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Freitag, 19. November 2021 00:00:00 Kultur News
Aktualisiert: Vor 3 Min.
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Die iranisch-deutsche Komikerin will wegen Beleidigung eines AfD-Politikers lieber in den Knast als eine Geldstrafe bezahlen.

Der Barde aus dem Baselbiet singt hochdeutsch – und kommt damit gut an.

Der Universal-Spötter, Schriftsteller und Designer des existenziell hilfreichen Glücks-Anzugs Oswald Wiener ist gestorben.

Nachrichten, Personalien und Fundstücke aus der realen und digitalen Welt der Kultur. Rund um die Uhr aktualisiert.

Enge Kleidung, filigrane Bewegungen, gegenseitige Umarmungen: Was die traditionelle Männerrolle verbietet, ist dieser Tage bei «Touch Isolation» in der Kaserne zu sehen.

«The Power of the Dog» mit Benedict Cumberbatch und Kirsten Dunst ist Netflix’ heissestes Eisen für die nächste Oscarverleihung. Weshalb die Rechnung aufgehen könnte.

News und Wissenswertes über das Basler Kulturleben

Der international gefeierte Hornist wird 80 Jahre alt und schaut auf eine bewegte Karriere zurück. Am 25. November spielt er ein Geburtstagskonzert im Basler Volkshaus. Ein Exklusiv-Interview.

Eigentlich wollte der Autor eine Ode auf die Skepsis verfassen. Doch nachdem ihm einige Mängel aufgefallen sind, ist er skeptisch geworden.

Die besten Serien und Filme, die Sie jetzt streamen können. Auf Netflix, aber nicht nur.

Ai Weiwei hat Tonaufnahmen veröffentlicht. Sie belegen die politischen Motive der Credit Suisse.

Alle Jahre wieder versuchen Firmen, uns mit TV-Werbung auf die Feiertage einzustimmen. Diesmal mit Geschnarche, einsamen Witwen und familiären Abgründen. Fünf Spots im Schnell-Check.

Die Preise steigen zum Teil um mehr als 10 Prozent.

«Tiger King», das Husarenstück aus Journalismus und Unterhaltung geht in eine zweite Runde. Noch immer gibt es haufenweise Gruselreize.

Der neue Berliner «Tatort» mit dem Titel «Die Kalten und die Toten» war aktuell. Leider nur wenige Sekunden lang.

Die Zukunft ist nur Zentimeter entfernt: Dave Eggers hat das Zukunftsszenario um den Superkonzern «Circle» fortgeschrieben. Noch mehr raffinierte Apps und Tools erfreuen und entmündigen die Menschen.

Lucky Luke, der auf lakonische Weise humorvollste Cowboy der Welt, wird 75 Jahre alt. Eine Verneigung.

Während einer Bootsfahrt fischt ein Anwalt eine Frau aus dem Wasser. «Black Water Rising» ist eine schwarze Mordgeschichte aus Texas.

Hier finden Sie den gut sortierten Lesestoff, den unsere Literaturredaktion empfiehlt.

«30» verspricht Millionenverkäufe. Aber wie gelungen ist das neue Werk der jungen Londonerin wirklich?

Der weisse Bluesgitarrist macht durch jahrzehntelang unkorrigierten Rassismus und drei fanatische Anti-Impfsongs von sich reden. Wie ist das bei einem wie ihm zu erklären?

Am Sonntag begeisterte das Brad Mehldau Trio im ausverkauften Volkshaus. Die Band des gefeierten Jazzpianisten hat eine besondere Beziehung zu Basel.

Selber sang er kürzlich in der Kulturwerkstatt Kaserne, nun stellt der Basler Popstar seine aktuelle Lieblingsmusik für die BaZ zusammen.

Die Direktorin des Basler Stadtkinos wechselt per Ende Monat nach Zürich ans Filmpodium. 16 Jahre lang hat sie in Basel den Umgang mit der Filmgeschichte kompetent und leidenschaftlich geprägt.

Sie war der Star in «The Queen’s Gambit». Nun spielt Anya Taylor-Joy in «Last Night in Soho» eine Sängerin aus den Sechzigern.

