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Freitag, 27. August 2021 00:00:00 Kultur News
Aktualisiert: Vor 3 Min.
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Der Kopf wird nicht nur mit nüchternen Informationen gefüttert. Am Theaterspektakel montiert das Mapa Teatro aus Kolumbien Film, Reden, Musik und Szenografie zu einem rauschhaften Polit-Poem.

Die deutsche Schauspielerin ist in dem Schweizer Spielfilm als Kommunenmitglied zu sehen. Ein Gespräch am Tag nach der Premiere in Locarno.

Paavo Järvi und das Tonhalle-Orchester Zürich gastieren erstmals gemeinsam in Luzern: mit einem reinen Schumann-Programm, das es in sich hat.

Die Choreografin Simone Aughterlony feiert die Feste, wie sie fallen. Doch am Theaterspektakel zeigt das Stück «Remaining Strangers», dass auch die Stimmung fallen kann, wenn die Party steigt.

Die Tate Britain würdigt Paula Rego mit einer fulminanten Werkschau. Sie zeigt die künstlerische und thematische Entwicklung der Malerin und die Bandbreite ihrer Themen, bei denen Politik und Privates, Albtraum und Wirklichkeit selten zu trennen sind.

Vom «Dunkelall» bis zum «Weltbildsturz». Auf über hundert Blättern hat der Schweizer Dichter Kurt Marti Wörter versammelt, denen er bei der Lektüre begegnete: ein Kosmos, in dem man sich verlieren kann.

Der politische Entscheidungsprozess verzögert sich weiter. Derweil melden sich die Gegner des geplanten Abrisses zu Wort – und einer von ihnen verliert die Fassung.

Der italienische Schriftsteller Sandro Veronesi ist der Mann der Stunde. Aus dem Unglück seiner Romanfiguren schöpft er seinen Erfolg – und das Glück seiner Leserinnen und Leser.

Mit Ales Rasanau verliert die weissrussische Literatur ihre stärkste poetische Stimme. Rasanau war ein Stiller im Lande, der seine Projekte mit Energie verfolgte. Doch war er keineswegs apolitisch. Er eckte an, auch mit seiner Leidenschaft für die weissrussische Sprache.

Jakub Hrůša springt beim Lucerne Festival Orchestra für Yannick Nézet-Séguin ein – und rehabilitiert einen verkannten Sinfoniker.

Mit wohlfeilen Appellen wird die Welt auch nicht zu retten sein. Etwas mehr Vernunft würde fürs Erste reichen.

In guten Zeiten werden hehre Unternehmenswerte erst gar nicht beachtet. In allen anderen Situationen sind sie ein leeres Versprechen, das mit Kultur so viel zu tun hat wie Kim Kardashian mit Frida Kahlo.

Susanne Gaschke schreibt eine famose politische Biografie über den Co-Vorsitzenden der Grünen. Seine Schwächen wie seine Stärken lassen vermuten, dass Habecks Ambitionen erst am Anfang stehen.

In Krisenzeiten blühen Verschwörungstheorien am schönsten. Das ist heute nicht anders als im Mittelalter. Sogar die Denkmuster gleichen sich bis ins Einzelne.

Mit zwei beeindruckenden Konzerten beendet der gefeierte Pianist Igor Levit seinen Zyklus aller Beethoven-Sonaten in Luzern. Interpretatorisch setzt er dabei klare, aber auch ungewöhnliche Akzente.

Manchmal sind Konzerte verrückter, als es das verrückteste Festivalmotto vorsehen kann. In Luzern beschert uns das eine aufregende Woche – und eine bahnbrechende Erkenntnis.

Michael Sanderling gibt seinen erfolgreichen Einstand beim Luzerner Sinfonieorchester und am Lucerne Festival. Mit dem Festival will Sanderling überdies künftig eine «strategische Partnerschaft» pflegen.

Zürichs Musikdirektor tritt erstmals mit dem Tonhalle-Orchester am Lucerne Festival auf. Für diesen Einstand hat Järvi nicht zufällig ein reines Schumann-Programm ausgewählt.

Seine zweite Karriere als Regisseur hat den ehemaligen Gucci-Designer Tom Ford einst aus einem tiefen Loch befreit. Nun wird er sechzig – und könnte sich für eine spezielle Mission empfehlen.

Mit dem preisgekrönten «Nuevo orden» hat Franco einen der verstörendsten Kinofilme der letzten Zeit realisiert. Im Gespräch erweist sich der mexikanische Filmemacher als sanfter Provokateur.

