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Mittwoch, 13. Januar 2021 00:00:00 Schweiz News
Aktualisiert: Vor 3 Min.
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In der Schweiz müssen ab Montag erneut viele Geschäfte schliessen. Anders als im Frühling bleiben aber etwa Baumärkte und Blumenläden offen – und bei den Grossverteilern sind mehr Produkte zugänglich.

Der Bundesrat erleichtert den Zugang zu Härtefallhilfen für Betriebe. Zudem erhöht er die Maximalzahlungen pro betroffenen Betrieb. Im Weiteren will die Regierung das zurzeit noch geltende Kostendach von 2,5 Milliarden Franken erhöhen.

Ist dies das Ende des «Schweizer Wegs»? Der Bundesrat beschliesst unerwartet eine massive Verschärfung des Corona-Regimes. Er setzt sich damit über die Kantone hinweg. Trotzdem scheinen sechs der sieben Magistraten diesen Kurs zu unterstützen.

Gemäss der Denkfabrik überwiegt der Nutzen des EU-Rahmenvertrags die Kosten der Übernahme der umstrittenen Regelung bei weitem. Ein bürgerlicher Parteipräsident sagt, es gehe nicht um Zahlen.

Vier Monate nach dem Rücktritt von Michael Lauber dauert die Suche nach einem neuen Bundesanwalt an. Klar ist: Auf den Nachfolger oder die Nachfolgerin wartet viel Arbeit.

Das Aussendepartement hat dem ehemaligen Staatssekretär Yves Rossier mehrere Posten angeboten. Er hat sie alle refüsiert. Die Personalie ist nicht die einzige, die zu reden gibt. Eine Rolle spielt dabei auch die Europapolitik.

Taiwan ist international isoliert. Deshalb ist es bemerkenswert, dass nun der De-facto-Botschafter der Schweiz in Taiwan und der Vertreter Taiwans in Bern an einem Webinar auftraten. Es ging darum, was beide Länder voneinander lernen können.

Wer steht schneller still?

Am Mittwoch erhält die Schweiz die ersten 200 000 Dosen des Moderna-Impfstoffes gegen das Coronavirus. Mit den beiden zugelassenen Vakzinen können bis Ende Februar elf Prozent der Bevölkerung geimpft werden. Trotzdem drohen bald weitere Verschärfungen.

Der Staat soll Restaurants und andere Corona-geschädigte Betriebe grosszügiger unterstützen: So will es die Wirtschaftskommission des Nationalrats. Eine weitere Aufstockung des 2,5-Milliarden-Hilfspakets rückt näher.

Während einige Kantone schon fast 90 Prozent der Risikopersonen in Pflegeeinrichtungen geimpft haben, beginnt in anderen die Kampagne erst jetzt. Derweil steigt die Gefahr durch mutierte Coronaviren.

So erfreulich die Zulassung des Moderna-Impfstoffes ist: Die grosse Aufgabe an der Front beginnt erst. Es stellt sich die Frage, wie Politik und Gesellschaft mit dem Alltagsdruck umgehen, der mit der zunehmenden Menge an Vakzinen entstehen wird.

Lehrberufe verinnerlichen alle Tugenden des liberalen Schweizer Bundesstaats. Sie stehen für ein über viele Jahrzehnte gewachsenes Miteinander von Wirtschaft und Staat. Das sollte so bleiben.

Und jetzt?

Der Schweizer Lehrstellenmarkt ist in der Corona-Pandemie recht stabil geblieben. Doch es gibt regionale Unterschiede – und die Aussichten für 2021 sind düster.

Neue, stärker ansteckende Varianten von Sars-CoV-2 breiten sich zurzeit rasch aus, was Anlass zur Sorge gibt. Jetzt zeigt sich: Nur wenige Länder überwachen die zirkulierenden Coronaviren in grossen Sequenzierprogrammen.

Werden die Läden geschlossen, sollen die Grossverteiler nicht bevorteilt werden. Restaurants, Bars, Kultur- und Freizeitbetriebe sollen bis Ende Februar geschlossen bleiben. Die Gastrobranche warnt vor einer dritten Kündigungswelle.

