Schlagzeilen |
  
Aktualisiert: Vor 3 Min.
||||   

Einst bedeutete «überfällig» «zu spät», jetzt nur noch «höchste Zeit». Dafür überfällt uns das Wort auf Schritt und Tritt.

Susanne Mayer hat das Haus ihrer Eltern ausgeräumt. Ihre Inventur der angehäuften Dinge führt sie zu grundsätzlichen Fragen, was unser Verhältnis zu Besitz angeht.

Robert Bösch gilt als Legende der Bergfotografie. Nun ging er auf Reisen und fand andere Sujets, zu sehen an der Photo Schweiz.

Die Arbeiten des 46-jährigen Genfers werden weltweit ausgestellt. Jetzt hat ihn die Swiss Photo Academy zum Fotograf des Jahres gewählt.

Sam Mendes präsentiert das Kriegsdrama «1917» in einer einzigen Einstellung – und ist jetzt Oscarfavorit.

Die «Sherlock»-Macher haben den Blutsauger als Netflix-Serie neu interpretiert: «Dracula» ist gruslig, lustig und bisexuell.

Nach Quoten-Rückgang stellt das Schweizer Fernsehen die Serie von Güzin Kar ein.

Im Bieler Le Singe konnte man die Chansons von Mani Matter mal ohne Text, mal ohne Musik entdecken. Ein erstaunliches Erlebnis.

Meghan und Harry sind weg. Jetzt können die restlichen Royals endlich durch eine Welpenfamilie ersetzt werden. Eine Glosse.

Das Berner Rap-Kollektiv Chlyklass veröffentlicht unverhofft nochmals ein Album. Warum die Crew eine Retraite machte und wieso sie sich in den meisten Songs um sich selber dreht.

Das Verbot einer Jesus-Parodie auf Netflix wurde vom Obersten Gerichtshof Brasiliens aufgehoben.

Der «Blick» attackiert SRF-Kommentatorin Michèle Schönbächler. Regula Späni kontert: Frauen seien biologisch und sozial im Nachteil, so die langjährige Sportjournalistin.

Zum zweiten Mal in Folge wird der «Host» in diesem Jahr fehlen.

Valencia wollte Grösse, Geld spielte da keine Rolle: Wie sich eine Stadt förmlich in einen Kulturstättenwahn hineinsteigerte – und kaum mehr herausfindet.

Das Gurtenfestival hat die zweite Tranche seines Programms bekanntgegeben: Unter anderem Jaël, Tommy Vercetti und The Kooks werden auftreten.

Einmal in der Woche steht das Leben still. Für Kinder werden es endlos lange Stunden der totalen Ereignislosigkeit. Eine Erinnerung.

Auf der Suche nach einem neuen Krim-Erlebnis arbeitet Putin zurzeit daran, Weissrussland in einer gemeinsamen Union mit Russland aufgehen zu lassen. Dass Weissrussland ein politischer Spielball ist, liegt auch daran, dass der Westen dem Land keine eigene Identität zugestehen.

Seit 240 Jahren erscheint die «Neue Zürcher Zeitung». Ein Rückblick in 26 Buchstaben.

Die Idee klingt gut. In speziellen Restaurants erhalten Flüchtlinge eine rudimentäre gastronomische Ausbildung und bringen zugleich ihre heimische Kochkunst ein. Ein echter Austausch allerdings entsteht so nicht.

Das Museum of Modern Art in New York City eröffnete seine bisher grösste Erweiterung. Nun folgt auf den Raumhunger im heissen Immobilienmarkt New Yorks der Appetit auf die Kunst.

Johann Sebastian Bach regt Umweltsünder künftig in Leipzig zu tätiger Reue an. Richard Wagner dagegen hat es immer schon gewusst: Bäume pflanzen macht glücklich – und verbessert die Klimabilanz.

Ein reiches Leben muss nicht unbedingt glücklich sein; die wenigsten würden wohl die Erfahrungen auf sich nehmen wollen, die Lucia Berlins Biografie prägten. Aber daraus hat sie ein Erzählwerk voller Energie und unberechenbarer Schönheit geschaffen.

