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Dienstag, 20. Juli 2021 00:00:00 Sport News
Aktualisiert: Vor 3 Min.
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In Tokio beginnen Ende Woche die Olympischen Sommerspiele, obwohl die Mehrheit der Bevölkerung gegen deren Durchführung ist. Die Spiele seien ein Desaster für das Image des Landes, sagt Jeff Kingston, der seit vielen Jahren in Japan lebt. Doch für den Historiker und Politologen, der an der Temple University in Tokio lehrt, ist daran weniger das Virus schuld als die verkrustete Politik.

Japan hat die Welt mit vielen Sportarten geprägt. Dafür ist auch eine lange Periode nationaler Isolation verantwortlich. Importierten Disziplinen wiederum drückt das Land oft einen eigenen Stempel auf.

Weil die internationalen Resultate der Super-League-Vertreter in den letzten Jahren ungenügend waren, hat sich selbst die Europa League von ihnen entfernt. Die neue Realität heisst Conference League. Die Ausnahme bleibt der Meister YB, der über drei Hürden in die Champions League springen könnte.

Luke Prokop outet sich als erster aktiver NHL-Spieler. Michael Lang kehrt aus der Bundesliga zum FC Basel zurück. Die neuesten Nachrichten im Überblick.

Auf die Parforceleistungen des Sprinters Alex Wilson am Sonntag in den USA folgen die Zweifel. Insbesondere der Europarekord des Baslers über 100 Meter mit einer Zeit von 9,84 Sekunden wirft Fragen auf.

Nie zuvor war eine Sportveranstaltung politisch so umstritten, wie es die Olympischen Spiele 1980 in Moskau waren. Die USA riefen zur Ächtung auf – die Schweiz und andere westliche Staaten nahmen trotzdem daran teil. Ein Blick zurück.

Die Sommerspiele sollen in Japan frischen Wind ins soziale Leben bringen. Denn die Gesellschaft in Japan besticht nicht gerade durch Vielfalt.

Der 24-jährige US-Amerikaner verblüfft an der Küste von Kent mit beinahe perfektem Spiel. Mit dem British Open gewinnt Morikawa am Sonntag bereits seinen zweiten Major-Titel.

Der Hürdenläufer Kariem Hussein war 2014 Europameister und wollte nach den Sternen greifen, vier Jahre später konnte er kaum noch joggen. Er sagt, das habe ihn als Arzt, Sportler und Menschen weitergebracht.

Bereits am übernächsten Wochenende startet der Schweizer Klubfussball in die Saison 2021/22. Die Corona-Lockerungen lassen wieder Publikum in den Stadien zu. Doch die zu überwindenden Hindernisse sind hoch. Westschweizer Klubs nutzen die Gunst der Corona-Stunde dazu, vorderhand die Sektoren der Gästefans zu schliessen.

Wegen der Pandemie fanden kaum mehr Schachturniere statt, für den Amerikaner wurde das Erzielen der drei Grossmeister-Normen zu einem Wettlauf gegen die Zeit. Letzter Ausweg: der Umzug nach Budapest.

Die Lufthansa will den Vertrag mit dem DFB auflösen. Ein Deal mit Qatar Airways würde sämtliche DFB-Aktionen pro Menschenrechte konterkarieren.

Die Zukunft von Lionel Messi wird im FC Barcelona erneut zur Zitterpartie. Nach den finanziellen Auflagen der spanischen Liga kann der Klub sich den Superstar nicht mehr leisten.

Im letzten Moment holte die Engländer das alte Trauma ein. Trotz der EM-Finalniederlage im Penaltyschiessen ist die Boulevard-Presse des Lobes voll für das junge Fussball-Nationalteam, doch in sozialen Netzwerken prasselt eine Welle rassistischer Kommentare auf die Penaltyschützen nieder.

Im Penaltyschiessen nominierte der Coach unerfahrene Schützen und Spieler, die zuvor kaum eine Rolle im Team gespielt hatten. Nachvollziehbar ist dies nicht.

Der Fussball liebt das Pathos, aber nirgends gelingt seine Überhöhung selbstverständlicher als in Italien. Eine kurze Ode an unser südliches Nachbarland.

