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Sonntag, 10. Januar 2021 00:00:00 Kultur News
Aktualisiert: Vor 2 Min.
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Der neue Köln-«Tatort» entführt buchstäblich in alte deutsch-deutsche Geschichte. Die brodelt noch.

Die Künstlerin Andi Schmied hat sich als Multimillionärin verkleidet und sich Penthouses in New Yorker Luxus-Hochhäusern zeigen lassen, sie fotografiert – und dabei viel über Immobilien und ihre Bewohner gelernt.

Die Fotografin Tjefa Wegener dekoriert und fotografiert Vulven. Sie will damit den Blick auf den weiblichen Körper verändern.

Eine Vielzahl von Street-Art-Künstlern hat auf die Pandemie mit plakativen Bildern reagiert, die in einem neuen Sammelband vorgestellt werden.

In ihrer ersten Hauptrolle geht Vanessa Kirby an Grenzen: «Pieces of a Woman» ist eine Tour de Force für sie und das Publikum.

Ausserdem: Rembrandt mit neuer Kopfbedeckung

Kultur ist vielseitiger und weitreichender, als wir denken. Dies zeigt ein Blick auf die Internetkanäle der Basler Museen.

Für die amerikanischen Film-Medien ist Frances McDormand die Schauspielerin des Jahres 2020. Das gab die Jury per Twitter bekannt.

Was bleibt nach vier Jahren? Ein gefälschter Renoir, viel Kitsch und die «First Daughter», die staubsaugt.

Aviv Geffen ist Israels grösster Rockstar. Im Interview spricht der umtriebige Musiker, Filmemacher und Politaktivist über das neue Album seiner Band Blackfield, seine Liebe zur Schweiz und die Lage im Nahen Osten.

Die Museen sind zu, aber in schwierigen Zeiten erweitern Galerienausstellungen wie die von Philip Guston in St. Moritz den Horizont.

Um die Kläranlage Altenrhein zu erweitern, spannten die Bauingenieure zusammen mit einem Architekten. Dieser hatte eine besondere Idee für das Gebiet.

In Serien wie «Bridgerton» und «The Flight Attendant» erklären die Figuren ständig, dass sie diskriminiert werden. Als hätten wir es nicht kapiert.

Zwei Ex-Freundinnen reden von Missbrauch, Netflix geht auf Distanz: Shia LaBeouf wird für «Pieces of a Woman» nicht mehr beworben. Warum man den Film trotzdem schauen sollte.

Einiges ist neu in der SRF-Erfolgsserie, aber das Ermittlerduo präsentiert in der ersten Folge von «Wilder 3» alte Stärken.

Die Netflix-Erfolgsserie schildert Skandale und die Rolle der Frau in der britischen Oberschicht zu Zeiten Königin Charlottes. Wir zeigen, was daran wahr ist und was nicht.

Im Comic über Alfred Hitchcock wird der Filmemacher von seinem Star Cary Grant befragt. Eine grossartige Biografie über Ängste und Obsessionen.

In seinem brillanten Scharfschützen-Thriller «Im Visier des Snipers» spielt Stephen Hunter kaum verfremdet mit echten Personen und Ereignissen.

«Aus der Welt»: In Karl Ove Knausgårds erstem Roman liebt ein Lehrer seine Schülerin. Nun liegt er in deutscher Übersetzung vor.

Yuval Noah Harari, der Superstar unter den Sachbuchautoren, hat seinen Bestseller «Eine kurze Geschichte der Menschheit» zum Comic verdichtet. «Sapiens» ist eine fesselnde Erlebnisfahrt durch Raum und Zeit.

Ballettdirektor und Choreograph am Theater Basel

Mit seiner neusten Single zaubert der britische Musiker Leichtigkeit in eine schwere Zeit. Damit zementiert Harry Styles seinen Platz.

Den Pacemakers blieb die grosse Karriere verwehrt. Aber ihr «You’ll Never Walk Alone» befeuert bis heute die Fans des FC Liverpool. Nun ist ihr Sänger gestorben.

2020 endet mit zwei Megaevents: Kiss veranstalten eine superteure Abschlussshow in Dubai, und Jean-Michel Jarre bespielt die virtuelle Notre Dame in Paris.

Er ist einer der berühmtesten Regisseure der Filmgeschichte. Testen Sie hier, wie gut Sie den «Master of Suspense» kennen.

Mehr Filme, aber keine Kinos. Wegen Corona finden die 56. Solothurner Filmtage ausschliesslich online statt.

Für ewig Lehrer bleiben oder als Jazzmusiker durchstarten? «Soul» verhandelt grosse Fragen – und ist optisch ein Fest.