Ein Aussenseiter war er zu Lebzeiten, erst die Nachwelt hat ihn als Genie erkannt. Sie machte William Blake zum Trendsetter, er hat die Pop-Kultur geprägt – bis zum heutigen Tag. Nun ist er in London neu zu entdecken.

In manchen Damentäschchen findet kaum ein Pfefferminzbonbon Platz. Doch man kann es sich auch zu leicht machen.

Beethovens Geburtsstadt Bonn macht den Aufschlag zum Jubiläumsjahr 2020 – und legt die Schwierigkeiten eines angemessenen Gedenkens offen.

Fast eine Million deutsche Frauen wurden am Ende des Zweiten Weltkriegs vergewaltigt. Die Kinder und Enkel der Opfer leiden bis heute unter den Folgen.

Seit Montag steht Harvey Weinstein in New York vor Gericht. Aber die Meinungen über den Fall sind nach mehr als zwei Jahren scharfer #MeToo-Attacken weitgehend gemacht. Können Richter und Geschworene überhaupt noch zu einem unabhängigen Urteil kommen?

Unternehmer haben einen notorisch schlechten Ruf, Gesinnungsethiker werden überall gefeiert. Die Gegenüberstellung führt jedoch in die Irre. Steve Jobs hat für die grüne Revolution viel mehr getan als moderne Öko-Apokalyptiker, die sich in paternalistischer Rhetorik überbieten.

Historische Parallelen sind sehr schnell gezogen – gerade in unseren Tagen. Oft verhüllen sie jedoch mehr, als dass sie erklären. Welche Gefahren drohen im Nahen Osten nach der Zuspitzung des Konflikts zwischen den USA und Iran wirklich?

Kleine, feine Spezialausstellungen im Heidi-Horten-Privatmuseum sollen bald das bereits reiche Angebot Wiens ergänzen.

Er war ein Selfmademan: Johann Rudolf Schmid von Schwarzenhorn machte am Osmanischen Hof in Istanbul Karriere, im Dienst der Habsburger. Seiner Heimatstadt Stein am Rhein schenkte er 1660 einen Silberpokal, der nun das erste Mal die Stadt verlassen hat.

Er war unkonventionell, in höchstem Grad selbstreflexiv und sorgte dafür, dass Konzeptkunst nicht langweilt: zum Tod des amerikanischen Konzeptkünstlers John Baldessari

Der in Cannes ausgezeichnete Thriller zeigt die Pariser Banlieues als tickende Zeitbombe. Der Regisseur Ladj Ly verrät, wie ihn die heftigen Unruhen von 2005 in Montfermeil zu seinem Filmstoff inspirierten und weshalb er Polizisten nicht als Bösewichte darstellen wollte.

Der Westschweizer Jungregisseur Blaise Harrison schaffte es mit seinem Spielfilmdebüt bis nach Cannes. «Les particules» zeigt, was die Romandie der Deutschschweiz in Sachen Kino voraus hat.

«Once Upon a Time . . . in Hollywood» gewinnt drei Auszeichnungen, «The Irishman» geht leer aus. Während der britische Moderator auf die Spassbremse tritt, gelingt einem britischen Regisseur eine faustdicke Überraschung.

Die Schöpfer von «Sherlock» verpassen dem blutsaugenden Grafen eine Frischzellenkur. Die dreiteilige Miniserie auf Netflix vereint Genialisches mit Grössenwahn und ist zugleich eine Analogie auf die Auswüchse der Konsumgier.

Der Hamburger «Tatort» drückt die Reset-Taste und gesteht seinem Haudegen-Kommissar erstaunlich nachdenkliche Momente zu.

Die 2010er Jahre werden als das Serien-Jahrzehnt in die Kulturgeschichte eingehen. Sie haben ein neues Genre geprägt und filmische Erzählformen revolutioniert.

In «Tod einer Journalistin» gehen nicht nur Lenski und Raczek der Moral-Formel «Tue das Richtige» nach.

