Schlagzeilen |
Dienstag, 23. November 2021 00:00:00 Kultur News
Aktualisiert: Vor 3 Min.
3|4|5|6|7  

Im Streit um die Hohenzollern müssten die Historiker dringend die Sachfragen klären, statt zu polarisieren. Wo bleibt die wissenschaftliche Neugier?

Die demokratische Partei habe zunehmend das Verständnis für die Lage der Menschen verloren, und der American Dream werde nicht mehr eingelöst. Global gesehen, sei China die grösste Bedrohung, auch wenn dies die Europäer nicht wahrhaben wollten. Der Politikwissenschafter Ian Bremmer im Gespräch.

Ein weisser Amerikaner tötet zwei Weisse und verletzt einen Weissen. Dass sein Freispruch nun als Beweis für das rassistische Justizsystem der USA herhalten soll, sagt viel aus über die politische Kultur in den USA – aber auch über manche Medien in Europa.

Der Minirock als Hoffnungsträger in schwierigen Zeiten? Der ominöse Rocksaum-Index zumindest verbindet kurze Kleider mit einer Hochkonjunktur.

Wer bezahlt, diktiert auch gleich die Idee: Der Milliardär Charles Munger spendet ein Megawohnheim für 4500 Bewohner. Le Corbusier sei das Vorbild, erklärt er sein Vorgehen.

Die modernen Menschen rotteten auf jedem Erdteil die Megafauna aus. Sie brachten vermutlich ihre älteren Verwandten wie die Neandertaler zum Aussterben. Hinterlässt der Mensch also nur verbrannte Erde? Die spannendsten Antworten auf die grossen Fragen geben heute die Genetiker.

Macht sich ein Arzt schuldig, wenn er auf betrügerische Weise einen Betrug vereitelt? Ein Fall aus Griechenland liefert schönste Anschauung für ein moralisches Dilemma, wie der Philosoph Slavoj Žižek findet.

Marina Zwetajewa und Boris Pasternak waren ein vom Eros der Poesie befeuertes Liebespaar. Die Affäre endete tragisch. Die langjährige, emotional aufgeladene Korrespondenz zwischen den beiden liegt nun in einer vorzüglichen deutschsprachigen Übersetzung vor.

Algorithmen können nicht unterscheiden, ob ein nackter Körper von einem Renaissance-Künstler gestaltet wurde – oder durch ein Stripperleben in Las Vegas. Um Werke dennoch zeigen zu können, ergreift ein österreichisches Museum nun drastische Massnahmen.

Es war ein grosses Theaterereignis in Strassburg, als 1999 Angela Winkler den Hamlet gab. Wie schwierig der Weg zum Triumph war, erzählt nun ein Roman.

Songs wie «Moonlight», «Hula Rock» und «So schön ist nur die allererste Liebe» verzückten in den Fünfzigerjahren die Jugend. Nun ist Ted Herold mit 79 Jahren gestorben.

Eine simple Moral stiftet nicht nur Orientierung und Halt im komplizierten Alltag. Sie schafft auch einen Mehrwert, den andere zu bezahlen haben.

Keine Zensur, keine Selbstzensur: ein freies, offenes Klima, wie es an einer Universität eigentlich selbstverständlich sein sollte. In Texas entsteht eine Anti-Wokeness-Uni – als Protest gegen akademische Denkverbote.

Ein Anwalt wirft dem Literaturnobelpreisträger vor, den Gründer der modernen Türkei beleidigt zu haben. Dass ein Regierungskritiker wegen der angeblichen Herabwürdigung Atatürks belangt wird, entbehrt in Erdogans Türkei nicht einer gewissen Ironie.

Der zehnte Fall des einsam ermittelnden Fernsehkommissars lässt diesen zum Teil einer mörderischen Familienaufstellung werden.

Mit «JFK Revisited» kratzt der amerikanische Regisseur weiter an der offiziellen Version des Tathergangs. Im Video-Ferngespräch erklärt er, warum sein Land seiner Meinung nach seit jenem Attentat vergiftet ist.

Ein Filmteam nimmt in Piemont die Spur der sagenumwobenen Tartufi d’Alba auf. Und es stösst dabei auf hinreissende Charakterköpfe.

Die Folge, angelehnt an einen wahren Fall, dreht sich um ein furchtbares Verbrechen an einer jungen Frau. Weit mehr als um die Tätersuche geht es aber um drei Familien und deren Psychogramm.

Wer ist Harald Naegeli? Das vermag ein ihm gewidmetes Filmporträt nicht abschliessend zu beurteilen. Aber es wird zur feinsinnigen Hommage an einen ebenso humorvollen wie kämpferischen Querkopf.

David Virelles ist ein musikalischer Expat. Der kubanische Pianist, der sich in der amerikanischen Jazzszene etabliert hat, wirkt als Dozent in Zürich. Entsprechend weit ist sein Horizont. Im Rahmen des Zürcher Festivals «unerhört!» tritt er solo auf.

