
Der anonyme Street-Art-Starkünstler ist bekannt für sein soziales Engagement. Die neu entdeckten Werke in London weisen auf die prekäre Situation von Obdachlosigkeit hin.
Hans Frank war Hitlers Anwalt und für den Tod von Millionen Menschen verantwortlich. Sein Sohn Niklas Frank beschäftigt sich auch mit 86 Jahren noch mit der Schuld seines Vaters.
Die weltweit wichtigste Messe für moderne und zeitgenössische Kunst expandiert. Der Direktor Vincenzo de Bellis sieht in Katar und der weiteren Region bedeutenden Zukunftsmarkt.
Lena Brasch inszeniert «East Side Story – a German Jewsical» über eine jüdische Familie, die den Holocaust überlebt hat und nun in der DDR ein neues Leben beginnt.
Man solle an Gott glauben, fand Immanuel Kant. Auch wenn man nicht sicher sein könne, ob es ihn gebe. Fünf Jahrhunderte vorher hatte Thomas von Aquin zu beweisen versucht, dass es Gott gibt. Seine Argumente sind noch heute bestechend.
Berühmt wurde Chris Rea mit sanften Pop-Tönen und seiner markigen Stimme. Später widmete er sich immer mehr der Blues-Tradition. Nun ist der «Driving Home For Christmas»-Star im Alter von 74 Jahren gestorben.
Wladimir Putin beleidigt europäische Politiker als «Schweinehunde». Russlands Propagandisten und Abgeordnete benutzen daraufhin das Wort als Synonym für Europäer, der Kreml veröffentlicht eine offizielle Übersetzung dafür. Die Gossensprache ist längst im Kreml angekommen.
Der Soziologe sieht im wachsenden Misstrauen eine Gefahr für die Demokratie. Im Gespräch sagt er, was zu tun sei und weshalb er das Schweizer Modell der direkten Demokratie nicht als Lösung für Deutschland sieht.
Der Informationsdienst Swissinfo der SRG steht unter Druck. Der Bundesrat will die Finanzierung streichen, doch die Sparmassnahme ist äusserst umstritten.
«The Lamb Lies Down on Broadway», das kühne Doppelalbum von Genesis mit Peter Gabriel als Sänger, erscheint zum 50. Geburtstag in einem exzellenten neuen Mastering. Erinnerungen an das erste Rockkonzert.
Die Schriftstellerin unterhält sich in ihrer Literatursendung an einem ausgewählten Ort mit einem prominenten Gast. Die Linken-Chefin Heidi Reichinnek war schon da. So begeistert man fürs Lesen.
Noch ist kein Friede geschlossen im Ukraine-Krieg. Aber aus historischer Perspektive gibt es im Entwurf des Friedensplans ein paar Fallstricke.
Mit über 190 Millionen verkauften Büchern gehört Ken Follett zu den erfolgreichsten Autoren der Gegenwart. In seinem neusten Roman geht es um das Rätsel von Stonehenge – und um Gefühle von Steinzeitmenschen.
Die beiden Würdenträger erklären, was den Katholizismus und das Judentum verbindet. Die Herausforderungen unserer kriegs- und konfliktbeladenen Zeit beurteilen sie ähnlich.
Plötzlich standen alle Franzosen im Visier der Terroristen: Das «Bataclan»-Massaker vom 13. November 2015 war ein Wendepunkt. Und es hätte noch viel schlimmer kommen können.
Der ehemalige Chefredaktor der Zeitung «Cumhuriyet» berichtete über Waffenlieferungen der türkischen Regierung an Islamisten in Syrien. Ein Auftragskiller sollte ihn darum zum Schweigen bringen. Doch alles kam anders – und Can Dündar traf seinen potenziellen Mörder in Argentinien zum Gespräch.
Nach der ersten Empörung über die von Gewalt begleitete Demo in Bern melden sich wie üblich die Verharmloser zu Wort. Warum fällt es vielen so schwer, Täter und ihre Ideologien zu benennen?
Worten folgen keine Taten: Daran hat man sich in der Politik gewöhnt. Donald Trump lässt Worten Taten folgen, zumindest manchmal. Er hat die Unberechenbarkeit zum Markenzeichen seiner Politik gemacht.
Versprochen werden «klebriger Ruhm, Teigkatastrophen und Gebäckchaos», geliefert wird zwischen Zucker, Butter und Mehl auch ein Einblick in die britische Seele.
