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Mittwoch, 09. September 2020 00:00:00 Kultur News
Aktualisiert: Vor 3 Min.
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Mona Vetsch besuchte für SRF drei Tage lang die Anonymen Alkoholiker. Eine schonungslose Episode.

Seit 50 Jahren macht der Basler Gitarrist, Sänger und Liederschreiber George Hennig Musik. Davon leben konnte er nie.

Die Serie «Keeping Up with the Kardashians» hat eine Epoche geprägt und wird nach 14 Jahren eingestellt. Warum die Frauen Amerika trotzdem weiter beschäftigen werden.

Filmexperte Lars Henrik Gass will, dass Kinos zu Museen werden. Nur so würden sie eine Zeit überleben, in der immer mehr Leute streamen und immer weniger sich konzentrieren.

In dem Projekt porträtiert Wenders die Arbeit des Schöpfers der Therme Vals.

In London zeigt die aus den Sammlungen des geflohenen Alfred Wiener hervorgegangene «Wiener Library», wie stark und vielfältig jüdischer Widerstand gegen die Nazidiktatur war.

Die Filmakademie trifft eine historische Entscheidung. Um den Wettbewerb inklusiver zu gestalten, werden sich die Regeln in der Sparte «Bester Film» ändern.

Netflix muss für Schweizer Filme und Serien zahlen. Gut, aber das reicht noch nicht.

Wie soll man mit der Darstellung von fragwürdigen historischen Personen umgehen? Die BaZ hat sich auf Spurensuche bei den Experten der Nationalen Informationsstelle zum Kulturerbe gemacht.

Verschoben und annulliert: Die Corona-Pandemie führt zu einem Besucherrückgang bei den Museen – und auch zu einem Rückzug von Geldgebern.

Sehenswert: Ein neuer Fotoband zeigt die vielen Karriere-Höhepunkte des britischen Supermodels Naomi Campbell .

Die Bilder von Andreas Züst sind Zeugnis einer Welt, die im Zeitalter des Klimawandels immer mehr dem Untergang geweiht ist.

Die Krimiserie erzählt die Vorgeschichte des traurigen schwedischen Kommissars, den Autor Henning Mankell berühmt gemacht hatte.

50 Jahre «Tatort»: Zum Auftakt der Jubiläumssaison spotten die Wiener bissig über den Zahn der Zeit.

Jan Böhmermann ist Deutschlands berühmtester TV-Satiriker. Im Interview redet er über sein Twitter-Buch und erklärt, warum er digitale Ausgrenzung manchmal für sinnvoll hält – und er kommentiert Tweets von Viktor Giacobbo, Kafi Freitag und Roger Köppel.

Disney hat den Emanzipations-Klassiker «Mulan» neu verfilmt – mit mehr Feminismus, aber weniger Humor. Ebenfalls neu: Der Film kann zuhause gestreamt werden.

«Brandsätze» von Steph Cha ist ein brillanter Noir-Thriller über Rassismus und Gewalt in Los Angeles. Und über die koreanische Community.

Mieko Kawakamis Roman «Brüste und Eier» erzählt von der patriarchalen japanischen Gesellschaft – aus der Perspektive einer Frau am Existenzminimum.

Der bizarre Roman «Arkadien» der Französin Emmanuelle Bayamack-Tam.

Die Schweizerin Zora del Buono hat einen Roman über ihre Grossmutter geschrieben. Die Kommunistin lebte in einer 23-Zimmer-Villa in Italien und starb in einem tristen Altersheim in Jugoslawien.

Gary Peacock hatte einen besonderen Sinn für Momente der Ruhe und Besinnung. Am Wochenende ist er mit 85 Jahren gestorben.

Rapper Nativ ist ebenso umtriebig wie laidback: Es gibt eine neue EP! Die Downbeat-Veteranen Kruder & Dorfmeister überraschen mit neuer alter Musik. Ausserdem: Kelly Lee Owens gelingt mit ihrem zweiten Album der grosse Wurf.

Die Szene feiert den Country-Sänger Orville Peck. Seine Botschaft lautet: Alle Menschen können sich in dieser Musik zuhause fühlen.

Am Dienstag begann das Basler Imfluss-Festival 2020 mit einem Auftritt des Ostschweizer Chansonniers Michael von der Heide. Ein durchzogener Auftakt zur diesjährigen Festivalausgabe.

Sie ist die Enkelin des Kino-Godfathers Francis Ford Coppola. In «Mainstream» beleuchtet Gia Coppola den Aufstieg und Fall von zwei fiktiven Youtube-Stars. Wie zeitgemäss ist das denn?

Er war Mitbegründer der tschechischen Nouvelle Vague und ein Meister des Ketzertums. Nun ist Jirí Menzel mit 82 Jahren gestorben.

Wie verfilmt man die Bibel mit einem schwarzen Jesus? Milo Rau zeigt es im Film «Das Neue Evangelium» über ausgebeutete Tagelöhner, der jetzt in Venedig Premiere feiert.

