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Samstag, 22. August 2020 00:00:00 Wirtschaft News
Aktualisiert: Vor 2 Min.
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Die Corona-Krise hält die Schweiz in Atem. Alle News, Reaktionen, Hintergründe und Tipps in unserem Newsblog.

Nach dem Lockdown sprach der Bundesrat von einer «neuen Normalität», auf die man sich freuen könne. Nun widerspricht der oberste Schweizer Gastwirt: Die Wirtschaft werde an die Wand gefahren.

Die Luftfahrt erholt sich langsam aus der Krise. Die Schweizer Flughäfen können gute Zahlen aufweisen. Doch das könnte sich ändern. Ein deutscher Flughafen hat ein gutes Argument im Wettstreit mit Zürich.

Im Börsen-Blog «Money» porträtiert der Experte François Bloch jeden Tag eine schillernde oder eine schlingernde Aktie. Heute: Die Bachem Holding AG.

James Murdoch kann nicht wie geplant bei der MCH Group einsteigen. Die Übernahmekommission heisst eine Beschwerde gut.

In Amerika geht den Ladengeschäften das Kleingeld aus. So beklagen sich Waschsalons darüber, dass sie nicht genügend «Quarters» für ihre Automaten hätten. Was steckt hinter der Münzen-Knappheit?

In der Luft schwebende Aerosole können das Coronavirus übertragen. Der Flughafen Zürich pumpt deshalb mehr Luft in seine Terminals. Und in Basel und Genf geraten die Passagiere wegen der neuen Luft-Massnahmen vor ihrem Abflug ins Schwitzen.

Die Gewerkschaft Unia erhebt im Zuge des angekündigten Stellenabbaus schwere Vorwürfe gegen Manor. Die Warenhauskette soll Angestellten den Kontakt zu Gewerkschaftsvertretern verbieten. Manor dementiert dies vehement.

Der US-Tabakkonzern Philip Morris streicht in der Schweiz im Zuge einer Reorganisation erneut über hundert Arbeitsplätze. Bereits im Juli hat der Konzern in einer ersten Phase 150 Jobs gestrichen.

Der Flughafendienstleister Swissport nimmt private Kredite auf. Mit den zusätzlichen Geldern werde Spielraum geschaffen, um durch die Pandemie zu kommen. Langfristig soll die Firma restrukturiert und neu finanziert werden.

Die Flawa Consumer GmbH kauft die zwei Maschinen zur Produktion von Atemschutzmasken des Bundes und des Kantons Zürich. Die in Flawil installierten Maschinen produzieren bereits seit rund einem Monat zertifizierte Covid-Pandemie-Atemschutzmasken (CPA).

Die Coronakrise prägte den Geschäftsverlauf der Flughafen Zürich AG im ersten Halbjahr 2020. Durch die Lahmlegung des Flugverkehrs sackten die Erträge um fast die Hälfte ein. Es resultierte ein Verlust von über 25 Millionen Franken.

Der Handyanbieter Mobilezone erzielte im ersten Halbjahr 2020 einen höheren Umsatz. Wegen der Coronakrise fällt der Betriebsgewinn hingegen tiefer aus.

Die EMS-Gruppe erzielte in den ersten sechs Monaten von 2020 wegen der Coronakrise einen deutlich tieferen Umsatz und Gewinn. Nach den provisorischen Halbjahreszahlen liegen nun die definitiven Zahlen vor.

Besonders schwierig haben es kleinere Firmen. Viele rechnen nicht mit einer baldigen Erholung.

Apple ist erstmals zwei Billionen US-Dollar wert. Doch der Widerstand gegen die IT-Riesen wächst auch in den USA.

Boeings Problem-Maschine wurde zum ersten Mal seit Monaten wieder verkauft. Dabei zeigte sich jedoch: Der Flugzeugbauer verkauft sein Modell inoffiziell unter neuer Bezeichnung.

Der Abbau in der Reisebranche geht weiter: Der Studenten- und Jugend-Reiseveranstalter STA Travel hat Insolvenz angemeldet. Zu wie vielen Entlassungen es kommt, ist derzeit noch unklar.

Knapp 90 Prozent aller KMUs in der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie leiden unter einem Auftragsmangel. Für das kommende Quartal sieht die Branche jedoch wieder etwas Licht am Horizont.

In den vergangen drei Monaten ist die Zahl der Erwerbstätigen in der Schweiz um 82'000 beziehungsweise 1,6 Prozent gesunken. Bei Frauen fällt der Rückgang gegenüber dem Vorjahr deutlicher aus.

