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Mittwoch, 01. September 2021 00:00:00 Kultur News
Aktualisiert: Vor 3 Min.
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James Sallis, der Philosoph unter den Noir-Autoren, erzählt in «Sarah Jane» eine bewegende Geschichte von Verlust und Gewalt.

Braucht die Welt ein spielfilmlanges Gesamtkunstwerk aus 27 Songs, das drei Themen hat: Kanye, Jesus – und den Weg des einen zum anderen? Wahrscheinlich schon.

Der italienische Dichter und Philosph prägte unsere Vorstellung vom Jenseits. In seinem Hauptwerk, der «Gött­lichen Komödie», beschreibt er Hölle, Fegefeuer und Paradies. Sausen Sie hier mit uns die berüchtigten neun Höllenkreise hinab.

Die britisch-europäische Künstlerin ist auf bestem Weg, eine der ganz Grossen zu werden. Dabei ist sie erstaunlich unprätentiös, nahbar und normal.

Nachrichten, Personalien und Fundstücke aus der realen und digitalen Welt der Kultur. Rund um die Uhr aktualisiert.

Ausserdem: Historisches Museum hat eine neue Strategie

In seinem letzten Einsatz steht Daniel Craig einem neuen Kontrahenten gegenüber. Der Trailer zeigt: Die Mission zwingt Bond zu einer Allianz mit seinem Erzfeind.

Corona, Frauenstimmrecht und Familienpolitik: Der TV-Auftritt der drei Magistratinnen war kreuzbrav – und gab doch Einblicke in ihre Zusammenarbeit im Kollegium.

Vom 2. bis 24. September bringt Groove Now viele internationale Blues-Musikerinnen und -Musiker ins Atlantis. Für Patrick Kaiser, den Präsidenten und musikalischen Leiter des Vereins, ist 2021 nichts mehr so, wie es einmal war.

Verarmte Künstler, gleichförmige Musik, mächtige Firmenmultis. Für den Berliner Autor Jens Balzer akzentuierte die Pandemie eine längst fortgeschrittene Entwicklung. Noch gibt es Hoffnung, glaubt er.

Die Basel Sinfonietta eröffnete am Sonntag im Stadtcasino ihre Jubiläumssaison. Das Orchester zeigt sich bereit, Neues zu erproben.

Ab in die Küche: SRF hat jetzt eine eigene Kochshow. Sie macht hungrig. Vor allem im wörtlichen Sinne.

Der neue «Tatort» aus Frankfurt baut deutsche Frauen-Wirklichkeit rund um einen Entführungsfall.

«The Chair» auf Netflix thematisiert die Krisen der Geisteswissenschaften – Cancel Culture und Budgetkürzungen inklusive.

Jahn Graf ist die TV-Überraschung der Paralympics. Als Nächstes würde er gerne einen Bundesrat interviewen – oder Roger Federer.

Der Islamwissenschaftler Stefan Weidner liefert einen Überblick der neueren Geschichte des Mittleren Ostens – und wirft einen Blick in die Zukunft.

Am Literatur-Open-Air am Freitagabend glänzten drei aufstrebende Poetry-Slammerinnen, die Neo-Krimi-Autorin Sandra Hughes und der unwiderstehliche Pedro Lenz.

Der Icherzähler in Peter Stamms Roman «Das Archiv der Gefühle» ist eine Provokation. Während er zaudert, trifft die Frau Entscheidungen.

Die Polizisten im Krimi «Saubermann» des irischen Autors Ken Bruen sind Rassisten und Sexisten – und so richtig brutal.

An den Treibstoff-Theatertagen versucht das Trio Wagner/Bauer/Young, Tiere artgerecht in eine Kunstinszenierung einzubeziehen – dafür halten sie den Blutegeln hin, nicht umgekehrt.

Die Soundinstallation von Cathy van Eck gehört zum Festival ZeitRäume Basel. Es wartet ein vielseitiges Programm aus Klanginstallationen, Opern und Konzerten.

Welche Indizien sprechen aktuell für, welche gegen das Ende der Band? Unsere These: Dinosaurier haben einen langen Bremsweg.

Das Schlagzeug kam mit der Sklaverei auf, im Jazz spielten es die Virtuosen. Über die Bedeutung des Schlagens.

Der ausgezeichnete Basler Regisseur Tim Fehlbaum feiert mit seinem neuen Spielfilm «Tides» im Pathé Premiere. Der Film wurde zum Teil in der Messehalle gedreht.

