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Hollywood-Regisseur Rian Johnson beweist sich nach «Star Wars: The Last Jedi» mit einem exzellenten, hochkarätig besetzten Thriller, in dem nicht zuletzt der einstige «Miami Vice»-Star Don Johnson gross aufspielt.

Die Folge «Das Team» ist der Versuch, einen «Tatort» ohne festes Drehbuch zu realisieren. Sieben Ermittler hinter verschlossenen Türen sollen eine Serie von Insidermorden lösen. Die Ausbeute ist begeisternd.

Das Jubiläumsjahr liess vieles unterbelichtet. Einzelne der Akteure und Ereignisse zumindest wurden genauer betrachtet, aber längst nicht alle.

Der Sieg der Moderne wurde schon 1898 gefeiert. Das Bauhaus war nicht der Anfang der modernen Architektur, es schrieb lediglich eine neue Ursprungslegende.

Krieg und Liebe haben ihn geformt, in Zürich wurde er erstmals erwähnt – der Bleistift hat eine bewegte Geschichte. Eine Hommage an das feinste aller Schreibgeräte.

Nationalstaaten reagieren unter innerem oder äusserem Druck wie Individuen – sie passen sich an, wenn es ums Überleben geht. Das ist eine These, die erst einmal gut klingt und einleuchtet. Bei Lichte besehen, stimmt an ihr jedoch so einiges nicht.

Unser Autor sagt sich los von der beschwerlichen Welt an Land. Er paddelt auch in der kalten Jahreszeit hinaus aufs Wasser – und landet bei existenziellen Fragen.

Die Chilenin Mon Laferte hat sich mit ihrem Song «Plata Ta Tá»  zur Ikone der lateinamerikanischen Protestbewegungen aufgeschwungen. Sie ist nicht die einzige Musikerin, die politische Botschaften aussendet.

Am Jahresende fasst man die guten Vorsätze. Für einmal seien auch ein paar bescheidene Wünsche erlaubt.

Die 2010er Jahre werden als das Serien-Jahrzehnt in die Kulturgeschichte eingehen. Sie haben ein neues Genre geprägt und filmische Erzählformen revolutioniert.

Mit Fotografik experimentierten berühmte Künstler. In Workshops ermutigt das Museum für Gestaltung seine Besucher auch zum eigenen Tun.

Wir Modernen neigen dazu, die eigene Zeit zu überhöhen. Aber wir sind gar nicht so aufgeklärt, wie wir gerne denken. Dafür waren unsere Ahnen moderner, als wir dies wahrhaben wollen – zum Beispiel die Mönche.

Die Tech-Giganten von Facebook bis Airbnb machen uns mit ihren Plattformen das Leben schwer. Und Artificial Intelligence verwandelt sich gerade in Artificial Stupidity. Das sagt der Erfinder Andreas Hieke, der im Silicon Valley lebt. Was es brauche, sei eine Besinnung auf die Risikokultur der 1970er Jahre.

Trump mimt in einem Wahlkampf-Video den Comic-Erzschurken und stiehlt den Kritikern und Komikern, die sich an ihm abarbeiten, regelmässig die Schau. So schnell, dass Politsatire – und Diskussion – dabei auf der Strecke bleibt.

Seine schwarzen Monochromen gehören zum Radikalsten, was die Kunst der Moderne hervorgebracht hat. Der berühmteste lebende Künstler Frankreichs aber ist kein Maler der Finsternis, sondern des Lichts.

Das, was zwischen Radha und Krishna geschieht, verstehen auch wir heute unmittelbar. Es ist das alte Spiel von Liebe, Eifersucht und Erfüllung, das auch schon die indischen Dichter und Maler bewegte.

Mit hochkarätiger Kunst könnte das Fürstentum Liechtenstein neuen Glanz erlangen – das zeigt jetzt eine Ausstellung in Vaduz

In ihrem zweiten Spielfilm erzählt Lulu Wang ihre bizarre und herzergreifende Familiengeschichte. Die amerikanisch-chinesische Regisseurin verrät im Gespräch, wie sie sich jahrelang dagegen gewehrt hat, aus ihrem sehr intimen Filmstoff eine typische Hollywoodkomödie zu machen.

