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Montag, 05. April 2021 00:00:00 Kultur News
Aktualisiert: Vor 2 Min.
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Ein kürzlich entdecktes Manuskript bietet Einblick in die häusliche Werkstatt des Ehepaars.

Nach dem Abschuss des Flugzeugs mit der Flugnummer MH17 über der Ostukraine sammelten die Rechercheure der Plattform Bellingcat schneller Beweise als alle anderen. Machen sie einst sogar die Geheimdienste überflüssig?

In dieser Folge aus dem Saarland brüllt ein Psychopath zwischen Bäumen. Und ein Familiengeheimnis droht keines mehr zu sein.

Passion, Kreuzigung, Auferstehung: Im Mittelpunkt des Ostergeschehens steht der qualvolle Tod eines Unschuldigen. Ein unerträgliches Geschehen, eine Herausforderung für den Glauben wie für den kritischen Verstand.

Wir befinden uns im Jahr eins nach Corona, sitzen zu Hause vor dem Bildschirm und führen unser Leben, als ob sich alles Körperliche ausschalten liesse. Das war einmal ein Lebensideal.  Für manche ist es noch immer eines.

Ausserdem führt uns Volker Reinhardt in die Zeit der Grossen Pest, Ljudmila Ulitzkaja schenkt der lesenden Welt einen neuen Seuchen-Klassiker, und dank Gerd Schwerhoffs Geschichte der Blasphemie ist zu erfahren, wie Götter auf Hate-Speech reagieren.

Er zählt zweifellos zu den bedeutenden Historikern der jüngeren Vergangenheit. Und er hat uns gerade hier und heute viel zu sagen: warum es sich für wirklich kritische Zeitgenossen anbietet, Reinhart Koselleck neu zu entdecken.

Der berühmte Feldhase von Albrecht Dürer erzählt uns auch eine österliche Geschichte von Werwölfen und Vampiren: Es ist ein Haken schlagender Zickzackweg voller Finten und Abwege.

Die freie Welt steht vor einer folgenreichen Weichenstellung: Sind die Freiheitsrechte verhandelbar oder nicht? Höchste Zeit, Karl Popper neu zu lesen – und seine Erkenntnisse auf unsere nachlässige Gegenwart anzuwenden. Ein Diskussionsbeitrag.

Früher war der Gewaltherrscher der Feind der Freiheit. Heute sind es der postmoderne Tugendterror und – welche Ironie! – der moderne Für- und Vorsorgestaat.

Der frühere deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder wünscht sich eine «neue Weltordnung» ohne Amerikas Vormundschaft. Über sein (gemeinsam mit Gregor Schöllgen verfasstes) Buch dürfte sich Putin freuen.

Unter dem ambitiösen Titel «Das Neue Evangelium» lädt der Schweizer Regisseur die Passionsgeschichte mit flüchtlingspolitischer Bedeutung auf. Im Gespräch erläutert Rau, wie es dazu kam und wie er es mit der Bibel hält.

Der Spielfilm, der im Rennen um einen Oscar frühzeitig gescheitert ist, reüssiert auf nationaler Ebene. Bester Dokumentarfilm ist Milo Raus «Das neue Evangelium». Lilo Pulver erhält den Ehrenpreis.

Mit maximaler Freudlosigkeit bei minimaler Klarsicht rennt das schlaflose Ermittlerduo der Zeit und einem Psychopathen hinterher. Die Liebesgeschichte gibt es als Bonus.

Wir brauchen Konzerte – gerade in Zeiten, da ringsum das Gesetz des Lautesten herrscht. Der Schriftsteller Navid Kermani unternimmt eine Tour d’Horizon: vom Versagen der Wörter vor den Klängen bis in unsere kulturell stillgestellte Gegenwart.

Museen sind geöffnet, Theater, Kinos und Konzertsäle noch immer geschlossen. Die Kulturszene wartet auf den Countdown zur Wiederöffnung. Dennoch kann man schon jetzt Kultur erleben – wir sagen, wie.

Die Zürcher Sing-Akademie und das Orchester La Scintilla produzieren gemeinsam Bachs Matthäus-Passion. Nach der Absage zweier Live-Konzerte ist die Aufführung am Karfreitag nun im Streaming zu erleben. Ein Probenbesuch in schwieriger Zeit.

Wer darf das Inaugurationsgedicht der amerikanischen Lyrikerin übersetzen? Die Frage löste eine Debatte aus. Nun liegt es auf Deutsch vor, und man fragt sich: Musste es übersetzt werden?

Im 14. Jahrhundert starben die Menschen in Massen. Zum kathartischen Moment ist die Erfahrung aber nicht geworden. Mit einem Buch über die Pest führt uns Volker Reinhardt in eine Epoche, die irritierend vertraut wirkt.

Die Welt fragmentiert sich zusehends. Die Schriftstellerin Elif Shafak verschreibt ihr eine Remedur.

Obwohl sich kein Ende der Vorwürfe abzeichnet, stehen die Bagger am Kulturforum in Berlin schon vor Ort. Das Museum des 20. Jahrhunderts wird gebaut – dank Einfachheit und Eleganz, trotz mittelmässiger Umweltbilanz.

Für das Museum des 20. Jahrhunderts in Berlin könne kein Vorzeigebeispiel für grüne Museumsarchitektur realisiert werden, bedauert der verantwortliche Partner Ascan Mergenthaler und kritisiert den Planungsprozess der öffentlichen Hand.

Gerhard Richter gilt als einer der bedeutendsten lebenden Künstler. Woran das liegt, zeigt das Kunsthaus Zürich anhand seiner Landschaftsbilder.

Carl Flick-Steger war Journalist, Antisemit und Propagandist in Diensten von Joseph Goebbels. Dass er bei der renommierten Associated Press (AP) nach dem Zweiten Weltkrieg Karriere machen konnte, ist kein Zufall.

Eigentlich sollte die 27-jährige Alexi McCammond Chefin der «Teen-Vogue» werden. Doch dann kursierten im Internet plötzlich zehn Jahre alte Twitter-Einträge, in denen sich die Journalistin abschätzig über Asiaten geäussert hatte.

Früher fischten ehemalige US-Präsidenten Laub aus dem Swimmingpool, oder sie ergaben sich dem Alkohol. Heute verdienen sie im Medienbusiness Millionen.

Das Opernhaus hat eine Umfrage zum Betriebsklima und zu den heiklen Themen Machtmissbrauch und Belästigung durchgeführt. Die Ergebnisse sollten Anlass geben, den grundlegenden Wandel im künstlerischen Betrieb voranzutreiben.

Das Theaterpublikum erinnert sich nicht nur an Stücke, sondern auch an Häuser und Säle wie das Zürcher Schauspielhaus. Die Kultur wird immer globaler. Theater aber bleiben an Ort und Stelle.

Am 17. Dezember feiert die Kulturwelt den 250. Tauftag des grossen Komponisten. Nach einem Jahr des eingeschränkten Gedenkens steht fest: Vom Sockel gestürzt wurde der Titan diesmal nicht. Stattdessen menschelt es zeittypisch.

Das Kloster Engelberg feiert sein 900-jähriges Bestehen mit der klingenden Erweckung einer bedeutenden Notenhandschrift aus dem Mittelalter. Sie kündet vom Aufschwung der Musik nach der Pestepidemie.

An dem digitalen Werk «Everydays» regt nichts zum Nachdenken an, nur zum Schwindel: kein Pathos, keine Nähe, keine widerstreitenden Emotionen – es ist nur eine in 5000 kleine Teile zusammengepresste Collage im Format gesammelter iPhone-Bilder.