz vor dem Aufstieg Erdoğans.
Der Patron von CH Media zeigt sich kämpferisch. Sein Unternehmen habe eine grosse Zukunft, auch wenn die gedruckte Zeitung irgendwann nicht mehr jeden Tag erscheinen werde. Und im Fernsehen wolle er die Fussball-Champions-League übertragen.
Mircea Cartarescus literarischer Ruhm wuchs langsam, aber gewaltig. Sein Schaffen lässt sich insgesamt als paradoxer Versuch begreifen, jene gigantische innere Leere, die das Scheitern des kommunistischen Experiments hinterliess, demiurgisch mit «Sinn» zu füllen.
«Dogma 25» will die Rückkehr zum authentischen Film. So ist etwa der Gebrauch des Internets beim kreativen Prozess verboten. Aber die Revolution ist wohl gar nicht mehr nötig.
Ein praktisches Gespräch mit dem scharfsinnigsten Philosophen Deutschlands.
Ich war schon immer links. Werte wie «Solidarität», «soziale Gerechtigkeit» und «Gemeinschaft» haben mich magisch angezogen. Was aber hat die heutige Linke noch mit «links» zu tun?
Auf einem Bauernhof im Zürcher Oberland leben Schweine, Ziegen, Pferde und Hunde, die vor dem Schlachthaus oder von der Strasse gerettet wurden. Gründerin Sarah Heiligtag glaubt an eine Landwirtschaft ohne Milch- und Fleischproduktion.
Als Jurastudentin wurde Seyran Ateş Opfer eines Anschlags. Heute ist sie Anwältin und Imamin und steht unter permanentem Personenschutz. Ein Besuch an dem einzigen Ort, an dem sie sich sicher fühlt: in ihrer Wohnung in Berlin.
Die postmoderne Philosophie habe die Welt vergiftet, sagt ein französischer KI-Unternehmer und entschuldigt sich im Namen Frankreichs dafür. Tech-Tycoon Elon Musk klatscht Beifall.
Juliette Binoche und andere Filmschaffende haben vor dem Festival eine Petition gegen den rechten Medienunternehmer lanciert. Der droht mit Geldentzug. Nun schalten sich Politiker und die staatliche Medienaufsicht ein.
Ihr Leben und ihr Image sind untrennbar verschmolzen. Wie kein zweiter Hollywoodstar ist Marilyn Monroe zu einer unendlichen Projektionsfläche geworden. Für Glamour ebenso wie für den Absturz.
Mit «The White Lotus» wurde er bekannt, nun erobert der 29-Jährige auch das Kino. In «The Piano Tuner» verkörpert der Brite einen hochsensiblen Klavierstimmer mit kriminellem Talent – und bestätigt seinen Ruf als einer der spannendsten Nachwuchsschauspieler.
Die Arte-Produktion erzählt das Leben der jüdischen Schriftstellerin Etty Hillesum in einem heutigen Setting. Der Regisseur Hagai Levi verzichtet auf historische Folklore – und zeigt gerade dadurch, wie dünn der Firnis der Zivilisation ist.
Der Wettbewerb von Cannes bot dieses Jahr nur wenige formale Überraschungen. Seine stärksten Momente verdankte das Festival stattdessen den Darstellern.
Die Macht ist längst nicht mehr mit der Reihe: «The Mandalorian and Grogu» ist ein einfallsloses, infantiles Debakel.
Die Tochter des Aum-Sektenführers ist eine Überlebende der Todesstrafe: Am japanischen Filmfestival Ginmaku in Zürich gibt ihr ein Dokumentarfilm eine Stimme.
Der Sänger von Queen hat immer wieder in Montreux gewohnt. Das lag zunächst an den Mountain Studios, in denen Queen die neuen Alben einspielte. Später wurde die Stadt am Lac Léman zum letzten Rückzugsort des erkrankten Rockstars.
Für den Filmregisseur ist das Berner Oberland ein Rückzugsort. Wegen eines weit zurückliegenden Missbrauchsfalls war er vor 15 Jahren Gefangener in seinem eigenen Chalet. Die Einheimischen lassen bis heute nichts auf den 92-Jährigen kommen.