Für Disney hat sich «Star Wars» innert weniger Jahre vom Goldesel zum Problemkind gewandelt. Die neue Episode «The Rise of Skywalker» steht symptomatisch für die Ziellosigkeit in der Führungsetage des Unterhaltungskonzerns.

Der in Cannes ausgezeichnete Spielfilm «The Invisible Life of Eurídice Gusmão» aus Brasilien erzählt von zwei Schwestern und ihrem Kampf um Selbstbestimmung. Der Regisseur Karim Aïnouz findet im Alltag normaler Frauen ein Mass an Leid und Stärke, das es mit jeder Heldengeschichte aufnehmen kann.

In «Tod einer Journalistin» gehen nicht nur Lenski und Raczek der Moral-Formel «Tue das Richtige» nach.

In der neuen Folge fängt sogar Borowski zu beten an. So tief sind hier Generationen im Hass verfeindet. Dabei will jede nur eine bessere Welt.

Elisabeth Eyckhoff muss in ihrem zweiten Einsatz gegen die eigenen Kollegen ermitteln. Unter der Regie von Dominik Graf ist eine wilde, berührende Folge entstanden, die den ständigen Kontrollverlust zelebriert.

Der britische Komiker ist für seine abstrusen Figuren bekannt. Als Borat deckte er Bigotterie auf. Nun versucht er sich im ernsten Fach – und brilliert. Cohen mimt den israelischen Agenten, der in Damaskus in höchste Regierungskreise vorstiess – dann aber entdeckt wurde.

«The Crown» ist das Juwel dieses Serienherbstes. Die dritte Staffel zeigt eine Queen ohne Macht, aber mit grösstem Einfluss. Und mit den Darstellern Olivia Colman, Tobias Menzies und Helena Bonham Carter zieht neues Personal in den Buckingham-Palast ein.

Der Regisseur aus der DDR hat dem zeitgenössischen Musiktheater wesentliche Impulse gegeben. In seinen Inszenierungen hat Harry Kupfer klassische Werke der Opernliteratur radikal neu durchdacht. Am Montag ist er 84-jährig in Berlin gestorben.

Leopold Mozart, der 2019 seinen 300. Geburtstag begangen hätte, war ein hochgebildeter, freiheitsliebender Mensch – und beileibe nicht bloss der Manager von Wolfgang Amadeus Mozart.

In zwanzig sonntäglichen Konzerten im Grossmünster präsentiert Andreas Jost das gesamte Orgelwerk von Bach. An jedem dieser Sonntage gestalten die Kantoren der vier Altstadtkirchen einen darauf abgestimmten Kantaten-Gottesdienst.

Er war einer der gefragtesten klassischen Sänger für Oper, Oratorium und Konzert. Vor allem seine Bach- und seine Mozart-Interpretationen setzen noch heute Massstäbe. Jetzt ist Peter Schreier in seiner Heimat Dresden 84-jährig gestorben.

Vor hundert Jahren begann mit dem Theremin das Zeitalter der elektronischen Musik – die einstige «Wundermaschine» findet bis heute in Pop- und Filmmusik Verwendung.

Die Ehe ist nicht für alle. Genau so wenig wie die freie Liebe. Und Polyamorie ist nicht unbedingt besser. Sicher ist nur: Sie ist anders.

Alle Menschen sind gleich erschaffen worden – das deklarierten die Amerikaner im 18. Jahrhundert. Ihre Politik aber untergrub diesen Grundsatz ständig. In einer grossartigen Geschichte zeigt Jill Lepore, wie das Dilemma die Nation über Jahrhunderte prägte.

Es mangle ihr an «Liebe zum jüdischen Volk» – das haben Freunde der Jüdin Hannah Arendt vorgeworfen. Tatsächlich aber beschäftigte sich die Denkerin intensiv mit Fragen rund um Assimilation und Zionismus.

