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Samstag, 28. August 2021 00:00:00 Kultur News
Aktualisiert: Vor 2 Min.
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Der Westen hat in Afghanistan versagt, nicht nur militärisch. Auch die enormen in den Aufbau der Zivilgesellschaft investierten Ressourcen verpufften vielfach ins Leere.

Der Kopf wird nicht nur mit nüchternen Informationen gefüttert. Am Theaterspektakel montiert das Mapa Teatro aus Kolumbien Film, Reden, Musik und Szenografie zu einem rauschhaften Polit-Poem.

Die deutsche Schauspielerin ist in dem Schweizer Spielfilm als Kommunenmitglied zu sehen. Ein Gespräch am Tag nach der Premiere in Locarno.

Paavo Järvi und das Tonhalle-Orchester Zürich gastieren erstmals gemeinsam in Luzern: mit einem reinen Schumann-Programm, das es in sich hat.

Die Choreografin Simone Aughterlony feiert die Feste, wie sie fallen. Doch am Theaterspektakel zeigt das Stück «Remaining Strangers», dass auch die Stimmung fallen kann, wenn die Party steigt.

Die Tate Britain würdigt Paula Rego mit einer fulminanten Werkschau. Sie zeigt die künstlerische und thematische Entwicklung der Malerin und die Bandbreite ihrer Themen, bei denen Politik und Privates, Albtraum und Wirklichkeit selten zu trennen sind.

Vom «Dunkelall» bis zum «Weltbildsturz». Auf über hundert Blättern hat der Schweizer Dichter Kurt Marti Wörter versammelt, denen er bei der Lektüre begegnete: ein Kosmos, in dem man sich verlieren kann.

Der politische Entscheidungsprozess verzögert sich weiter. Derweil melden sich die Gegner des geplanten Abrisses zu Wort – und einer von ihnen verliert die Fassung.

Der italienische Schriftsteller Sandro Veronesi ist der Mann der Stunde. Aus dem Unglück seiner Romanfiguren schöpft er seinen Erfolg – und das Glück seiner Leserinnen und Leser.

Mit Ales Rasanau verliert die weissrussische Literatur ihre stärkste poetische Stimme. Rasanau war ein Stiller im Lande, der seine Projekte mit Energie verfolgte. Doch war er keineswegs apolitisch. Er eckte an, auch mit seiner Leidenschaft für die weissrussische Sprache.

Jakub Hrůša springt beim Lucerne Festival Orchestra für Yannick Nézet-Séguin ein – und rehabilitiert einen verkannten Sinfoniker.

Mit wohlfeilen Appellen wird die Welt auch nicht zu retten sein. Etwas mehr Vernunft würde fürs Erste reichen.

In guten Zeiten werden hehre Unternehmenswerte erst gar nicht beachtet. In allen anderen Situationen sind sie ein leeres Versprechen, das mit Kultur so viel zu tun hat wie Kim Kardashian mit Frida Kahlo.

Susanne Gaschke schreibt eine famose politische Biografie über den Co-Vorsitzenden der Grünen. Seine Schwächen wie seine Stärken lassen vermuten, dass Habecks Ambitionen erst am Anfang stehen.

Mit zwei beeindruckenden Konzerten beendet der gefeierte Pianist Igor Levit seinen Zyklus aller Beethoven-Sonaten in Luzern. Interpretatorisch setzt er dabei klare, aber auch ungewöhnliche Akzente.

Manchmal sind Konzerte verrückter, als es das verrückteste Festivalmotto vorsehen kann. In Luzern beschert uns das eine aufregende Woche – und eine bahnbrechende Erkenntnis.

Michael Sanderling gibt seinen erfolgreichen Einstand beim Luzerner Sinfonieorchester und am Lucerne Festival. Mit dem Festival will Sanderling überdies künftig eine «strategische Partnerschaft» pflegen.

Zürichs Musikdirektor tritt erstmals mit dem Tonhalle-Orchester am Lucerne Festival auf. Für diesen Einstand hat Järvi nicht zufällig ein reines Schumann-Programm ausgewählt.

Seine zweite Karriere als Regisseur hat den ehemaligen Gucci-Designer Tom Ford einst aus einem tiefen Loch befreit. Nun wird er sechzig – und könnte sich für eine spezielle Mission empfehlen.

Mit dem preisgekrönten «Nuevo orden» hat Franco einen der verstörendsten Kinofilme der letzten Zeit realisiert. Im Gespräch erweist sich der mexikanische Filmemacher als sanfter Provokateur.

Die Trennung von der Direktorin im Unfrieden hat das Filmfestival an der Aare in die Schlagzeilen gebracht. Statt gegenseitigen Schuldzuweisungen ist nun aber Knochenarbeit gefragt.

Der indonesische Filmemacher Edwin holt den Hauptpreis des Filmfestivals nach Asien. Namentlich die Einschränkungen rund um Corona haben die Besucherzahl drastisch gesenkt.

Der neue künstlerische Leiter hat einen Contest der Extreme zusammengestellt: Alles war dabei, auch Filme, vor denen gewarnt werden musste. So facettenreich hat man Locarno lange nicht erlebt.