England hat im Penaltyschiessen verloren. Wieder einmal. Aber diesmal war es wenigstens erst im Final. Die Insel feiert die Three Lions, als hätten sie gewonnen.

Die Tennisspielerin war einst als Wunderkind auf die Tour gekommen. Doch statt Pokale sammelte sie Lebenserfahrungen. Die lassen sie den Zirkus nun ohne Groll verlassen.

Roger Federer verzichtet auf die Teilnahme an Olympia – doch zurücktreten will er vorerst noch nicht.

Djokovic erringt in Wimbledon seinen 20. Major-Titel. Damit zieht er mit seinen grossen Rivalen gleich. Ob Djokovic auch den Titel an den Olympischen Spielen in Tokio jagen will, weiss er noch nicht. Die Chancen stünden 50:50, sagt er.

Die Weltnummer 1 Ashleigh Barty ist auch die neue Königin von Wimbledon. Die Australierin siegt im Final 6:3, 6:7 (4:7), 6:3 gegen die als Nummer 8 gesetzte Tschechin Karolina Pliskova.

Der Serbe steht in Wimbledon vor seinem 20. Major-Titel. Nur der Italiener Matteo Berrettini kann ihn im Final vom Sonntag noch stoppen.

Nach der Dreisatzniederlage in Wimbledon gegen Hubert Hurkacz scheint das Ende der Karriere von Roger Federer näher als je zuvor. Doch wir sollten seiner Intuition vertrauen. An diesem Punkt seiner Karriere spielt er nicht mehr um Titel oder Geld, sondern nur noch zur eigenen Freude.

Das Turnier des Schweizers endet mit einer vernichtenden Niederlage gegen den Polen Hubert Hurkacz. Das Resultat aus Federers Sicht lautet: 3:6, 6:7 (4:7), 0:6. Wie seine Karriere weitergeht, ist offen. Noch ist der Rücktritt kein Thema.

Roger Federer nimmt die Niederlage gegen den Polen Hubert Hurkacz enttäuscht oder gefasst. Er ist nicht bereit, deswegen nun alles infrage zu stellen.

Nach 97 Jahren Abstinenz kehrt die Musikhochburg Seattle als 32. Team in die NHL zurück. Das Comeback kostet viel Geld – es wird unter anderem vom legendären Filmproduzenten Jerry Bruckheimer bereitgestellt. Zum ersten Kader könnten ab Mittwoch auch Schweizer Profis gehören.

Die Tampa Bay Lightning gewinnen erneut den Stanley-Cup – in der Finalserie gesteht der Titelhalter den Montreal Canadiens nur einen einzigen Sieg zu. In Florida ist eine NHL-Organisation frei von Schwächen erschaffen worden.

Fast seine ganze Karriere hat der Nationalmannschafts-Verteidiger Yannick Weber in Nordamerika verbracht, er absolvierte in der NHL mehr als 500 Partien. Nun schliesst sich der 32-jährige Berner mit einem Dreijahresvertrag den ZSC Lions an – und sagt, er würde lügen, wenn er behauptete, jede Aufstellung der National-League-Teams fehlerfrei rezitieren zu können.

Die Montreal Canadiens sind mit 24 Titeln souveräner Rekordchampion der NHL, doch ihr letzter Triumph datiert von 1993. In diesem Sommer darf die Organisation immerhin zumindest wieder von einem Finaleinzug träumen, doch ihr reiches Erbe wirft einen langen Schatten voraus.

Von der Reformbereitschaft des Sommers 2020 ist in der National League nicht mehr viel übrig geblieben. Bei der Anzahl der lizenzierten Ausländer gibt es einen Rückzieher – und die ZSC Lions machen sich beim Financial Fairplay unmöglich.

Die ZSC Lions reagieren auf den Abgang von Tim Berni und engagieren den Nationalmannschaftsverteidiger Yannick Weber. Der Berner ist ein weiterer klingender Name im starken ZSC-Kollektiv.

Nur fünf Wochen nach der Ablösung als Präsident des Weltskiverbandes FIS ist Gian Franco Kasper im Alter von 77 Jahren verstorben. Der St. Moritzer hatte lange einen sehr guten Ruf, erst in den letzten Jahren hat sein Ansehen gelitten.