«Volunteer» gewann den Basler Filmpreis 2019 und ist seit Donnerstag im Kino Camera zu sehen. Die Regisseure Lorenz Nufer und Anna Thommen besetzen damit eine Nische, die noch nie zuvor filmisch ausgeleuchtet wurde.

Heute wird die neue Orgel des Basler Stadtcasinos eingeweiht. Zürich wird bald folgen – und St. Gallen plant sogar eine globale Neuheit: ein Instrument mit 3D-Klang.

Das Sicherheitskonzept der Festspiele war strikt, und es hat funktioniert. Im kulturellen Alltag wäre es allerdings kaum realisierbar.

Vor zwanzig Jahren nahmen Metallica ein Album mit dem San-Francisco-Symphonie-Orchester auf, eine unheilige Allianz zwischen Heavy Metal und Klassik. Nur: Was war jetzt der Grund, es noch einmal zu tun?

110 Aufführungen, Besucher aus 39 Ländern, 96 Prozent Auslastung und angeblich keine Corona-Ansteckung beim Publikum: So fällt die Bilanz der Salzburger Festspiele aus.

Der Künstler Julian Charrière spielt mit unserem Planeten. Er filmte vom «Südpol des Begehrens» bis hin zu nuklear verseuchten Atollen. Seine Ausstellung im Aargauer Kunsthaus verblüfft.

Die erste grosse Soloshow des japanischen Künstlers hierzulande dürfte die Besucher des Museums Tinguely zum Denken anregen.

Noch bis und mit Sonntag zeigt das Kunsthaus Baselland in Muttenz unter dem Titel «Life, Love, Justice» die Diplomausstellung der neuen Bachelor und Master des Instituts für Kunst der HGK FHNW.

«Remembering the Future» heisst die politische Ausstellung des französischen Installationskünstlers Kader Attia im Kunsthaus Zürich. Die Werke regen zum Nachdenken an über tief verankerte Ungerechtigkeiten.

Das Theater Arlecchino steht vor seiner 25. Spielsaison. Doch anstatt Feierlaune schwingt eine gewisse Sorge mit, ob über den Winter die Vorführungen so stattfinden können wie geplant.

Zwei ganz unterschiedliche Tanzinszenierungen nahmen am Wochenende die klassischen Geschlechtervorstellungen auseinander. Das Theaterfestival endete mit einer bunten Mischung aus Horror, Porno und Soloperformance.

Am Freitag feierte der Circus Knie in Bern seine verspätete Premiere. Die Artisten und Komiker boten dem maskierten Publikum eine magisch-wagemutige Show.

Der Theaterpionier Milo Rau sprach in einem Interview über den Corona-Schock und die Folgen – und erzählte von seinem Ärger mit den Reichsbürgern.

Angepasster und mutloser geht es kaum: Soziologen und Philosophen sind in der anhaltenden Krise zu radikalen Fürsprechern des neuen Verordnungsstaates geworden. Wo sind die neuen Marcuses, Foucaults, Schelskys?

Achtung, Einfluss, Prestige: Sind sie Teil einer Person? Oder verbergen sie nur den Menschen dahinter? Vielleicht sollten wir immer auf zehn zählen, bis wir jemandem ins Gesicht sehen.

Die alternative Online-Plattform bringt Künstlern und Fans näher zusammen. Das ist in der Pandemie ein grosser Vorteil.

Die Techno-Szene der Hauptstadt wird erfinderisch. Das Berghain zeigt eine Kunstausstellung, vor der Stadt entstehen neue Party-Hotspots. Was bleibt von den Klubs nach Corona?

Es spricht für den Humor, dass die künstliche Intelligenz keinen hat und auch nicht gut darin ist, ihn zu produzieren.

London hat das Theaterstück des Jahres. Es ist ein Wutausbruch zum Thema der Stunde.

Das Leben bleibt ein Himmelfahrtskommando. Dagegen helfen auch die beste Vorsorge und pedantische Vorsicht nichts.

Die im Namen des Islams begangene Gewalt sei ein einziges grosses Missverständnis, behauptet der Islamwissenschafter Mouhanad Khorchide in seinem neuen Buch. Eine solche Lesart setzt sich kühn über den Text des Korans und historische Fakten hinweg.

Gut möglich, dass wir in einer stark beschleunigten Zeit leben. Aber diese Diagnose stellten Beobachter schon vor 200 Jahren: Der Historiker Sandro Guzzi-Heeb erklärt, wie im 18. Jahrhundert ein neues Zeitregime begann.

Unser Autor gehört zur ersten Nachkriegsgeneration, die keinen Mangel kannte. Von Kindesbeinen an profitierte er vom «Wirtschaftswunder» und lebte in zuvor nie gekannter Freiheit. Ein Blick auf «No nations, no borders» und die politisch korrekte «cancel culture».

Die Debatte um Emil Georg Bührle geht in eine neue Runde.

Hinter einer Maske – was passiert da eigentlich mit uns?