Patrick Odier, Senior-Partner der Genfer Privatbank Lombard Odier, kann der Corona-Pandemie auch gute Seiten abgewinnen. Für ihn bietet die Krise eine Chance, den Kunden näherzukommen, sie besser zu verstehen und ihnen nachhaltigere Anlagelösungen vorzuschlagen.

Im Januar 1975 verüben Unbekannte einen Anschlag auf ein Ferienhaus des deutschen Grossverlegers Axel Springer. Die Polizei verdächtigt die RAF. Doch Jahrzehnte später bekennt sich ein Schweizer Schriftsteller zur Tat – mit einer peinlichen Rechtfertigung. Ein Blick zurück.

Neu veröffentlichte diplomatische Dokumente zeigen die rege Anteilnahme der Schweiz an den Vorgängen in der Sowjetunion im Jahr 1990. Mit der UdSSR beschäftigten sich damals illustre Persönlichkeiten. Ein Blick zurück.

Es war ein Millionengeschäft, von dem auch General Guisans Sohn profitierte. Nach Kriegsende sorgte der Handel mit den Nazis für Empörung. Doch bestraft wurde niemand. Ein Blick zurück.

Der Schweizer Erhard Loretan war einer der grössten Alpinisten der Geschichte und bezwang alle Achttausender. Doch bei seinem kleinen Sohn verlor der Extrembergsteiger an Weihnachten 2001 die Nerven – mit tödlichen Folgen. Ein Blick zurück.

Unter dem italienischen Diktator Mussolini werden am Pass San Giacomo auf rund 2300 Metern über Meer zwei Eisenbahnwagen aufgestellt. Das ist eine gezielte Provokation an der Grenze und führt zu energischen Gegenmassnahmen der Schweiz – ein Blick zurück.

Der Kampf um den EWR-Beitritt wird 1992 ohne Rücksicht auf Verluste geführt. Ein Showdown unter Wirtschaftsbossen ist besonders in Erinnerung geblieben. Ein Blick zurück.

Nicht alle schreien «Lügenpresse», aber viele kritisieren die Medien. Für guten Journalismus ist das eine Chance: indem er auf Glaubwürdigkeit und Dialog setzt. Denn Leser sind keine lästigen Bittsteller, sondern Partner auf Augenhöhe.

Seit 240 Jahren erscheint die «Neue Zürcher Zeitung». Ein Rückblick in 26 Buchstaben.

Der profilierte Journalist und Buchautor Gabor Steingart plädiert im NZZ-Interview für mehr Mitsprache der Leser und mehr Unabhängigkeit von der Werbewirtschaft.

Die ersten NZZ-Redaktoren sind deutsche Freigeister. Unter der Zensur produzieren sie eine subversive Zeitung. Einer nach dem anderen wird entlassen. Und was tun die arrivierten Zürcher Herausgeber des Blatts?

Weltweit züchten nur eine Handvoll Firmen Legehennen. Auch auf Schweizer Bauernhöfen leben fast ausschliesslich diese Hochleistungs-Hühner. Was bedeutet das für die Tiere, die Landwirtschaft und die Konsumenten?

Geübt wird an Puppen: Etwa 100 Aushilfs-Pflegende entlasten im Thurgau das Pflegepersonal. Denn trotz wenigen Fällen ist die Belastung wegen des Coronavirus hoch.

Der Winter auf der Alp ist lange und karg. Vier Menschen erzählen von der Abgeschiedenheit und den Gefahren des Schnees.

Vom Reputations- zum Haftungsrisiko: Die Klimakrise zwingt zum nachhaltigen Wirtschaften.

Nicht eine verschärfte Haftung sichert die Qualität der Revision, sondern Corporate Governance und Technologie.

Das neue Versicherungsvertragsgesetz bringt Vorteile im Grossrisikobereich und für Konsumenten.

Wie sich die Links-rechts-Positionierungen im Nationalrat seit dem letzten Jahr verändert haben und welche Politiker auffallen: Das interaktive Parlamentarier-Rating.

Der Schwyzer SVP-Ständerat politisiert im Rat am weitesten rechts. Die am weitesten links stehende Vertreterin der Kantone ist Liliane Maury Pasquier.

Der Parlamentsschnitt ist wieder ziemlich genau in der Mitte angekommen. Die SVP wird immer rechter, die SP wird immer linker. Zwei Jahrzehnte Nationalrat im Überblick.