
Die neuesten Meldungen.
Der Bund gibt Unterlagen über den Nazi-Schergen Josef Mengele frei, die er fälschlicherweise gesperrt hat. Vor 25 Jahren hat der Bund die Papiere schon einmal freigegeben. Eine Posse aus Seldwyla.
Wer als Zuwanderer oder Flüchtling keine linke Haltung vertritt, gilt rasch als gesteuert, gekauft oder instrumentalisiert. Als ob wir nicht selber denken könnten.
Mark Zuckerberg prophezeite, dass die Zukunft des Einkaufens und mobilen Arbeitens im virtuellen Raum liege. Er entwickelte ein digitales Paralleluniversum, wo es Konzerte gibt und man Freunde trifft. Doch demnächst wird Meta seine «Horizon Worlds» abschalten.
Sie war ein sehr erfolgreiches Model – und prägte gesellschaftliche Debatten in der Schweiz. Dann: Politik, Shitstorm, Rückzug. Heute ist sie in Reality-Formaten zu sehen. Abstieg oder Selbstermächtigung? Ein Porträt
Grosse Kunst von kranken Menschen: Die weltweit einmalige «Collection de l’Art brut» in Lausanne feiert ihren fünfzigsten Geburtstag.
Peter Kraus geht auf Abschiedstournee – zum achten Mal. Über den ältesten Trick im Showbusiness, den es vielleicht bald nicht mehr braucht.
Unser Kolumnist oszillierte erfolgreich. Die Zugabe von Manfred Papst
Onlyfans ist kein Tabu mehr, sondern Stoff für Serien. Aber von Online-Sexarbeit zu erzählen, ist gar nicht so einfach. Besonders vor dem Hintergrund der Debatten über Deepfakes und Revenge-Porn.
Ein Alltag in der Illegalität, eine tödliche Beobachtung und ein fatales Versprechen: Die Folge «Könige der Nacht» zeigt, wie Privilegien und Schattenseiten brutal aufeinanderprallen.
Was muss man gelesen, gesehen oder gehört haben - und was eher nicht?
Der amerikanische Regisseur James Vanderbilt macht aus den Nürnberger Prozessen einen Nazijäger-Karneval.
Unter Donald Trump hat sich die Beziehung der USA zum Vatikan deutlich abgekühlt. Doch störungsfrei war sie nie.
Sowohl in Iran wie in Russland haben despotische Regierungen eine Widerstandsbewegung provoziert. Die iranischen Oppositionellen wollen einen demokratischen Umschwung. Die Russen dagegen träumen von unterschiedlichen moralischen Idealen.
In Beziehungen sind immer öfter Frauen besser ausgebildet als ihre Partner, sie verdienen mehr oder haben ein höheres gesellschaftliches Ansehen. Folgt auf die Trophy-Wife nun der Trophy-Husband?
Rüdiger Safranski scheut sich nicht, unbequeme Wahrheiten auszusprechen: Die CDU habe sich in die Geiselhaft der SPD begeben, kritisiert er. Und dass sich die Parteien nur noch auf den «Kampf gegen rechts» einigen können, hält er für Wahnsinn.
Model-Legende, Verfechterin einer brutalen Schönheitsindustrie, opportunistische Unternehmerin: Heidi Klum begeistert und erzürnt seit über drei Jahrzehnten. Vor allem aber hat sie Spass.
Arnon Grünberg reist von Wien nach Jerusalem. Er sucht nach den frühen Idealen des Zionismus. Und fragt sich, wie die Geschichte des späten 20. Jahrhunderts zu einem Kult des Opferdaseins wurde.
Der Kreml redet gern von «Freiheit» und nicht gern von «Krieg». Und er bestraft alle, die öffentlich anderer Meinung sind. Auch im Westen gewöhnt man sich daran.
Endlich wieder ein origineller und schöner Schweizer Familienfilm: Die Regisseurin Natascha Beller spricht über Regeln beim Dreh mit Kindern und das Problem der Filmförderung.
Die deutsche Schauspielerin über ihren neuen Film «Rose», Macht und Männlichkeitsklischees, über Hollywood und ihre Arbeit mit Ryan Gosling in «Project Hail Mary».
