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Montag, 16. November 2020 00:00:00 Wirtschaft News
Aktualisiert: Vor 2 Min.
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Nach Biontech und Pfizer hat nun auch das Unternehmen Moderna Therapeutics mit seinem Vakzin überzeugend abgeschnitten. Die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Die amerikanische Biotechfirma Moderna hat seit ihrem Bestehen kumuliert 1,7 Milliarden Dollar Verlust angehäuft. Der Impfstoff mRNA-1273 gegen Covid-19 wäre das erste Produkt, das die von ehemaligen Pharma-Managern geführte Firma auf dem Markt bringt.

Pfizer und Moderna haben mit der letzten Phase in der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs begonnen. Entgegen der verbreiteten Meinung verspricht sich die Branche davon ein lang anhaltendes Milliardengeschäft. Mit Rückschlägen ist jedoch zu rechnen: So zeigte ein Arthritis-Mittel von Roche bei der Behandlung von Covid-19-Patienten keine Wirkung.

Washington zielt eigentlich darauf ab, die bestehenden Wertschöpfungsketten umzulenken, um China zu schwächen. Mit der Unterzeichnung eines Freihandelsabkommens für den asiatisch-pazifischen Raum holt Peking nun zum Gegenschlag aus.

Europa und die ostasiatische Exportnation wollten ein Vorbild für moderne Freihandelsabkommen geben – bis jetzt gelingt ihnen das.

In der Alpenregion gibt es nur noch eine Handvoll Lodenstoffhersteller. Johannes Steiner ist einer von ihnen. Er beliefert bekannte Modehäuser, will mit neuen Kreationen aber auch ein junges Publikum ansprechen. Das ist auch eine Überlebensfrage.

Nippons Wirtschaft erholt sich nach dem Corona-Schock so stark wie seit Jahrzehnten nicht. Aber die Lage ist schlechter als in vielen anderen Ländern.

Der Mathematiker Karl Schmedders liebt die Lehre. Sein Statistikkurs ist ein Exportschlager. Vor den Studierenden der Uni Zürich floh er allerdings an eine Privatuniversität.

London ändert die Steuerregeln für Shopping-Touristen – und geht einen Sonderweg in Europa. Gäste aus der EU müssen auf eine erhoffte Erleichterung verzichten. Alle anderen bezahlen mehr, auch Schweizer. Firmen laufen Sturm.

Die Schweizer Unternehmen der Medizintechnik-Branche wären die ersten, die konkrete Nachteile zu beklagen hätten, wenn es beim institutionellen Abkommen mit der EU nicht bald zu einer Einigung kommt. Bis Ende November sollte Klarheit herrschen.

Liberale Ökonomen im Westen singen gern ein Hohelied auf das Bargeld. In China gilt es dagegen als Relikt aus vergangenen Tagen. Rechtsbrecher werden nun dazu verdonnert, statt das Smartphone Scheine und Münzen zu nutzen.

Die Blitz-Vernehmlassung zum Vorschlag des Bundesrats über die Regeln für Härtefall-Zahlungen hat das erwartete Ergebnis gebracht: Der vorgeschlagene Maximalbeitrag des Bundes von 200 Millionen Franken wird vielerorts als weit ungenügend beurteilt.

Der Transport von Covid-19-Impfstoffen in alle Ecken der Welt wird eine Herkulesaufgabe sein. Doch die Logistikbranche sollte sie bewältigen können, auch weil manche Vakzine wohl doch nicht tiefgekühlt werden müssen.

Nicht ohne diskretes Klopfen auf die eigene Schulter hat Joe Kaeser seine letzte Bilanzpressekonferenz als Siemens-Chef absolviert. Tatsächlich hat er den Konzern massiv umgebaut.

Operativ hat sich das in der Augenheilkunde tätige Alcon, eine frühere Division von Novartis, im dritten Quartal vom pandemiebedingten Rückschlag weitgehend erholt. Wegen fortgesetzt hoher Sonderkosten schreibt die Firma aber weiterhin Verluste.

Das EU-Parlament hat den EU-Staats- und -Regierungschefs einige zusätzliche Milliarden für Forschung, Studentenaustausch und Gesundheitsprojekte abgerungen. Finanziert werden die meisten Mehrausgaben mit Kartellbussen. Das ist keine gute Idee.