Als Komponist hat er den frühen Notendruck selbstbewusst genutzt – und damit die flüchtige Zeitkunst Musik erstmals geschichtsfähig gemacht: Mit Josquin beginnt der musikalische Gedächtnisraum der Neuzeit.

In Engelberg feiert der Musiker das Jubiläum des Albums, das ihn international bekannt gemacht hat – und das nach dem Bergdorf benannt ist.

Im Laufe ihrer langen Geschichte mussten die Rolling Stones zwar schon mehrfach auf ein Mitglied verzichten. Dass man sich die Band ohne Charlie Watts nun kaum vorstellen will, liegt nicht nur am Spiel des Schlagzeugers, sondern auch an seinem Charakter.

Ami Yerewolo war lange Zeit die einzige Rapperin, die sich im Männer-dominierten Hip-Hop Malis durchsetzen konnte. Das ändert sich nun: dank dem von ihr organisierten Hip-Hop-Festival für Frauen.

Er stammt aus einer berühmten Musikerfamilie, sein Vater Kurt ist eine Dirigentenlegende. Um selber am Pult zu stehen, opferte er eine glänzende Solokarriere. Am Sonntag gibt Michael Sanderling seinen Einstand beim Luzerner Sinfonieorchester.

Vor mehr als zweieinhalbtausend Jahren hat ein griechischer Dichter erstmals «ich» gesagt: Archilochos von Paros steht am Anfang der antiken Lyrik. Und noch heute rauben einem seine Verse den Atem. Kurt Steinmann hat sie schlicht und schnörkellos übersetzt.

In Maxim Billers neuem Roman brechen alle Widersprüche der deutschen Gesellschaft auf, und die Gegensätze prallen mit voller Wucht aufeinander.

Der neue Roman des Schweizer Schriftstellers erzählt von einem Archivar, der alles schön ordentlich und übersichtlich haben möchte.

In einem Buch über Aussteiger zeigt der Historiker Andreas Schwab, dass zur Sehnsucht nach «ursprünglichen» Orten oft ein kolonialistischer Gestus gehörte.

Der Zürcher Historiker Philipp Sarasin rückt in seinem neuen Buch das Jahr 1977 ins Zentrum. Es zeigt auf vielschichtige Weise, wie sich zu jener Zeit die Gewissheiten der Moderne verschoben.

Will es allen allzu recht machen: Die Neupräsentation der hauseigenen Sammlung in der wieder geöffneten Berliner Museumsikone.

Für den in Albanien aufgewachsenen Künstler Anri Sala sind Krieg und Krise Kulminationspunkte menschlichen Lebens. Sie erzeugen Dramen, gleichzeitig offenbaren sie aber viel tiefere Wahrheiten über uns Menschen als Zeiten des Friedens und der Stabilität.

Der Architektur hilft am Ende nur noch die Hypermoral, wenn eine terrestrische gegen eine libertäre Ethik kämpft.

Was bewegt junge Designer? Das Museum für Gestaltung zeigt sechs Positionen und vielerlei Dinge, mit denen wir leben.

Gegen das geplante Denkmal neben dem Westminster-Palace regt sich Kritik – auf verschiedensten Seiten.

«_jeanne_dark_» thematisiert pubertäre Krämpfe im Zeitalter von Instagram. Am Theaterspektakel sorgt es für Begeisterung: dank der Schauspielerin Helena de Laurens und dem geschickten Einsatz einer Handykamera.

Das Zürcher Theaterspektakel 2021 wird durch einen Totentanz eröffnet. Martin Zimmermanns «Danse Macabre» passt bestens in unsere Zeit.

Rudolf Steiner war ein glühender Verehrer Wagners. Dessen Festspielhaus in Bayreuth inspirierte nicht nur das Goetheanum in Dornach – Steiner versuchte auch die Musikdramen für seine Weltanschauung zu vereinnahmen.

Trotz Corona kann das Zürcher Theaterspektakel auch 2021 stattfinden. Matthias von Hartz, der Leiter des Festivals, hat zwar nie daran gezweifelt. Aber in der Vorbereitung des Grossanlasses zeigte sich die Problematik der Pandemie in allen Facetten.

Wer geimpft, getestet oder von Covid-19 genesen ist, kann ab September die Tonhalle, das Opernhaus und das Schauspielhaus Zürich besuchen. Trotz Maskenpflicht ist Vollbesetzung nicht überall erlaubt.

Für die Salzburger Festspiele haben Ingo Metzmacher und Jan Lauwers ein Schlüsselwerk des modernen Musiktheaters neu interpretiert – mit verstörender Deutlichkeit.

Auf der Plattform Substack schreiben Blogger und renommierte Journalisten, die in etablierten Medien nicht mehr erwünscht sind. Der Erfolg gibt den Gründern recht.

Unternehmen von ausserhalb Europas sollen in Polen keine Fernseh- und Radiosender mehr betreiben dürfen. Das ist eine Provokation gegen die USA. Generell sind für alle Medienfirmen aber die Risiken gestiegen. Die Schweizer Firma Ringier, die im Land sehr aktiv ist, will sich nicht einschüchtern lassen.

Medienschaffende spüren noch im Exil den langen Arm Minsks und Moskaus.