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Mittwoch, 13. Januar 2021 00:00:00 Kultur News
Aktualisiert: Vor 3 Min.
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Sollen schwule, lesbische und queere Figuren in Filmen künftig nur noch von schwulen, lesbischen und queeren Schauspielerinnen gespielt werden?

Der Thuner Anton Genna hat sich seiner Angst vor Hunden gestellt – mit der Hilfe zweier Expertinnen.

2020 war ein erfreuliches Jahr für den Buchhandel. Der Umsatz der Ratgeberliteratur stieg stark, ein anderes Genre wurde weniger nachgefragt.

Carl Spitzwegs Kunstwerk «Das Klavierspiel» befindet sich endlich bei seinem rechtmässigen Eigentümer. Es ist das vorläufig letzte restituierte Werk aus der Gurlitt-Sammlung.

Furioses Meisterwerk: Der stilbildende englische Noir-Klassiker «Schwere Körperverletzung» von Ted Lewis liegt in neuer Übersetzung vor.

Im Roman von Regula Portillo sucht eine junge Frau ihre Identität. Das berührt. Wir veröffentlichen jeden Tag eine Folge.

«Welfare Jazz» heisst das erste hörenswerte Album des Jahres. Und «Uff» ist eine EP, an der sich Schweizer Künstler heuer wohl messen lassen müssen.

Mit Lukas Bärfuss tritt ein gebürtiger Thuner die renommierte Friedrich-Dürrenmatt-Gastprofessur an. Er wird über «Wahnsinnige und Idioten» sprechen.

Als Kind spielte Norman Hoppenheit in einer Plattenbausiedlung in der DDR. Als Erwachsener kehrte er zurück, um nach seinen Erinnerungen zu suchen.

Schauspielerin Anne Hathaway entschuldigt sich für ihren neuen Film. Dabei wollte sie eigentlich ganz etwas anderes sagen. Hier ist die Übersetzung.

Mutig sind wir schon lange nicht mehr. Aber wir sehnen uns nach der Courage, die wir nicht haben. Und den Zeiten, in denen er gefeiert wurde.

Pandemien haben seit je politischen Irrsinn gezeugt. Doch Gesellschaften entwickeln Resistenzen – gegen beides.

Die radikale Offenheit des Geistes hat der Aufklärungsphilosoph in die seltene Kunst des intensiven Erlebens verwandelt. Das macht ihn zum Helden der besonderen Art. Der Romanist Hans Ulrich Gumbrecht legt frei, warum die Zeit für Diderot eben erst angebrochen ist.

Der frühere Chef der Berliner Philharmoniker wird Nachfolger von Mariss Jansons beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks – eine glückliche Wahl unter schwierigen Vorzeichen.

Die französische Serie zeigt einen wunderbar lausbübischen Hauptdarsteller Omar Sy als Gentleman-Gauner, der die Polizei ständig an der Nase herumführt.

Überdies können wir dank neuen Büchern Susan Sontag besser kennenlernen, ins Werk der vor hundert Jahren geborenen Clarice Lispector eintauchen und bei Clemens J. Setz sogar einiges über dichtende Hunde erfahren.

Von 1940 bis 1945 hielt die Wehrmacht Norwegen besetzt. Die Sportszene des Landes leistete wirksam Widerstand – durch Rebellion und Totalverweigerung.

Wie kam die Nachricht von der Eroberung Konstantinopels 1453 nach Venedig? Was hiess es, auf einfachen Saumwegen die Alpen zu überqueren? Der Historiker Arnold Esch verortet die Geschichte des römischen Reichs in den Landschaften seiner Provinzen.

Das Wort «hustle» kannte man einst aus der Rap-Musik. Heute bezeichnet es eine weitverbreitete Lebensform: Sich unter widrigen Umständen durchzuschlagen. Und das wird gerade in der Arbeitswelt immer wichtiger. Was heisst das für die Gesellschaft?

Wenn Gefahr ist, sind die meisten auf die Gegenwart fixiert. Dabei ist doch eigentlich klar: Von Ethik und Moral lässt sich nur da sprechen, wo die Menschen das Ganze einer Pandemie gewissenhaft bedenken.

Die menschliche Welt ist ohne Algorithmen nicht mehr zu denken. Zugleich überhöht der Mensch jedoch seine eigenen Erfindungen – und verzweifelt darob fast.