Die Trennung von der Direktorin im Unfrieden hat das Filmfestival an der Aare in die Schlagzeilen gebracht. Statt gegenseitigen Schuldzuweisungen ist nun aber Knochenarbeit gefragt.

Der indonesische Filmemacher Edwin holt den Hauptpreis des Filmfestivals nach Asien. Namentlich die Einschränkungen rund um Corona haben die Besucherzahl drastisch gesenkt.

Der neue künstlerische Leiter hat einen Contest der Extreme zusammengestellt: Alles war dabei, auch Filme, vor denen gewarnt werden musste. So facettenreich hat man Locarno lange nicht erlebt.

Als Komponist hat er den frühen Notendruck selbstbewusst genutzt – und damit die flüchtige Zeitkunst Musik erstmals geschichtsfähig gemacht: Mit Josquin beginnt der musikalische Gedächtnisraum der Neuzeit.

In Engelberg feiert der Musiker das Jubiläum des Albums, das ihn international bekannt gemacht hat – und das nach dem Bergdorf benannt ist.

Im Laufe ihrer langen Geschichte mussten die Rolling Stones zwar schon mehrfach auf ein Mitglied verzichten. Dass man sich die Band ohne Charlie Watts nun kaum vorstellen will, liegt nicht nur am Spiel des Schlagzeugers, sondern auch an seinem Charakter.

Ami Yerewolo war lange Zeit die einzige Rapperin, die sich im Männer-dominierten Hip-Hop Malis durchsetzen konnte. Das ändert sich nun: dank dem von ihr organisierten Hip-Hop-Festival für Frauen.

Er stammt aus einer berühmten Musikerfamilie, sein Vater Kurt ist eine Dirigentenlegende. Um selber am Pult zu stehen, opferte er eine glänzende Solokarriere. Am Sonntag gibt Michael Sanderling seinen Einstand beim Luzerner Sinfonieorchester.

Vor mehr als zweieinhalbtausend Jahren hat ein griechischer Dichter erstmals «ich» gesagt: Archilochos von Paros steht am Anfang der antiken Lyrik. Und noch heute rauben einem seine Verse den Atem. Kurt Steinmann hat sie schlicht und schnörkellos übersetzt.

In Maxim Billers neuem Roman brechen alle Widersprüche der deutschen Gesellschaft auf, und die Gegensätze prallen mit voller Wucht aufeinander.

Der neue Roman des Schweizer Schriftstellers erzählt von einem Archivar, der alles schön ordentlich und übersichtlich haben möchte.

In einem Buch über Aussteiger zeigt der Historiker Andreas Schwab, dass zur Sehnsucht nach «ursprünglichen» Orten oft ein kolonialistischer Gestus gehörte.

Der Zürcher Historiker Philipp Sarasin rückt in seinem neuen Buch das Jahr 1977 ins Zentrum. Es zeigt auf vielschichtige Weise, wie sich zu jener Zeit die Gewissheiten der Moderne verschoben.

Will es allen allzu recht machen: Die Neupräsentation der hauseigenen Sammlung in der wieder geöffneten Berliner Museumsikone.

Für den in Albanien aufgewachsenen Künstler Anri Sala sind Krieg und Krise Kulminationspunkte menschlichen Lebens. Sie erzeugen Dramen, gleichzeitig offenbaren sie aber viel tiefere Wahrheiten über uns Menschen als Zeiten des Friedens und der Stabilität.

Der Architektur hilft am Ende nur noch die Hypermoral, wenn eine terrestrische gegen eine libertäre Ethik kämpft.

Was bewegt junge Designer? Das Museum für Gestaltung zeigt sechs Positionen und vielerlei Dinge, mit denen wir leben.

Gegen das geplante Denkmal neben dem Westminster-Palace regt sich Kritik – auf verschiedensten Seiten.

«_jeanne_dark_» thematisiert pubertäre Krämpfe im Zeitalter von Instagram. Am Theaterspektakel sorgt es für Begeisterung: dank der Schauspielerin Helena de Laurens und dem geschickten Einsatz einer Handykamera.

Das Zürcher Theaterspektakel 2021 wird durch einen Totentanz eröffnet. Martin Zimmermanns «Danse Macabre» passt bestens in unsere Zeit.

Rudolf Steiner war ein glühender Verehrer Wagners. Dessen Festspielhaus in Bayreuth inspirierte nicht nur das Goetheanum in Dornach – Steiner versuchte auch die Musikdramen für seine Weltanschauung zu vereinnahmen.

