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Dienstag, 31. August 2021 00:00:00 Kultur News
Aktualisiert: Vor 2 Min.
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Verarmte Künstler, gleichförmige Musik, mächtige Firmenmultis. Für den Berliner Autor Jens Balzer akzentuierte die Pandemie eine längst fortgeschrittene Entwicklung. Noch gibt es Hoffnung, glaubt er.

Die Fussballnationalmannschaft will Geld für eine Impfkampagne. Viele Prominente sagten aus Angst vor negativen Reaktionen ab. Andere wären zu haben – gratis. Vielleicht sogar die Nati-Spieler.

Nachrichten, Personalien und Fundstücke aus der realen und digitalen Welt der Kultur. Rund um die Uhr aktualisiert.

Die Jury hat Christof Gertsch und Mikael Krogerus für ihre erschütternden Einblicke in den Hochleistungssport des Kunstturnens ausgezeichnet.

Die besten Serien und Filme, die Sie jetzt streamen können. Auf Netflix, aber nicht nur.

Ab in die Küche: SRF hat jetzt eine eigene Kochshow. Sie macht hungrig. Vor allem im wörtlichen Sinne.

Der Islamwissenschaftler Stefan Weidner liefert einen Überblick der neueren Geschichte des Mittleren Ostens – und wirft einen Blick in die Zukunft.

In unserer Agenda finden Sie Inspirationen für Ihre Freizeit - Konzerte, Theater-Aufführungen, Events und vieles mehr.

Der Reggae-Pionier, der mit Bob Marley zusammengearbeitet hatte, ist am Sonntag 85-jährig gestorben. Während 30 Jahren lebte der Jamaikaner in Einsiedeln.

Der neue «Tatort» aus Frankfurt baut deutsche Frauen-Wirklichkeit rund um einen Entführungsfall.

«The Chair» auf Netflix thematisiert die Krisen der Geisteswissenschaften – Cancel Culture und Budgetkürzungen inklusive.

Jahn Graf ist die TV-Überraschung der Paralympics. Als Nächstes würde er gerne einen Bundesrat interviewen – oder Roger Federer.

«The White Lotus» spielt in einem Hawaii-Resort für Reiche und zeigt, wie Geld die Beziehungen zerstört. Wieso boomen solche Sozialsatiren?

Die Hollywood-Horror-Satire von Netflix ist die späte Rache der jungen Filmemacherinnen an übergriffigen Produzenten.

In einer idyllischen US-Vorstadt verschwindet eine Vorzeigeschülerin – und die unbeliebte Jeanette übernimmt kurzerhand ihr Leben. Der Psychothriller ist die fesselndste Serie dieses Sommers.

Kurz vor der Abreise in die Ferien der obligate Blick ins Bücherregal: Welchen Roman soll man mitnehmen? Eine gute Frage, auf die wir neun Antworten haben.

Der Icherzähler in Peter Stamms Roman «Das Archiv der Gefühle» ist eine Provokation. Während er zaudert, trifft die Frau Entscheidungen.

Die Polizisten im Krimi «Saubermann» des irischen Autors Ken Bruen sind Rassisten und Sexisten – und so richtig brutal.

Ein liebevolles Verhältnis zum Tod hat in Wien Tradition. Dramatiker Ferdinand Schmalz lässt zwischen Rehragout eine Leiche verschwinden. Damit gewann er den Ingeborg-Bachmann-Preis und hat Chancen auf den Deutschen Buchpreis.

Die Direktorinnen der Schweizer Filmfestivals gehen oder werden geschasst: Das hat mit der mangelnden Professionalität von Verwaltungsräten und Berufungsgremien zu tun.

Warum muss Anita Hugi in Solothurn gehen? Erstmals äussert sich ihr Team. Demnach hat die Direktorin im Alleingang gehandelt, Mails nicht beantwortet und Termine platzen lassen.

Ein Gespräch mit Jean-Pierre Jeunet über Nostalgie, die besonderen Geheimnisse seines Kultfilms – und darüber, dass das Projekt so heute nicht mehr möglich wäre.

Für eine Serie über Expats weilt Nicole Kidman in Hongkong. Dass sie nicht wie alle anderen in Quarantäne musste, sorgt jetzt für Empörung.