Gleich zwei neue Serien arbeiten sich am Zentralgestirn der klassischen Musik ab: die eine mit grösstmöglicher Freiheit im Umgang mit den Fakten, die andere als Remake von Peter Shaffers «Amadeus». Nur eine überzeugt, die andere ist ein Debakel.
Ari Aster verlegt die Mythen des Westerns ins pandemische Amerika des Jahres 2020: Entstanden ist das Panorama eines Landes, das seine zivilisatorischen Gewissheiten verloren hat. «Eddington» steht mit seiner Zeitdiagnose im Kino nicht alleine da.
Mit mehr als 150 Filmen gab der Pionier und Provokateur einer marginalisierten Minderheit eine Stimme. Nun ist er mit 83 Jahren in Berlin gestorben – kurz nach seiner Hochzeit.
Kaum ein Regisseur hat das Blockbusterkino so konsequent als Hochrisikospiel betrieben wie James Cameron. Der dritte Teil seines Science-Fiction-Spektakels «Avatar» führt diese Strategie fort – doch kann die Begeisterung noch einmal zünden?
Mit Klassikern wie «When Harry Met Sally. . .» und «Stand by Me» schrieb er Filmgeschichte. Nun wurden die Leichen von Reiner und seiner Frau entdeckt. Die Polizei hat Sohn Nick festgenommen.
Der Sänger von Queen hat immer wieder in Montreux gewohnt. Das lag zunächst an den Mountain Studios, in denen Queen die neuen Alben einspielte. Später wurde die Stadt am Lac Léman zum letzten Rückzugsort des erkrankten Rockstars.
Für den Filmregisseur ist das Berner Oberland ein Rückzugsort. Wegen eines weit zurückliegenden Missbrauchsfalls war er vor 15 Jahren Gefangener in seinem eigenen Chalet. Die Einheimischen lassen bis heute nichts auf den 92-Jährigen kommen.
Seit den sechziger Jahren lebte die amerikanische Schriftstellerin Patricia Highsmith in Europa. 1988 zog sie nach Tegna im Tessin. In ein Haus wie eine Festung, wo sie umgeben war von Katzen und Schnecken.
In Stampa wuchsen Alberto, Diego, Ottilia und Bruno Giacometti auf, wohlbehütet von der Mutter Annetta und gefördert vom Vater und Künstler Giovanni Giacometti. Im Nachbarsweiler Borgonovo fanden sie ihre letzte Ruhe. Doch wenig in dem kargen Bergtal verweist auf die berühmte Familie, wäre da nicht das Atelier, das erhalten blieb.
In der Idylle des Engadins, zwischen den Reichen und Mächtigen, fand der Regisseur Inspiration für seine schlimmsten Visionen.
Mit Werken wie «Déjeuner en fourrure» wird Meret Oppenheim eine der bekanntesten Surrealistinnen. Ihr Lieblingsort lag in einem Dorf im Tessin – wo sie sich manchmal wie der letzte zivilisierte Mensch fühlt und wo auch ein liebestoller Hermann Hesse verkehrt.
In Clarens entzündet der Komponist mit «Le sacre du printemps» einen Urknall der Moderne, in Morges erfindet er bei Brot und Wein mit Charles Ferdinand Ramuz die Oper neu. Dann aber lockt Coco Chanel den Ruhelosen aus dem Schweizer Exil nach Paris.
Sils Baselgia war für die letzten acht Jahre vor ihrem Tod der einzige Fixpunkt im unsteten Leben der Schriftstellerin Annemarie Schwarzenbach. Glücklich wurde sie auch hier nicht, aber sie war glücklicher als an jedem anderen Ort der Welt.
Im Herbst 2028 übernimmt der Schweizer Dirigent für zunächst zwei Spielzeiten die musikalische Gesamtleitung des Opernhauses.
Das Flaggschiff der österreichischen Kultur stellt sich den dunkelsten Momenten seiner Geschichte. Zugleich erinnern Franz Welser-Möst und Nikolaus Habjan mit Beethovens «Fidelio» an die glanzvolle Wiedereröffnung vor siebzig Jahren.
Der neue Ballettdirektor am Theater Basel kommt beim Weihnachtsklassiker «Der Nussknacker» von Peter Tschaikowsky ganz ohne Kuchen, Kitsch und Zuckerguss aus. Stattdessen legt er die Phantastik der Vorlage von E. T. A. Hoffmann frei.
Pornografische Videos, Texte aus den Untiefen zwischen Halbschlaf und Albtraum – «Meine Welt» von Till Lindemann ist ein Programm der Überwältigung. Dem weniger zugeneigten Betrachter dreht sich mitunter der Magen um.