Als Reaktion auf die Pandemie haben viele Grossfirmen die Investitionen unter die Abschreibungen gedrückt, zum Beispiel der Stahlhersteller Voestalpine. Das kann kein Dauerzustand sein. Der Gegentrend könnte heftig ausfallen.

Der Dachverband der Schweizer Banken sollte die Interessen der inlandorientierten Banken ernster nehmen. Sonst riskiert er weitere Austritte, und sein Anspruch, mit einer Stimme für die gesamte Branche zu reden, liesse sich nicht mehr aufrechterhalten.

Dem US-Pharmakonzern Pfizer und seinem Partner Biontech scheint als Ersten gelungen zu sein, was alle herbeisehnen – die Entwicklung eines wirksamen und sicheren Impfstoffs gegen Sars-CoV-2. Bevor indes Massenimpfungen möglich werden, gilt es noch einige Hürden zu nehmen.

Wer noch keine Umsätze hat, kann auch keine Umsatzeinbussen haben. Deshalb sind gewisse forschende Jungunternehmen von der geplanten Härtefallhilfe ausgeschlossen. Der Biotech-Sektor fühlt sich ausgegrenzt und fordert nun Zugang zu Härtefall-Darlehen.

Der ehemalige Finanzminister ist Hauptfigur eines Monsterprozesses. Es geht um Korruption bei einer grossen Immobilientransaktion. Österreichs Justiz präsentiert sich in einem schlechten Licht.

Die Staatschefs der EU-Länder wollen, dass Kommunikations-Apps ihre Verschlüsselung aufweichen. Schweizer Behörden gewichten anders.

Die deutschen Wirtschaftsweisen haben in ihrem Jahresgutachten die Konjunkturprognose für 2020 nach oben korrigiert. Das Konjunkturpaket der Regierung kritisieren sie als in Teilen wenig zielgenau, wie Volker Wieland, einer der Weisen, im Interview erklärt.

Die Privatbahn Italo, die für Wettbewerb gesorgt hat, streicht fast alle Verbindungen. Auch die staatliche «Freccia rossa» entgeht dem Virus nicht.

In der Corona-Krise verändert sich die Wirtschaftslage fast im Wochenrhythmus. Wir zeigen mit neuartigen Daten in achtzehn Grafiken den Verlauf der Krise – und wo wir gegenwärtig stehen.

Der Streit zwischen der Zentrale und einem früheren «Regionalfürsten» hat Mängel in Sachen Corporate Governance offengelegt. Diese geht die Genossenschaft nun an – auch, um Reputationsschäden zu verhindern.

UBS, Credit Suisse, Deutsche Bank: Gerüchte über Bankenfusionen haben sich jüngst gehäuft, passiert ist aber bisher noch wenig. Warum? Drei Bankenexperten ordnen das Fusionsfieber ein.

Das Tübinger Unternehmen Curevac ist im Rennen um die Zulassung eines Impfstoffs gegen Covid-19 noch nicht ganz so weit wie Biontech. Aber es wartet mit anderen guten Nachrichten auf.

Mit dem von ihm gegründeten Unternehmen Biontech könnte Ugur Sahin bald den ersten Corona-Impfstoff auf den Markt bringen. Dabei wollte er eigentlich Krebs heilen.

Das Pandemie-Risiko haben die Versicherungsunternehmen rechtzeitig vor der zweiten Welle aus ihren Policen ausgeschlossen. Auch die Bilanzen von Zurich und Bâloise sind nicht ganz resistent gegen das Virus.

Die Fluggesellschaft Emirates hat im ersten Halbjahr einen Verlust von 3,4 Mrd. $ hinnehmen müssen. Die Kürzung der Kapazitäten um zwei Drittel war wegen Covid-19 unausweichlich.

Internationale Tabakmultis haben das Dreiecksgeschäft aufgebaut. Der Familienkonzern von Paraguays letztem Präsidenten ist dabei zum «global champion» des weltweiten Tabakschmuggels geworden. Ein Ortsbesuch.

Der Laden um die Ecke in Rom lief gut, jetzt fällt er Covid-19 zum Opfer. Ein Beispiel von vielen.