Nach dem Erfolg der Serie «Baby Reindeer» legt ihr Schöpfer noch düsterer und kompromissloser nach. Richard Gadd erzählt in «Half Man» von einer verstörenden Männerbeziehung zwischen Gewalt, Abhängigkeit und Begehren.
Endlich wieder ein gelungener Film über einen Komponisten: Nach dem Mozart-Debakel der ARD überzeugt der erfolgreiche Opernregisseur Damiano Michieletto bei seinem Kinodebüt mit einer überraschenden Perspektive auf den Schöpfer der «Vier Jahreszeiten».
Seine brutalen und schmerzhaften Filme werden geliebt, angegriffen, missverstanden. Vor allem ihre Frauenfiguren polarisieren: Sind sie Märtyrerinnen, Ausgebeutete oder bedingungslos Liebende?
In «The Devil Wears Prada» herrschte 2006 eine toxische Arbeitskultur. In der Fortsetzung scheint selbst der Girlboss Meryl Streep als Miranda in HR-Schulungen achtsame Führung gelernt zu haben. Zum Glück pfeift sie immer wieder darauf.
Der Sänger von Queen hat immer wieder in Montreux gewohnt. Das lag zunächst an den Mountain Studios, in denen Queen die neuen Alben einspielte. Später wurde die Stadt am Lac Léman zum letzten Rückzugsort des erkrankten Rockstars.
Für den Filmregisseur ist das Berner Oberland ein Rückzugsort. Wegen eines weit zurückliegenden Missbrauchsfalls war er vor 15 Jahren Gefangener in seinem eigenen Chalet. Die Einheimischen lassen bis heute nichts auf den 92-Jährigen kommen.
Seit den sechziger Jahren lebte die amerikanische Schriftstellerin Patricia Highsmith in Europa. 1988 zog sie nach Tegna im Tessin. In ein Haus wie eine Festung, wo sie umgeben war von Katzen und Schnecken.
In Stampa wuchsen Alberto, Diego, Ottilia und Bruno Giacometti auf, wohlbehütet von der Mutter Annetta und gefördert vom Vater und Künstler Giovanni Giacometti. Im Nachbarsweiler Borgonovo fanden sie ihre letzte Ruhe. Doch wenig in dem kargen Bergtal verweist auf die berühmte Familie, wäre da nicht das Atelier, das erhalten blieb.
In der Idylle des Engadins, zwischen den Reichen und Mächtigen, fand der Regisseur Inspiration für seine schlimmsten Visionen.
Mit Werken wie «Déjeuner en fourrure» wird Meret Oppenheim eine der bekanntesten Surrealistinnen. Ihr Lieblingsort lag in einem Dorf im Tessin – wo sie sich manchmal wie der letzte zivilisierte Mensch fühlt und wo auch ein liebestoller Hermann Hesse verkehrt.
In Clarens entzündet der Komponist mit «Le sacre du printemps» einen Urknall der Moderne, in Morges erfindet er bei Brot und Wein mit Charles Ferdinand Ramuz die Oper neu. Dann aber lockt Coco Chanel den Ruhelosen aus dem Schweizer Exil nach Paris.
Sils Baselgia war für die letzten acht Jahre vor ihrem Tod der einzige Fixpunkt im unsteten Leben der Schriftstellerin Annemarie Schwarzenbach. Glücklich wurde sie auch hier nicht, aber sie war glücklicher als an jedem anderen Ort der Welt.
Zehntausend Stunden Musik hat ein New Yorker Opernfan während fünf Jahrzehnten bei Live-Aufführungen mitgeschnitten. Ein diskografischer Schatz für die Rezeptionsforschung, aber auch ein heikles Erbe, denn solche Mitschnitte sind illegal.
Die gegenwärtige Musikproduktion wird immer mehr durch Werkzeuge künstlicher Intelligenz bestimmt. Das verändert den Musikmarkt ebenso wie die Kultur des Hörens.
Der späte «Titus» ist Mozarts politisch brisantestes Bühnenwerk – wenn man hinter die Fassade der herrlichen Musik schaut. Die Neuinszenierung von Damiano Michieletto erhält durch den jüngsten Anschlagsversuch in Washington unverhoffte Aktualität.
