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Dienstag, 07. Dezember 2021 00:00:00 Kultur News
Aktualisiert: Vor 3 Min.
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Mit seinem Vorwurf, er sei antisemitisch beleidigt worden, hat der Sänger Gil Ofarim einen Entrüstungssturm ausgelöst. Was die Aufarbeitung des Falls über den Umgang mit Antisemitismus in Deutschland aussagt.

Wenn sich die Literatur nicht mehr zu provozieren und herauszufordern getraut, kann man sie gleich ganz abschaffen.

Im Dezember 1941 haben fünf Tage die Welt entscheidend verändert. Ein brillantes Buch schildert, inwiefern der Angriff auf Pearl Harbor das Machtgefüge umgestaltete – und warum Nazideutschland den USA den Krieg erklärte.

Die Geschichte der gefälschten Hitler-Tagebücher wird als Miniserie von RTL+ neu erzählt. «Faking Hitler» steht sinnbildlich für das zwanghafte Verhältnis der Deutschen zum NS-Diktator.

Die zwei wichtigsten Schweizer Opernhäuser zeigen konkurrierende Neuproduktionen von Donizettis packender Tudor-Oper. Die beiden Inszenierungen sind stimmig, die Besetzungen erstklassig – aber wer hat die Nase vorn?

Matthias Schulz, derzeit Intendant der Berliner Lindenoper, übernimmt 2025 die Leitung der grössten Schweizer Kulturinstitution.

Wie der italienische Bohémien in Paris, um den sich so viele Legenden ranken, zu seiner einzigartigen Bildsprache fand, führt jetzt eine Wiener Ausstellung anschaulich vor Augen.

Vor vierzehn Jahren hatte das Duo Alison Krauss und Robert Plant für Furore gesorgt mit seinem Debütalbum. Nun versuchen die Country-Sängerin und der Led-Zeppelin-Star, mit einem zweiten Album an den Erfolg anzuknüpfen.

Matthias Schulz wird zur Saison 2025/26 neuer Intendant der Oper Zürich. Seine Wahl steht für Kontinuität.

Der Tessiner Architekt legte Linien durch die Landschaft und machte die Mauern des Castelgrande in Bellinzona neu erlebbar. Nun ist er 85-jährig gestorben.

Der maskuline Schurwolle-Anzug hat ausgedient. Die Traditionsmarke Hugo Boss setzt auf Stretch – und für die Zukunft des Planeten auch auf Textilien aus Algen und Pilzen.

Robert F. Kennedy Jr. kämpft in seinem neuen Buch gegen alle an: gegen Bill Gates, Anthony Fauci, die Medien, die Pharma-Industrie. Bei Amazon hat das Werk die Spitze der Bestsellerlisten erklommen.

Banden von marokkanischen Emigranten beherrschen in den Niederlanden den Kokainhandel und verüben brutale Morde. Die lockere Drogenpolitik hat diese Entwicklung begünstigt.

Die Berühmtheit des Künstlers kam nicht zuletzt daher, dass man ihn für eine Art Medizinmann hielt, der mit Naturgeistern kommunizieren kann. Die gemeinsame Performance mit einem Kojoten begründete diese Legende. Beuys reiste dazu extra nach New York City – ohne auch nur einen Blick auf die Stadt zu werfen.

Der italienische Regisseur arbeitet in seinem neuen Film ein traumatisches Jugenderlebnis auf. Das hält ihn nicht davon ab, Maradona ein Denkmal zu setzen.

Der Regisseur Peter Jackson hat mit «Get Back» eine monumentale Dokumentation der Fab Four geschaffen.

Das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte wird in dieser Folge berührend gespiegelt. Dabei schält sich als Kernfrage heraus, wie man über das Unsagbare redet.

Ridley Scott richtet in seinem neusten Kinowerk wahrlich prächtig an. Die zwei Hauptrollen sind grandios besetzt. Bloss wirken die übrigen Darsteller, als wähnten sie sich im «Denver-Clan».

Der notorische Straftäter Walter Stürm wurde in den achtziger Jahren zum Robin Hood hochstilisiert. Ihm und seiner Strafverteidigerin setzt nun ein solide gemachtes Stück Unterhaltungskino ein Denkmal.

Im gebeutelten Bergamo blüht das Kulturleben wieder. Doch der Glanz des frisch sanierten Teatro Donizetti kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Opernwelt hier wie andernorts vor Herausforderungen steht, die die Pandemie überdauern werden.

Sonic Matter, die Konzertreihe für experimentelle Musik unserer Zeit, startet am Donnerstag und will neben der Tonhalle weitere Orte in Zürich zum Klingen bringen. Gefragt ist dabei auch «mitgestaltendes Zuhören». Was verbirgt sich dahinter?

Sophie de Lint war bis 2018 Operndirektorin in Zürich, seither ist sie Intendantin am Musiktheater Amsterdam. Sie wird als Kandidatin für die Nachfolge von Andreas Homoki ab 2025 gehandelt. Neben ihr zeichnen sich unterdessen noch weitere Kandidaten am Horizont ab.