Die Aktivisten gegen die Salzgewinnung auf der Rütihard bei Muttenz widmen sich einen Film. Der Titel «Rütihard bewegt – eine Gruppe wehrt sich gegen ein zerstörerisches Salzabbauprojekt» gibt die Stossrichtung vor.

In Jonas Ulrichs Kurzfilm «Behördenhasser» eskaliert die Aggression gegen Beamte. Erfunden, aber mit realen Hintergründen.

Das Theater Basel zeigt Verdis Oper «La Traviata» als One-Woman-Show. Das Premierenpublikum reagierte begeistert – trotz oder gerade wegen kurioser Szenen.

Seit über fünfzig Jahren feiern die Schwestern Katia und Marielle Labèque Erfolge als Klavierduo – kürzlich auch in Zürich. Solistisch auftreten? Käme nicht infrage.

Im Rahmen der 40-Jahr-Jubiläumssaison spielte das Neue Orchester Basel am Wochenende zusammen mit Mélodie Zhao drei Konzerte. Die talentierte Pianistin brillierte mit ihrem Improvisationstalent.

Roger Norrington, der Stardirigent mit dem britischen Humor und der Aversion gegen jegliches Vibrato, beendet seine Karriere.

In den Arbeiten der international erfolgreichen Künstlerin Michaela Eichwald wechseln die Motive vom fast Gegenständlichen in komplett abstrakte Welten.

Die Kritik an der Sammlung Bührle richtet sich in erster Linie gegen das Kunsthaus Zürich. Wir geben einen Überblick über den Stand der Debatte.

Hongkong wollte sich mit dem M+ ein Museum von Weltklasse schenken, jetzt eröffnet das Haus in einem Klima wachsender Repression. Im Zentrum der Aufmerksamkeit: Der Schweizer Uli Sigg und seine Sammlung chinesischer Kunst.

Die 1931 geborene Fotografin und Aktivistin Claudia Andujar wird im Fotomuseum Winterthur mit einer grossartigen Retrospektive gefeiert.

Am Sonntag präsentierte der deutsch-türkische Komiker dem Basler Publikum sein neues Programm «Fluch der Familie». Darin geht es um seine Eltern und den eigenen Nachwuchs.

Die Theaterkritik gerät in die Kritik. Für die vielfach ausgezeichnete Intendantin Karin Beier ist sie nur «Scheisse am Ärmel». Hat die Dame recht? Eine Replik.

Am Pfauen hat die brasilianische Regisseurin Christiane Jatahy einen «Macbeth» mit Blick auf die Regenwaldverwüstungen realisiert.

In «Oh nein Papa» liefern sich Laura und René Rindlisbacher einen komödiantischen Schlagabtausch. Und wie ist das so, wenn die Tochter die Urologin des Vaters spielt? René Rindlisbacher im Interview.

In der österreichischen Gesellschaft habe sich eine unheilige Allianz von Geschichtsvergessenheit und Nostalgie herausgebildet, sagt der Kabarettist im Gespräch. Für die Satire ist das eine Steilvorlage.

Die Sammlung Bührle ist dort, wo sie hingehört: in einem öffentlichen Museum. Doch die Debatte um das schwierige Erbe wird immer lauter. Die Heimlichtuerei der Verantwortlichen verhindert eine ernsthafte Aufklärung.

Die Künstlerin war die Muse der Surrealisten, zugleich rebellierte sie gegen ihre männlichen Kollegen. Dass sich Meret Oppenheim kaum einordnen lässt, zeigen jetzt zwei Schweizer Ausstellungen.

Für Arno Schmidt, Niklas Luhmann und Hans Blumenberg war der Zettelkasten das wichtigste Arbeitsinstrument überhaupt. Heute verlieren sich Lesespuren in den Suchverläufen von Browsern.

Man schrieb das Jahr 1925, und auf einmal gab es im katholischen Kalender ein neues Fest: das Hochfest Christkönig. Im Kontext der damaligen politischen Lage wird die Initiative verständlich.

Er war nicht nur Dichter, sondern auch ein berüchtigter Aktionskünstler, der in den verstaubten sechziger Jahren die Bürger erschreckte.

Der Regie-Altmeister, ein Vordenker des kritischen Musiktheaters, fliegt in Nürnberg aus seiner eigenen Opernproduktion: wegen einer angeblich diskriminierenden Äusserung.