Trotz Corona kann das Zürcher Theaterspektakel auch 2021 stattfinden. Matthias von Hartz, der Leiter des Festivals, hat zwar nie daran gezweifelt. Aber in der Vorbereitung des Grossanlasses zeigte sich die Problematik der Pandemie in allen Facetten.

Wer geimpft, getestet oder von Covid-19 genesen ist, kann ab September die Tonhalle, das Opernhaus und das Schauspielhaus Zürich besuchen. Trotz Maskenpflicht ist Vollbesetzung nicht überall erlaubt.

Für die Salzburger Festspiele haben Ingo Metzmacher und Jan Lauwers ein Schlüsselwerk des modernen Musiktheaters neu interpretiert – mit verstörender Deutlichkeit.

Auf der Plattform Substack schreiben Blogger und renommierte Journalisten, die in etablierten Medien nicht mehr erwünscht sind. Der Erfolg gibt den Gründern recht.

Unternehmen von ausserhalb Europas sollen in Polen keine Fernseh- und Radiosender mehr betreiben dürfen. Das ist eine Provokation gegen die USA. Generell sind für alle Medienfirmen aber die Risiken gestiegen. Die Schweizer Firma Ringier, die im Land sehr aktiv ist, will sich nicht einschüchtern lassen.

Medienschaffende spüren noch im Exil den langen Arm Minsks und Moskaus.

Die Autorin findet, man weiche dem Thema aus. Der Verlag findet, sie setzte Lehrkräfte auf die «Anklagebank». Wir haben mit beiden gesprochen. Am Ende bleiben einige Ungereimtheiten.

Das Basler Cartoonmuseum widmet Posy Simmonds eine grosse Einzelausstellung. Die 76-Jährige ist als «Guardian»-Mitarbeiterin eine Ikone. Und eine Vorkämpferin für ein starkes Frauenbild.

Das Theaterensemble Exex begeistert das Publikum an der Premiere seines neuen Stücks. Darin geht es um eine Castingshow, Auswanderung und die Suche nach dem grossen Glück.

Rebecca Saunders’ Musik erzählt von Wut, Unterdrückung, Einsamkeit. Derzeit probt sie als Composer-in-Residence in Luzern.

Nachrichten, Personalien und Fundstücke aus der realen und digitalen Welt der Kultur. Rund um die Uhr aktualisiert.

Vier Basler Museen haben sich zusammengetan, um die ambivalente Beziehung zwischen Mensch und Tier zu ergründen. Den Anfang macht das Museum der Kulturen.

UKW wird erst Ende 2024 abgeschaltet. Der Zürcher Radiounternehmer Roger Schawinski, der eine Initiative gegen den Plan lanciert hat, will weiterhin für einen noch späteren Termin kämpfen.

Ausserdem: Junge Klaviertalente an historischem Flügel

Der Anlass findet dieses Jahr hauptsächlich drinnen statt. Bei der Bewilligungsvergabe für zwei Freiluftbühnen erhielt man zunächst eine Absage.

Im Studio seines verstorbenen Vaters findet Tamedia-Fotograf Patrick Gutenberg handgeschriebene Briefe einer ihm unbekannten Frau. Damit startet für ihn eine Reise in die Vergangenheit.

Die britische Künstlerin Tacita Dean zeigt mit «Antigone» ein einstündiges filmisches Experiment, für das auch Geld aus Basel floss.

Die Hollywood-Horror-Satire von Netflix ist die späte Rache der jungen Filmemacherinnen an übergriffigen Produzenten.

In einer idyllischen US-Vorstadt verschwindet eine Vorzeigeschülerin – und die unbeliebte Jeanette übernimmt kurzerhand ihr Leben. Der Psychothriller ist die fesselndste Serie dieses Sommers.

Er ist gerade der Star in so ziemlich jedem Schweizer Teenagerzimmer: Chase Stokes, der verwegene Surfer im Netflix-Hit «Outer Banks».

Ist ein Dialog mit radikalen Kritikern möglich? Darauf hofften Sandro Brotz und Barbara Lüthi in einer denkwürdigen Sendung.

Die Polizisten im Krimi «Saubermann» des irischen Autors Ken Bruen sind Rassisten und Sexisten – und so richtig brutal.