Die Direktorinnen der Schweizer Filmfestivals gehen oder werden geschasst: Das hat mit der mangelnden Professionalität von Verwaltungsräten und Berufungsgremien zu tun.

Warum muss Anita Hugi in Solothurn gehen? Erstmals äussert sich ihr Team. Demnach hat die Direktorin im Alleingang gehandelt, Mails nicht beantwortet und Termine platzen lassen.

Ein Gespräch mit Jean-Pierre Jeunet über Nostalgie, die besonderen Geheimnisse seines Kultfilms – und darüber, dass das Projekt so heute nicht mehr möglich wäre.

Rebecca Saunders’ Musik erzählt von Wut, Unterdrückung, Einsamkeit. Derzeit probt sie als Composer-in-Residence in Luzern.

Im Toggenburg kann man lernen, das Schweizer Nationalinstrument zu spielen. Unsere Musikredaktorin hat es probiert.

Eine «Cheap Opera», in der eine Sopranistin den wütenden Ex-Präsidenten spielt? Das macht grossen Spass.

In der Salzburger Felsenreitschule wird Luigi Nonos «Intolleranza 1960» zum Werk der Stunde.

Das Basler Cartoonmuseum widmet Posy Simmonds eine grosse Einzelausstellung. Die 76-Jährige ist als «Guardian»-Mitarbeiterin eine Ikone. Und eine Vorkämpferin für ein starkes Frauenbild.

Die britische Künstlerin Tacita Dean zeigt mit «Antigone» ein einstündiges filmisches Experiment, für das auch Geld aus Basel floss.

Fürsorgeämter zwangen Jugendliche dazu, in der Nachkriegszeit in einer Fabrik des umstrittenen Industriellen tätig zu sein, wie ein Bericht des «Beobachters» jetzt zeigt.

Sie stand den Surrealisten nahe. Und der Volkskunst. Sie war krank, hatte einen untreuen Ehemann. Und betrog ihn. Ihre Bilder erzählen davon. Ein Prachtband versammelt erstmals sämtliche Gemälde von Frida Kahlo.

Das Theaterensemble Exex begeistert das Publikum an der Premiere seines neuen Stücks. Darin geht es um eine Castingshow, Auswanderung und die Suche nach dem grossen Glück.

Eine interaktive Inszenierung begleitet eine alte Frau in ihren letzten Lebensjahren. Das Publikum intervenierte bei der Premiere mit Ideen und Erfahrungsberichten.

Blut, Spucke und Hoden auf der Bühne – muss das sein? Arrangierte Skandale und ein paar andere Unartigkeiten im Gegenwartstheater.

Im Théâtre du Peuple in den Vogesen spüren 13 junge Schauspielerinnen und Schauspieler dem Lebensgefühl der französischen Jugend nach. Als Vorlage für das Stück diente ein Roman des Goncourt-Literaturpreisträgers Nicolas Mathieu.

Ich bin ich, aber woher soll ich wissen, was das bedeutet? Rüdiger Safranski denkt darüber nach, was es heisst, Mensch zu sein.

Ausserdem: Susanne Gaschke zeigt, wie Robert Habeck tickt, Philipp Sarasin nähert sich dem Epochenjahr 1977 an, Tomáš Radil erinnert sich an Auschwitz, und Yari Bernasconi feiert das Leben, indem er sich die Vergänglichkeit des Daseins vor Augen führt.

Wenn ein Stück nach vierhundert Jahren noch Warnschilder braucht, hat es sich gut gehalten.

Der Architekt Roger Boltshauser bringt den Raum aufs Papier. Fast wäre er Künstler geworden und ist es in gewissem Sinn auch, denn er hat mit dem Zeichnen nie aufgehört.

Der französische Schriftsteller Hervé Le Tellier lässt ein Flugzeug nach New York fliegen und wieder zurück. Und schon öffnet sich ein Riss in der Zeit.

Was ist gut, was ist schlecht? Die Frage beherrscht Politik und Gesellschaft immer mehr. Wir gehen davon aus, dass wir in eine Welt der Mängel hineingeworfen sind. Aber stimmt das?

Was die Taliban nach der Einnahme Kabuls sagten, klingt wie ein Echo auf Worte, die im Dreissigjährigen Krieg zu hören waren. In der Logik der Religionskriege lässt das wenig Gutes erwarten.

