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Donnerstag, 25. November 2021 00:00:00 Kultur News
Aktualisiert: Vor 2 Min.
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Der im Exil lebende chinesische Schriftsteller Liao Yiwu fand, in Wuhan sei etwas faul. Also tat er, was er immer tut: dokumentieren. Gespräch mit einer der stärksten Stimmen des unsichtbaren China.

Der französische Starautor hat ein Buch geschrieben, in dem er sich auf zärtliche Weise seiner Mutter zuwendet. Zugleich versteht er seine Sätze als kämpferische Messerklingen – ohne dadurch analytische Tiefenschärfe zu gewinnen.

An dieser amerikanischen Schauspielerin ist kein Vorbeikommen mehr. Wer ist die Frau, die zurzeit im Bergman-Remake «Scenes from a Marriage» glänzt?

Die neuseeländische Regisseurin ist zurück nach zwölfjähriger Leinwandpause – und spielt virtuos mit den Regeln des Genres.

Die späte Entdeckung des Exilschriftstellers Gaito Gasdanow im deutschsprachigen Raum gab ein Exzellenz-Versprechen ab, das nun nach und nach voll eingelöst wird. Der Vergleich mit dem grossen Nabokov ist nicht übertrieben, wie ein neuer Erzählband zeigt.

Handelt es sich um Beutekunst? Müssten die Werke Deutschland zurückgegeben werden? Sind sie für die Öffentlichkeit gefährlich? Kaum einer will mit der Nazi-Sammlung in Fort Belvoir etwas zu tun haben.

Thomas von Steinaecker hat ein brillantes Buch geschrieben über den Mythos unvollendeter Kunstwerke. Das Gegenstück des Gelingens ist eine Geschichte für sich, etwa wenn es um Beethovens Zehnte geht oder um Stanley Kubricks gescheiterten Napoleon-Film.

Der Architekt, Planer und Publizist führte in Basel das Modell der Public-private-Partnership ein und setzte die kleine Stadt damit auf die Weltkarte der vorbildlichen Stadtplanungen.

Mit der neuen Sendung des Comedians ändert sich alles: Aus Ironie und Satire wird schwer zu ertragendes Moralisieren.

Gunhild Kübler gehörte zu den profiliertesten Literaturkritikern im deutschsprachigen Raum. Nun ist sie 77-jährig in Zürich gestorben.

Die Demokratische Partei habe zunehmend das Verständnis für die Lage der Menschen verloren, und der American Dream werde nicht mehr eingelöst. Global gesehen, sei China die grösste Bedrohung, auch wenn dies die Europäer nicht wahrhaben wollten. Der Politikwissenschafter Ian Bremmer im Gespräch.

Im Streit um die Hohenzollern müssten die Historiker dringend die Sachfragen klären, statt zu polarisieren. Wo bleibt die wissenschaftliche Neugier?

Macht sich ein Arzt schuldig, wenn er auf betrügerische Weise einen Betrug vereitelt? Ein Fall aus Griechenland liefert schönste Anschauung für ein moralisches Dilemma, wie der Philosoph Slavoj Žižek findet.

Der zehnte Fall des einsam ermittelnden Fernsehkommissars lässt diesen zum Teil einer mörderischen Familienaufstellung werden.

Mit «JFK Revisited» kratzt der amerikanische Regisseur weiter an der offiziellen Version des Tathergangs. Im Video-Ferngespräch erklärt er, warum sein Land seiner Meinung nach seit jenem Attentat vergiftet ist.

Ein Filmteam nimmt in Piemont die Spur der sagenumwobenen Tartufi d’Alba auf. Und es stösst dabei auf hinreissende Charakterköpfe.

Die Folge, angelehnt an einen wahren Fall, dreht sich um ein furchtbares Verbrechen an einer jungen Frau. Weit mehr als um die Tätersuche geht es aber um drei Familien und deren Psychogramm.

Wer ist Harald Naegeli? Das vermag ein ihm gewidmetes Filmporträt nicht abschliessend zu beurteilen. Aber es wird zur feinsinnigen Hommage an einen ebenso humorvollen wie kämpferischen Querkopf.

Mit «Bohemian Rhapsody» landeten Freddie Mercury und Queen ihren grössten Hit. Der Songtext wirkt geheimnisvoll. Verbirgt sich hier das Comingout des Rocksängers, der vor dreissig Jahren an Aids starb?

Mit «Forward» etablieren die Festivalmacher im KKL Luzern ein neuartiges Herbstfestival für die Musik unserer Zeit. Was steckt dahinter – und was bringt das?

David Virelles ist ein musikalischer Expat. Der kubanische Pianist, der sich in der amerikanischen Jazzszene etabliert hat, wirkt als Dozent in Zürich. Entsprechend weit ist sein Horizont. Im Rahmen des Zürcher Festivals «unerhört!» tritt er solo auf.

