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Samstag, 20. Februar 2021 00:00:00 Kultur News
Aktualisiert: Vor 2 Min.
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Sie war der Star in den Videoclips von Sia. Jetzt spielt sie im Film «Music» eine Autistin – das kommt nicht überall gut an.

In diesem Jahr verwandeln sich die Basler nicht in bunte Fasnachtsgestalten. Wir vom Kulturressort haben uns trotzdem überlegt, welche Person aus Literatur und Film wir gern wären.

Sie zählen zu den beiden grössten südamerikanischen Schriftstellern der Moderne. Im Juni 1981 treffen sie sich in Buenos Aires, und es kommt zu einer zwanglosen Plauderei über alles und nichts, das Buch, den Begriff des Kannibalen, Anarchismus, Luxus. Es ist ein Dokument von heiterer Gelassenheit.

Stellen wir uns vor, es wäre vorbei: Corona, Lockdown, Pandemie. Wäre alles wieder wie vorher? Oder besser?

Gerecht ist eine Konzeption, der nicht nur zugrunde liegt, wer wir sind, sondern auch, wer wir sein könnten: Vor hundert Jahren wurde der Philosoph John Rawls geboren.

Zu Hause bleiben, Abstand halten. Ja, aber da ist dieses Ich, das sich seiner nur bewusst wird: wenn es andere erfährt. Und sei es zwischen Gemüseregal und Käsetheke.

Johann Nestroy gehört zu den menschenfreundlichsten Dichtern. Kaum einer kannte sich besser aus mit den Menschen, keiner spottete höflicher über sie.

Überdies sind neue Erzählungen aus dem Nachlass von Roberto Bolaño zu entdecken, eine Reise ins schwarze Europa können wir empfehlen, und an Thomas Bernhard möchten wir erinnern.

Im Leitmedium der USA streiten Etablierte und Aktivisten um die Frage, wozu der Journalismus diene: der Wahrheitsfindung oder der Verbreitung vorgefasster Wahrheiten?

Aber wie soll Europa zusammenwachsen, wenn man sich nicht einmal in Wurstfragen einig wird?

Der Liberalismus verschiedener Schattierungen orientiert sich seit seinen Anfängen an einem ins Universale strebenden Fortschrittsglauben. Auf Erfahrungen, die diesem Glauben widersprechen, reagieren seine Anhänger eher mit erzieherischem Furor als mit Selbstkritik.

Nun hadert auch das bekannteste deutsche Wörterbuch mit dem Maskulinum. Und muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dabei in den Sprachgebrauch einzugreifen, statt ihn abzubilden.

Eine friedliche Koexistenz des Islam mit anderen Religionen ist möglich, denn auch der Koran liesse sich zeitgemäss interpretieren. Die Frage ist, ob die islamischen Autoritäten das zulassen.

Ein «Rock gegen rechts»-Veranstalter wird tot aufgefunden, am Tatort war ein bekennender Neonazi. Alles scheint klar. Lena Odenthal kämpft mit Schatten der Neonazi-Szene und gegen sich selbst.

Die Filmfestspiele von Berlin finden in zwei Etappen statt: erst virtuell für die Branche, später im Sommer vor Publikum. Mark Peranson, Programmleiter und filmintellektuelle rechte Hand des künstlerischen Leiters Carlo Chatrian, erläutert das Kuratieren in Corona-Zeiten.

Ein Wunderkind des deutschen Kinos, bekannt aus «Systemsprenger», brilliert in «News of the World» an der Seite von Tom Hanks. Dafür gibt es zu Recht viel Lob – und sogar eine Golden-Globe-Nominierung.

Auch ihr französischer Akzent hat zum Erfolg beigetragen: Die Künstlerin Françoise Cactus war die Stimme von Stereo Total. Nun ist die Musikerin in ihrer Wahlheimat Berlin gestorben.

Die Zürcher Hochschule der Künste lehrt Musik jetzt im «Hybridmodus» – nach der Pandemie aber warten noch weit komplexere Herausforderungen auf die Studenten.

Sie hat sich als Musikerin, Geschäftsfrau und Wohltäterin profiliert. Eine neue Biografie zeigt, wie Dolly Parton mit ihrem Selbstbewusstsein insbesondere die Frauen ermutigt.

Wir sind nicht Herr über unsere eigene Geschichte. Aber Rettung naht.

Beide kämpften für die neue Musik – genau dies hat das Verhältnis getrübt.

Der Literaturnobelpreisträger des Jahres 2014 wurde für seine Kunst des Erinnerns ausgezeichnet. In Wahrheit ist er ein Virtuose darin, Erinnerungen zu verwischen.

Hundert Jahre lang waren die Kunstwerke fast vergessen. Jetzt haben die «Marmi Torlonia» in Rom ihren grossen Auftritt.

Sie ist die Grande Dame des Schweizer Kunsthandels und Stifterin eines der hochkarätigsten Privatmuseen der Schweiz: Die Luzerner Mäzenin Angela Rosengart, 89, spricht über den Lockdown und ihre Freundschaft mit Picasso.

Dem jungen und vielversprechenden Gestalter ging mit seiner «Lumière virante» nicht zum ersten Mal ein Licht auf.

Schlägt das Journalistenherz links? Allerdings, sagt Christian Hoffmann. Der Professor für Kommunikationsmanagement an der Universität Leipzig plädiert dafür, die Schlagseite der Branche endlich anzuerkennen. Die richtigen Aktivisten kämen jetzt erst in den Redaktionen an.

Mit seiner täglichen Sendung prägte der konservative Radiomoderator Rush Limbaugh die politischen Debatten Amerikas ab den achtziger Jahren. Nun ist er an einem Krebsleiden gestorben.

Kaum ist die Trump-Administration Geschichte, verbeugt sich die heimische Presse vor Joe Bidens Entourage.

Museen, Theater, Kinos und Konzertsäle sind geschlossen. Dennoch kann man weiterhin Kultur erleben – wir sagen, wie.

Das grösste Opernhaus der USA stürzt in der Pandemie von einer Krise in die nächste. Dahinter stehen strukturelle Probleme, die jetzt mit voller Wucht ans Tageslicht kommen.

Christoph Marthaler und Anna Viebrock deuten Glucks «Orphée et Euridice» als absurdes Theater. Mehr Sinn stiften bei der Streaming-Premiere die beiden anrührenden Sängerinnen.

Am 17. Dezember feiert die Kulturwelt den 250. Tauftag des grossen Komponisten. Nach einem Jahr des eingeschränkten Gedenkens steht fest: Vom Sockel gestürzt wurde der Titan diesmal nicht. Stattdessen menschelt es zeittypisch.

Ein findiger Tenor und ein furchtloser Pianist haben den «Krämerspiegel» ausgegraben – eine satirische Strauss-Rarität. Auch sonst wandeln Daniel Behle und Oliver Schnyder virtuos auf Eulenspiegels Spuren.

Die Versteigerung eines Porträts des berühmten italienischen Renaissance-Malers wurde zum Highlight der Altmeisterauktionen in New York.