Die School of American Ballet in New York ist weltweit eine der renommiertesten Stätten ihrer Art. Eine Serie soll Einblicke in ihren Alltag gewähren – und blendet fast alle problematischen Aspekte aus.

Der «Tatort» ist unverdrossen beseelt von sozialkritischen Fragen, auch in der abstrusen neusten Folge.

Zetern sollte man ab und zu – am besten, wie einem der Schnabel gewachsen ist. Dazu braucht’s hierzulande kein englisches Vokabular, wenngleich Netflix diesem nun eine Serie widmet.

Klavierspiel mit nur einer Hand ist mehr als ein Kuriosum: Die Tradition beginnt im 19. Jahrhundert und gipfelt in berühmten Auftragswerken für den kriegsversehrten Pianisten Paul Wittgenstein. Maxime Zecchini geht das reiche Repertoire jetzt enzyklopädisch an.

Eine Erzählung zum Neunzigsten des grossen Musikers.

Alfred Brendel und Peter Gülke führen vor, wie lehrreich reflektierende Musiker um das Für und Wider einer Interpretation ringen können – ein besonderes Präsent zu Brendels 90. Geburtstag am 5. Januar.

Dem gutschweizerischen Ausgleich geht oft ein Aufschrei voran. Die Geschichte der Schweiz ist durchzogen von Kämpfen und Protest.

In der Architektur können Träume – auch die schlimmsten – wahr werden. Besonders, wenn die Literatur als Bauherrin auftritt.

Manche Dichter schwärmen gerne, und am liebsten von Feld und Wiese und Wald. Die Lyrikerin Barbara Köhler blieb da, ganz bewusst, ziemlich nüchtern. Ein Nachruf.

Die drittgrösste Stadt in Sachsen soll 2025 Kulturhauptstadt Europas werden. Zum turbulenten Prozess dieser Wahl stellt sich auch die Frage: Kann Auftragskunst eine Stadt heilen, oder braucht es nicht vielmehr eine Dynamik von unten?

Er malte Vögel und die Kakteen auf seinem Fensterbrett. Und immer wieder den Bodensee – die Grenze der heimatlichen Idylle zum Draussen der Welt.

Kann man Schönheit verordnen? Der scheidende US-Präsident hat auch das noch versucht und damit grundlegende Fragen zur Rolle der Architektur in der Gesellschaft aufgeworfen.

Die sozialen Netzwerke gehen gegen Trump so rigide vor wie nie zuvor. Auch wenn die Sperre folgerichtig erscheint, die Probleme von Facebook sind noch lange nicht gelöst.

Es gab selten ein derart dominantes Medienthema wie die Corona-Krise. Die Berichterstattung kam einem Panikorchester in der Endlosschlaufe gleich.

Dass Twitter Donald Trump gesperrt hat, wird auf der ganzen Welt bejubelt. Doch der Applaus irritiert.

In einem offenen Brief fordern Kölner Kulturschaffende eine multiperspektivische Findungskommission mit Diversitätskompetenz. An Theaterkompetenz denkt dabei keiner.

Der Lockdown gilt jetzt auch für Schweizer Bühnen. Das Theater St. Gallen schloss als letztes, doch vorher glückte ihm eine Premiere nach Wolfram Lotz: Der Abend ist eine Reise dorthin, wo das Virus machtlos ist.

Die Salzburger Festspiele sorgten im Sommer mit ihrem Schutzkonzept für Furore – die Wagner-Festspiele wurden dagegen abgesagt. 2021 sollen nun wieder beide Festivals stattfinden. Die Pandemie hat dennoch Folgen für die Programme.

Am 17. Dezember feiert die Kulturwelt den 250. Tauftag des grossen Komponisten. Nach diesem eingeschränkten Gedenkjahr steht fest: Vom Sockel gestürzt wurde der Titan diesmal nicht. Stattdessen menschelt es zeittypisch.

Bis heute erscheinen regelmässig neue Gesamtaufnahmen der zweiunddreissig Beethoven-Sonaten, die Hans von Bülow das «Neue Testament der Klavierspieler» nannte. Die jüngsten Zyklen wetteifern mit lauter Legenden der Plattengeschichte.

Immer häufiger spazieren Töchter und Söhne in die Fussstapfen ihrer Mütter und Väter. In der Galerienszene vollzieht sich ein Umbruch: Ein Generationswechsel ist im Gange.