Nicole Chevalier gestaltet Verdis «La Traviata» als One-Woman-Show und feiert damit seit zehn Jahren internationale Erfolge. Wer ist die charismatische Sängerin, die jetzt auch in Basel für diese ungewöhnliche Produktion bejubelt wird?

Eine Findungskommission regelt derzeit in aller Stille die Nachfolge von Andreas Homoki am Opernhaus – eine Debatte über die Zukunft der grössten Schweizer Kulturinstitution findet nicht statt. Dabei wäre sie wichtiger als Namedropping.

Spätestens als über Salman Rushdie wegen seines Romans «Die satanischen Verse» eine Mord-Fatwa verhängt wurde, hätte das Nobelpreiskomitee aus dem Elfenbeinturm des Unpolitischen ausbrechen müssen. Nun endlich hat man dazugelernt.

Marina Zwetajewa und Boris Pasternak waren ein vom Eros der Poesie befeuertes Liebespaar. Die Affäre endete tragisch. Die langjährige, emotional aufgeladene Korrespondenz zwischen den beiden liegt nun in einer vorzüglichen deutschsprachigen Übersetzung vor.

Es war ein grosses Theaterereignis in Strassburg, als 1999 Angela Winkler den Hamlet gab. Wie schwierig der Weg zum Triumph war, erzählt nun ein Roman.

Der Schriftsteller hat Konjunktur, und das völlig zu Recht. Sein Blick auf die Totalitarismen des 20. Jahrhunderts scheint heute so aktuell wie nie seit seinem Tod 1950. Wer war der Mann, der einst als Polizist in Myanmar arbeitete – und dort den Imperialismus hassen lernte?

Der Schriftsteller Michael Krüger hat die Pandemie bisher in grösster Isolation verbracht. In seinen Gedichten erzählt er, wie er dabei das Alphabet der Natur zu buchstabieren lernte.

Wer bezahlt, diktiert auch gleich die Idee: Der Milliardär Charles Munger spendet ein Megawohnheim für 4500 Bewohner.

Die italienisch-französische Modeschöpferin brachte in den 1930er Jahren den Surrealismus und den Reissverschluss in die Haute Couture. Nun, inmitten von Corona, treibt Schiaparelli neue Blüten.

Die Künstlerin war die Muse der Surrealisten, zugleich rebellierte sie gegen ihre männlichen Kollegen. Dass sich Meret Oppenheim kaum einordnen lässt, zeigen jetzt zwei Schweizer Ausstellungen.

Die Sammlung Bührle ist dort, wo sie hingehört: in einem öffentlichen Museum. Doch die Debatte um das schwierige Erbe wird immer lauter. Die Heimlichtuerei der Verantwortlichen verhindert eine ernsthafte Aufklärung.

Der Regie-Altmeister, ein Vordenker des kritischen Musiktheaters, fliegt in Nürnberg aus seiner eigenen Opernproduktion: wegen einer angeblich diskriminierenden Äusserung.

Die Tänzerin und Choreografin hat die Schweizer Tanzszene seit 2013 inspiriert. Jetzt muss sie aus gesundheitlichen Gründen ihren Abschied nehmen – ein herber Verlust, nicht nur für die Bühnen Bern.

Auf der Bühne wird seit je das verhandelt, worüber eine Gesellschaft reden muss: Ein Spaziergang durch die Geschichte in drei Akten und einem Nachspiel.

Die Musikfestspiele in Luzern geben ihre Planungen für das Jahr 2022 bekannt. Das Motto des kommenden Sommerprogramms soll Diskussionen anregen.

Nichtstun, das zeigt die Kölner Inszenierung, kann eine Herausforderung sein. Am aktivsten sind da beinahe die Zuschauer zu Hause.

Rechtzeitig zur Klimakonferenz in Glasgow leistet das kleine Zürcher Theater Neumarkt mit einem «Gletscher-Requiem» einen Poetik-Beitrag zur Klimadebatte. Man hat auf einen solchen Anstoss aus der Kunst lange vergeblich gewartet.

Ein weisser Amerikaner tötet zwei Weisse und verletzt einen Weissen. Dass sein Freispruch nun als Beweis für das rassistische Justizsystem der USA herhalten soll, sagt viel aus über die politische Kultur in den USA – aber auch über manche Medien in Europa.

Ethan Zuckerman, ein führender Denker des Internets, äussert sich über Facebooks Pläne für virtuelle Räume und Desinformation als Generationenproblem.

Der deutsch-israelische Sänger Gil Ofarim beschuldigt Leipziger Hotelangestellte, ihn antisemitisch beleidigt zu haben. Die Medien stürzen sich sofort auf den Fall. Dabei ist seine Darstellung zweifelhaft.