Auf sie ist Verlass. Mit jedem neuen Album erobert sie die internationalen Charts. Dabei singt Adele mit ihrer ausdrucksstarken Stimme vom Leben in den Untiefen des Alltags. Auch auf «30».

Der Schriftsteller Michael Krüger hat die Pandemie bisher in grösster Isolation verbracht. In seinen Gedichten erzählt er, wie er dabei das Alphabet der Natur zu buchstabieren lernte.

Keine Zensur, keine Selbstzensur: ein freies, offenes Klima, wie es an einer Universität eigentlich selbstverständlich sein sollte. In Texas entsteht eine Anti-Wokeness-Uni – als Protest gegen akademische Denkverbote.

Nicole Chevalier gestaltet Verdis «La Traviata» als One-Woman-Show und feiert damit seit zehn Jahren internationale Erfolge. Wer ist die charismatische Sängerin, die jetzt auch in Basel für diese ungewöhnliche Produktion bejubelt wird?

Ein Anwalt wirft dem Literaturnobelpreisträger vor, den Gründer der modernen Türkei beleidigt zu haben. Dass ein Regierungskritiker wegen der angeblichen Herabwürdigung Atatürks belangt wird, entbehrt in Erdogans Türkei nicht einer gewissen Ironie.

Bei den Massnahmen zur Covid-Pandemie stellt sich immer wieder die Frage nach der Freiheit. Dürfen Impfverweigerer eine Situation herbeiführen, die die Freiheit aller massiv beeinträchtigt? Läuft das Demonstrationsrecht Gefahr, zu einem modischen Freizeitvergnügen zu entarten? Eine fiktive Geschichte könnte weiterhelfen.

Die Bilder von der weissrussischen Grenze zielen darauf ab, den Westen zu erpressen. Das Perfide ist: Es macht keinen grossen Unterschied, ob man das Kalkül durchschaut oder nicht.

Ein Filmteam nimmt in Piemont die Spur der sagenumwobenen Tartufi d’Alba auf. Und es stösst dabei auf hinreissende Charakterköpfe.

Die Folge, angelehnt an einen wahren Fall, dreht sich um ein furchtbares Verbrechen an einer jungen Frau. Weit mehr als um die Tätersuche geht es aber um drei Familien und deren Psychogramm.

Wer ist Harald Naegeli? Das vermag ein ihm gewidmetes Filmporträt nicht abschliessend zu beurteilen. Aber es wird zur feinsinnigen Hommage an einen ebenso humorvollen wie kämpferischen Querkopf.

Weshalb hat die Reprise von «Wetten, dass . . .?» ein enormes Echo gefunden? Es hat wohl mit einer tief wurzelnden Sehnsucht zu tun.

Der Neuenburger setzte mit seiner Installation «La Suisse s’interroge» der Landesausstellung den Stempel auf. Zu seinem hundertsten Geburtstag ist er als Fotograf und Vorreiter des neuen Schweizer Films wiederzuentdecken.

Die Sängerin Joan Wasser spielt nicht nur mit herausragenden Künstlern wie dem Schlagzeuger Tony Allen. Sie betreibt auch ein Spiel mit Rollen und Identitäten.

Eine Findungskommission regelt derzeit in aller Stille die Nachfolge von Andreas Homoki am Opernhaus – eine Debatte über die Zukunft der grössten Schweizer Kulturinstitution findet nicht statt. Dabei wäre sie wichtiger als Namedropping.

Der Mainstream-Star spannt mit einem Rapper und Schlagzeuger zusammen. Das Ergebnis ist unglaublich smooth – die beiden Multitalente schaffen es, die 70er sensationell nahtlos ins Heute zu holen.

Die einstige Disco-Queen hatte das Privileg, Corona eine lange Nase zu drehen und zu Hause ein neues Repertoire zu erarbeiten.

Seit 30 Jahren gräbt Conrad Steinmann nach den Klängen der griechischen Antike. Die Hoffnungen ruhen da auch schon einmal auf zwischengelagerten Hirschbeinen im Tiefkühlfach eines Metzgers. Jetzt legt Steinmann das Résumé seiner Forschungen vor.