In Zürich hat er gelebt, in Paris wurde er gedruckt, und er verkehrte mit vielen Berühmtheiten der Literaturszene. Dennoch geriet Charles Racine (1927–1995) schon zu Lebzeiten fast in Vergessenheit.

Der fröhlichste Entfesselungskünstler der deutschsprachigen Literatur wird neunzig Jahre alt. Paul Nizons Lebenshunger ist bis heute ungestillt.

Der gefeierte Barockdirigent hat sich zu Beethoven vorgearbeitet und dessen einzige Oper aufgenommen – in der Urfassung. Das Klischee vom gescheiterten Musikdramatiker Beethoven bedarf der Korrektur, erklärt Jacobs.

Keine Band hat die British Invasion so aggressiv vorangetrieben wie The Who. Der Sänger Roger Daltrey und der Songwriter und Gitarrist Pete Townshend haben die sechziger Jahre mitgeprägt. Nun wenden sie sich mit einem Alterswerk nochmals an ihre Generation.

Lange standen sie im Schatten ihres Mentors Dmitri Schostakowitsch. Aus Anlass ihrer 100. Geburtstage wird jetzt mit neuen Einspielungen an Galina Ustwolskaja und Mieczysław Weinberg erinnert. Was eint, was trennt die beiden?

Keiner hat das klassische Ballett so radikal auf seine Grenzen hin befragt und damit die Tanzlandschaft im späteren 20. Jahrhundert verändert wie William Forsythe. Der Geburtstag des genialen amerikanischen Choreografen wird auch in Zürich gefeiert.

24 Jahre lang hat Spörri das genossenschaftlich organisierte Theater geleitet. 1983 ist er mit dem Hans-Reinhart-Ring ausgezeichnet worden.

Er hat Gérard Depardieu entdeckt, Peter Handke und Harold Pinter in Frankreich durchgesetzt und war einer der grossen Frankreich-Kritiker überhaupt: Nun ist Claude Régy im Alter von 96 Jahren gestorben.

In Zeiten, da alles wankt, bewährt sich in London eine Kriminalkomödie jeden Abend: Seit über fünfzig Jahren wird «Die Mausefalle» von Agatha Christie gespielt. Unsere Kritikerin hat sich die Aufführung am 24. Dezember angesehen.

Die Social-Media-Plattform belohnt Hass und Hetze mit Likes und Retweets. Das holt selbst aus dem nettesten Menschen das grösste Arschloch hervor.

Die sich seit Monaten hinziehenden Proteste in Hongkong halten die Welt in Atem. Die Proteste in Chile oder Ecuador hingegen finden in den Medien kaum Erwähnung. Eine Studie untersucht die Berichte von «New York Times» und CNN über die Ereignisse – und kommt zu einem pikanten Schluss.

Unbeachtet von der Öffentlichkeit haben sich die Voraussetzungen für privates Radio in der Schweiz grundlegend verändert. Mehrere Radioveranstalter haben ihre Konzessionen zurückgegeben und müssen keinen Programmauftrag mehr erfüllen. Dies schwächt die Informationsvielfalt und nützt vor allem der SRG.

Erst in Genf, dann in Monte Carlo und demnächst auch in Moskau: Thomas & Laura nennt sich das Super-Team, das eine Kunstmesse nach der anderen eröffnet und mit Erfolg betreibt.

Der deutsche Kunstmarkt zeichnet sich durch Kontinuität und Preisvernunft aus. Millionenzuschläge sind seltener geworden, in vielen Marktsegmenten regiert das gehobene Mittelmass.

Der Kunstmarkt ist immer gut für Skandale. In einer Branche, in der neben Sachverstand und Geschäftssinn vor allem Diskretion zählt, können ganz besondere Formen der Kreativität gedeihen. Das zeigt der jüngste Fall Schultz, aber auch die Wiederbelebung einer alten Geschichte um Helge Achenbach und Heinz Mack.