Pop ist ein Spielfeld technischer Innovationen. In einem aufschlussreichen Buch spürt der Publizist Tobi Müller den Wechselwirkungen von Musik, Technik und Kulturwandel nach.

Der amerikanische Komponist gehörte zu den prägenden Persönlichkeiten der Musical-Kultur. Er hat das Genre auch als Texter aufgefrischt. Am Freitag ist er 91-jährig gestorben.

Das Jahr geht zu Ende – die Zeit der Lektüre beginnt! Wir empfehlen zehn aktuelle Bücher, die Sie unter den Baum legen oder sich selber schenken können.

Der französische Schriftsteller lässt sich in keine Schablone pressen. Seine Eigenständigkeit macht ihn zur herausragenden Figur des Geisteslebens in Frankreich.

Was Aleksandar Hemon umtreibt, sind Emigration und Immigration, das Leben zwischen zwei Welten, die nie endende Suche nach Identität. Das Buch über seine Eltern, entstanden aus «einem Flickwerk von Gefühlen, Urteilen und Irrtümern», ist ein Geschenk.

Der Mann als Jäger und Erfinder, die Frau als Mutter beim Sammeln: In den Vorstellungen, die wir von der Steinzeit haben, sind die Rollen klar verteilt. Aber womöglich war alles ganz anders – das legt die Urhistorikerin Marylène Patou-Mathis nahe.

Das bedeutendste Werk Wole Soyinkas blickt mit kindlicher Perspektive auf die Kluft zwischen afrikanischer Stadt und den Traditionen eines Dorfes. Nun ist das Werk endlich wieder verfügbar.

Sotheby’s versteigert über 1000 Objekte der Mode-Legende. Das Auktionsfieber klettert hoch, bietet sich doch die Chance, dem Unnahbaren postum etwas näher zu kommen.

Er glaubte an die Kunst als Denkanstoss zu ästhetischen Erfahrungen. Nun ist Lawrence Weiner nach langer Krankheit am 2. Dezember im Alter von 79 Jahren gestorben.

Raphael Gross, der Direktor des Deutschen Historischen Museums, erläutert, weshalb die Bilder eines ehemaligen Waffenfabrikanten so viel Wirbel verursachen – und die Schweiz ihre Vergangenheit nie für beendet erklären kann.

Der chinesische Künstler klagt in seinem neuen Buch die Unterdrückung in China an, die sich seit Generationen wiederholt. Im Gespräch erklärt er, wie ihn sein Sinn für Gerechtigkeit mit seinem Vater, dem berühmten Dichter Ai Qing, verbindet.

Südkoreas Hauptstadt mausert sich zum neuen Kunst-Hub Ostasiens. Zur rechten Zeit kommt da ein ungewöhnlicher Art Space, der von den Basler Architekten Herzog & de Meuron realisiert wurde. Bereits hat sich Seoul in dieses Gebäude verliebt.

Beim Choreografen Trajal Harrell führt der Laufsteg der Eitelkeiten in absurdes Spektakel. Im Zürcher Schiffbau glänzt er mit «Monkey off My Back or the Cat’s Meow».

John Eliot Gardiner dirigiert am Wochenende in der Tonhalle «L’enfance du Christ», das ungewöhnlichste Werk von Hector Berlioz. Im Gespräch erzählt er, warum ihn die humanistische Botschaft dieses Weihnachtsoratoriums besonders berührt.

Mit «Forward» etablieren die Festivalmacher im KKL Luzern ein neuartiges Herbstfestival für die Musik unserer Zeit. Was steckt dahinter – und was bringt das?

Eine Findungskommission regelt derzeit in aller Stille die Nachfolge von Andreas Homoki am Opernhaus – eine Debatte über die Zukunft der grössten Schweizer Kulturinstitution findet nicht statt. Dabei wäre sie wichtiger als Namedropping.

Der Regie-Altmeister, ein Vordenker des kritischen Musiktheaters, fliegt in Nürnberg aus seiner eigenen Opernproduktion: wegen einer angeblich diskriminierenden Äusserung.

Nicole Chevalier gestaltet Verdis «La Traviata» als One-Woman-Show und feiert damit seit zehn Jahren internationale Erfolge. Wer ist die charismatische Sängerin, die jetzt auch in Basel für diese ungewöhnliche Produktion bejubelt wird?

Der deutsche Rap-Star inszeniert sich in einer langfädigen Serie als reumütiger Sünder. Die Boulevardpresse hat Bushido jahrelang als Zirkuspferd vorgeführt – nun ist der Axel-Springer-Verlag an der Produktion beteiligt.

Er lärmt, stinkt und ist historisch etwa so belastet wie die Bührle-Sammlung im Kunsthaus. Dennoch ist der «Bulli» in rot-grünen Städten ein Medienstar – für den es neuerdings auch günstige Parkplätze braucht.

Die steuerfinanzierte Deutsche Welle der ARD leitet wegen schwerwiegender Vorwürfe eine externe Untersuchung ein – und befeuert die Diskussion um Antisemitismus in deutschen Medien.