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Sonntag, 06. September 2020 00:00:00 Kultur News
Aktualisiert: Vor 3 Min.
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50 Jahre «Tatort»: Zum Auftakt der Jubiläumssaison spotten die Wiener bissig über den Zahn der Zeit.

Die neue, 2,5 Millionen Franken teure Basler Konzertorgel wurde am Wochenende vorgestellt. Die Klangpalette reicht von wohlig-wummerndem Basssound bis zu verstörend kleinen Mikroklängen. Die Orgel ist ein Erlebnis.

Zwei ganz unterschiedliche Tanzinszenierungen nahmen am Wochenende die klassischen Geschlechtervorstellungen auseinander. Das Theaterfestival endete mit einer bunten Mischung aus Horror, Porno und Soloperformance.

Jeden Sonntag stellen wir spezielle Mundartwörter vor. Testen Sie ihr Wissen im «Dialekt-Check». Heute mit kurligen Wörtern aus Zürich, Bern und der Innerschweiz – unter anderem.

Erziehungsforscherin Margrit Stamm erklärt in ihrem neuen Buch Risiken und Nebenwirkungen der intensiven Mutterschaft. Wir bieten den Selbsttest.

SRF will den Service public im Internet stärken. Dabei sinkt das Niveau. Eine Analyse – und ein Anruf bei TV-Direktorin Nathalie Wappler.

Mieko Kawakamis Roman «Brüste und Eier» erzählt von der patriarchalen japanischen Gesellschaft – aus der Perspektive einer Frau am Existenzminimum.

So fordernd ist Mutterschaft heute: Erziehungsforscherin Margrit Stamm erklärt im neuen Buch Risiken und Nebenwirkungen. Wir bieten den Selbsttest.

Der Künstler Julian Charrière spielt mit unserem Planeten. Er filmte vom «Südpol des Begehrens» bis hin zu nuklear verseuchten Atollen. Seine Ausstellung im Aargauer Kunsthaus verblüfft.

Die Corona-Krise hat uns alle etwas entspannter, etwas zugewandter gemacht – selbst die abgebrühten Filmkritiker.

Mit menschlicher Wärme: Ein radikal gedachtes Wohnatelierhaus in Basel zeigt, wie ein Leben ohne Heizung funktioniert.

Lesen Sie nach, wie man sich neuerdings begrüsst, warum Banker lockerer werden wollen und welche Erkenntnisse ein neues Buch über die First Lady liefert.

Jan Böhmermann ist Deutschlands berühmtester TV-Satiriker. Im Interview redet er über sein Twitter-Buch und erklärt, warum er digitale Ausgrenzung manchmal für sinnvoll hält – und er kommentiert Tweets von Viktor Giacobbo, Kafi Freitag und Roger Köppel.

Disney hat den Emanzipations-Klassiker «Mulan» neu verfilmt – mit mehr Feminismus, aber weniger Humor. Ebenfalls neu: Der Film kann zuhause gestreamt werden.

Passend zum US-Wahlkampf zeigt «Watchmen» ein mögliches anderes Amerika. In «Devs» geht es um mysteriöse Pläne des Silicon Valley. «Lovecraft Country» ist ein grandioser Genre-Mix. Unsere Empfehlungen für September.

Das Schweizer Fernsehen sucht Konzepte für neue Serien. Wer mitmacht, hat die Chance, eine grosse TV-Kiste zu entwickeln. Doch bezahlt wird die Arbeit am Konzept nicht.

Der bizarre Roman «Arkadien» der Französin Emmanuelle Bayamack-Tam.

Die Schweizerin Zora del Buono hat einen Roman über ihre Grossmutter geschrieben. Die Kommunistin lebte in einer 23-Zimmer-Villa in Italien und starb in einem tristen Altersheim in Jugoslawien.

Eine Ich-Erzählung über Herkunft und Klassenscham von Deniz Ohde, Ben Lerner über die Symptome der amerikanischen Gegenwart und Weltliteratur von Mieko Kawakami: die besten Bücher des Monats.

Zum 250. Geburtstag des Philosophen: Die Denkerin und Gender-Theoretikerin Judith Butler erklärt, warum Hegel so wichtig für sie und die politischen Bewegungen ist – und wie wir ihn lesen sollten.

Rapper Nativ ist ebenso umtriebig wie laidback: Es gibt eine neue EP! Die Downbeat-Veteranen Kruder & Dorfmeister überraschen mit neuer alter Musik. Ausserdem: Kelly Lee Owens gelingt mit ihrem zweiten Album der grosse Wurf.

Die Szene feiert den Country-Sänger Orville Peck. Seine Botschaft lautet: Alle Menschen können sich in dieser Musik zuhause fühlen.

Am Dienstag begann das Basler Imfluss-Festival 2020 mit einem Auftritt des Ostschweizer Chansonniers Michael von der Heide. Ein durchzogener Auftakt zur diesjährigen Festivalausgabe.

Das Tingvall Trio und Tears for Esbjörn spielten im Stadtcasino. Und wussten zu überzeugen.