Star-Interviews auf Zoom sind steril. Ausser, man spricht mit dem ehemaligen Modell, das bald auf der Leinwand alle Monster in die Flucht schlagen wird.

Daniel Barenboim hat in einem Interview die Covid-Pandemie mit dem Zweiten Weltkrieg verglichen – und dafür Proteste und Applaus geerntet.

Der französische Präsident Macron nannte den in Israel geborenen Künstler einen der grössten Violinisten seiner Zeit.

Der Zürcher Dirigent Titus Engel ist weit abseits des Mainstream unterwegs. Und wird nun trotzdem mit einem renommierten Titel gewürdigt.

Wie gut kennen Sie Beethoven? Hier gibt es Töne und Fakten zu erraten.

Die Corona-Pandemie hat viele Museen in die Krise gestürzt – Anlass für Museumsdirektoren weltweit, sich grundsätzliche Gedanken über die Zukunft zu machen.

Die Basler Ausstellung zur Faszination des niederländischen Malers mit dem Orient ist geschlossen, aber ein Podcast rückt Rembrandt auf die Pelle.

Machen die sozialen Medien die Kunst demokratischer, wie gern gesagt wird? Nicht unbedingt, konstatiert die Kuratorin Anika Meier im Buch «Link in Bio».

Kunst entspringt einer Sackgasse – ganz physisch im Pariser Montparnasse-Quartier. Über hundert Jahre ist sie schon bekannt, die einzigartige Künstlersiedlung.

Während die Welt in der Pandemie versank, erschuf die junge Generation im Internet eine Antithese zum aktuellen Stillstand: In «Ratatouille – The Tiktok Musical» spielen Weltstars mit.

2020 gewann Renato Kaiser den Salzburger Stier und veröffentlichte vielbeachtete Videokommentare. Der Satiriker spricht über Kollegen, die mit Corona-Leugnern flirteten, die digitale Bühne und das Geheimnis seines Glücks.

Die Premiere der Operette im Neuen Theater in Dornach überzeugte mit raffiniertem Klavierspiel, vortrefflichem Gesang und wohltuender Komik.

Das Projekt «Chinds-Chöpf» im Bau 3 ist der Auftakt zu einer Familientheaterreihe im Gundeldinger Feld.

Dass Twitter Donald Trump gesperrt hat, wird auf der ganzen Welt bejubelt. Doch der Applaus irritiert.

In der Architektur können Träume – auch die schlimmsten – wahr werden. Besonders, wenn die Literatur als Bauherrin auftritt.

Der «Tatort» ist unverdrossen beseelt von sozialkritischen Fragen, auch in der abstrusen neusten Folge.

Er malte Vögel und die Kakteen auf seinem Fensterbrett. Und immer wieder den Bodensee – die Grenze der heimatlichen Idylle zum Draussen der Welt.

Es gab selten ein derart dominantes Medienthema wie die Corona-Krise. Mit ihrer Berichterstattung haben die Journalisten politischen Aktivismus und überzogene Massnahmen begünstigt.

Überdies können wir dank neuen Büchern Susan Sontag besser kennenlernen, ins Werk der vor hundert Jahren geborenen Clarice Lispector eintauchen und bei Clemens J. Setz sogar einiges über dichtende Hunde erfahren.

Das deutsche Kaiserreich wurde von seinen Nachbarn als bedrohlich empfunden. Und tatsächlich hat sich seine Politik für den Kontinent mittelfristig als verhängnisvoll erwiesen.

Der amerikanische Präsident hat es in den letzten Jahren oft demonstriert: Das Wissen um die eigene Fehlbarkeit kann einem leicht abhandenkommen. Was ist zu tun, um dieser Gefahr zu entgehen?

Fjodor Dostojewskis Geburtstag jährt sich zum 200. Mal. Sein Werk ist aktueller denn je. Der grosse Romancier vertritt auch in zahlreichen politischen Fragen eine pointierte Position. Ulrich M. Schmid hat sich auf klandestinen Wegen mit Dostojewski unterhalten.

Die USA sind nicht das Römische Reich, Berlin ist nicht Weimar, und die Corona-Pandemie ist nicht die Pest des Mittelalters. Das wissen wir. Trotzdem lassen wir uns immer wieder auf historische Ähnlichkeitsschlüsse ein.

Hängt der Erfolg der Kinder vor allem vom sozialen Status der Eltern ab? Manche Studien behaupten das, doch greifen solchen statischen Betrachtungen zu kurz. Wer die soziale Dynamik in der Schweiz über mehrere Generationen untersucht, kommt zu einem anderen Schluss.