Seit den sechziger Jahren lebte die amerikanische Schriftstellerin Patricia Highsmith in Europa. 1988 zog sie nach Tegna im Tessin. In ein Haus wie eine Festung, wo sie umgeben war von Katzen und Schnecken.
In Stampa wuchsen Alberto, Diego, Ottilia und Bruno Giacometti auf, wohlbehütet von der Mutter Annetta und gefördert vom Vater und Künstler Giovanni Giacometti. Im Nachbarsweiler Borgonovo fanden sie ihre letzte Ruhe. Doch wenig in dem kargen Bergtal verweist auf die berühmte Familie, wäre da nicht das Atelier, das erhalten blieb.
In der Idylle des Engadins, zwischen den Reichen und Mächtigen, fand der Regisseur Inspiration für seine schlimmsten Visionen.
Mit Werken wie «Déjeuner en fourrure» wird Meret Oppenheim eine der bekanntesten Surrealistinnen. Ihr Lieblingsort lag in einem Dorf im Tessin – wo sie sich manchmal wie der letzte zivilisierte Mensch fühlt und wo auch ein liebestoller Hermann Hesse verkehrt.
In Clarens entzündet der Komponist mit «Le sacre du printemps» einen Urknall der Moderne, in Morges erfindet er bei Brot und Wein mit Charles Ferdinand Ramuz die Oper neu. Dann aber lockt Coco Chanel den Ruhelosen aus dem Schweizer Exil nach Paris.
Sils Baselgia war für die letzten acht Jahre vor ihrem Tod der einzige Fixpunkt im unsteten Leben der Schriftstellerin Annemarie Schwarzenbach. Glücklich wurde sie auch hier nicht, aber sie war glücklicher als an jedem anderen Ort der Welt.
Er ist schweizerisch-französischer Doppelbürger und pflegt sowohl das deutsche wie auch das französische Klavierrepertoire. Für beides ist er inzwischen Experte – ein immer noch seltener Fall von musikalischer Zweisprachigkeit.
Er nimmt das Erbe von Vorbildern wie Hermann Prey und Dietrich Fischer-Dieskau selbstbewusst an und gehört bereits selbst zu den führenden Liedsängern unserer Zeit. Das unterstreicht Konstantin Krimmel nun auch an den Jubiläumskonzerten der Schubertiade.
Hector Berlioz hat mit «Fausts Verdammnis» die kühnste Fassung von Goethes Sinnsucher-Drama für das Musiktheater geschaffen. Das Stück braucht nicht einmal eine Inszenierung – und bei den jüngsten Aufführungen in Zürich fehlt sie auch nicht.
Der isländische Pianist kuratiert am Lucerne Festival erstmals eine eigene Programmreihe: Für «Pulse» sucht er den Schulterschluss mit dem bekannten Konzeptkünstler Ólafur Elíasson.
Das Tonhalle-Orchester Zürich stellt sein Programm für die Konzertsaison 2026/27 vor. Neben Beethoven und Mahler steht dabei ein Schweizer Zeitgenosse im Fokus. Auch die Programme zur Musikvermittlung und Publikumsgewinnung sollen weiter ausgebaut werden.
So viel Freude, Energie und Virtuosität gab es lange nicht im modernen Soul: über den Grammy-Preisträger Durand Bernarr und sein furioses neues Album.
«Arendal» ist der unsägliche Monolog eines vom kleinbürgerlichen Leben gebeutelten Mannes, der seine Gefühle im Suff ertränkt.
Seit Jahrzehnten schreibt Manfred Papst seine «Zugaben»: Kolumnen über Sprache, Bildung und die Lust am Abschweifen – leichtfüssig, kenntnisreich und fast immer gut gelaunt. Eine Auswahl dieser Texte liegt nun als Anthologie vor.
Tom Kummer, einst gefeierter und dann tief gefallener Popstar des Journalismus, sucht in seinem Roman nach einem Neuanfang. Besuch bei einem grössenwahnsinnigen und verletzten Mann.
Literaturklassiker werden heute wieder beliebter – vor allem bei jungen Leserinnen und Lesern.
Die preisgekrönte Autorin schreibt über den Reiz des Aufbruchs und Fortgehens. Es sei eine Übung, mit Widersprüchen umzugehen.