«Volunteer» gewann den Basler Filmpreis 2019 und ist seit Donnerstag im Kino Camera zu sehen. Die Regisseure Lorenz Nufer und Anna Thommen besetzen damit eine Nische, die noch nie zuvor filmisch ausgeleuchtet wurde.

In den ersten Tagen des Filmfestivals Venedig – des ersten Grossanlasses der Branche seit Corona – dreht sich alles um Sicherheit. Aber nicht nur. Wir haben Stars, verlassene Hotspots und einen merkwürdigen roten Teppich gefunden.

Adrenalin auf dem Fussballfeld: Der 30-jährige Regisseur Roman Hodel ist mit «Das Spiel» an die Top-Festivals in Venedig und Toronto eingeladen worden.

In seinem neuesten Werk porträtiert Filmemacher Hüseyin Akin den Sizilianer Rosario Romeo. Dieser kam jung nach Basel und blieb hier hängen. Akin gelang ein einzigartiges, berührendes Porträt.

Heute wird die neue Orgel des Basler Stadtcasinos eingeweiht. Zürich wird bald folgen – und St. Gallen plant sogar eine globale Neuheit: ein Instrument mit 3D-Klang.

Das Sicherheitskonzept der Festspiele war strikt, und es hat funktioniert. Im kulturellen Alltag wäre es allerdings kaum realisierbar.

Vor zwanzig Jahren nahmen Metallica ein Album mit dem San-Francisco-Symphonie-Orchester auf, eine unheilige Allianz zwischen Heavy Metal und Klassik. Nur: Was war jetzt der Grund, es noch einmal zu tun?

110 Aufführungen, Besucher aus 39 Ländern, 96 Prozent Auslastung und angeblich keine Corona-Ansteckung beim Publikum: So fällt die Bilanz der Salzburger Festspiele aus.

Die erste grosse Soloshow des japanischen Künstlers hierzulande dürfte die Besucher des Museums Tinguely zum Denken anregen.

Noch bis und mit Sonntag zeigt das Kunsthaus Baselland in Muttenz unter dem Titel «Life, Love, Justice» die Diplomausstellung der neuen Bachelor und Master des Instituts für Kunst der HGK FHNW.

«Remembering the Future» heisst die politische Ausstellung des französischen Installationskünstlers Kader Attia im Kunsthaus Zürich. Die Werke regen zum Nachdenken an über tief verankerte Ungerechtigkeiten.

Kunst und kulturelle Identität in der Karibik: Die Kulturstiftung Basel H. Geiger wird mit einer faszinierenden Ausstellung über ein kulturell wenig bekanntes Inselarchipel eröffnet.

Am Freitag feierte der Circus Knie in Bern seine verspätete Premiere. Die Artisten und Komiker boten dem maskierten Publikum eine magisch-wagemutige Show.

Der Theaterpionier Milo Rau sprach in einem Interview über den Corona-Schock und die Folgen – und erzählte von seinem Ärger mit den Reichsbürgern.

«Chinchilla Arschloch, waswas» ist alles andere als klassisches Theater. Es handelt von Menschen mit Tourette-Syndrom, die immer wieder – ungewollt – ausser Kontrolle geraten.

Der deutsche Theatermann Christoph Schlingensief (1960 bis 2010) hat mit seinen Aktionen auch Zürich verunsichert.

Der australische Autor Gerald Murnane hat zeitlebens kein Flugzeug bestiegen und seinen Heimatstaat Victoria kaum je verlassen. Warum sollte er auch? Das Universum seiner Bücher ist so seltsam, obsessiv und wunderbar, dass man sich noch so gern darin verirrt.

Eine barbusige Ermittlerin und ein kurvenreiches Drehbuch sorgen in der Folge «Pumpen» für Aufregung. Dennoch hat das Publikum nach der Sommerpause Überzeugenderes verdient.

Unser Autor gehört zur ersten Nachkriegsgeneration, die keinen Mangel kannte. Von Kindesbeinen an profitierte er vom «Wirtschaftswunder» und lebte in zuvor nie gekannter Freiheit. Ein Zwischenruf an nachwachsende Aktivisten.

«Wenn ich auf den Auslöser drücke, schliesse ich die Augen», sagt Annelies Štrba. Das Resultat sind Fotografien von fast übersinnlicher Schönheit.

Bald entscheidet der Nationalrat, wieweit die Schweizer Medien künftig mit öffentlichen Geldern unterstützt werden sollen. Bis Online-Medien profitabel sind, braucht es staatliche Hilfe. Ein Plädoyer von Verlegerseite.

Wir sollen im leeren Raum der Fülle von Gedanken nachgehen – die Künstlerin Marion Baruch zeigt, wie das geht.

Die jahrelange Odyssee einer rostigen Kapelle vom Murtenseeufer nimmt am Bodensee ein Ende. Eine typisch schweizerische Geschichte?

Die Wiener Brutalo-Ballerina Florentina Holzinger dehnt die Grenzen des Erträglichen und des Körpers.