In der neuen Folge fängt sogar Borowski zu beten an. So tief sind hier Generationen im Hass verfeindet. Dabei will jede nur eine bessere Welt.

Bei seinem Zyklus aller Tschaikowsky-Sinfonien ist der neue Musikdirektor des Tonhalle-Orchesters Zürich bei der berühmten Fünften und der kaum gespielten Zweiten angekommen – eine faszinierende Gegenüberstellung.

2020 findet die letzte Ausgabe der Zürcher Festspiele statt. Der Geschäftsführer Alexander Keil erklärt im Interview, wie es zum Ende gekommen ist.

Afroamerikanisches Kultur-Recycling: Der Chicagoer Künstler, Stadtplaner und Musiker Theaster Gates versteht es, kreative Prozesse für das urbane Zusammenleben fruchtbar zu machen. So erneuert er Stadtviertel ebenso wie seelische Verbindungen.

Der Regisseur aus der DDR hat dem zeitgenössischen Musiktheater wesentliche Impulse gegeben. In seinen Inszenierungen hat Harry Kupfer klassische Werke der Opernliteratur radikal neu durchdacht. Am Montag ist er 84-jährig in Berlin gestorben.

Die Chilenin Mon Laferte hat sich mit ihrem Song «Plata Ta Tá»  zur Ikone der lateinamerikanischen Protestbewegungen aufgeschwungen. Sie ist nicht die einzige Musikerin, die politische Botschaften aussendet.

Träumen Sie beim Wort «Florida» noch von Sonne und Orangen? Dann lohnt sich vielleicht der Griff nach Lauren Groffs Erzählband. Er öffnet ganz andere Perspektiven auf den Bundesstaat und seine Bewohner.

Wer dieses historische Buch liest, hat die Gegenwart unweigerlich vor Augen: Mischa Meier legt eine monumentale Geschichte der Völkerwanderung vor.

Inspiriert, anregend und obendrein massgeschneidert für hiesige Leser ist Stefan Weidners Übersicht wichtiger Werke aus dem islamischen Kulturraum.

Zu unrecht reagieren wir reflexhaft mit Abscheu auf Schleim. Ein schön gestaltetes Buch rehabilitiert die wichtige Substanz.

Reisen in Räume voller Russ, Lärm und Dreck waren im ausgehenden 19. Jahrhundert höchst populär. Etliche Bürger pilgerten in ihrer Freizeit in Fabriken, die sie als «Kathedralen der Arbeit» verstanden.

Der gefeierte Barockdirigent hat sich zu Beethoven vorgearbeitet und dessen einzige Oper aufgenommen – in der Urfassung. Das Klischee vom gescheiterten Musikdramatiker Beethoven bedarf der Korrektur, erklärt Jacobs.

Keine Band hat die British Invasion so aggressiv vorangetrieben wie The Who. Der Sänger Roger Daltrey und der Songwriter und Gitarrist Pete Townshend haben die sechziger Jahre mitgeprägt. Nun wenden sie sich mit einem Alterswerk nochmals an ihre Generation.

Lange standen sie im Schatten ihres Mentors Dmitri Schostakowitsch. Aus Anlass ihrer 100. Geburtstage wird jetzt mit neuen Einspielungen an Galina Ustwolskaja und Mieczysław Weinberg erinnert. Was eint, was trennt die beiden?

Aus Ayn Rands «Atlas Shrugged» soll am Schiffbau ein «Wirtschafts-Musical» werden. Beim Probenbesuch vor der Uraufführung liegen die Nerven blank.

Wer will, dass keiner weiss, wo man sich gerade aufhält, setzt sich ins Theaterparkett. Dort bleibt das Handy ausgeschaltet, idealerweise. Neuerdings gefährden Handys allerdings nicht nur die Ruhe, sondern sogar das Zustandekommens des Stücks.

Keiner hat das klassische Ballett so radikal auf seine Grenzen hin befragt und damit die Tanzlandschaft im späteren 20. Jahrhundert verändert wie William Forsythe. Der Geburtstag des genialen amerikanischen Choreografen wird auch in Zürich gefeiert.