Welche Indizien sprechen aktuell für, welche gegen das Ende der Band? Unsere These: Dinosaurier haben einen langen Bremsweg.

Das Schlagzeug kam mit der Sklaverei auf, im Jazz spielten es die Virtuosen. Über die Bedeutung des Schlagens.

Wie wichtig war Charlie Watts für die Rolling Stones? Was prägte sein Spiel? Rockchronist und Drummer Samuel Mumenthaler hat Antworten.

Wie das ikonische Unterwasser-Albumcover von Nirvana entstand – und warum der 30-jährige Spencer Elden von der Band plötzlich Schmerzensgeld verlangt.

Rebecca Saunders’ Musik erzählt von Wut, Unterdrückung, Einsamkeit. Derzeit probt sie als Composer-in-Residence in Luzern.

Im Toggenburg kann man lernen, das Schweizer Nationalinstrument zu spielen. Unsere Musikredaktorin hat es probiert.

Eine «Cheap Opera», in der eine Sopranistin den wütenden Ex-Präsidenten spielt? Das macht grossen Spass.

In der Salzburger Felsenreitschule wird Luigi Nonos «Intolleranza 1960» zum Werk der Stunde.

Das Basler Cartoonmuseum widmet Posy Simmonds eine grosse Einzelausstellung. Die 76-Jährige ist als «Guardian»-Mitarbeiterin eine Ikone. Und eine Vorkämpferin für ein starkes Frauenbild.

Fürsorgeämter zwangen Jugendliche dazu, in der Nachkriegszeit in einer Fabrik des umstrittenen Industriellen tätig zu sein, wie ein Bericht des «Beobachters» jetzt zeigt.

Der Designer und Architekt entwarf nicht nur Stühle: An der Ostküste der USA baute er neue Häuser für neue Menschen. Jetzt sind sie wieder aktuell.

Das Rotterdamer Architekturbüro MVRDV plant in Mannheim ein buntes Quartier. Ein Beitrag gegen die städtebauliche Ödnis.

Die Versuchung Berlin war zu gross: Der überaus erfolgreiche Christian Spuck verlässt das Opernhaus. Mit seiner Nachfolgerin plant er einen «weichen Übergang».

Es war die erste Premiere mit Publikum am Schauspielhaus Zürich seit Dezember. Alexander Giesche liefert einen bedeutungsschweren Sinnestaumel.

Der Schauspieler und Komiker findet die Aktion #allesdichtmachen daneben. Und als Satire handwerklich schlecht gemacht.

Fürs Theater soll wie auch fürs Kino die politisch korrekte Rollenvergabe gelten. Warum das grösste Theater Zürichs auf dieser Praxis beharrt.

Was die Taliban nach der Einnahme Kabuls sagten, klingt wie ein Echo auf Worte, die im Dreissigjährigen Krieg zu hören waren. In der Logik der Religionskriege lässt das wenig Gutes erwarten.

Phantastereien um Ausserirdische drehen sich in der Geschichte des Science-Fiction-Films meistens um ausserirdische Invasoren. In der Sky-Serie «Resident Alien» kommt einer allein, und er heisst nicht E. T.

Nora Fehlbaum, CEO des Designunternehmens Vitra, spricht über Zusammengehörigkeit und Austausch im Büro und darüber, warum es in Zukunft wichtiger sein wird, den eigenen Arbeitstyp zu kennen.

Wenn man wirklich glaubt, man sei, wer man ist – ist man in Not: Ein britischer Debüt-Roman führt aufs Glatteis.

Mit der Gründung des Lucerne Festival Contemporary Orchestra setzt man in Luzern einen starken Impuls für die Musik unserer Gegenwart. Die Feuerprobe im Komponistenseminar von Wolfgang Rihm und Dieter Ammann besteht das neue Ensemble furios.

Wenn die Politiker in Floskeln zu reden beginnen, kann man sicher sein, dass es düster bleiben wird und noch schlimmer kommt.

Die Freiheit von Kunst, Forschung und Lehre ist unser hohes Gut. Aber derzeit findet eine Jagd auf Worte, Bilder und Menschen statt. Stellt diese Cancel-Culture wirklich Gerechtigkeit her?

