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Montag, 07. Juni 2021 00:00:00 Kultur News
Aktualisiert: Vor 3 Min.
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Seit der Pandemie ist es augenscheinlich: Wir sind zu einer Gesellschaft geworden, in der das Alter keine Öffentlichkeit hat. Dabei wären die Alten Experten: für Krisen und für das Leben.

Auf sämtlichen Kontinenten behaupten sich Turnschuhe als das populärste Schuhwerk. Der schwere Band «Icons: Something’s Off» rückt die Top 10 von Nike als zeitgenössische Ikonografie ins bibliophile Schaufenster.

Der Spionage-Thriller «The Courier» bietet Hochspannung: Es wird zurückgeschaut auf eine reale Episode zur Zeit der Kubakrise.

Franziskus will weg vom Zentralismus und fängt ganz unten an. Ohne Konflikte wird das nicht möglich sein.

Die Gegenwartskunst entdeckte für sich plötzlich das Lebendige – und in ihm das Andere des Menschen.

Was aus dem Dunkel der Nacht alles entstehen kann, warum sich Beethoven über sein Gedenkjahr gefreut hätte und wie Hände Geschichte schreiben: die Kultur-Events der Woche.

Ausserdem gibt es neue Texte von Marcel Proust, die jahrzehntelang in einer Kartonschachtel verwahrt lagen, Sahra Wagenknecht hält ihren linken Genossen den Spiegel vor, und die Philosophin Christine M. Korsgaard zeigt, dass wir Tieren gegenüber moralische Pflichten haben und was das heisst.

Die neuste Folge der Krimireihe nimmt sich eines typischen Themas aus der deutschen Hauptstadt an – und macht daraus ein ästhetisches Stück Sozialkritik.

Überbordende Phantasie oder doch lieber profunde Musikalität? In Zürich bekommt die Jury des Concours beides zu hören.

Die Frage nach dem Wesentlichen bleibt immer neu. Keine Religion kann sie für sich allein beanspruchen. Man muss sie stellen und erörtern können. Und jeder Mensch muss Antworten auf sie finden.

Unser Fleischhunger ist der grosse blinde Fleck der Menschlichkeit.

Ein grossartiger norwegischer Roman erschliesst die Welt eines «Armen im Geiste». Tarjei Vesaas schafft es, aus der Sicht des Trottels Mattis unwirkliche Gesetzmässigkeiten und geheimnisvolle Ordnungen zu beschreiben, die unsereinem verschlossen sind.

Bettina Oberlis neuer Spielfilm «Wanda, mein Wunder» hält gekonnt und unterhaltsam die Balance zwischen Drama und Witz. Sie bietet damit beste Unterhaltung, nicht ohne Spitzen zu setzen.

Die Oscarpreisträgerin trumpft gross auf in einem siebenteiligen HBO-Thriller. Dieser nutzt ein amerikanisches Provinznest gekonnt als Schauplatz für eine Sozialstudie.

Genau ein halbes Jahrhundert lang gibt es diese Krimiserie im deutschen Fernsehen. Die Jubiläumsfolge ¨überzeugt vor allem mit Charakterporträts – und einem neuen Ermittlerduo.

Wenige Menschen folgen auf so natürliche und zugleich kompromisslose Weise der Wahrhaftigkeit des eigenen Ausdrucks wie die grosse Pianistin.

Anfang Juni 1921 wurde Arnold Schönberg von Antisemiten aus seinem Sommerdomizil nahe Salzburg vergrault. Das «Mattsee-Ereignis» führte bei dem grossen Komponisten zu einer folgenreichen Rückbesinnung auf seine Wurzeln.

Irène Schweizer wird achtzig. Auf den runden Geburtstag hin erscheint eine energiegeladene Aufnahme: «Celebration».

Der Vielvölkerstaat Bosnien mit seinem tragischen Schicksal war immer wieder ein bedeutender Echoraum europäischer Literatur. Die junge Lana Bastašić reiht sich mit einem aussergewöhnliches Debüt zwanglos unter die Grossen ein.

Die deutschsprachige Gegenwartsliteratur verliert ihre vielleicht bedeutendste weibliche Stimme.

Corona hat die EU in eine neue Krise gestürzt. Doch der Historiker Luuk van Middelaar glaubt, dass die Europäer daraus wichtige Lektionen für die nächsten Jahrzehnte lernen können.

Das Felix-Platter-Spital in Basel wird zu einem Wohnhochhaus umgebaut. Dabei bleiben 20 000 Tonnen Beton des Baudenkmals erhalten: Solange CO2-neutraler Ökobeton noch ein Wunschtraum ist, bleibt dies wegweisend.

Wie zu erwarten war, ist die von ihrem Vorgänger Walter Kielholz vorgeschlagene Anne Keller Dubach von der Zürcher Kunstgesellschaft zu seiner Nachfolgerin gewählt worden.

Einst war er Türsteher im Kaufleuten in Zürich, heute zählt er zu den erfolgreichsten Schweizer Künstlern auf dem internationalen Parkett: Urs Fischer liebt und lebt den amerikanischen Traum. Zugleich hat er sich eine gesunde Skepsis bewahrt. Ein Gespräch über Krypto-Kunst, Woke-Sein – und die NZZ.

Der deutsche Ausnahmejournalist Stefan Aust legt seine Autobiografie vor. Von manchen seiner Nachfolger scheint er nicht viel zu halten. Vor allem jüngere Journalisten sähen sich weniger als kritische Instanz gegenüber den Regierenden denn als Aktivisten.

Manche Deutsche weigern sich seit Jahren, den Rundfunkbeitrag für ARD und ZDF zu bezahlen. Einer von ihnen sitzt dafür seit über 80 Tagen im Gefängnis – und während ihn die einen als Märtyrer feiern, betrachten ihn andere als Extremisten.

Nach dem Abschuss des Flugzeugs mit der Flugnummer MH17 über der Ostukraine sammelten die Rechercheure der Plattform Bellingcat schneller Beweise als alle anderen. Machen sie einst sogar die Geheimdienste überflüssig?

Knistern in der Klosterkirche Königsfelden: zehn grossartige Tänzerinnen und Tänzer zelebrieren das Hohelied der Liebe. Der Abend «Sei Nacht zu mir», inspiriert durch Gedichte des kürzlich verstorbenen Dichters Said, ist noch bis Ende Juni zu sehen.

Zweimal Thomas Bernhard in Wien: Doch am Burgtheater wie am Volkstheater werden seine Texte einer chaotischen Bilderwut geopfert. So wird der Autor vorgeführt.

In den Briefen an Ludwig II. von Bayern kämpfte Cosima von Bülow für ihren Geliebten Richard Wagner – mit allen Mitteln.

Bis heute erscheinen regelmässig neue Gesamtaufnahmen der zweiunddreissig Beethoven-Sonaten, die Hans von Bülow das «Neue Testament der Klavierspieler» nannte. Die jüngsten Zyklen wetteifern mit lauter Legenden der Plattengeschichte.

In einer faszinierenden Gesamteinspielung der rund hundert Lieder Schulhoffs wird ein ganzes Zeitalter besichtigt.

Der Kunstmarkt im Zeichen des Umbruchs: Die New Yorker Auktionen für moderne und zeitgenössische Kunst warteten mit neuen Formaten und heissbegehrter «schwarzer» Kunst auf.