Die Kunstmesse Art Berlin findet 2020 nicht mehr statt

Während Sotheby’s sehr durchzogen abschnitt, verbuchte die Konkurrenz bei Christie’s eines der besten Ergebnisse in der Sparte seit langem.

Das Weihnachtsfest im nigerianischen Calabar war schon immer etwas Besonderes. In die christliche Feier mischten sich Elemente der einheimischen Kultur und Spiritualität, und seit der Dezember 2004 zum vierwöchigen Karneval umgemünzt wurde, geht es erst recht hoch her. Das gefällt nicht allen.

Eisbären, die Schlittschuh laufen, Elefanten, die malen, boxende Orang-Utans – die Fotografin Kirsten Luce hat Tiere die befremdlichsten Dinge tun gesehen. Wüssten die Zuschauer über Dressur und Haltung der Vierbeiner Bescheid, verginge ihnen wohl die Freude an den Darbietungen.

25 Jahre sind seit dem Ende der Apartheid in Südafrika vergangen, doch noch immer kämpft das Land mit den Folgen. Junge Frauen und Männer wollen das Land voranbringen, stossen aber immer wieder an Grenzen.

Seit dem Ausbruch des Bürgerkrieges im Südsudan sind mehr als vier Millionen Menschen in die Flucht getrieben worden. Kunstvoll bestickte Tücher geben den Flüchtlingen ein Gefühl von Zuhause.

Er malt Berge, vor allem Berge, immer wieder. Und er malt auch das Meer. Was malt dieser Künstler aber, wenn er immer dasselbe malt? Ist er auf der Suche nach der Essenz der Landschaft? Oder sucht er nach dem Wesen des Sehens selber? – Malerei ist ein ewiges Exerzitium für den Schweizer Künstler Conrad Jon Godly.

Heimo Zobernig stellt freie Gestaltungslust vor alles: Mit und gegen die Moderne erweitert er einen Werkansatz antiformalistischer Ausrichtung. Damit holt er zum grossen Gegenentwurf aus gegen alle Formen institutionalisierter Präsentation von Kunst.

Die Schweizerin Nives Widauer verknüpft Intuition mit scharfsinniger Beobachtung, Vergangenes mit Gegenwärtigem und schafft damit ein dichtes Netz an Referenzen.

Ob Klimakrise, Velowege oder Schweizer Fussball: Nun frönen wir dem Optimismus. Eine utopische Satire fürs neue Jahr.

Viel Liebe, immer mehr Worte und ein Hitfeuerwerk: Was eine Analyse der Nummer-1-Hits der letzten 50 Jahre zeigt.

Die letzte Popkolumne des Jahres – mit dem Rüpelpartysound von TNGHT, zwei Silvester-Playlists und Justin Bieber.

«Servant» von M. Night Shyamalan ist die derzeit gruseligste Serie.

Sarah Spale spielt wieder die Kommissarin in der neuen Staffel der SRF-Serie «Wilder». Sie deckt die Frauensicht ab – die Autoren sind alle Männer.

Wir haben die Welt nach Liedern abgetastet, die das Jahr überdauern könnten. Die Liste 2019 ist erstaunlich schwerblütig ausgefallen.

Anfangs hatten Christian Ammann und Stefan Geiger kein Geld für ein Büro, heute bieten Konkurrenten Millionen für ihre Computerspiel-Firma.

Ist die Verwandtschaft wieder weg, hat man sich diese grossartigen Serien verdient.

Was kaum jemand weiss: Der Silvester-Kultfilm «Dinner for One» wurde in Zürich aufgenommen. Und in seiner britischen Heimat ist er nahezu unbekannt.

Mithilfe einer gigantischen Datenbank prognostiziert Historiker Peter Turchin die Zukunft.

Erstmals veröffentlicht der Streamingdienst eine Top 10 der beliebtesten Filme und Serien der Schweizer.

Bamako in Mali ist die Fotografie-Hauptstadt Afrikas. Die Biennale kämpft allerdings auch gegen Stromausfälle.