Schulen sind dazu da, allen Kindern eine gute Startchance im Leben zu geben. Die Schweiz schneidet bei dieser Aufgabe nur mittelmässig ab. Macht Corona alles noch schlimmer?

Der Fluch des Sommers: Die Corona-Pandemie hat Hotels und Restaurants in Cornwall einen Grossteil der Saison gekostet. Im Winter ist kaum etwas los. Das muss sich ändern, trotz den maximal erschwerten Bedingungen.

Bis weit in den Juli herrschte in der Ferienmetropole an der Adria gähnende Leere, nun aber kommen die Touristen wieder. Besonders Italiener und Schweizer verbringen in der Hochsaison ihre Ferien in der Stadt, die sich von ihrem Ruf als Anziehungspunkt für Partygänger lösen will.

Gigantische Kosten aufgrund der nach zwei verheerenden Abstürzen stillgelegten 737-Max-Flotte haben den amerikanischen Flugzeughersteller Boeing in die heftigste Krise seiner über 100-jährigen Konzerngeschichte getrieben. Ein Überblick über offene Fragen.

Die Staatshilfen für die Flugzeugbauer Airbus und Boeing sind die Ursache eines jahrzehntelangen Streits zwischen den USA und der EU. Im Oktober 2019 erlaubte die WTO deswegen den USA, Strafzölle in der Höhe von 7,5 Milliarden Dollar zu erheben. Kurz darauf gesteht sie aber auch den Europäern Milliardenstrafen gegen die USA zu.

Der amerikanische Präsident Trump führt nicht nur gegen China einen Handelskrieg. Gegen die meisten Handelspartner hat er Konflikte mit unabsehbaren Folgen ausgelöst. Jetzt führen die USA auch die Aluminium-Strafzölle gegen Kanada wieder ein.

Auf iPhones gibt es für App-Entwickler keine Alternative zu Apples App Store. Das sorgt für Unmut. Der Wettbewerbsökonom Justus Haucap kann das nachvollziehen, wie er im Gespräch erklärt.

Liebe kann beflügeln, aber sie kann auch blind machen. Nippons Roboterentwickler etwa befanden sich lange auf einem Irrweg: Sie wollten menschenähnliche Roboter schaffen. Der Traum lebt zwar weiter, aber inzwischen konzentriert sich die Industrie auf Nutzwert-Roboter. Der Alleskönner folgt vielleicht später.

Das Credo Pekings lautet, nicht zu früh neue Märkte zu regulieren, um dadurch die Innovationskraft der Firmen zu schützen. Nach Ansicht der Regulatoren ist es nun jedoch Zeit, aktiv zu werden. Neben der Fintech-Branche müssen künftig Internetfirmen wie Alibaba, Meituan und Tencent mit einem verschärften regulatorischen Umfeld leben.

Analysen und Hintergründe zu Geopolitik und Globalisierung

Zu den einflussreichsten Ökonomen in der Schweiz gehören Deutsche. Sie nutzen Twitter viel offensiver als viele Schweizer Fachkollegen.

Die Pandemie hat ihnen Auftrieb verschafft. Die Ökonomenzunft insgesamt hat sich öffentlich deutlich mehr zu Wort gemeldet als früher. Den grössten Sprung nach vorne in der Rangliste der einflussreichsten Wirtschaftsexperten hat der Chef der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich gemacht.

Aus der Schweiz haben zwei Ökonomen den Sprung über die Grenze geschafft: Ernst Fehr und Bruno S. Frey. Fehr behauptet sich in beiden Ländern an der Spitze – aber es ist eng.

Insgesamt sind 40 Wirtschaftswissenschafter im Ranking vertreten. Neu zählen sechs Ökonominnen zu den einflussreichsten Fachpersonen in der Schweiz.

Nirgends hat das Coronavirus die Wirtschaft so eingeschränkt wie im Tessin, teilweise sogar auf Drängen der Unternehmer. Gesundheitlich ist das Schlimmste wohl schon ausgestanden, wirtschaftlich noch nicht.

Russlands ganz dem Staatskapitalismus verhaftete Regierung zeigt sich in der Corona-Krise kleinen und mittleren Unternehmen und deren Beschäftigten gegenüber knausrig. Das empört die Betroffenen und wird in der Wirtschaft und Gesellschaft Spuren hinterlassen.