Ein liebevolles Verhältnis zum Tod hat in Wien Tradition. Dramatiker Ferdinand Schmalz lässt zwischen Rehragout eine Leiche verschwinden. Damit gewann er den Ingeborg-Bachmann-Preis und hat Chancen auf den Deutschen Buchpreis.

Der Historiker Andreas Schwab inspiziert Künstlerkolonien. Er vergleicht die Posen der Selbstdarstellung in den sozialen Medien mit jenen der Aussteiger vor über hundert Jahren.

Auf originelle Weise spielt der englisch-nigerianische Autor und Psychiater Tade Thompson in seinem Thriller «Wild Card» mit dem Genre des Detektivromans.

Welche Indizien sprechen aktuell für, welche gegen das Ende der Band? Unsere These: Dinosaurier haben einen langen Bremsweg.

Das Schlagzeug kam mit der Sklaverei auf, im Jazz spielten es die Virtuosen. Über die Bedeutung des Schlagens.

Wie wichtig war Charlie Watts für die Rolling Stones? Was prägte sein Spiel? Rockchronist und Drummer Samuel Mumenthaler hat Antworten.

Für Evelinn Trouble ist der bevorstehende Auftritt im Rahmen der Initiative «ZwischenZeit Basel» so etwas wie ein Heimspiel. Die Zürcherin ist nämlich eine Wahl-Baslerin.

Der ausgezeichnete Basler Regisseur Tim Fehlbaum feiert mit seinem neuen Spielfilm «Tides» im Pathé Premiere. Der Film wurde zum Teil in der Messehalle gedreht.

Die Direktorinnen der Schweizer Filmfestivals gehen oder werden geschasst: Das hat mit der mangelnden Professionalität von Verwaltungsräten und Berufungsgremien zu tun.

Warum muss Anita Hugi in Solothurn gehen? Erstmals äussert sich ihr Team. Demnach hat die Direktorin im Alleingang gehandelt, Mails nicht beantwortet und Termine platzen lassen.

Ein Gespräch mit Jean-Pierre Jeunet über Nostalgie, die besonderen Geheimnisse seines Kultfilms – und darüber, dass das Projekt so heute nicht mehr möglich wäre.

Im Toggenburg kann man lernen, das Schweizer Nationalinstrument zu spielen. Unsere Musikredaktorin hat es probiert.

Eine «Cheap Opera», in der eine Sopranistin den wütenden Ex-Präsidenten spielt? Das macht grossen Spass.

In der Salzburger Felsenreitschule wird Luigi Nonos «Intolleranza 1960» zum Werk der Stunde.

Das Kammerorchester Basel gab am Sonntag im Stadtcasino das erste Konzert der neuen Spielzeit – mit Heinz Holliger, Jan Lisiecki und Musik, die zum Träumen einlud.

Fürsorgeämter zwangen Jugendliche dazu, in der Nachkriegszeit in einer Fabrik des umstrittenen Industriellen tätig zu sein, wie ein Bericht des «Beobachters» jetzt zeigt.

Sie stand den Surrealisten nahe. Und der Volkskunst. Sie war krank, hatte einen untreuen Ehemann. Und betrog ihn. Ihre Bilder erzählen davon. Ein Prachtband versammelt erstmals sämtliche Gemälde von Frida Kahlo.

In diesem Gastbeitrag stellt die Museumsdirektorin Ines Goldbach eine aussergewöhnliche Frau und deren Werk vor – und erklärt, was Roadkill-Fleisch und eine Vogel-Voliere damit zu tun haben.

Der Basler Fotograf Christian Vogt stellt zurzeit im Rappaz-Museum aus. «Skinprints», so heisst seine aktuelle Schau, bringt viele Themen aus Vogts ganzem Oeuvre zusammen.

Eine interaktive Inszenierung begleitet eine alte Frau in ihren letzten Lebensjahren. Das Publikum intervenierte bei der Premiere mit Ideen und Erfahrungsberichten.

Blut, Spucke und Hoden auf der Bühne – muss das sein? Arrangierte Skandale und ein paar andere Unartigkeiten im Gegenwartstheater.

Im Théâtre du Peuple in den Vogesen spüren 13 junge Schauspielerinnen und Schauspieler dem Lebensgefühl der französischen Jugend nach. Als Vorlage für das Stück diente ein Roman des Goncourt-Literaturpreisträgers Nicolas Mathieu.

Die «Glacepause» in den Basler Kinos ist passé. Unter anderem, um den Spannungsbogen nicht zu brechen. Im Theater ist das anders. Aber was ist jetzt besser?