Der junge Generalmusikdirektor der Oper Frankfurt übernimmt kurzfristig für Philippe Jordan ein anspruchsvolles Programm. Die Zusammenarbeit mit dem Tonhalle-Orchester funktioniert, hat aber noch Potenzial.
Wie war es möglich, dass sich der Kontinent nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wirtschaftlich so rasch erholte? Das Geld der Amerikaner war weniger entscheidend, als viele bis heute meinen.
Wie ein Täterland sich einen Opfermythos schuf.
Am 8. Mai kapitulierte Hitler-Deutschland offiziell. Doch bis Ende Mai fanden im letzten Regierungssitz noch Kabinettssitzungen statt. Gerhard Paul erzählt die Geschichte des «Dritten Reiches» über das Kriegsende hinaus.
Die Schlacht von Stalingrad im Winter 1942/43 war ein geschichtlicher Wendepunkt: Sie störte die nationalsozialistische Tötungsmaschinerie und brachte sie letztlich zum Einhalt.
Vor 80 Jahren endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Der deutsche Historiker Norbert Frei sagt, wie die Transformation des Nazistaats gelang – und wie er die Gefahr eines neuen Faschismus einschätzt.
Vor fünfzig Jahren dokumentierten weissrussische Schriftsteller Kriegsverbrechen, die die Wehrmacht während des Zweiten Weltkriegs begangen hatte. Jetzt erscheint der Bericht erstmals auf Deutsch.
Sie alle waren in Kalifornien im Exil: Franz Werfel, Bertolt Brecht, Heinrich und Thomas Mann und Berthold Viertel. Mitsamt ihren Ehefrauen, von denen meist weniger die Rede ist.
Jubelnde Massen, willige Erfüllungsgehilfen: Das ist das Bild, das man vom «Dritten Reich» hat. Peter Longerich vertritt in seinem neuen Buch die These, die meisten Deutschen seien keine überzeugten Nazis gewesen, sondern Konformisten.
Vor 650 Jahren ist der Dichter der burlesken Novellensammlung «Dekameron» gestorben. Im Angesicht des Todes hatte er die Kühnheit, derbe und obszöne Geschichten zu erzählen.
Bisher konzentrierten sich Übersetzungen aus der ukrainischen Literatur auf lebende Autoren. Nun sind auch ukrainische Klassiker auf Deutsch greifbar. Tanja Maljartschuk und Claudia Dathe legen die ersten beiden Bände der «Ukrainischen Bibliothek» vor.
Die spätere DDR-Schriftstellerin Anna Seghers war eine Virtuosin der Einfühlung und der Selbstzurücknahme. Das zeigen Briefe an ihren Geliebten László Radványi.
In seinem postum veröffentlichten Buch spricht der im September ermordete Aktivist Charlie Kirk als Missionar: An Gott soll die Welt genesen. Und zwar durch die Einhaltung des Sabbats.
Es schienen glückliche Kindheitstage gewesen zu sein, die Colombe Schneck in der Waadt verbracht hatte. Als sie darüber zu schreiben begann, zerfiel das schöne Bild.
Das Potsdamer Museum Barberini zeigt eine grandiose Ausstellung über die Grenzgänger zwischen Phantasie und Wirklichkeit.
Marcel Breuers historisches Gebäude des Whitney Museum ist mit grossem Respekt für den Bestand zum Hauptsitz des Auktionshauses Sotheby’s umgebaut.
Er gilt als der wichtigste Künstler der nordischen Renaissance. Dürer hat Werke von erstaunlicher Intimität geschaffen – von seinem unerschrockenen Selbstporträt bis hin zu einfühlsamen Marienbildnissen. Eine umfassende Monografie mit sämtlichen Gemälden und fast 500 Zeichnungen reflektiert das deutsche Künstlergenie.
Einer der ersten ausländischen Galeristen in China war der Luzerner Urs Meile. Er zeigt chinesische und vietnamesische, aber auch Schweizer Künstler aus seinem Programm an der Shanghai Biennale und in seiner Pekinger Galerie.
Nnena Kalu ist autistisch und hat eine Lernbehinderung. Dass die Jury dies bei der Begründung so hervorhebt, deutet vor allem auf etwas hin: Der Entscheid wurde im Namen der Diversität gefällt.
Stephan Balkenhol ist ein deutscher Bildhauer von Weltrang. Seine Skulpturen laden die Betrachter ein, über sich selbst nachzudenken. Für die NZZ hat er nun eine eigene Kunstedition geschaffen.