Zu gross für Sozialhilfe, zu klein für Staatskredite. Die brasilianischen mittelständischen Unternehmer fallen in der Corona-Krise durch das Netz der staatlichen Hilfe. Damit ist nicht nur der soziale Aufstieg für viele Brasilianer versperrt. Brasilien verliert in der Weltwirtschaft weiter an Bedeutung.

Die Wirtschaft in Asien ist während der Aufschwungjahre in den Himmel gewachsen, Arbeit gab es en masse, doch die soziale Absicherung blieb meist ein kümmerliches Pflänzchen. Das trifft in der jetzigen Krise besonders die Jugendlichen.

Den fragilen Volkswirtschaften in Afrika setzt die Pandemie massiv zu. Der Export von Rohstoffen leidet unter tiefen Preisen und Transportschwierigkeiten, der Import lebenswichtiger Güter wird durch Lieferengpässe erschwert.

Die Schweiz hat in der Corona-Krise rasch wirksame Schutzschirme für den Mittelstand aufgespannt. Polens nationalkonservative Regierung setzt andere Prioritäten.

Weil sie eine Frau ist?

Verantwortung abgeben, die Mitarbeiter selber entscheiden lassen: Viele Unternehmen wollen eine neue Führungskultur etablieren. Das klingt verlockend. Doch ist es auch krisentauglich – zum Beispiel in der Corona-Pandemie?

Mit harter Hand von oben, alle Verantwortung den Mitarbeitern oder etwas dazwischen: Führung kann viele Formen annehmen. Vier Persönlichkeiten erläutern ihre Prinzipien als Vorgesetzte – und ob sie damit in der Corona-Krise erfolgreich waren.

Moderna meldet eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent ihrer Impfung und damit ähnlich gute Werte wie der Biontech-Wirkstoff – hat aber einen zusätzlichen Vorzug. Die Schweiz hat bereits 4,5 Millionen Dosen reserviert.

Setzen die Mitgliedsstaaten des neuen Abkommens im Asien-Pazifik-Raum ihre Ziele wie vereinbart um, könnten die Schweizer Konsumenten langfristig von sinkenden Preisen profitieren.

Das Bundesgericht erlaubt Hausbesitzern eine deutlich höhere Rendite. Trotzdem haben Mieter weiterhin gute Chancen, wenn sie sich gegen missbräuchlich hohe Mietzinsen wehren.

Viele Banken und Hypothekenvermittler empfehlen Hausbesitzern, jetzt langfristige Hypotheken abzuschliessen. Doch die Zinssätze könnten noch tiefer sinken.

Zu zweit ziehen sie von Laden zu Laden und checken: Maske auf? Abstände eingehalten? Eine Branche fällt dabei besonders negativ auf. Unterwegs mit zwei Basler Kontrolleuren.

Seit Beginn der Corona-Krise fallen in der Schweiz Tausende Jobs weg. Fast täglich kündigen Firmen Entlassungen an. Die Übersicht.

Schulung des Personals, Anmietung von Zelten: Schweizer Apotheken arbeiten mit Hochdruck daran, die neuen Antigen-Tests durchführen zu können. Streit gibt es bei den Kosten für die Beratung.

Das zweite Impfstoffprojekt meldet einen vielversprechenden Erfolg. Das macht doppelt Mut, aber eine letzte kritische Frage ist noch nicht vom Tisch.

Die Airline bietet ihren Kunden neu eine Option gegen Pandemiefolgen an. Doch die Prämie ist so hoch, dass ein unabhängiger Experte davon abrät.

Ein Ostschweizer Elektrizitätswerk hat Adressen seiner Kunden benutzt, um Solaranlagen zu verkaufen. Die Weko stellt das Verfahren ein – und druckst bei der Begründung herum.

Rund 70 Büroangestellte des Detailhändlers haben laut einem Bericht eine interne Petition für Homeoffice unterschrieben. Die Betroffenen wurden zu einem Gespräch von Coop-Chef Joos Sutter gerufen – inklusive ihrer Vorgesetzten.

In Asien entsteht nach achtjährigen Verhandlungen das grösste Freihandelsabkommen überhaupt. Amerika und Europa sind nicht dabei, ebenso ein anderer Rivale von China.