Sie war die Wunschkandidatin der Regierung in Rom und ein Aushängeschild der neuen Kulturpolitik: Nun stolpert die designierte Direktorin über unglückliche Interviewaussagen.
Sie musizieren auswendig, bewegen sich frei durch den Saal und bereichern ihre Konzerte mit visuellen Elementen: Die Mitglieder des Aurora Orchestra wollen dem Musikbetrieb neues Leben einhauchen. Jetzt auch in der Schweiz.
2026 hat sich das kanadische Duo zu einem viralen Phänomen entwickelt. Im Internet wird Angine de Poitrine als Antidot zum Musik-Mainstream gefeiert – und als Rettung der Rockmusik.
Mehr als alle anderen Literaturen aus den ehemals kommunistischen Ländern lebt die tschechische von ihren Mythen. Doch der Ehrengast an der Frankfurter Buchmesse bietet eine erstaunliche Vielfalt an Neuerscheinungen.
Hitler hielt ihn für unentbehrlich. Deshalb konnte der Krebsforscher Otto Warburg bis Kriegsende in Deutschland arbeiten. Sam Apple erzählt seine Geschichte als Porträt einer Epoche.
Slobodan Šnajders neuer Roman ist ein Trauergesang über die Opfer dreier Umbrüche in der jüngeren kroatischen Vergangenheit. Am Schicksal eines Hauses erhebt sich die Frage: Warum obsiegt von den vielen Möglichkeiten der Geschichte immer die schlechteste?
Mit Geschichten um den Detektiv Alack Sinner revolutionierte er den Comic. José Muñoz, dem das Basler Cartoonmuseum gerade eine Ausstellung widmet, lässt seinen Helden leben und altern in New Yorks Schattenwelt.
Gegen Ende seines Lebens setzte der schwer an Tuberkulose erkrankte Autor alle Hoffnungen auf die «Specialisten» einer Wiener Klinik. Doch vergeblich: «Alles ist in den besten Anfängen, aber selbst die besten Anfänge sind nichts», schrieb er ahnungsvoll.
Seit Hitlers Machtantritt 1933 flohen Tausende von Juden ins Ausland. Wenn sie konnten. Susanne Heim hat die internationale Flüchtlingspolitik in der Nazizeit umfassend aufgearbeitet.
Der Streit im Vorfeld der internationalen Ausstellung in Venedig artet in eine Gemengelage unterschiedlichster Interessen aus.
Georg Baselitz gehörte zu den wichtigsten deutschen Künstlern. Er betrieb seine Kunst wie ein Grundbedürfnis, vergleichbar mit Hunger, Freiheit, Liebe. Der Trieb zu diesen Dingen war ihm Antrieb bis ins hohe Alter. Nun ist er mit 88 Jahren gestorben.
Keine Disziplin sei femininer oder passender für Frauen als die Blumenmalerei, spöttelte der Künstler Gerard de Lairesse 1707. Eine grosse Ausstellung in Gent zeigt: Künstlerinnen des 17. Jahrhunderts liessen sich nicht in die florale Nische verbannen.
Unser Verhältnis zum Tier ist paradox. Seit Jahrtausenden leben wir mit ihnen zusammen, und doch muss das Tier dem Menschen als Projektionsfläche dienen.
Evgeny Maloletka ist der bekannteste Fotograf des Krieges in der Ukraine. Im Interview erzählt er, wie er mit dem erlebten Grauen des Krieges umgeht, wie es sich anfühlt damit Preise zu gewinnen und weshalb die Ukrainer trotz allem das Leben geniessen.
Sie ist eine der schonungslosesten feministischen Künstlerinnen. Jetzt schockiert sie in Wien mit ihren grossformatigen Leinwänden, die Sex- und Toilettenszenen, Missbrauch und Vergewaltigung zeigen.
Stephan Balkenhol ist ein deutscher Bildhauer von Weltrang. Seine Skulpturen laden die Betrachter ein, über sich selbst nachzudenken. Für die NZZ hat er nun eine eigene Kunstedition geschaffen.