Die Zürcher Staatsanwaltschaft konnte sämtliche bisher versiegelten Unterlagen des früheren Aduno-Chefs Beat Stocker sichten. Die Anklage in der Causa Vincenz ist ab Herbst zu erwarten.

Christoph Lütge, Professor für Wirtschaftsethik an der Technischen Universität München, warnt Topmanager und Firmeninhaber davor, bei einem Shitstorm gleich in die Knie zu gehen. Stattdessen sollten sie sich in Debatten einmischen und Kritiker bei Bedarf selbst ins Visier nehmen.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat für eine Kampagne den Kabarettisten Dieter Nuhr engagiert. Als deshalb im Netz Hunderte protestierten, entfernte sie eilig dessen Beitrag. Kritikfähigkeit? Nein, ein unnötiger Kniefall.

Das geplante Covid-19-Gesetz zu den Geschäftsmieten sieht für die Lockdown-Zeit nachträglich einen Mietzinserlass von 60% vor. Nach Ansicht eines ehemaligen Bundesrichters verletzt die Vorlage mehrere Grundrechte.

Das Abkommen ist begrenzt, aber von hoher politischer Symbolkraft. Vielleicht steht es um die Beziehungen zwischen Brüssel und Washington doch nicht so schlecht.

Der Thalwiler Chipdesigner U-Blox wirft alle Prognosen über Bord. Die Gewohnheit, die Forschungsausgaben als Vermögenswert in der Bilanz zu führen, rächt sich nun in Form einer riesigen Wertberichtigung. U-Blox muss sparen, auch in der Forschung.

Die geplante Sanierung der Messebetreiberin MCH Group und der Einstieg von James Murdoch bleiben blockiert. Laut der Übernahmekommission ist bei einem zentralen Entscheid der Generalversammlung ein Fehler passiert.

Die Börsennotierungen von Lonza, Siegfried und Bachem sind stark gestiegen. Anleger versprechen sich viel von Geschäften mit Anbietern möglicher Impfstoffe und Medikamente gegen das Virus. Doch die Branche profitiert auch von einem strukturellen Aufschwung.

In einer idealen Welt sässen alle Staaten zusammen und einigten sich auf eine faire Verteilung von Corona-Impfstoffen. Von einer solchen Welt ist in dieser Pandemie aber wenig spürbar. Das BAG handelt daher richtig, wenn es sich im Interesse der Schweiz um einen privilegierten Zugang zu Impfstoffen bemüht.

Der genaue wirtschaftliche Nutzen der bilateralen Verträge für die Schweiz lässt sich nicht schlüssig beziffern. Die Ökonomen liefern Studien, doch die Unsicherheit ist gross. Studien mit offengelegten Annahmen sind aber immer noch besser als Bauchgefühle mit versteckten Annahmen.

Der langwierigen, aber bisher erfolglosen Transformation von Kudelski hat die Corona-Krise einen weiteren Dämpfer verpasst. Seit Anfang Jahr sind fast 500 oder 14% der Stellen vorübergehend gestrichen worden. An eine Zukunft scheint nur noch André Kudelski, der langjährige Chef, Verwaltungsratspräsident und Hauptaktionär, zu glauben.

Die Aktienmärkte haben sich überraschend schnell von dem Corona-bedingten Kurseinbruch erholt. Für Anleger lassen sich daraus zwei wichtige Lehren ableiten.

Die weltgrösste Containerreederei überrascht: Trotz geringerem Frachtvolumen ist der Gewinn von Maersk um einen Viertel gestiegen. Im Gegensatz zu früheren Krisen haben der dänische Konzern und seine Konkurrenten diesmal einen Preiskrieg vermeiden können.

Das japanische Bruttoinlandprodukt ist im zweiten Quartal um 7,8 Prozent eingebrochen. Die Corona-Pandemie ist dafür der Auslöser, aber die durch Steuererhöhungen belastete Wirtschaft befand sich schon vorher in der Rezession.

In der Krise hat sich der Trend zu flexiblem Arbeiten deutlich akzentuiert. Nachdem viele Unternehmen gute Erfahrungen mit Home-Office gemacht haben, wird nun befürchtet, dass sie Arbeitsplätze vermehrt auslagern werden.

Der neue «Digitale Atlas» ist eine Fundgrube für Daten zum Schweizer Immobilienbestand und zur Immobilienwirtschaft. Spannend sind unter anderem die Eigentumsverhältnisse bei den Wohnungen.

Laut diversen Schweizer Studien haben die Abkommen mit der EU erheblichen wirtschaftlichen Nutzen für die Schweiz. Eine Londoner Analyse sagt das Gegenteil. Die Frage ist, wie solche völlig unterschiedliche Einschätzungen entstehen.