Phantastereien um Ausserirdische drehen sich in der Geschichte des Science-Fiction-Films meistens um Invasoren. In der Serie «Resident Alien» kommt einer allein, und er heisst nicht E. T.

Nora Fehlbaum, CEO des Designunternehmens Vitra, spricht über Zusammengehörigkeit und Austausch im Büro und darüber, warum es in Zukunft wichtiger sein wird, den eigenen Arbeitstyp zu kennen.

Wenn man wirklich glaubt, man sei, wer man ist – ist man in Not: Ein britischer Debüt-Roman führt aufs Glatteis.

Mit der Gründung des Lucerne Festival Contemporary Orchestra setzt man in Luzern einen starken Impuls für die Musik unserer Gegenwart. Die Feuerprobe im Komponistenseminar von Wolfgang Rihm und Dieter Ammann besteht das neue Ensemble furios.

Die Freiheit von Kunst, Forschung und Lehre ist unser hohes Gut. Aber derzeit findet eine Jagd auf Worte, Bilder und Menschen statt. Stellt diese Cancel-Culture wirklich Gerechtigkeit her?

Der Westen hat in Afghanistan versagt, nicht nur militärisch. Auch die enormen in den Aufbau der Zivilgesellschaft investierten Ressourcen verpufften vielfach ins Leere.

Mit wohlfeilen Appellen wird die Welt auch nicht zu retten sein. Etwas mehr Vernunft würde fürs Erste reichen.

Die Staatskapelle Berlin gastiert mit ihrem Chefdirigenten und einem sehr klassischen Programm am Lucerne Festival.

Die chinesisch-amerikanische Wunderpianistin wird weltweit für ihre atemberaubende Virtuosität gefeiert. In diesem Sommer ist Wang «artiste étoile» am Lucerne Festival – und beschreitet ungewöhnliche neue Pfade.

Die Musik unserer Zeit ist für die gefeierte Sopranistin Juliane Banse ein selbstverständlicher Teil ihres Repertoires. Im «Räsonanz-Stifterkonzert» bestreitet sie jetzt eine Uraufführung, die ganz auf ihre Stimme zugeschnitten ist.

Paavo Järvi und das Tonhalle-Orchester Zürich gastieren erstmals gemeinsam in Luzern: mit einem reinen Schumann-Programm, das es in sich hat.

Die neue Folge hat starke Frauen im Blick und wird zur Groteske. Vor allem aber verheddert sie sich in zu vielen Geschichten.

Die deutsche Schauspielerin ist in dem Schweizer Spielfilm als Kommunenmitglied zu sehen. Ein Gespräch am Tag nach der Premiere in Locarno.

Seine zweite Karriere als Regisseur hat den ehemaligen Gucci-Designer Tom Ford einst aus einem tiefen Loch befreit. Nun wird er sechzig – und könnte sich für eine spezielle Mission empfehlen.

Mit dem preisgekrönten «Nuevo orden» hat Franco einen der verstörendsten Kinofilme der letzten Zeit realisiert. Im Gespräch erweist sich der mexikanische Filmemacher als sanfter Provokateur.

Die Trennung von der Direktorin im Unfrieden hat das Filmfestival an der Aare in die Schlagzeilen gebracht. Statt gegenseitigen Schuldzuweisungen ist nun aber Knochenarbeit gefragt.

Der Dub- und Reggae-Pionier ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Die wegweisende Bedeutung Lee Perrys, der eine Zeitlang in der Schweiz lebte, reicht weit über die Grenzen von Jamaica hinaus.

Der hellsichtige Chronist des 20. Jahrhunderts hat in seiner Musik geheime Botschaften versteckt. Wie lebensgefährlich dieses subversive Spiel mit Tönen und Zitaten war, kommt erst heute ans Licht. Dabei hätte man bloss hinschauen müssen.

Als Komponist hat er den frühen Notendruck selbstbewusst genutzt – und damit die flüchtige Zeitkunst Musik erstmals geschichtsfähig gemacht: Mit Josquin beginnt der musikalische Gedächtnisraum der Neuzeit.

In Engelberg feiert der Musiker das Jubiläum des Albums, das ihn international bekannt gemacht hat – und das nach dem Bergdorf benannt ist.

Jakub Hrůša springt beim Lucerne Festival Orchestra für Yannick Nézet-Séguin ein – und rehabilitiert einen verkannten Sinfoniker.

In «CoDex 1962» zeigt der Isländer Sjón die ganze Vielfalt seiner erzählerischen Begabung. Die Trilogie ist eine Wundertüte und schillert zwischen Liebesgeschichte, Kriminalgeschichte und Science-Fiction.

