Schlagzeilen |
Donnerstag, 03. September 2020 00:00:00 Kultur News
Aktualisiert: Vor 2 Min.
||||  

Zum ersten Mal führt eine ganzkoreanische Band die amerikanischen Singlecharts an. Der Erfolg der Boygroup BTS belegt, wie international Popmusik produziert und vertrieben wird.

Rapper Nativ ist ebenso umtriebig wie laidback: Es gibt eine neue EP! Die Downbeat-Veteranen Kruder & Dorfmeister überraschen mit neuer alter Musik. Ausserdem: Kelly Lee Owens gelingt mit ihrem zweiten Album der grosse Wurf.

Der bizarre Roman «Arkadien» der Französin Emmanuelle Bayamack-Tam.

Disney hat den Emanzipations-Klassiker «Mulan» neu verfilmt – mit mehr Feminismus, aber weniger Humor. Ebenfalls neu: Der Film kann zuhause gestreamt werden.

«Volunteer» gewann den Basler Filmpreis 2019 und ist seit Donnerstag im Kino Camera zu sehen. Die Regisseure Lorenz Nufer und Anna Thommen besetzen damit eine Nische, die noch nie zuvor filmisch ausgeleuchtet wurde.

In den ersten Tagen des Filmfestivals Venedig – des ersten Grossanlasses der Branche seit Corona – dreht sich alles um Sicherheit. Aber nicht nur. Wir haben Stars, verlassene Hotspots und einen merkwürdigen roten Teppich gefunden.

Der Theaterpionier Milo Rau sprach in einem Interview über den Corona-Schock und die Folgen – und erzählte von seinem Ärger mit den Reichsbürgern.

Die links-grüne Berner Stadtregierung führt einen Kreuzzug gegen einen halben Quadratmeter angeblich rassistischer Kunst in einem Quartierschulhaus. Ein Lehrstück über sogenannte politische Korrektheit.

Die Szene feiert den Country-Sänger Orville Peck. Seine Botschaft lautet: Alle Menschen können sich in dieser Musik zuhause fühlen.

Sitzplatzpflicht, kein Alkoholverbot: Der Bundesrat hat seine Richtlinien für Grossveranstaltungen bekannt gegeben. Vertreter der Eventbranche sind nicht zufrieden.

Fünf Sandkörner davon bringen den Tod. Was ist Nowitschok? Wer hats erfunden?

Am Dienstag begann das Basler Imfluss-Festival 2020 mit einem Auftritt des Ostschweizer Chansonniers Michael von der Heide. Ein durchzogener Auftakt zur diesjährigen Festivalausgabe.

Passend zum US-Wahlkampf zeigt «Watchmen» ein mögliches anderes Amerika. In «Devs» geht es um mysteriöse Pläne des Silicon Valley. «Lovecraft Country» ist ein grandioser Genre-Mix. Unsere Empfehlungen für September.

Das Schweizer Fernsehen sucht Konzepte für neue Serien. Wer mitmacht, hat die Chance, eine grosse TV-Kiste zu entwickeln. Doch bezahlt wird die Arbeit am Konzept nicht.

Alain Berset will, dass Streamingdienste in Schweizer Filme investieren. Netflix hält das geplante Gesetz für kontraproduktiv. Wer sind die Player im Politkampf, der unüblich heftig verläuft?

Die Westschweizer Serie «Helvetica» gibts jetzt auch auf Schweizerdeutsch. Bloss: Die Synchronisierung zerstört den Plot.

Die Schweizerin Zora del Buono hat einen Roman über ihre Grossmutter geschrieben. Die Kommunistin lebte in einer 23-Zimmer-Villa in Italien und starb in einem tristen Altersheim in Jugoslawien.

Eine Ich-Erzählung über Herkunft und Klassenscham von Deniz Ohde, Ben Lerner über die Symptome der amerikanischen Gegenwart und Weltliteratur von Mieko Kawakami: die besten Bücher des Monats.

Zum 250. Geburtstag des Philosophen: Die Denkerin und Gender-Theoretikerin Judith Butler erklärt, warum Hegel so wichtig für sie und die politischen Bewegungen ist – und wie wir ihn lesen sollten.

William Trevors wunderbare «Letzte Erzählungen» über die Macht des Schicksals und die Kraft der Fantasie.

Das Tingvall Trio und Tears for Esbjörn spielten im Stadtcasino. Und wussten zu überzeugen.

Vor zwanzig Jahren nahmen Metallica ein Album mit dem San-Francisco-Symphonie-Orchester auf, eine unheilige Allianz zwischen Heavy Metal und Klassik. Nur: Was war jetzt der Grund, es noch einmal zu tun?

Lea ist zu einer der erfolgreichsten Musikerinnen im deutschsprachigen Raum gereift. Dann kam Corona. Wie weiter?

Der deutsche Musikmanager Siggi Loch ist so etwas wie der gute Geist des Jazzfestivals Basel. Seit vielen Jahren unterstützt der Gründer des Spartenlabels Act Music den Veranstalter Urs Blindenbacher tatkräftig.