Der Dub- und Reggae-Pionier ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Die wegweisende Bedeutung Lee Perrys, der eine Zeitlang in der Schweiz lebte, reicht weit über die Grenzen von Jamaica hinaus.

Das Monumentalwerk «The 2000 Sculpture» kehrt vorübergehend in den Bührlesaal zurück, für den es in den neunziger Jahren geschaffen wurde.

Der Westen hat in Afghanistan versagt, nicht nur militärisch. Auch die enormen in den Aufbau der Zivilgesellschaft investierten Ressourcen verpufften vielfach ins Leere.

Mit wohlfeilen Appellen wird die Welt auch nicht zu retten sein. Etwas mehr Vernunft würde fürs Erste reichen.

In guten Zeiten werden hehre Unternehmenswerte erst gar nicht beachtet. In allen anderen Situationen sind sie ein leeres Versprechen, das mit Kultur so viel zu tun hat wie Kim Kardashian mit Frida Kahlo.

Die Staatskapelle Berlin gastiert mit ihrem Chefdirigenten und einem sehr klassischen Programm am Lucerne Festival.

Die chinesisch-amerikanische Wunderpianistin wird weltweit für ihre atemberaubende Virtuosität gefeiert. In diesem Sommer ist Wang «artiste étoile» am Lucerne Festival – und beschreitet ungewöhnliche neue Pfade.

Die Musik unserer Zeit ist für die gefeierte Sopranistin Juliane Banse ein selbstverständlicher Teil ihres Repertoires. Im «Räsonanz-Stifterkonzert» bestreitet sie jetzt eine Uraufführung, die ganz auf ihre Stimme zugeschnitten ist.

Paavo Järvi und das Tonhalle-Orchester Zürich gastieren erstmals gemeinsam in Luzern: mit einem reinen Schumann-Programm, das es in sich hat.

Die neue Folge hat starke Frauen im Blick und wird zur Groteske. Vor allem aber verheddert sie sich in zu vielen Geschichten.

Die deutsche Schauspielerin ist in dem Schweizer Spielfilm als Kommunenmitglied zu sehen. Ein Gespräch am Tag nach der Premiere in Locarno.

Seine zweite Karriere als Regisseur hat den ehemaligen Gucci-Designer Tom Ford einst aus einem tiefen Loch befreit. Nun wird er sechzig – und könnte sich für eine spezielle Mission empfehlen.

Mit dem preisgekrönten «Nuevo orden» hat Franco einen der verstörendsten Kinofilme der letzten Zeit realisiert. Im Gespräch erweist sich der mexikanische Filmemacher als sanfter Provokateur.

Die Trennung von der Direktorin im Unfrieden hat das Filmfestival an der Aare in die Schlagzeilen gebracht. Statt gegenseitigen Schuldzuweisungen ist nun aber Knochenarbeit gefragt.

Der hellsichtige Chronist des 20. Jahrhunderts hat in seiner Musik geheime Botschaften versteckt. Wie lebensgefährlich dieses subversive Spiel mit Tönen und Zitaten war, kommt erst heute ans Licht. Dabei hätte man bloss hinschauen müssen.

Als Komponist hat er den frühen Notendruck selbstbewusst genutzt – und damit die flüchtige Zeitkunst Musik erstmals geschichtsfähig gemacht: Mit Josquin beginnt der musikalische Gedächtnisraum der Neuzeit.

In Engelberg feiert der Musiker das Jubiläum des Albums, das ihn international bekannt gemacht hat – und das nach dem Bergdorf benannt ist.

Jakub Hrůša springt beim Lucerne Festival Orchestra für Yannick Nézet-Séguin ein – und rehabilitiert einen verkannten Sinfoniker.

Im Laufe ihrer langen Geschichte mussten die Rolling Stones zwar schon mehrfach auf ein Mitglied verzichten. Dass man sich die Band ohne Charlie Watts nun kaum vorstellen will, liegt nicht nur am Spiel des Schlagzeugers, sondern auch an seinem Charakter.

In «CoDex 1962» zeigt der Isländer Sjón die ganze Vielfalt seiner erzählerischen Begabung. Die Trilogie ist eine Wundertüte und schillert zwischen Liebesgeschichte, Kriminalgeschichte und Science-Fiction.