Esther Mathis ist in den letzten Jahren aufgefallen mit poetischen Werken, in denen oft physikalische Erkenntnisse mitschwingen. Für die NZZ hat sie nun die Farbtöne von Gewitterstürmen in ebenso reduzierten wie reizvollen Objekten gebannt.
Für Katharina Grosse kann alles zum Bildträger werden. Sie bemalt nicht nur Leinwände, sondern auch Wände, ganze Räume und Fassaden. Neuerdings nützt sie auch gebogenes und gewalztes Aluminiumblech als «Unterlage» für ihre genauso überlegte wie spontane Malerei in starken Farben.
Auf einem grossen Tisch liegen Materialmuster und Zeichnungen, rundherum wimmelt es von riesigen Leinwänden in leuchtenden und vibrierenden Farben, die teilweise noch auf ihre Fertigstellung warten. Wer das Studio von Renée Levi und ihrem Partner Marcel Schmid besucht, taucht augenblicklich in ein sinnliches künstlerisches Universum ein.
«Geschichten aus dem Wiener Wald» am Wiener Volkstheater: In Horváths Klassiker hebt Rieke Süsskow eine überraschend zärtliche Seite hervor. Aber unter der Oberfläche brodelt es.
In seinen Balletten tanzten Männer und Frauen schon früh gleichberechtigt, die formale Strenge seiner Werke brachte ihm Vergleiche mit den Meistern des Bauhauses ein. Nun ist der grosse Erneuerer des europäischen Balletts 93-jährig gestorben.
In «Hekabe» zeigt Euripides den entsetzlichen Reigen des Bösen. Die Inszenierung am Zürcher Schauspielhaus schielt auf eine feministische Deutung. Die Aufführung lebt jedoch eher von witzigen Einfällen und der katastrophischen Atmosphäre.
Ein Auftritt von Donald Trumps Weggefährte in Doha sorgt für Aufsehen. Er zeugt von einer zunehmenden Nähe zu antisemitischem Gedankengut.
Die Pläne der Regierung Netanyahu zur Neuordnung der Medien und der Berichterstattung erfüllt nicht nur die Journalisten im Land mit Sorge. Diese sind bereits jetzt verstärkt Anfeindungen ausgesetzt.
Die Kontroverse um die Auszeichnung der ARD-Korrespondentin in Tel Aviv mit dem Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis lenkt vom eigentlichen Thema ab. In der Debatte über die Fehlleistungen des öffentlichrechtlichen Rundfunks zeigt sich der Zustand der Bundesrepublik.

Sonst auf dem alternativen Festtagsprogramm: Götterfunken, Perlen des iranischen Kinos und eine 24-stündige Performance.
Sie ist die wohl berühmteste Stimme der Eurodance-Welle der 90er-Jahre und kämpfte jahrelang um ihren Lohn und gegen Machtmissbrauch. Nun droht der Amerikanerin weiteres Ungemach.
Mit seiner markanten Stimme ist der verstorbene Sänger Chris Rea vielen im Ohr geblieben. Doch der Welthit wäre fast in einer Schublade versauert.
Jeden Tag erreicht die Berner Zeitung eine Vielzahl an Leserbildern. Eine Auswahl der schönsten Fotos finden Sie hier.
Ist er der angesagteste Schriftsteller der Gen Z? Nelio Biedermann (22) über Schreibhemmungen, Generationenkonflikte und darüber, wie es sich anfühlt, einen Bestseller zu schreiben.
Kurz vor Weihnachten sorgt der Streetart-Künstler Banksy in London für Aufsehen: In einer Gasse im Stadtteil Bayswater ist ein neues, schwarz-weisses Wandbild aufgetaucht.
Carl Spitteler wurde mit Preisen dekoriert, Carl Albert Loosli kämpfte gegen soziales Unrecht. Jetzt zeigt ein Briefwechsel, was das ungleiche Paar gemeinsam hatte.
Die Bieler Band hat in der Berner Festhalle ihre letzten zwei Konzerte gespielt. Es war ein Abend mit viel Routine auf der Bühne – und einer Überraschung aus dem Publikum.
Als Chester «Ziggy» Sobotka erlangte James Ransone in der Serie «The Wire» Bekanntheit. Jetzt ist er im Alter von 46 Jahren gestorben.
180 Minuten «Tatort» am Stück: Das Team um Ermittler Falke taucht tief in die Strukturen der Kokain-Kriminalität in Holland und Deutschland ein. Viel Düsternis, aber auch eine Hoffnung für 2026.