«Diese dumme, egoistische, verräterische, hurerische Schlampe», schreibt Lukas Bärfuss über seine Mutter. Aber sein Zorn gilt nicht ihr, sondern dem Mythos der Mutterfigur. Und der sozialen Kälte. Und der Schweiz.
Das Kunstmuseum Basel rückt mit einer grossartigen Retrospektive die bei uns noch zu wenig beachtete New Yorker Malerin Helen Frankenthaler in den Blick.
Thomas Hirschhorn setzt der Philosophin Simone Weil ein künstlerisches Denkmal. Ein Besuch im Pavillon Sicli in Genf.
Ein schwerwiegender Verdacht zum Ende der grossen Basler Cézanne-Ausstellung: «La montagne Sainte-Victoire» könnte NS-Raubkunst sein. Durch das Bekanntwerden des Falls erleidet das Werk eine erhebliche Wertverminderung.
Über den Pont Neuf hat sich derzeit eine aufblasbare Felsenlandschaft gelegt. Der Künstler JR sieht darin eine Hommage an Christo und Jeanne-Claude. Bei den Parisern hinterlässt das gemischte Reaktionen.
Angewandte Kunst besass für die Expressionisten denselben Stellenwert wie Malerei. Gleichwohl setzen Ausstellungen einseitig auf Gemaltes. Nun verhilft eine Schau im Berliner Brücke-Museum dem kunsthandwerklichen Schaffen zur Sichtbarkeit.
Der Kunsthandel im Spitzensegment floriert: Für grosse Namen wie Brancusi, Rothko, Picasso und Richter werden astronomische Preise bezahlt.
Stephan Balkenhol ist ein deutscher Bildhauer von Weltrang. Seine Skulpturen laden die Betrachter ein, über sich selbst nachzudenken. Für die NZZ hat er nun eine eigene Kunstedition geschaffen.
Esther Mathis ist in den letzten Jahren aufgefallen mit poetischen Werken, in denen oft physikalische Erkenntnisse mitschwingen. Für die NZZ hat sie nun die Farbtöne von Gewitterstürmen in ebenso reduzierten wie reizvollen Objekten gebannt.
Für Katharina Grosse kann alles zum Bildträger werden. Sie bemalt nicht nur Leinwände, sondern auch Wände, ganze Räume und Fassaden. Neuerdings nützt sie auch gebogenes und gewalztes Aluminiumblech als «Unterlage» für ihre genauso überlegte wie spontane Malerei in starken Farben.
Auf einem grossen Tisch liegen Materialmuster und Zeichnungen, rundherum wimmelt es von riesigen Leinwänden in leuchtenden und vibrierenden Farben, die teilweise noch auf ihre Fertigstellung warten. Wer das Studio von Renée Levi und ihrem Partner Marcel Schmid besucht, taucht augenblicklich in ein sinnliches künstlerisches Universum ein.
Salvatore Sciarrino verwebt in seinem neuen Bühnenwerk über den antiken Kriegsherrn Agamemnon den Mythos auf packende Weise mit der Gegenwart. Während der Endproben in Bern hat er sich über die Schulter schauen lassen.
Sie singt seit mehr als vier Jahrzehnten auf allen wichtigen Bühnen, seit vierzehn Jahren ist sie Prinzipalin der Pfingstfestspiele. Nächste Woche wird Cecilia Bartoli sechzig – und feiert dies mit einem selbstironischen Spektakel.
Zürichs Ballettchefin Cathy Marston hat für ihre Lesart des berühmten Prokofjew-Balletts ein wenig an den «Stellschrauben des Stücks» gedreht, wie sie sagt. Das Ergebnis ist abwechselnd erhellend und irritierend.
Die Tragödie von Crans-Montana sorgt in Italien für viel mediale Empörung. Der italienische Journalist Alessandro Politi war für die RAI vor Ort – und bekam im Wallis den Zorn der Einheimischen zu spüren.
Das Schweizer Fernsehen hat zwei neue Satireformate – mit und von Frauen gemacht. Was gut gemeint ist, entpuppt sich als positiver Sexismus.
Der Pionier des 24-Stunden-News-Formats prägte über Jahrzehnte, wie die Welt Informationen konsumiert: unterhaltsam vermittelt und emotional verpackt. Der Ex-Mann von Jane Fonda engagierte sich für die Umwelt und gab mit Skandalen zu reden.