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Donnerstag, 08. April 2021 00:00:00 Kultur News
Aktualisiert: Vor 2 Min.
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Die afrobritische Autorin Bernardine Evaristo reüssiert mit einem gewagten Rezept.

Das hätte sich Kant auch nicht träumen lassen. Seine knochentrockenen Texte sind ein probates Mittel gegen eine Volkskrankheit.

Museen sind geöffnet, Theater, Kinos und Konzertsäle noch immer geschlossen. Die Kulturszene wartet auf den Countdown zur Wiederöffnung. Dennoch kann man schon jetzt Kultur erleben – wir sagen, wie.

Den Klassiker «1984» gibt es nun auch als Jugendroman und als Graphic Novel. Seine düsteren Szenarien haben aber auch andere Autorinnen und Autoren inspiriert.

Der Dichter Mór Jókai ist ein nationales Monument der ungarischen Literatur. Wer daran rührt, macht sich definitiv unbeliebt.

Ausserdem führt uns Volker Reinhardt in die Zeit der Grossen Pest, Ljudmila Ulitzkaja schenkt der lesenden Welt einen neuen Seuchen-Klassiker, und dank Gerd Schwerhoffs Geschichte der Blasphemie ist zu erfahren, wie Götter auf Hate-Speech reagieren.

Bizarre Morde im englischen Landschaftsidyll begeistern seit 1997 die Zuschauer. Was macht die britische Krimiserie mit dem Originaltitel «Midsomer Murders» so unwiderstehlich?

Er war Theologe und Priester, hartnäckiger Kritiker der Kirche und Fürsprecher eines interreligiösen «Weltethos». Am Dienstag ist Hans Küng im Alter von 93 Jahren gestorben.

Ja, die Wissenschaft ist auch ein Ausprobieren, ein Verfahren von Versuch und Irrtum. Aber nein, die Wirklichkeit ist nichts Menschengemachtes. Sie ist da – wir können sie erkennen, und wir können uns gegen sie wappnen.

Die FU macht Naziopfer zu «J_üdinnen». Geschlechtergerechtigkeit muss erreicht werden, nicht ideologisiert. Aber bei Opfern der NS-Gewaltherrschaft zu gendern, ist geradezu zynisch.

In ihren Zielen sind sich Jihadisten und «moderate Islamisten» einig: Die Religion soll das politische und soziale Leben bestimmen. Wer glaubt, diese Leute mit einem grösseren Verständnis für religiöse Anliegen zähmen zu können, irrt.

In dieser Folge aus dem Saarland brüllt ein Psychopath zwischen Bäumen. Und ein Familiengeheimnis droht keines mehr zu sein.

Unter dem ambitiösen Titel «Das Neue Evangelium» lädt der Schweizer Regisseur die Passionsgeschichte mit flüchtlingspolitischer Bedeutung auf. Im Gespräch erläutert Rau, wie es dazu kam und wie er es mit der Bibel hält.

Der Spielfilm, der im Rennen um einen Oscar frühzeitig gescheitert ist, reüssiert auf nationaler Ebene. Bester Dokumentarfilm ist Milo Raus «Das neue Evangelium». Lilo Pulver erhält den Ehrenpreis.

Am 6. April 1971 starb einer der prägenden Komponisten des 20. Jahrhunderts. Noch in seinem Nachleben wirkt Strawinsky, diese Schlüsselfigur der Moderne, so schillernd wie zu Lebzeiten.

Wir brauchen Konzerte – gerade in Zeiten, da ringsum das Gesetz des Lautesten herrscht. Der Schriftsteller Navid Kermani unternimmt eine Tour d’Horizon: vom Versagen der Wörter vor den Klängen bis in unsere kulturell stillgestellte Gegenwart.

Museen sind geöffnet, Theater, Kinos und Konzertsäle noch immer geschlossen. Die Kulturszene wartet auf den Countdown zur Wiederöffnung. Dennoch kann man schon jetzt Kultur erleben – wir sagen, wie.

Die grossen Gestalten der Gesellschaftswissenschaft von Tocqueville bis Max Weber werden gerühmt, aber kaum gelesen. Zu Unrecht.

Ein kürzlich entdecktes Manuskript bietet Einblick in die häusliche Werkstatt des Ehepaars.

Wer darf das Inaugurationsgedicht der amerikanischen Lyrikerin übersetzen? Die Frage löste eine Debatte aus. Nun liegt es auf Deutsch vor, und man fragt sich: Musste es übersetzt werden?

Was heisst es, in einem berühmten Bau zu wohnen? Erinnerungen aus der Kindheit werfen neues Licht auf Jahrhundertwerke von Le Corbusier und Co.

Kaum ein Mensch heisst industrielles Schlachten gut. Trotzdem sinkt der Konsum von getöteten Tieren kaum. Immerhin zeigt sich, dass wir nicht die grössten Vielfrasse sind.

Konstruktion und spielerische Phantasie – Sophie Taeuber-Arp verbindet beides mühelos, wie jetzt die Ausstellung im Kunstmuseum Basel zeigt.

Carl Flick-Steger war Journalist, Antisemit und Propagandist in Diensten von Joseph Goebbels. Dass er bei der renommierten Associated Press (AP) nach dem Zweiten Weltkrieg Karriere machen konnte, ist kein Zufall.

Eigentlich sollte die 27-jährige Alexi McCammond Chefin der «Teen-Vogue» werden. Doch dann kursierten im Internet plötzlich zehn Jahre alte Twitter-Einträge, in denen sich die Journalistin abschätzig über Asiaten geäussert hatte.

Früher fischten ehemalige US-Präsidenten Laub aus dem Swimmingpool, oder sie ergaben sich dem Alkohol. Heute verdienen sie im Medienbusiness Millionen.

Das Opernhaus hat eine Umfrage zum Betriebsklima und zu den heiklen Themen Machtmissbrauch und Belästigung durchgeführt. Die Ergebnisse sollten Anlass geben, den grundlegenden Wandel im künstlerischen Betrieb voranzutreiben.

Das Theaterpublikum erinnert sich nicht nur an Stücke, sondern auch an Häuser und Säle wie das Zürcher Schauspielhaus. Die Kultur wird immer globaler. Theater aber bleiben an Ort und Stelle.

Am 17. Dezember feiert die Kulturwelt den 250. Tauftag des grossen Komponisten. Nach einem Jahr des eingeschränkten Gedenkens steht fest: Vom Sockel gestürzt wurde der Titan diesmal nicht. Stattdessen menschelt es zeittypisch.

Das Kloster Engelberg feiert sein 900-jähriges Bestehen mit der klingenden Erweckung einer bedeutenden Notenhandschrift aus dem Mittelalter. Sie kündet vom Aufschwung der Musik nach der Pestepidemie.

An dem digitalen Werk «Everydays» regt nichts zum Nachdenken an, nur zum Schwindel: kein Pathos, keine Nähe, keine widerstreitenden Emotionen – es ist nur eine in 5000 kleine Teile zusammengepresste Collage im Format gesammelter iPhone-Bilder.