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Freitag, 03. Dezember 2021 00:00:00 Kultur News
Aktualisiert: Vor 3 Min.
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Raphael Gross, der Direktor des Deutschen Historischen Museums, erläutert, weshalb die Bilder eines ehemaligen Waffenfabrikanten so viel Wirbel verursachen – und die Schweiz ihre Vergangenheit nie für beendet erklären kann.

Ridley Scott richtet in seinem neusten Kinowerk wahrlich prächtig an. Die zwei Hauptrollen sind grandios besetzt. Bloss wirken die übrigen Darsteller, als wähnten sie sich im «Denver-Clan».

Mit Warnungen vor der Islamisierung des Abendlandes gehen Rechtspopulisten seit Jahren erfolgreich auf Stimmenfang. Doch längst nicht alle Rechtsaussen sind Islamfeindlich. Im Gegenteil: Manche hegen sogar Islamneid.

Der französische Schriftsteller lässt sich in keine Schablone pressen. Seine Eigenständigkeit macht ihn zur herausragenden Figur des Geisteslebens in Frankreich.

Der Kunstmarkt floriert unter Floridas Sonne wie je zuvor. Bezüglich neuen Virusvarianten gibt sich die Art Basel in Miami Beach immun und feiert dafür ausgiebig die afrikanischstämmige Kunst.

Der Mann als Jäger und Erfinder, die Frau als Mutter beim Sammeln: In den Vorstellungen, die wir von der Steinzeit haben, sind die Rollen klar verteilt. Aber womöglich war alles ganz anders – das legt die Urhistorikerin Marylène Patou-Mathis nahe.

Robert F. Kennedy Jr. kämpft in seinem neuen Buch gegen alle an: gegen Bill Gates, Anthony Fauci, die Medien, die Pharma-Industrie. Bei Amazon hat das Werk die Spitze der Bestsellerlisten erklommen.

Der Fotograf Alberto Venzago war der letzte Künstler-Hippie der Schweiz. Nun ist er reif fürs Museum, wie eine Schau in Zürich zeigt.

Eine Reise durch zwei Jahrzehnte Pop- und Zeitgeschichte.

Ein interner Leitfaden der EU-Kommission zu «inklusiver Sprache» sorgt vor allem bei Christen für Aufregung. Sogar der Vatikan schaltet sich in die Debatte ein. Die Kommission kündigt sogleich Nachbesserungen an.

Am 2. Dezember 1851 hat Louis-Napoléon die Französische Republik ausgehebelt. Bald darauf liess sich der gewählte Präsident zum Kaiser der Franzosen ausrufen. Bis heute gibt es Amtsträger, die auf ähnliche Weise die Demokratie unterhöhlen.

Banden von marokkanischen Emigranten beherrschen in den Niederlanden den Kokainhandel und verüben brutale Morde. Die lockere Drogenpolitik hat diese Entwicklung begünstigt.

Die Berühmtheit des Künstlers kam nicht zuletzt daher, dass man ihn für eine Art Medizinmann hielt, der mit Naturgeistern kommunizieren kann. Die gemeinsame Performance mit einem Kojoten begründete diese Legende. Beuys reiste dazu extra nach New York City – ohne auch nur einen Blick auf die Stadt zu werfen.

Die Erde hat mit ihren Hervorbringungen auch nicht immer ein gutes Händchen. Aber ihr Korrekturprogramm funktioniert ganz ordentlich.

Der notorische Straftäter Walter Stürm wurde in den achtziger Jahren zum Robin Hood hochstilisiert. Ihm und seiner Strafverteidigerin setzt nun ein solide gemachtes Stück Unterhaltungskino ein Denkmal.

Der «Tatort» Dortmund schlägt sich auf die Seite der Liebenden. Das liegt nicht nur daran, dass das Drehbuch Hauptkommissar Faber seine erste Liebesnacht seit neun Jahren zugesteht.

Die neue Miniserie des Schweizer Fernsehens in Kooperation mit Sky ist frech, frisch und furios.

Die neuseeländische Regisseurin ist zurück nach zwölfjähriger Leinwandpause – und spielt virtuos mit den Regeln des Genres.

An dieser amerikanischen Schauspielerin ist kein Vorbeikommen mehr. Wer ist die Frau, die zurzeit im Bergman-Remake «Scenes from a Marriage» glänzt?

Sonic Matter, die Konzertreihe für experimentelle Musik unserer Zeit, startet am Donnerstag und will neben der Tonhalle weitere Orte in Zürich zum Klingen bringen. Gefragt ist dabei auch «mitgestaltendes Zuhören». Was verbirgt sich dahinter?

Sophie de Lint war bis 2018 Operndirektorin in Zürich, seither ist sie Intendantin am Musiktheater Amsterdam. Sie wird als Kandidatin für die Nachfolge von Andreas Homoki ab 2025 gehandelt. Neben ihr zeichnen sich unterdessen noch weitere Kandidaten am Horizont ab.