Esther Mathis ist in den letzten Jahren aufgefallen mit poetischen Werken, in denen oft physikalische Erkenntnisse mitschwingen. Für die NZZ hat sie nun die Farbtöne von Gewitterstürmen in ebenso reduzierten wie reizvollen Objekten gebannt.
Für Katharina Grosse kann alles zum Bildträger werden. Sie bemalt nicht nur Leinwände, sondern auch Wände, ganze Räume und Fassaden. Neuerdings nützt sie auch gebogenes und gewalztes Aluminiumblech als «Unterlage» für ihre genauso überlegte wie spontane Malerei in starken Farben.
Auf einem grossen Tisch liegen Materialmuster und Zeichnungen, rundherum wimmelt es von riesigen Leinwänden in leuchtenden und vibrierenden Farben, die teilweise noch auf ihre Fertigstellung warten. Wer das Studio von Renée Levi und ihrem Partner Marcel Schmid besucht, taucht augenblicklich in ein sinnliches künstlerisches Universum ein.
Die legendäre Kulturstätte hat stets die besten Schauspielerinnen und Schauspieler zu engagieren versucht. Zu ihnen zählt auch Michael Heltau. Keiner kennt sich besser aus in den Geschichten und den Korridoren des Theaters als der 93-jährige Doyen.
Vor drei Jahren bewarf der Choreograf Marco Goecke eine Tanzkritikerin mit Hundekot und löste einen Skandal aus. Jetzt erhält er am Theater Basel eine zweite Chance – und liefert ab.
Ein linker Traum wird auf der Bühne des Theaters Basel wahr: Die ach so fremdenfeindlichen Schweizer wollen eine Fremde loswerden – und treffen für einmal die Richtige.
Die Affäre um den Rücktritt des ORF-Chefs Roland Weissmann gerät zur Schlammschlacht. Nun begehrt die Redaktion auf.
Der Kultursender stehe auf einer Streichliste, berichtete der «Sonntags-Blick». Bei Angestellten und Hörern schrillen die Alarmglocken.
Der Bau von neuen Moscheen löst in der Schweiz zu Recht Skepsis aus. Medien blenden beunruhigende Hintergründe gerne aus.

Die Inszenierung von Verdis «Forza del destino» bei Bühnen Bern ist kreativ, kritisch, humorvoll – und manchmal schlicht zu viel.
Die Autorin hat ihren dritten Roman gschrieben. Warum mit «Weil ich Ruth bin» keine Heldinnengeschichte ist und Weber beim Schreiben die Pornografie der 90er-Jahre überwinden musste, erzählt sie bei einem Treffen im Zoo.
Die Serienadaption bringt das Familienepos zurück nach Chile – und verhandelt Themen wie Gleichberechtigung und Frauensolidarität neu.
Jeden Tag erreicht die «Berner Zeitung» eine Vielzahl an Leserbildern. Eine Auswahl der schönsten Fotos finden Sie hier.
Das beliebte Geografie-Rätsel GeoGuessr gibt es neu unter dem Namen PinPoint in der Tagi-Spiele-App. Diese sieben wegweisenden Tipps helfen, Ihre Punktzahl sofort zu verbessern.
König Charles III. freut sich über Zuwachs in der königlichen Familie. Für die Prinzessin und ihren Mann Jack Brooksbank ist es das dritte Kind.
Alle spannenden Neuigkeiten zu Filmen, Serien und den Menschen dahinter auf einen Blick.
Das beliebte Gratis-Open-Air-Kino feiert seine 10. Ausgabe. Doch die Kosten sind um rund 60 Prozent gestiegen. Nun soll ein Crowdfunding für 25’000 Franken das Filmfestival retten.
Action-Regisseur Claudio Fäh versteht sich unheimliche Atmosphäre und pulstreibende Szenen. Das und tolle Schauspieler zeigt er in «Könige der Nacht».
Krumme Takte, Mikrotonalität, hoch aufragende Puppenköpfe und Fans, die von der Rettung der Musik schwärmen: Schon lang hat kein Hype mehr so verwirrt und erfreut wie Angine de Poitrine.