Nicole Chevalier gestaltet Verdis «La Traviata» als One-Woman-Show und feiert damit seit zehn Jahren internationale Erfolge. Wer ist die charismatische Sängerin, die jetzt auch in Basel für diese ungewöhnliche Produktion bejubelt wird?

Eine Findungskommission regelt derzeit in aller Stille die Nachfolge von Andreas Homoki am Opernhaus – eine Debatte über die Zukunft der grössten Schweizer Kulturinstitution findet nicht statt. Dabei wäre sie wichtiger als Namedropping.

Auf sie ist Verlass. Mit jedem neuen Album erobert sie die internationalen Charts. Dabei singt Adele mit ihrer ausdrucksstarken Stimme vom Leben in den Untiefen des Alltags. Auch auf «30».

Die Sängerin Joan Wasser spielt nicht nur mit herausragenden Künstlern wie dem Schlagzeuger Tony Allen. Sie betreibt auch ein Spiel mit Rollen und Identitäten.

Der Schriftsteller hat Konjunktur, und das völlig zu Recht. Sein Blick auf die Totalitarismen des 20. Jahrhunderts scheint heute so aktuell wie nie seit seinem Tod 1950. Wer war der Mann, der einst als Polizist in Myanmar arbeitete – und dort den Imperialismus hassen lernte?

Der Schriftsteller Michael Krüger hat die Pandemie bisher in grösster Isolation verbracht. In seinen Gedichten erzählt er, wie er dabei das Alphabet der Natur zu buchstabieren lernte.

1135 Seiten umfasst das 1933 erschienene Buch des finnischen Schriftstellers Volter Kilpi auf Deutsch. Es ist ein Roman, der als innerer Monolog eines Dorfes daherkommt. Ein Meisterwerk.

Der Soziologe Steffen Mau sieht darin keinen Widerspruch – in seinem Buch «Sortiermaschinen» präsentiert er die Globalisierung als Phänomen, das die Menschen in zwei Kategorien teilt.

In der Arktis regt sich ein neues literarisches Leben. Indigene aus Grönland, Kanada und Alaska schreiben Werke, die Grenzen überwinden: Von Staaten, Geschlechtern und Armut.

Die italienisch-französische Modeschöpferin brachte in den 1930er Jahren den Surrealismus und den Reissverschluss in die Haute Couture. Nun, inmitten von Corona, treibt Schiaparelli neue Blüten.

Die Künstlerin war die Muse der Surrealisten, zugleich rebellierte sie gegen ihre männlichen Kollegen. Dass sich Meret Oppenheim kaum einordnen lässt, zeigen jetzt zwei Schweizer Ausstellungen.

Die Sammlung Bührle ist dort, wo sie hingehört: in einem öffentlichen Museum. Doch die Debatte um das schwierige Erbe wird immer lauter. Die Heimlichtuerei der Verantwortlichen verhindert eine ernsthafte Aufklärung.

Statt über die Benachteiligung von Frauen zu jammern, braucht es Ausstellungen wie «Here We Are!».

Der Regie-Altmeister, ein Vordenker des kritischen Musiktheaters, fliegt in Nürnberg aus seiner eigenen Opernproduktion: wegen einer angeblich diskriminierenden Äusserung.

Die Tänzerin und Choreografin hat die Schweizer Tanzszene seit 2013 inspiriert. Jetzt muss sie aus gesundheitlichen Gründen ihren Abschied nehmen – ein herber Verlust, nicht nur für die Bühnen Bern.

Auf der Bühne wird seit je das verhandelt, worüber eine Gesellschaft reden muss: Ein Spaziergang durch die Geschichte in drei Akten und einem Nachspiel.

Die Musikfestspiele in Luzern geben ihre Planungen für das Jahr 2022 bekannt. Das Motto des kommenden Sommerprogramms soll Diskussionen anregen.

Nichtstun, das zeigt die Kölner Inszenierung, kann eine Herausforderung sein. Am aktivsten sind da beinahe die Zuschauer zu Hause.

Rechtzeitig zur Klimakonferenz in Glasgow leistet das kleine Zürcher Theater Neumarkt mit einem «Gletscher-Requiem» einen Poetik-Beitrag zur Klimadebatte. Man hat auf einen solchen Anstoss aus der Kunst lange vergeblich gewartet.

Ethan Zuckerman, ein führender Denker des Internets, äussert sich über Facebooks Pläne für virtuelle Räume und Desinformation als Generationenproblem.

Der deutsch-israelische Sänger Gil Ofarim beschuldigt Leipziger Hotelangestellte, ihn antisemitisch beleidigt zu haben. Die Medien stürzen sich sofort auf den Fall. Dabei ist seine Darstellung zweifelhaft.

Mit einem Spielfilm bittet der öffentlichrechtliche Rundfunk zur Corona-Schulstunde. So schätzt er nicht nur die Zuschauer gering, sondern auch die Fiktion als solche.