Es kündigt sich eine Neuauflage der wirtschaftspolitischen Umstände der Jahre 2008/2009 an. Heute wie damals stecken die USA in einer Krise, deren Bekämpfung Priorität haben wird. Finanzpolitischen Spielraum dafür gibt es allerdings kaum.

Die Erholung der israelischen Wirtschaft kommt nur schleppend voran. Daran ändert auch das Abkommen mit den Emiraten nichts. Israel muss die politischen Grabenkämpfe überwinden und die Corona-Pandemie in den Griff bekommen.

Japans relativ erfolgreiche Kontrolle der ersten Virenwelle zahlt sich nicht aus. Denn wegen einer Steuererhöhung ging das Land schon mit einer Rezession in die Krise.

Mit der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über die STA Travel Holding AG fordert die Pandemie in der Schweiz ein prominentes Opfer. Unter dieser Holding sind 12 Ländergesellschaften mit rund 1500 Mitarbeitern angesiedelt.

Neun Jahre brauchte der Berliner Lieferdienst zum Aufstieg in den DAX, das war halb so lange, wie Wirecard benötigt hatte. Das einstige Startup lieferte bisher stets Verluste, doch dies war der aggressiven Expansion geschuldet. Die Erträge stammen vor allem aus dem Nahen Osten, Nordafrika und Asien, das macht Beobachter skeptisch.

Die Entwickler moderner Elektrofahrzeuge wittern das grosse Geschäft. Nun hat Canoo unter Führung eines früheren BMW-Managers das «unkonventionelle» Börsen-Debüt angekündigt. Die Begeisterung der Anleger hält sich in Grenzen.

Inlandorientierte Banken, die schwergewichtig im Hypothekargeschäft engagiert sind, kommen erstaunlich gut durch die Covid-19-Krise. Ein gutes Beispiel dafür ist die Raiffeisen-Gruppe.

Die ehemalige Augenmedizinsparte von Novartis, Alcon, hat im ersten Halbjahr einen riesigen Verlust eingefahren. Nicht nur der Bereich Augenchirurgie litt unter der Pandemie, sondern auch das Geschäft mit Kontaktlinsen brach ein. Das Management rechnet frühestens gegen Ende Jahr mit einer Normalisierung.

Wer soll wem wie viel bezahlen – darum hat sich am Krisengipfel in Brüssel alles gedreht. Ein gewisses Mass an Transfers mag der Preis der Einheit sein, doch wenn es nur noch darum geht, verkommt die EU zur Umverteilungsmaschinerie. Sie hätte Besseres verdient.

Die EU wird erstmals in ihrer Geschichte in grossem Stil Schulden aufnehmen. Das ist der wohl brisanteste Aspekt in dem Finanzpaket, auf das sich die 27 Staats- und Regierungschefs nach über 90 Gipfelstunden einigten. Doch nicht alle in Brüssel sind glücklich mit dem Ergebnis.

Mit weitgehenden Zugeständnissen an die bremsenden Länder haben die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron das Corona-Hilfspaket gerettet. Am frühen Dienstagmorgen einigten sich die Staats- und Regierungschefs nach vier Tagen und vier Nächten in Brüssel.

Zum ersten Mal nach vier Monaten Video-Diplomatie hat in Brüssel wieder ein echter EU-Gipfel stattgefunden. Gestritten wurde über so viel Geld wie noch nie: rund 1,8 Billionen Euro.

Nirgends hat das Coronavirus die Wirtschaft so eingeschränkt wie im Tessin, teilweise sogar auf Drängen der Unternehmer. Gesundheitlich ist das Schlimmste wohl schon ausgestanden, wirtschaftlich noch nicht.

Estland gehört zu den am stärksten digitalisierten Staaten weltweit, auch was die öffentliche Verwaltung anbelangt. Entsprechend wichtig sind verlässliche Identitätsprüfungen und Datensicherheit im Cyberspace für das Vertrauen der Bürger. Das reflektiert sich zunehmend in der estnischen Tech-Startup-Szene.

Der Sohn von alt Bundesrat Christoph Blocher ist nicht so bekannt wie seine Schwester Magdalena Martullo-Blocher. Doch besitzt er als Unternehmer einen ähnlichen Leistungsausweis. Von der Politik hält er sich bewusst fern.

In der Regel herrscht in Canary Wharf Dichtestress unter Bankern. Nun stehen die Bürotürme leer. Wie geht es weiter an einem Finanzplatz, der für alles gebaut wurde, nur nicht für Social Distancing?