Er prägte während 23 Jahren die Geschicke des internationalen Skiverbands, erst am 4. Juni endete seine Präsidentschaft. Am Samstagmorgen ist der Bündner nach kurzer Krankheit im Spital gestorben.

Seit 1992 sind die Hauptsponsoren von Swiss Ski auch auf den Renndressen der Skifahrerinnen und Skifahrer zu sehen. Nun übernimmt mit Sunrise UPC der vierte Geldgeber in dreissig Jahren.

Nicht Urs Lehmann wird an die Spitze des Weltskiverbandes gewählt, sondern der Quereinsteiger Johan Eliasch. Wenn es den beiden gelingt, vom Wahlkampf- in den Kooperationsmodus zu schalten, könnte der Schneesport enorm profitieren.

Johan Eliasch ist am Kongress des Weltskiverbandes FIS zum Nachfolger von Gian Franco Kasper gewählt worden. Der Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann blieb chancenlos. Dass Eliasch eine grosse Skifirma besitzt, wirft kritische Fragen auf.

Johan Eliasch besitzt die Skifirma Head und will Präsident des Weltskiverbandes FIS werden. Es droht ein Interessenkonflikt. Doch sein Wahlkampf gibt auch sonst zu reden.

Die Tour de France 2021 wurde noch mehr als sonst von Fehlern in der Vorbereitung, taktischen Missgeschicken und Pech geprägt. Der überlegene Gesamtsieger Tadej Pogacar war auch ein Profiteur dieser Umstände.

Das Schweizer Ruderteam bereitet sich rund 600 Kilometer westlich von Tokio auf die Olympischen Spiele vor. Jeannine Gmelin, die Weltmeisterin von 2017, schildert in einem Text für die NZZ erste Eindrücke.

Tadej Pogacar holt das Bergtrikot und den Etappensieg in Luz-Ardiden. Er festigt seine Führung in der Gesamtwertung. In der Nacht zuvor erschreckte eine Dopingrazzia bei Team Bahrain Victorious die Tour. Auch dort spielen Slowenen eine wichtige Rolle. Die zwei Gesichter des Velosports waren wieder einmal vereint.

Royal St. George’s an der südenglischen Küste ist der diesjährige Austragungsort des einzigen Golf-Majors in Europa. Landschaft und Wetter sorgen dafür, dass stets Unvorhergesehenes passieren kann. Kein Wunder, hat dieser Platz schon zwei Sieger hervorgebracht, mit denen niemand rechnete.

Tadej Pogacar setzt sich im Bergsprint gegen Jonas Vingegaard und Richard Carapaz durch. Das ist auch die neue Podiumsbesetzung. Sie wirkt wie festgemeisselt ins Felsgestein und dürfte bis Paris halten.

Ausgerechnet im militärisch geprägten Dressurreiten schaffte es vor 57 Jahren eine Frau ins Schweizer Olympiateam. Marianne Fankhauser-Gossweiler erinnert sich, was für ein Abenteuer damals nur schon die Reise war.

Der Titelkampf in der Formel 1 wird gehässiger. Der Weltmeister Lewis Hamilton triumphiert im Grand Prix von Grossbritannien nach einem umstrittenen Duell mit Max Verstappen.

Anstelle des Qualifyings findet in Silverstone erstmals ein Sprintrennen statt. Das Versprechen des Vermarkters Liberty Media von noch mehr Action wird mit diesem Format kaum eingelöst.

Lando Norris ist der Prototyp einer neuen Rennfahrergeneration, auf den die Briten und die Formel 1 gleichermassen setzen.

Die Formel 1 treibt die Neuerfindung der Königsklasse radikal voran und ändert am GP von Grossbritannien das Format des Qualifyings. Das Ziel sind mehr Spektakel und Einnahmen.

Sauber Motorsport hat den Sponsoringvertrag mit Alfa Romeo verlängert und wird voraussichtlich bis 2024 unter dem Namen der italienischen Sportwagenmarke in der Formel 1 antreten.

Max Verstappen gewinnt als erster Fahrer zum vierten Mal ein Formel-1-Rennen in Spielberg. Der Niederländer im Red Bull liegt nun in der WM-Wertung schon 32 Punkte voraus.