Pop ist ein Spielfeld technischer Innovationen. In einem aufschlussreichen Buch spürt der Publizist Tobi Müller den Wechselwirkungen von Musik, Technik und Kulturwandel nach.

Der amerikanische Komponist gehörte zu den prägenden Persönlichkeiten der Musical-Kultur. Er hat das Genre auch als Texter aufgefrischt. Am Freitag ist er 91-jährig gestorben.

John Eliot Gardiner dirigiert am Wochenende in der Tonhalle «L’enfance du Christ», das ungewöhnlichste Werk von Hector Berlioz. Im Gespräch erzählt er, warum ihn die humanistische Botschaft dieses Weihnachtsoratoriums besonders berührt.

Das bedeutendste Werk Wole Soyinkas blickt mit kindlicher Perspektive auf die Kluft zwischen afrikanischer Stadt und den Traditionen eines Dorfes. Nun ist das Werk endlich wieder verfügbar.

Ausserdem erweist sich Marie NDiaye mit ihrem neuen Roman als Meisterin des modernen Schauerromans, eine historische Studie untersucht das Bündnis der Achsenmächte, und Tim Weiner zeigt, wie der Kalte Krieg bis heute weitergeht.

In seinem herausragenden Roman «Eine andere Epoche» zeichnet Ulf Erdmann Ziegler ein tiefenscharfes Bild der Berliner Politzirkel. Und ganz nebenbei erzählt er, wie Heimatsuche in die Arbeit für Deutschland mündet.

Iris von Roten oder Wilhelm Joos, Benjamin Constant oder Mentona Moser: Manche dieser Personen kennt man, andere lohnt es sich zu entdecken. Das Buch «Projekt Schweiz» ist eine echte Schatzkammer.

Der chinesische Künstler klagt in seinem neuen Buch die Unterdrückung in China an, die sich seit Generationen wiederholt. Im Gespräch erklärt er, wie ihn sein Sinn für Gerechtigkeit mit seinem Vater, dem berühmten Dichter Ai Qing, verbindet.

Südkoreas Hauptstadt mausert sich zum neuen Kunst-Hub Ostasiens. Zur rechten Zeit kommt da ein ungewöhnlicher Art Space, der von den Basler Architekten Herzog & de Meuron realisiert wurde. Bereits hat sich Seoul in dieses Gebäude verliebt.

Das Vermischen von High und Low war Teil seines Spiels: Nicht nur Luxusmarken, auch Ikea produzierte seine Ideen und Designs.

Der Architekt, Planer und Publizist führte in Basel das Modell der Public-private-Partnership ein und setzte die kleine Stadt damit auf die Weltkarte der vorbildlichen Stadtplanungen.

Handelt es sich um Beutekunst? Müssten die Werke Deutschland zurückgegeben werden? Sind sie für die Öffentlichkeit gefährlich? Kaum einer will mit der Nazi-Sammlung in Fort Belvoir etwas zu tun haben.

Wer bezahlt, diktiert auch gleich die Idee: Der Milliardär Charles Munger spendet ein Megawohnheim für 4500 Bewohner.

Mit «Forward» etablieren die Festivalmacher im KKL Luzern ein neuartiges Herbstfestival für die Musik unserer Zeit. Was steckt dahinter – und was bringt das?

Eine Findungskommission regelt derzeit in aller Stille die Nachfolge von Andreas Homoki am Opernhaus – eine Debatte über die Zukunft der grössten Schweizer Kulturinstitution findet nicht statt. Dabei wäre sie wichtiger als Namedropping.

Der Regie-Altmeister, ein Vordenker des kritischen Musiktheaters, fliegt in Nürnberg aus seiner eigenen Opernproduktion: wegen einer angeblich diskriminierenden Äusserung.

Nicole Chevalier gestaltet Verdis «La Traviata» als One-Woman-Show und feiert damit seit zehn Jahren internationale Erfolge. Wer ist die charismatische Sängerin, die jetzt auch in Basel für diese ungewöhnliche Produktion bejubelt wird?

Die Tänzerin und Choreografin hat die Schweizer Tanzszene seit 2013 inspiriert. Jetzt muss sie aus gesundheitlichen Gründen ihren Abschied nehmen – ein herber Verlust, nicht nur für die Bühnen Bern.

Auf der Bühne wird seit je das verhandelt, worüber eine Gesellschaft reden muss: Ein Spaziergang durch die Geschichte in drei Akten und einem Nachspiel.

Die steuerfinanzierte Deutsche Welle der ARD leitet wegen schwerwiegender Vorwürfe eine externe Untersuchung ein – und befeuert die Diskussion um Antisemitismus in deutschen Medien.

Wer sich im digitalen Raum bewegt, wird für Datenverkäufer berechenbar, selbst wenn er die Verfolger zu täuschen versucht. Ist ein Entkommen aus der Datenmatrix überhaupt möglich?

Mit der neuen Sendung des Comedians ändert sich alles: Aus Ironie und Satire wird schwer zu ertragendes Moralisieren.