Zetern sollte man ab und zu – am besten, wie einem der Schnabel gewachsen ist. Dazu braucht’s hierzulande kein englisches Vokabular, wenngleich Netflix diesem nun eine Serie widmet.

Die 56. Ausgabe des Publikumsfestivals, diesmal mit dem Label «Home Edition» versehen, muss virtuell über die Bühne gehen. Die Leitung bemüht sich, aus dieser Not eine Tugend zu machen.

Das Ermittlerduo Wilder/Kägi ist noch längst nicht Kult. Aber gut genug, dass wir ihm folgen, durch Höhen und Tiefen des Plots.

Eine Erzählung zum Neunzigsten des grossen Musikers.

Alfred Brendel und Peter Gülke führen vor, wie lehrreich reflektierende Musiker um das Für und Wider einer Interpretation ringen können – ein besonderes Präsent zu Brendels 90. Geburtstag am 5. Januar.

Corona und die Folgen: Die Künstlerin Shirana Shahbazi, der Geiger Daniel Hope und der Pianist Nik Bärtsch erzählen, wie sie sich in der Krise neu orientiert haben.

Der sizilianische Schriftsteller war ein Kämpfer für den Humanismus. Sein Vorbild war ein Augustinermönch, der auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden war.

Sie war die erste Philosophin auf einem Lehrstuhl in Basel. Aber die Zwänge der Akademie hat Annemarie Pieper mit 60 Jahren hinter sich gelassen, um unter die Leute zu gehen. Jetzt wird sie 80 und gibt den Lesern neue Denkanstösse.

Das Morden bei der Teilung des Subkontinents ist bis heute Indiens vergiftetes Erbe. Ein Roman zeigt ohne Effekthascherei, wie tief es die Psyche der Menschen durchdringt.

Kann man Schönheit verordnen? Der scheidende US-Präsident hat auch das noch versucht und damit grundlegende Fragen zur Rolle der Architektur in der Gesellschaft aufgeworfen.

Er zählte zu den Erneuerern der Tessiner Architektur und war auch ein einflussreicher Theoretiker. Luigi Snozzi ist am 29. Dezember im Alter von 88 Jahren an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

Eine Ausstellung im Victoria and Albert Museum in London versammelt alle Ikonen des Genres, Lebensspuren ihrer berühmten Vorbesitzerinnen inklusive.

Zuerst war der Hype, dann kam die Enttäuschung: Der englischsprachige Ableger der niederländischen Zeitung «De Correspondent» wird per Ende Jahr bereits wieder eingestellt.

Die Plattform VroniPlag Wiki fahndet nach Plagiaten in wissenschaftlichen Arbeiten. Was die eigene Transparenz betrifft, scheinen für die Prüfer jedoch andere Massstäbe zu gelten.

Ihr neues Buch kann die englische Polemikerin Julie Burchill nicht publizieren: Ein Schlagabtausch auf Twitter sei voller Hass und dazu noch islamophob gewesen, argumentiert ihr Verlag. Ein Rückschlag? Mitnichten.

In einem offenen Brief fordern Kölner Kulturschaffende eine multiperspektivische Findungskommission mit Diversitätskompetenz. An Theaterkompetenz denkt dabei keiner.

Der Lockdown gilt jetzt auch für Schweizer Bühnen. Das Theater St. Gallen schloss als letztes, doch vorher glückte ihm eine Premiere nach Wolfram Lotz: Der Abend ist eine Reise dorthin, wo das Virus machtlos ist.

Die Salzburger Festspiele sorgten im Sommer mit ihrem Schutzkonzept für Furore – die Wagner-Festspiele wurden dagegen abgesagt. 2021 sollen nun wieder beide Festivals stattfinden. Die Pandemie hat dennoch Folgen für die Programme.

Am 17. Dezember feiert die Kulturwelt den 250. Tauftag des grossen Komponisten. Nach diesem eingeschränkten Gedenkjahr steht fest: Vom Sockel gestürzt wurde der Titan diesmal nicht. Stattdessen menschelt es zeittypisch.

Bis heute erscheinen regelmässig neue Gesamtaufnahmen der zweiunddreissig Beethoven-Sonaten, die Hans von Bülow das «Neue Testament der Klavierspieler» nannte. Die jüngsten Zyklen wetteifern mit lauter Legenden der Plattengeschichte.

Immer häufiger spazieren Töchter und Söhne in die Fussstapfen ihrer Mütter und Väter. In der Galerienszene vollzieht sich ein Umbruch: Ein Generationswechsel ist im Gange.