Ein Flug zum Mars wird für eine internationale Besatzung zum Psycho-Härte-Stresstest. Dass die waghalsige Mission von einer Amerikanerin angeführt wird, ist nicht das einzige Klischee, das die Serie mit der Oscarpreisträgerin Hilary Swank bedient.

Eine barbusige Ermittlerin und ein kurvenreiches Drehbuch sorgen in der Folge «Pumpen» für Aufregung. Dennoch hat das Publikum nach der Sommerpause Überzeugenderes verdient.

Die Neuverfilmung des Trickfilmklassikers läuft nicht im Kino, sondern im Netz. Sie zeigt, woran Disney derzeit krankt. Es ist nicht das Virus

Zupackend und innovativ ging Toni Morrison Amerikas Rassenfrage an; das trug ihr 1993 den Nobelpreis für Literatur ein. Ihre unlängst auf Deutsch erschienenen Reden und Essays sind heute brandaktuell.

Mit den wunderschönen, glückstrunkenen Ausmalungen vergangener Freuden scheint sich der in den USA lebende serbische Schriftsteller Dragan Aleksić verausgabt zu haben. In seinem jüngsten Band mit Erzählungen ist das Leben alles andere als ein Zuckerschlecken.

Der australische Autor Gerald Murnane hat zeitlebens kein Flugzeug bestiegen und seinen Heimatstaat Victoria kaum je verlassen. Warum sollte er auch? Das Universum seiner Bücher ist so seltsam, obsessiv und wunderbar, dass man sich noch so gern darin verirrt.

Autos und Zigaretten, Bier und Zahnräder – im letzten Jahrhundert wurde in Zürich eine enorme Vielfalt an Produkten hergestellt. Wie sehr sich die damalige Arbeitswelt von der heutigen unterscheidet, wird nach dem Lockdown besonders deutlich.

Wir sollen im leeren Raum der Fülle von Gedanken nachgehen – die Künstlerin Marion Baruch zeigt, wie das geht.

Die jahrelange Odyssee einer rostigen Kapelle vom Murtenseeufer nimmt am Bodensee ein Ende. Eine typisch schweizerische Geschichte?

Wer im grossen digitalen Wirrwarr noch gehört werden will, rührt die Werbetrommel. Das fördert den Ego-Kult - ausgerechnet in einer Phase, in der die Medienbetriebe den individuellen Spielraum einschränken.

Bald entscheidet der Nationalrat, wieweit die Schweizer Medien künftig mit öffentlichen Geldern unterstützt werden sollen. Bis Online-Medien profitabel sind, braucht es staatliche Hilfe. Ein Plädoyer von Verlegerseite.

Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) verschiebt seine Prioritäten hin zu Online-Angeboten. Damit gerät es in Konflikt mit der heutigen Konzession. Schuld daran ist ein mutloser Bundesrat, der sich vor klaren Regeln für den abgabenfinanzierten Rundfunk scheut.

Inmitten der Corona-Pandemie startete das neue Festival «Bayreuth Baroque». Nach der Komplettabsage der Wagner-Festspiele ist das für Bayreuth eine Rettung. Andere Städte mit prominenten Festspielen können daraus lernen – im Guten wie im Schlechten.

Die Opernsängerin stellte unzählige berühmte Tode dar. In München bringt Marina Abramović die denkwürdigsten auf die Bühne. Das Resultat erinnert an ein Wunschkonzert. Und an ein Dirigier-Sketch von Loriot.

Sophie Hunger entwickelt sich klanglich immer weiter. Auch auf ihrem neuen Album «Halluzinationen» überzeugt die Musikerin durch geschickte Sound-Konstrukte. Aber das schafft auch Probleme.

Auf den Bühnen wird wieder gespielt – im Zuschauerraum mit Maske selbstverständlich. Das ist nicht leicht. Aber die grössten Schwierigkeiten stehen den Theatern erst bevor.

Die Wiener Brutalo-Ballerina Florentina Holzinger dehnt die Grenzen des Erträglichen und des Körpers.

Lars Eidinger sucht als Schauspieler den maximalen Exzess. Nun gibt der Deutsche im Schweizer Film «Schwesterlein» einen todkranken Bühnendarsteller, der lieber vor Publikum sterben will als ohne. Wie findet Eidinger so etwas?

Das Quatuor Ebène reist mit Beethovens Streichquartetten bis in die Slums von Nairobi und in die Favelas von São Paulo. Corona konnte das Projekt nur bremsen, nicht stoppen. Herausgekommen ist bereits eine mustergültige Gesamteinspielung.

An der Donau nahmen sogenannte Schrammelmusiker einst die Volksmusik und gaben ihr einen tüchtigen Schuss Kunst. Der Liedpoet Roland Neuwirth erneuert diese Tradition.

Über die Frauen der Yakuza ist wenig bekannt. Eine aktive Rolle spielen sie in der japanischen Mafia-Organisation nicht, ihre grossflächigen Tätowierungen tragen sie aber mit Stolz.