Vom «Dunkelall» bis zum «Weltbildsturz». Auf über hundert Blättern hat der Schweizer Dichter Kurt Marti Wörter versammelt, denen er bei der Lektüre begegnete: ein Kosmos, in dem man sich verlieren kann.

Mit Ales Rasanau verliert die weissrussische Literatur ihre stärkste poetische Stimme. Rasanau war ein Stiller im Lande, der seine Projekte mit Energie verfolgte. Doch war er keineswegs apolitisch. Er eckte an, auch mit seiner Leidenschaft für die weissrussische Sprache.

Vor mehr als zweieinhalbtausend Jahren hat ein griechischer Dichter erstmals «ich» gesagt: Archilochos von Paros steht am Anfang der antiken Lyrik. Und noch heute rauben einem seine Verse den Atem. Kurt Steinmann hat sie schlicht und schnörkellos übersetzt.

Der italienische Schriftsteller Sandro Veronesi ist der Mann der Stunde. Aus dem Unglück seiner Romanfiguren schöpft er seinen Erfolg – und das Glück seiner Leserinnen und Leser.

Fede Galizia und ihre Kolleginnen kennt heute kaum noch jemand. Dabei waren sie hervorragende Künstlerinnen, die einen gewichtigen Beitrag zur Blüte der italienischen Renaissance leisteten.

Der ghanaisch-britische Doppelbürger David Adjaye gehört zu den meistbeachteten Baukünstlern unserer Zeit. Und zu den aufmerksamsten ebenfalls, wie seine fotografischen Untersuchungen zeigen.

Das Interesse an seiner Herkunft weitete der Architekt mit ghanaisch-britischer Staatsbürgerschaft auf den ganzen Kontinent aus. Er bereiste und dokumentierte 54 afrikanische Metropolen.

Die Tate Britain würdigt Paula Rego mit einer fulminanten Werkschau. Sie zeigt die künstlerische und thematische Entwicklung der Malerin und die Bandbreite ihrer Themen, bei denen Politik und Privates, Albtraum und Wirklichkeit selten zu trennen sind.

Will es allen allzu recht machen: Die Neupräsentation der hauseigenen Sammlung in der wieder geöffneten Berliner Museumsikone.

Die Choreografin Simone Aughterlony feiert die Feste, wie sie fallen. Doch am Theaterspektakel zeigt das Stück «Remaining Strangers», dass auch die Stimmung fallen kann, wenn die Party steigt.

Der Kopf wird nicht nur mit nüchternen Informationen gefüttert. Am Theaterspektakel montiert das Mapa Teatro aus Kolumbien Film, Reden, Musik und Szenografie zu einem rauschhaften Polit-Poem.

«_jeanne_dark_» thematisiert pubertäre Krämpfe im Zeitalter von Instagram. Am Theaterspektakel sorgt es für Begeisterung: dank der Schauspielerin Helena de Laurens und dem geschickten Einsatz einer Handykamera.

Rudolf Steiner war ein glühender Verehrer Wagners. Dessen Festspielhaus in Bayreuth inspirierte nicht nur das Goetheanum in Dornach – Steiner versuchte auch die Musikdramen für seine Weltanschauung zu vereinnahmen.

Das Zürcher Theaterspektakel 2021 wird durch einen Totentanz eröffnet. Martin Zimmermanns «Danse Macabre» passt bestens in unsere Zeit.

Trotz Corona kann das Zürcher Theaterspektakel auch 2021 stattfinden. Matthias von Hartz, der Leiter des Festivals, hat zwar nie daran gezweifelt. Aber in der Vorbereitung des Grossanlasses zeigte sich die Problematik der Pandemie in allen Facetten.

Die rot-grüne Mehrheit in der Stadt Zürich will mehr staatliche Eingriffe in den Wohnungsmarkt. Sukkurs erhält sie von der SRF-«Tagesschau».

Internetplattformen haben ein System etabliert, in dem Autorität und Glaubwürdigkeit nicht mehr über die soziale Stellung definiert werden. Was zählt, sind Likes und Follower. Ist das nur schlecht, wie Kritiker monieren?

Auf der Plattform Substack schreiben Blogger und renommierte Journalisten, die in etablierten Medien nicht mehr erwünscht sind. Der Erfolg gibt den Gründern recht.