Die geistige Umnachtung tritt am klarsten zutage, wenn man träumt.

Die Debatte um Emil Georg Bührle geht in eine neue Runde.

Hinter einer Maske – was passiert da eigentlich mit uns?

Seine Grossmutter hielt Baguettes für kultivierter als tunesisches Fladenbrot. Sie sprach den dortigen Dialekt, stellte sich aber nicht in die arabische Kulturtradition. Massoud Hayoun betont dieses Erbe. Und er provoziert damit – gerade im eigenen Umfeld.

Die Neuverfilmung des Trickfilmklassikers läuft nicht im Kino, sondern im Netz. Sie zeigt, woran Disney derzeit krankt. Es ist nicht das Virus

Lars Eidinger sucht als Schauspieler den maximalen Exzess. Nun gibt der Deutsche im Schweizer Film «Schwesterlein» einen todkranken Bühnendarsteller, der lieber vor Publikum sterben will als ohne. Wie findet Eidinger so etwas?

Zwei Dokumentarfilmer haben sechs Schweizer begleitet, die ihrer heilen Welt den Rücken gekehrt haben – unter ihnen ist überraschenderweise auch ein SVP-Wähler.

In «Der Staat an seinen Grenzen» fordert Thilo Sarrazin, Immigration müsse selektiv gesteuert werden, um den Sozialstaat zu schützen. Grund: Die Leistungsfähigkeit des Staates sei begrenzt, und weder für die Ziel- noch für die Herkunftsländer sei Migration eine angemessene Lösung.

Muss der Mensch verteidigt werden? Ja, weil er sich selber auf ein Bündel von Algorithmen reduziert. Und vergisst, was ihn eigentlich ausmacht.

Die weltweit führende Bildagentur Magnum säubert ihr Archiv. Das löst die Widersprüche nicht auf – im Gegenteil.

Die Hafenstadt am Mittelmeer, wo sechzig bis siebzig Prozent der Bevölkerung Immigranten sind, verursacht schier unauflösbare Konflikte. Die Manifesta 13 will diese Problematik sichtbarer machen.

Die Schenkung eines Liebermann-Gemäldes an die Max-Liebermann-Gesellschaft durch den Bund sollte überprüft werden.

Wer im grossen digitalen Wirrwarr noch gehört werden will, rührt die Werbetrommel. Das fördert den Ego-Kult - ausgerechnet in einer Phase, in der die Medienbetriebe den individuellen Spielraum einschränken.

Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) verschiebt seine Prioritäten hin zu Online-Angeboten. Damit gerät es in Konflikt mit der heutigen Konzession. Schuld daran ist ein mutloser Bundesrat, der sich vor klaren Regeln für den abgabenfinanzierten Rundfunk scheut.

Wegen der gegenwärtigen Rassismusdebatte wollte die BBC die populären Lieder «Rule Britannia» und «Land of Hope and Glory» nur noch ohne Worte spielen lassen. Dass das Medienhaus jetzt einknickt, hat wohl auch mit dem neuen Direktor zu tun.

Die Opernsängerin stellte unzählige berühmte Tode dar. In München bringt Marina Abramović die denkwürdigsten auf die Bühne. Das Resultat erinnert an ein Wunschkonzert. Und an ein Dirigier-Sketch von Loriot.

Sophie Hunger entwickelt sich klanglich immer weiter. Auch auf ihrem neuen Album «Halluzinationen» überzeugt die Musikerin durch geschickte Sound-Konstrukte. Aber das schafft auch Probleme.

Leben und Musik waren eins für ihn. Der legendäre Jazzsaxofonist schrieb Musikgeschichte – und prägte mit seinen Exzessen Ideale von Avantgarde und Jugendkultur. Heute würde er hundert Jahre alt.

Der Aargau streicht ab 2021 der Gruppe Flamencos en route die Unterstützung. Damit endet ein international ausstrahlendes Erfolgsmodell.

Christian Jott Jenny und sein Team schicken die legendäre Freiluft-Musikrevue in eine nächste Runde. Das Ergebnis wirkt gar sprunghaft, bietet aber immerhin etwas Leichtigkeit, die zurzeit wohl viele suchen.

Das umfassend renovierte Stadtcasino empfängt die Besucher mit weit geöffneten Armen. Die Musikszene der Stadt muss das Potenzial des herrlichen Konzerthauses jetzt richtig nutzen.

Das Quatuor Ebène reist mit Beethovens Streichquartetten bis in die Slums von Nairobi und in die Favelas von São Paulo. Corona konnte das Projekt nur bremsen, nicht stoppen. Herausgekommen ist bereits eine mustergültige Gesamteinspielung.

An der Donau nahmen sogenannte Schrammelmusiker einst die Volksmusik und gaben ihr einen tüchtigen Schuss Kunst. Der Liedpoet Roland Neuwirth erneuert diese Tradition.

Über die Frauen der Yakuza ist wenig bekannt. Eine aktive Rolle spielen sie in der japanischen Mafia-Organisation nicht, ihre grossflächigen Tätowierungen tragen sie aber mit Stolz.