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Donnerstag, 07. Januar 2021 00:00:00 Kultur News
Aktualisiert: Vor 3 Min.
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Fjodor Dostojewskis Geburtstag jährt sich zum 200. Mal. Sein Werk ist aktueller denn je. Der grosse Romanschriftsteller vertritt auch in zahlreichen politischen Fragen eine pointierte Position. Ulrich M. Schmid hat sich auf klandestinen Wegen mit Dostojewski unterhalten.

Wir leben in trüben Zeiten, und aufwärts geht's nur an den Börsen. Eine Reflexion auf den Optimismus.

Sie war die erste Philosophin auf einem Lehrstuhl in Basel. Aber die Zwänge der Akademie hat Annemarie Pieper mit 60 Jahren hinter sich gelassen, um unter die Leute zu gehen. Jetzt wird sie 80 und gibt den Lesern neue Denkanstösse.

Aus einer hochbegabten kleinen Tänzerin wird ein grosser Weltstar, der sich für die Freiheitsrechte der Schwarzen einsetzt. Josephine Bakers erstaunliches Leben ist ein Mythos, von dem sich ihre Biografin öfters blenden lässt.

Kann man Schönheit verordnen? Der scheidende US-Präsident hat auch das noch versucht und damit grundlegende Fragen zur Rolle der Architektur in der Gesellschaft aufgeworfen.

Überdies können wir dank neuen Büchern Susan Sontag besser kennenlernen, ins Werk der vor hundert Jahren geborenen Clarice Lispector eintauchen und bei Clemens J. Setz sogar einiges über dichtende Hunde erfahren.

Die Philosophin Judith Butler denkt über Gewaltlosigkeit nach und entwirft ein radikaldemokratisches Gesellschaftsmodell. Das geht nicht ohne Kurzschlüsse ab.

Hängt der Erfolg der Kinder vor allem vom sozialen Status der Eltern ab? Manche Studien behaupten das, doch greifen solchen statischen Betrachtungen zu kurz. Wer die soziale Dynamik in der Schweiz über mehrere Generationen untersucht, kommt zu einem anderen Schluss.

Die meisten, die 1872 Friedrich Nietzsches Vorträge «Über die Zukunft unserer Bildungsanstalten» hörten, dürften entsetzt gewesen sein. Da schlug einer über die Stränge. Aber er traf wunde Punkte.

Das Stammesdenken nimmt zu, die Menschen ziehen sich zurück in Gesinnungsgemeinschaften. Hat die Kultur versagt? Nein, aber das Bewusstsein darum, dass sie der Kritik ausgesetzt werden muss. Die Philosophie des vor 75 Jahren verstorbenen Ernst Cassirer hilft, das Phänomen neu in den Blick zu nehmen.

Die Jahre wechseln, die Trägheit bleibt – dass am 1. Januar nichts Neues beginnt, weiss man aus solider Erfahrung. Aber vielleicht wird uns die Pandemie in eine ganz neue Ära katapultieren? Mitnichten: Die Zeit verläuft nicht in Brüchen.

Die 56. Ausgabe des Publikumsfestivals, diesmal mit dem Label «Home Edition» versehen, muss virtuell über die Bühne gehen. Die Leitung bemüht sich, aus dieser Not eine Tugend zu machen.

Das Ermittlerduo Wilder/Kägi ist noch längst nicht Kult. Aber gut genug, dass wir ihm folgen, durch Höhen und Tiefen des Plots.

Dorn und Lessings neuer Fall, der scharf zwischen Gag und Ernst trennt, bietet allerlei unsichtbare Momente, die erst im Nachhinein sichtbar werden.

Eine Erzählung zum Neunzigsten des grossen Musikers.

Alfred Brendel und Peter Gülke führen vor, wie lehrreich reflektierende Musiker um das Für und Wider einer Interpretation ringen können – ein besonderes Präsent zu Brendels 90. Geburtstag am 5. Januar.

Corona und die Folgen: Die Künstlerin Shirana Shahbazi, der Geiger Daniel Hope und der Pianist Nik Bärtsch erzählen, wie sie sich in der Krise neu orientiert haben.

Ein deutscher Mathematiker und ein indischer Astronom stranden auf einem verlassenen Eiland und werden da zu tragikomischen Helden ihrer Wissenschaften.

Olga Tokarczuk hat ihr furchterregendes erstes, durch die Corona-Pandemie arg durcheinandergewirbeltes Nobelpreisjahr mit souveräner Eleganz bestritten. Dabei hat die polnische Autorin das literarische Schreiben keineswegs vernachlässigt.

Fünf begeisterte Leserinnen und Leser haben ihre persönlichen Vorlieben zum Massstab gemacht und präsentieren ihren Kanon der Schweizer Literatur. Darüber darf man jetzt streiten.

Er zählte zu den Erneuerern der Tessiner Architektur und war auch ein einflussreicher Theoretiker. Luigi Snozzi ist am 29. Dezember im Alter von 88 Jahren an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

Eine Ausstellung im Victoria and Albert Museum in London versammelt alle Ikonen des Genres, Lebensspuren ihrer berühmten Vorbesitzerinnen inklusive.

Laute Luxuslabel-Taschen sind out! Eine Ausstellung in London versammelt alle Ikonen des Genres, Lebensspuren ihrer berühmten Vorbesitzerinnen inklusive.

Zuerst war der Hype, dann kam die Enttäuschung: Der englischsprachige Ableger der niederländischen Zeitung «De Correspondent» wird per Ende Jahr bereits wieder eingestellt.

Die Plattform VroniPlag Wiki fahndet nach Plagiaten in wissenschaftlichen Arbeiten. Was die eigene Transparenz betrifft, scheinen für die Prüfer jedoch andere Massstäbe zu gelten.

Ihr neues Buch kann die englische Polemikerin Julie Burchill nicht publizieren: Ein Schlagabtausch auf Twitter sei voller Hass und dazu noch islamophob gewesen, argumentiert ihr Verlag. Ein Rückschlag? Mitnichten.

In einem offenen Brief fordern Kölner Kulturschaffende eine multiperspektivische Findungskommission mit Diversitätskompetenz. An Theaterkompetenz denkt dabei keiner.

Der Lockdown gilt jetzt auch für Schweizer Bühnen. Das Theater St. Gallen schloss als letztes, doch vorher glückte ihm eine Premiere nach Wolfram Lotz: Der Abend ist eine Reise dorthin, wo das Virus machtlos ist.

Die Salzburger Festspiele sorgten im Sommer mit ihrem Schutzkonzept für Furore – die Wagner-Festspiele wurden dagegen abgesagt. 2021 sollen nun wieder beide Festivals stattfinden. Die Pandemie hat dennoch Folgen für die Programme.

Am 17. Dezember feiert die Kulturwelt den 250. Tauftag des grossen Komponisten. Nach diesem eingeschränkten Gedenkjahr steht fest: Vom Sockel gestürzt wurde der Titan diesmal nicht. Stattdessen menschelt es zeittypisch.

Bis heute erscheinen regelmässig neue Gesamtaufnahmen der zweiunddreissig Beethoven-Sonaten, die Hans von Bülow das «Neue Testament der Klavierspieler» nannte. Die jüngsten Zyklen wetteifern mit lauter Legenden der Plattengeschichte.

Immer häufiger spazieren Töchter und Söhne in die Fussstapfen ihrer Mütter und Väter. In der Galerienszene vollzieht sich ein Umbruch: Ein Generationswechsel ist im Gange.