24 Jahre lang hat Spörri das genossenschaftlich organisierte Theater geleitet. 1983 ist er mit dem Hans-Reinhart-Ring ausgezeichnet worden.

Der profilierte Journalist und Buchautor Gabor Steingart plädiert im NZZ-Interview für mehr Mitsprache der Leser und mehr Unabhängigkeit von der Werbewirtschaft.

Nicht alle schreien «Lügenpresse», aber viele kritisieren die Medien. Für guten Journalismus ist das eine Chance: indem er auf Glaubwürdigkeit und Dialog setzt. Denn Leser sind keine lästigen Bittsteller, sondern Partner auf Augenhöhe.

Ein Studentenprotest an einer amerikanischen Universität verdonnert eine Studentenzeitung zur Selbstzensur. Ganz nebenbei hebelt die Aktion die Pressefreiheit aus.

Erst in Genf, dann in Monte Carlo und demnächst auch in Moskau: Thomas & Laura nennt sich das Super-Team, das eine Kunstmesse nach der anderen eröffnet und mit Erfolg betreibt.

Der deutsche Kunstmarkt zeichnet sich durch Kontinuität und Preisvernunft aus. Millionenzuschläge sind seltener geworden, in vielen Marktsegmenten regiert das gehobene Mittelmass.

Der Kunstmarkt ist immer gut für Skandale. In einer Branche, in der neben Sachverstand und Geschäftssinn vor allem Diskretion zählt, können ganz besondere Formen der Kreativität gedeihen. Das zeigt der jüngste Fall Schultz, aber auch die Wiederbelebung einer alten Geschichte um Helge Achenbach und Heinz Mack.

Die Kunstmesse Art Berlin findet 2020 nicht mehr statt

Während Sotheby’s sehr durchzogen abschnitt, verbuchte die Konkurrenz bei Christie’s eines der besten Ergebnisse in der Sparte seit langem.

Es ist eine Umweltkatastrophe der stillen Art, die das russische Schoina bedroht. Die Küste auf, Küste ab wandernden Dünen sind die Folge einer unachtsamen Ausbeutung der Fischgründe und jahrzehntelanger Übernutzung des kargen Bodens. Aber noch harren Menschen im Dorf aus.

Das Weihnachtsfest im nigerianischen Calabar war schon immer etwas Besonderes. In die christliche Feier mischten sich Elemente der einheimischen Kultur und Spiritualität, und seit der Dezember 2004 zum vierwöchigen Karneval umgemünzt wurde, geht es erst recht hoch her. Das gefällt nicht allen.

Eisbären, die Schlittschuh laufen, Elefanten, die malen, boxende Orang-Utans – die Fotografin Kirsten Luce hat Tiere die befremdlichsten Dinge tun gesehen. Wüssten die Zuschauer über Dressur und Haltung der Vierbeiner Bescheid, verginge ihnen wohl die Freude an den Darbietungen.

25 Jahre sind seit dem Ende der Apartheid in Südafrika vergangen, doch noch immer kämpft das Land mit den Folgen. Junge Frauen und Männer wollen das Land voranbringen, stossen aber immer wieder an Grenzen.

Er malt Berge, vor allem Berge, immer wieder. Und er malt auch das Meer. Was malt dieser Künstler aber, wenn er immer dasselbe malt? Ist er auf der Suche nach der Essenz der Landschaft? Oder sucht er nach dem Wesen des Sehens selber? – Malerei ist ein ewiges Exerzitium für den Schweizer Künstler Conrad Jon Godly.

Heimo Zobernig stellt freie Gestaltungslust vor alles: Mit und gegen die Moderne erweitert er einen Werkansatz antiformalistischer Ausrichtung. Damit holt er zum grossen Gegenentwurf aus gegen alle Formen institutionalisierter Präsentation von Kunst.

Die Schweizerin Nives Widauer verknüpft Intuition mit scharfsinniger Beobachtung, Vergangenes mit Gegenwärtigem und schafft damit ein dichtes Netz an Referenzen.