1135 Seiten umfasst das 1933 erschienene Buch des finnischen Schriftstellers Volter Kilpi auf Deutsch. Es ist ein Roman, der als innerer Monolog eines Dorfes daherkommt. Ein Meisterwerk.

Der Soziologe Steffen Mau sieht darin keinen Widerspruch – in seinem Buch «Sortiermaschinen» präsentiert er die Globalisierung als Phänomen, das die Menschen in zwei Kategorien teilt.

In der Arktis regt sich ein neues literarisches Leben. Indigene aus Grönland, Kanada und Alaska schreiben Werke, die Grenzen überwinden: Von Staaten, Geschlechtern und Armut.

Über die Jahrhunderte hinweg sind unsere Gesellschaften immer sensibler geworden. Die deutsche Philosophin versteht das als Fortschritt – solange man den Individuen auch Widerstandskraft zuspricht.

Der Dreimächtepakt zwischen Deutschland, Japan und Italien ist nach dem Zweiten Weltkrieg oft als Scheinbündnis beschrieben worden. Eine neue Studie zeigt, was die drei Partner verband – und warum sie kaum je Rücksicht aufeinander nahmen.

Statt über die Benachteiligung von Frauen zu jammern, braucht es Ausstellungen wie «Here We Are!».

Stadt und Kanton Zürich wollen die Ergebnisse der Provenienzforschung für die Sammlung Bührle überprüfen lassen, von unabhängigen Experten. Das sei ein Übergriff, sagt der Direktor der Stiftung.

Die Neue Nationalgalerie in Berlin zeigt in ihrer Sammlungspräsentation auch Bilder des deutschen Malers und Schriftstellers Heinrich Vogeler, der ein begeisterter Kommunist war. Die Kuratoren sind auf dem linken Auge blind: Tödliche Gewaltherrschaft und Millionen von Opfern sind kein Thema.

An der Designmesse Blickfang beweist das lokale Design seinen weiten Horizont. Slow Fashion und überraschende Recyclingprodukte stehen im Mittelpunkt: dieses Wochenende im neu belebten Kongresshaus Zürich.

Vor hundert Jahren starb der Maler Fernand Khnopff. In Erinnerung geblieben ist er als der Schöpfer geheimnisvoller Frauenbilder zwischen Dämmer- und Wachzustand, Rausch und Traum.

Die Tänzerin und Choreografin hat die Schweizer Tanzszene seit 2013 inspiriert. Jetzt muss sie aus gesundheitlichen Gründen ihren Abschied nehmen – ein herber Verlust, nicht nur für die Bühnen Bern.

Auf der Bühne wird seit je das verhandelt, worüber eine Gesellschaft reden muss: Ein Spaziergang durch die Geschichte in drei Akten und einem Nachspiel.

Die Musikfestspiele in Luzern geben ihre Planungen für das Jahr 2022 bekannt. Das Motto des kommenden Sommerprogramms soll Diskussionen anregen.

Nichtstun, das zeigt die Kölner Inszenierung, kann eine Herausforderung sein. Am aktivsten sind da beinahe die Zuschauer zu Hause.

Rechtzeitig zur Klimakonferenz in Glasgow leistet das kleine Zürcher Theater Neumarkt mit einem «Gletscher-Requiem» einen Poetik-Beitrag zur Klimadebatte. Man hat auf einen solchen Anstoss aus der Kunst lange vergeblich gewartet.

Darf man Shakespeare für politische Anliegen vereinnahmen? Das ist eine Frage der Plausibilität. Insofern überzeugt «Before the Sky Falls» nach «Macbeth» im Zürcher Schauspielhaus nicht.

Ethan Zuckerman, ein führender Denker des Internets, äussert sich über Facebooks Pläne für virtuelle Räume und Desinformation als Generationenproblem.

Der deutsch-israelische Sänger Gil Ofarim beschuldigt Leipziger Hotelangestellte, ihn antisemitisch beleidigt zu haben. Die Medien stürzen sich sofort auf den Fall. Dabei ist seine Darstellung zweifelhaft.

Mit einem Spielfilm bittet der öffentlichrechtliche Rundfunk zur Corona-Schulstunde. So schätzt er nicht nur die Zuschauer gering, sondern auch die Fiktion als solche.