Vom «Dunkelall» bis zum «Weltbildsturz». Auf über hundert Blättern hat der Schweizer Dichter Kurt Marti Wörter versammelt, denen er bei der Lektüre begegnete: ein Kosmos, in dem man sich verlieren kann.

Mit Ales Rasanau verliert die weissrussische Literatur ihre stärkste poetische Stimme. Rasanau war ein Stiller im Lande, der seine Projekte mit Energie verfolgte. Doch war er keineswegs apolitisch. Er eckte an, auch mit seiner Leidenschaft für die weissrussische Sprache.

Vor mehr als zweieinhalbtausend Jahren hat ein griechischer Dichter erstmals «ich» gesagt: Archilochos von Paros steht am Anfang der antiken Lyrik. Und noch heute rauben einem seine Verse den Atem. Kurt Steinmann hat sie schlicht und schnörkellos übersetzt.

Der italienische Schriftsteller Sandro Veronesi ist der Mann der Stunde. Aus dem Unglück seiner Romanfiguren schöpft er seinen Erfolg – und das Glück seiner Leserinnen und Leser.

Das Monumentalwerk «The 2000 Sculpture» kehrt vorübergehend in den Bührlesaal zurück, für den es in den neunziger Jahren geschaffen wurde.

Fede Galizia und ihre Kolleginnen kennt heute kaum noch jemand. Dabei waren sie hervorragende Künstlerinnen, die einen gewichtigen Beitrag zur Blüte der italienischen Renaissance leisteten.

Der ghanaisch-britische Doppelbürger David Adjaye gehört zu den meistbeachteten Baukünstlern unserer Zeit. Und zu den aufmerksamsten ebenfalls, wie seine fotografischen Untersuchungen zeigen.

Das Interesse an seiner Herkunft weitete der Architekt mit ghanaisch-britischer Staatsbürgerschaft auf den ganzen Kontinent aus. Er bereiste und dokumentierte 54 afrikanische Metropolen.

Die Tate Britain würdigt Paula Rego mit einer fulminanten Werkschau. Sie zeigt die künstlerische und thematische Entwicklung der Malerin und die Bandbreite ihrer Themen, bei denen Politik und Privates, Albtraum und Wirklichkeit selten zu trennen sind.

Die Choreografin Simone Aughterlony feiert die Feste, wie sie fallen. Doch am Theaterspektakel zeigt das Stück «Remaining Strangers», dass auch die Stimmung fallen kann, wenn die Party steigt.

Der Kopf wird nicht nur mit nüchternen Informationen gefüttert. Am Theaterspektakel montiert das Mapa Teatro aus Kolumbien Film, Reden, Musik und Szenografie zu einem rauschhaften Polit-Poem.

«_jeanne_dark_» thematisiert pubertäre Krämpfe im Zeitalter von Instagram. Am Theaterspektakel sorgt es für Begeisterung: dank der Schauspielerin Helena de Laurens und dem geschickten Einsatz einer Handykamera.

Rudolf Steiner war ein glühender Verehrer Wagners. Dessen Festspielhaus in Bayreuth inspirierte nicht nur das Goetheanum in Dornach – Steiner versuchte auch die Musikdramen für seine Weltanschauung zu vereinnahmen.

Das Zürcher Theaterspektakel 2021 wird durch einen Totentanz eröffnet. Martin Zimmermanns «Danse Macabre» passt bestens in unsere Zeit.

Trotz Corona kann das Zürcher Theaterspektakel auch 2021 stattfinden. Matthias von Hartz, der Leiter des Festivals, hat zwar nie daran gezweifelt. Aber in der Vorbereitung des Grossanlasses zeigte sich die Problematik der Pandemie in allen Facetten.

Die rot-grüne Mehrheit in der Stadt Zürich will mehr staatliche Eingriffe in den Wohnungsmarkt. Sukkurs erhält sie von der SRF-«Tagesschau».

Internetplattformen haben ein System etabliert, in dem Autorität und Glaubwürdigkeit nicht mehr über die soziale Stellung definiert werden. Was zählt, sind Likes und Follower. Ist das nur schlecht, wie Kritiker monieren?

Auf der Plattform Substack schreiben Blogger und renommierte Journalisten, die in etablierten Medien nicht mehr erwünscht sind. Der Erfolg gibt den Gründern recht.