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Montag, 22. Februar 2021 00:00:00 Kultur News
Aktualisiert: Vor 2 Min.
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Der Appell an die Opferbereitschaft machte den Maoismus für viele Vordenker der 1968er Generation attraktiv. Aber der kollektive Suizid war ideologisch vorprogrammiert.

Das norwegische Nationalmuseum hat einen wenig bekannten Schriftzug auf dem Bild «Der Schrei» untersucht. Die Experten haben eine Theorie, was den Künstler zu seiner Bleistiftkritzelei animiert haben könnte.

Zwischen engen Tälern ist der Rest der Welt immer zugleich Freund und Feind, Verdienst und Verderben. Da macht ein Virus keine Ausnahme.

Es gibt gute liberale und feministische Gründe, die Burka abzulehnen. Doch umgekehrt gibt es aus liberaler Sicht keine Möglichkeit, das Burkaverbot gutzuheissen. Eine Unterscheidung, an der Kacem El Ghazzali scheitert. Eine Replik.

Die Bühnen in München, Berlin und Salzburg betreten mit Streaming-Angeboten künstlerisches Neuland. Wohin die Reise gehen soll, wird auch nach einem mehrstündigen Selbsttest indes nicht klar. Umso deutlicher zeichnen sich die Probleme des Formats ab.

Überdies sind neue Erzählungen aus dem Nachlass von Roberto Bolaño zu entdecken, eine Reise ins schwarze Europa können wir empfehlen, und an Thomas Bernhard möchten wir erinnern.

Die Verfilmung der Biografie von Christiane F. erregte vor vierzig Jahren viel Aufsehen. Nun verleibt sich Amazon den Stoff ein. In der Adaption paart sich der Absturz mit fast schon klinisch sauberer Ästhetik.

Der Schriftsteller T. C. Boyle macht aus der scharfen Grenze zwischen Mensch und Tier ein weites Übungsfeld.

Stepan Bandera ist der wohl bekannteste und umstrittenste Name der ukrainischen Geschichte. Er wird sehr emotional wahrgenommen, oft ohne Kenntnis seiner Biografie oder seiner Arbeit in der Organisation Ukrainischer Nationalisten. Statt Mythologie täte Historie not.

Stellen wir uns vor, es wäre vorbei: Corona, Lockdown, Pandemie. Wäre alles wieder wie vorher? Oder besser?

Gerecht ist eine Konzeption, der nicht nur zugrunde liegt, wer wir sind, sondern auch, wer wir sein könnten: Vor hundert Jahren wurde der Philosoph John Rawls geboren.

Es sind apokalyptische Bilder, die den neuen «Tatort» aus Dortmund («Heile Welt») einführen. Und da fragt man sich sogleich: Täuscht der Eindruck, oder werden die Verhältnisse im Sonntagskrimi gerade zusehends prekärer, instabiler?

Ein «Rock gegen rechts»-Veranstalter wird tot aufgefunden, am Tatort war ein bekennender Neonazi. Alles scheint klar. Lena Odenthal kämpft mit Schatten der Neonazi-Szene und gegen sich selbst.

Die Filmfestspiele von Berlin finden in zwei Etappen statt: erst virtuell für die Branche, später im Sommer vor Publikum. Mark Peranson, Programmleiter und filmintellektuelle rechte Hand des künstlerischen Leiters Carlo Chatrian, erläutert das Kuratieren in Corona-Zeiten.

Ab Juni soll der Betrieb im Kongresshaus neu aufgenommen werden – so Corona will. Zürich erhält ein Stück Spitzenarchitektur zurück, das in den 1980er Jahren verstümmelt und zerstückelt worden war.

Auch ihr französischer Akzent hat zum Erfolg beigetragen: Die Künstlerin Françoise Cactus war die Stimme von Stereo Total. Nun ist die Musikerin in ihrer Wahlheimat Berlin gestorben.

Die Zürcher Hochschule der Künste lehrt Musik jetzt im «Hybridmodus» – nach der Pandemie aber warten noch weit komplexere Herausforderungen auf die Studenten.

Wir sind nicht Herr über unsere eigene Geschichte. Aber Rettung naht.

Beide kämpften für die neue Musik – genau dies hat das Verhältnis getrübt.

Der Literaturnobelpreisträger des Jahres 2014 wurde für seine Kunst des Erinnerns ausgezeichnet. In Wahrheit ist er ein Virtuose darin, Erinnerungen zu verwischen.

Hundert Jahre lang waren die Kunstwerke fast vergessen. Jetzt haben die «Marmi Torlonia» in Rom ihren grossen Auftritt.

Sie ist die Grande Dame des Schweizer Kunsthandels und Stifterin eines der hochkarätigsten Privatmuseen der Schweiz: Die Luzerner Mäzenin Angela Rosengart, 89, spricht über den Lockdown und ihre Freundschaft mit Picasso.

Dem jungen und vielversprechenden Gestalter ging mit seiner «Lumière virante» nicht zum ersten Mal ein Licht auf.

Im Leitmedium der USA streiten Etablierte und Aktivisten um die Frage, wozu der Journalismus diene: der Wahrheitsfindung oder der Verbreitung vorgefasster Wahrheiten?

Schlägt das Journalistenherz links? Allerdings, sagt Christian Hoffmann. Der Professor für Kommunikationsmanagement an der Universität Leipzig plädiert dafür, die Schlagseite der Branche endlich anzuerkennen. Die richtigen Aktivisten kämen jetzt erst in den Redaktionen an.

Mit seiner täglichen Sendung prägte der konservative Radiomoderator Rush Limbaugh die politischen Debatten Amerikas ab den achtziger Jahren. Nun ist er an einem Krebsleiden gestorben.

Museen, Theater, Kinos und Konzertsäle sind geschlossen. Dennoch kann man weiterhin Kultur erleben – wir sagen, wie.

Das grösste Opernhaus der USA stürzt in der Pandemie von einer Krise in die nächste. Dahinter stehen strukturelle Probleme, die jetzt mit voller Wucht ans Tageslicht kommen.

Christoph Marthaler und Anna Viebrock deuten Glucks «Orphée et Euridice» als absurdes Theater. Mehr Sinn stiften bei der Streaming-Premiere die beiden anrührenden Sängerinnen.

Am 17. Dezember feiert die Kulturwelt den 250. Tauftag des grossen Komponisten. Nach einem Jahr des eingeschränkten Gedenkens steht fest: Vom Sockel gestürzt wurde der Titan diesmal nicht. Stattdessen menschelt es zeittypisch.

Ein findiger Tenor und ein furchtloser Pianist haben den «Krämerspiegel» ausgegraben – eine satirische Strauss-Rarität. Auch sonst wandeln Daniel Behle und Oliver Schnyder virtuos auf Eulenspiegels Spuren.

Die Versteigerung eines Porträts des berühmten italienischen Renaissance-Malers wurde zum Highlight der Altmeisterauktionen in New York.