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Dienstag, 08. September 2020 00:00:00 Technik News
Aktualisiert: Vor 3 Min.
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Mit Giesecke + Devrient (G+D) beteiligt sich Europas grösster Banknotendrucker, der auch im IT-Security-Business tätig ist, mit 30 Prozent an der Schweizer Software-Firma Netcetera, die als Spezialistin für sichere Digital-Transaktionen gilt. G+D wird damit grösster Aktionär und will sich mit dem Zukauf Know-How in Sachen Digitalwährungen sichern. Das 650 Köpfe starke Netcetera erhofft sich durch den Deal Zugang zu den weltweiten Aktivitäten, mit denen G+D rund 2,5 Mrd Euro Umsatz macht.

Handys des Typs UL40 von American Network Solutions (ANS), die einkommensschwache US-Amerikaner im Rahmen des "Lifeline Assistance"-Programms bekommen, haben vorinstallierte Malware. Das bestätigt eine Analyse eines Geräts von Nathan Collier, Senior Malware Intelligence Analyst bei Malwarebytes. Nutzer werden dadurch mit Pop-up-Werbung überflutet, was die Geräte für die Internet-Nutzung weitgehend unbrauchbar macht. Geförderte Handys, die gegen eine digitale Kluft helfen sollen, scheinen leider öfters derart vorverseucht.

Nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Wirecard Sales International Holding (WDSI) versucht der gerichtlich bestellte Insolvenzverwalter, der Rechtsanwalt Michael Jaffé, den Verkauf der von der WDSI gehaltenen, internationalen Beteiligungen der Wirecard-Gruppe weiter zu forcieren. Laut Jaffé seien zahlreiche Investoren an einem Erwerb der rumänischen Tochter interessiert und dürften in der kommenden Woche verbindliche Angebote abgeben.

Mitten im Handels- und Technologiekrieg mit den USA lanciert China eine Initiative zur Entwicklung weltweiter Standards für Datensicherheit. Ziel sei es, den Multilateralismus in einer Zeit zu fördern, in der einzelne Staaten andere schikanieren und Jagd auf Unternehmen machen würden, hiess es in einer am Dienstag veröffentlichten Ankündigung von Aussenminister Wang Yi.

Die Genfer Cybersecurity-Spezialistin Wisekey hat im ersten Halbjahr einen Betriebsverlust von 7,3 Millionen Dollar eingefahren. Das ist geringfügig weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres, als das Minus 7,9 Millionen Dollar betrug. Der Umsatz ging gleich um 36 Prozent von 12,5 Millionen Dollar im ersten Semester 2019 auf nunmehr 8,0 Millionen Dollar zurück. Der Einbruch sei eine Folge des schwierigen Marktumfeldes, sagt Finanzchef Peter Ward.

Die Versandapotheke Zur Rose mit Holdingsitz in Steckborn im Bezirk Frauenfeld hat zusammen mit dem Krankenversicherer KPT mit dem Assistent "Medi+" ein neues digitales Angebot vorgestellt. "Medi+" soll gemäss Mitteilung die Patienten beim Umgang mit Medikamenten unterstützen. Die Anwendung ermögliche es unter anderem, Rezepte zu hinterlegen und einen Einnahmeplan mit einer Erinnerungsfunktion für die Nachbestellung zu erstellen, heisst es.

Den Schulen in Deutschland ist der Übergang zum Online-Unterricht in der Corona-Krise in einem internationalen Vergleich schwerer gefallen als in anderen Ländern. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter Eltern in Deutschland, Australien, Grossbritannien, Italien, Kanada, Mexiko und Singapur im Auftrag des Technologieunternehmens Citrix. Danach lief nur bei jedem zehnten Schüler in Deutschland (10 Prozent) der Wechsel zum Online-Unterricht reibungslos.

Jeder zweite deutsche Verbraucher befürchtet die gezielte Manipulation der Kaufentscheidung durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Bereits 41 Prozent haben bei Transaktionen unter Einbeziehung der neuen Technologie schlechte Erfahrungen gemacht, wie eine Umfrage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) zeigt. Vor allem den Schutz ihrer Daten sehen Konsumenten durch KI bedroht.

Nach mehr als zehn Jahren an der Spitze des CSEM kehrt Mario El-Khoury dem auf Mikro- und Nanotechnologien, Mikroelektronik, Systems Engineering und Kommunikationstechnologien fokussierten Schweizer Forschungs- und Entwicklungszentrum den Rücken. Er werde sich zukünftig persönlichen Projekten widmen, heisst es in einer Aussendung dazu. Die Suche nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin sei bereits gestartet worden.

Das chinesische Aussenministerium hat die möglichen Sanktionen der USA gegen die grösste Chipfirma des Landes, Semiconductor Manufacturing International (SMIC), als Schikane verurteilt. Die USA betrieben unverhohlenes Mobbing gegen chinesische Unternehmen, sagte ein Ministeriumssprecher. Das Land müsse aufhören, ausländische Firmen zu unterdrücken. Am Freitag war bekanntgeworden, dass die Regierung von US-Präsident Donald Trump SMIC ins Visier genommen hat.