Das Coronavirus hat verheerende Folgen für den europäischen Tourismus. Europäische Feriendestinationen versuchen jetzt, das Beste aus der voraussichtlich desaströsen Sommersaison zu machen. Unsere Korrespondenten geben einen Überblick über die Rettungsmassnahmen.

Welche Auswirkungen hat die Krise im östlichen Mittelmeer auf die europäische Sicherheitspolitik? Verfolgen die USA bei der Durchsetzung von Sanktionen eine Strategie der staatlichen Piraterie? Mit diesen Themen beschäftigt sich die neue Ausgabe des «Global Risk»-Briefings.

Russlands ganz dem Staatskapitalismus verhaftete Regierung zeigt sich in der Corona-Krise kleinen und mittleren Unternehmen und deren Beschäftigten gegenüber knausrig. Das empört die Betroffenen und wird in der Wirtschaft und Gesellschaft Spuren hinterlassen.

Zu gross für Sozialhilfe, zu klein für Staatskredite. Die brasilianischen mittelständischen Unternehmer fallen in der Corona-Krise durch das Netz der staatlichen Hilfe. Damit ist nicht nur der soziale Aufstieg für viele Brasilianer versperrt. Brasilien verliert in der Weltwirtschaft weiter an Bedeutung.

Die Wirtschaft in Asien ist während der Aufschwungjahre in den Himmel gewachsen, Arbeit gab es en masse, doch die soziale Absicherung blieb meist ein kümmerliches Pflänzchen. Das trifft in der jetzigen Krise besonders die Jugendlichen.

Den fragilen Volkswirtschaften in Afrika setzt die Pandemie massiv zu. Der Export von Rohstoffen leidet unter tiefen Preisen und Transportschwierigkeiten, der Import lebenswichtiger Güter wird durch Lieferengpässe erschwert.

Die Schweiz hat in der Corona-Krise rasch wirksame Schutzschirme für den Mittelstand aufgespannt. Polens nationalkonservative Regierung setzt andere Prioritäten.

Die chinesische Wirtschaft erholt sich nur ganz langsam. Europäische Firmen sind denn auch für das erste Halbjahr 2020 äusserst skeptisch.

Untersuchungen zur Bank Raiffeisen zeigen ein erschreckendes Bild über die Betriebskultur in der Ära von Pierin Vincenz. Worum ging es damals eigentlich? Was sind die Vorwürfe? Wie geht es jetzt weiter? Ein Überblick.

Der Fall Wirecard ist so aussergewöhnlich wie verworren. Der deutsche Zahlungsdienstleister hat Mitte Juni eingestehen müssen, dass Belege für rund ein Viertel der Bilanzsumme fehlen. Vorwürfe über Bilanzmanipulation hatte es jedoch schon vor Jahren gegeben.

Nach einer längeren Flaute hat die Digitalwährung Bitcoin wieder zu einem Höhenflug angesetzt. Nicht wenige Anleger erachten die Kryptowährung als Wertaufbewahrungsmittel, also als eine Art von zweitem Gold. Die wichtigsten Fakten zum Hype.

Weil sie eine Frau ist?

Verantwortung abgeben, die Mitarbeiter selber entscheiden lassen: Viele Unternehmen wollen eine neue Führungskultur etablieren. Das klingt verlockend. Doch ist es auch krisentauglich – zum Beispiel in der Corona-Pandemie?

Mit harter Hand von oben, alle Verantwortung den Mitarbeitern oder etwas dazwischen: Führung kann viele Formen annehmen. Vier Persönlichkeiten erläutern ihre Prinzipien als Vorgesetzte – und ob sie damit in der Corona-Krise erfolgreich waren.

In den Zeitungsspalten und in der Wandelhalle, nicht nur im Hörsaal und an Konferenzen: Welche Ökonomen prägen in der Schweiz die Debatten?

Insgesamt haben 40 Wirtschaftswissenschafter die Aufnahme in das Ranking geschafft. Bei den Institutionen liegt erneut die Universität Zürich klar vorne.

Ein origineller Denker auf einem Spitzenplatz im Ökonomen-Ranking: Es wäre ein gutes Zeichen, wenn hiesige Politiker auf Mathias Binswanger hörten. Doch es sind Zweifel angebracht.

Aus der Schweiz haben zwei Ökonomen den Sprung über die Grenze geschafft: Ernst Fehr und Bruno S. Frey. Fehr setzt sich dafür gleich in beiden Ländern an die Spitze.

In die Rangliste fliessen vier Teil-Rankings ein: Medien, Politik, Forschung und Social Media. Aufnahme finden nur Ökonomen, die sowohl in der Öffentlichkeit als auch in der Wissenschaft wahrgenommen werden.