Adrenalin auf dem Fussballfeld: Der 30-jährige Regisseur Roman Hodel ist mit «Das Spiel» an die Top-Festivals in Venedig und Toronto eingeladen worden.

In seinem neuesten Werk porträtiert Filmemacher Hüseyin Akin den Sizilianer Rosario Romeo. Dieser kam jung nach Basel und blieb hier hängen. Akin gelang ein einzigartiges, berührendes Porträt.

Trotz Corona: Der Actionthriller von Christopher Nolan kommt erstaunlich gut an. Eine Rückkehr zur Kino-Normalität ist damit aber nicht erreicht.

Konstantinos Karatolios, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Angiologie, äussert sich zum Dokumentarfilm «Zwischenwelten». Dieser sei zwar eindrücklich, tendiere aber dazu, die Naturheilpraktiken zu idealisieren.

Das Sicherheitskonzept der Festspiele war strikt, und es hat funktioniert. Im kulturellen Alltag wäre es allerdings kaum realisierbar.

110 Aufführungen, Besucher aus 39 Ländern, 96 Prozent Auslastung und angeblich keine Corona-Ansteckung beim Publikum: So fällt die Bilanz der Salzburger Festspiele aus.

Ob im Konzertsaal oder auf Twitter: Der 33-jährige Pianist Igor Levit ist eine Ausnahmeerscheinung. Wir haben ihn vor seinem Luzerner Beethoven-Konzert getroffen.

Das Barockorchester La Cetra Basel wurde kürzlich für eine Händel-CD für acht Opus-Klassik-Preise nominiert. Auch zu Hause läuft es rund. Nun soll das Vokalensemble La Cetra eine eigene Konzertplattform erhalten.

Noch bis und mit Sonntag zeigt das Kunsthaus Baselland in Muttenz unter dem Titel «Life, Love, Justice» die Diplomausstellung der neuen Bachelor und Master des Instituts für Kunst der HGK FHNW.

«Remembering the Future» heisst die politische Ausstellung des französischen Installationskünstlers Kader Attia im Kunsthaus Zürich. Die Werke regen zum Nachdenken an über tief verankerte Ungerechtigkeiten.

Kunst und kulturelle Identität in der Karibik: Die Kulturstiftung Basel H. Geiger wird mit einer faszinierenden Ausstellung über ein kulturell wenig bekanntes Inselarchipel eröffnet.

Ardez öffnet seine historischen Häuser und revolutioniert den Kunstbetrieb.

«Chinchilla Arschloch, waswas» ist alles andere als klassisches Theater. Es handelt von Menschen mit Tourette-Syndrom, die immer wieder – ungewollt – ausser Kontrolle geraten.

Der deutsche Theatermann Christoph Schlingensief (1960 bis 2010) hat mit seinen Aktionen auch Zürich verunsichert.

In vielen Konzertsälen und Theatern sind Masken obligatorisch. Man bekommt sie oft von den Veranstaltern, inklusive Logo. Aber nicht alle überzeugen.

Jossi Wieler, gefeierter Schauspiel- und Opernregisseur, erhält den Schweizer Grand Prix Theater. Und kritisiert Corona- wie PC-Regeln am Theater.

Die Debatte um Emil Georg Bührle geht in eine neue Runde.

Lars Eidinger sucht als Schauspieler den maximalen Exzess. Nun gibt der Deutsche im Schweizer Film «Schwesterlein» einen todkranken Bühnendarsteller, der lieber vor Publikum sterben will als ohne. Wie findet Eidinger so etwas?

Seine Grossmutter hielt Baguettes für kultivierter als tunesisches Fladenbrot. Sie sprach den dortigen Dialekt, stellte sich aber nicht in die arabische Kulturtradition. Massoud Hayoun betont dieses Erbe. Und er provoziert damit – gerade im eigenen Umfeld.

Die Opernsängerin stellte unzählige berühmte Tode dar. In München bringt Marina Abramović die denkwürdigsten auf die Bühne. Das Resultat erinnert an ein Wunschkonzert. Und an ein Dirigier-Sketch von Loriot.

Er kommt von unten und hält sich gutgelaunt ganz oben. Er liebt seine helvetische Heimat und fühlt sich doch in Berlin am wohlsten. Lustvoll seziert er die Heucheleien von Islamisten und Öko-Evangelisten, bezeichnet sich selbst aber als Linken. René Scheu hat den Publizisten und Freigeist Frank A. Meyer in Berlin zum grossen Gespräch getroffen.

Neue Epoche werden gerne ausgerufen. Doch wer sie verkündet, führt meistens etwas im Schild. So wurde das Mittelalter von einer aufgeklärten Elite ausgerufen, um Gegner der Aufklärung zu diskreditieren. Und heute?

Zwei Dokumentarfilmer haben sechs Schweizer begleitet, die ihrer heilen Welt den Rücken gekehrt haben – unter ihnen ist überraschenderweise auch ein SVP-Wähler.

Hinter einer Maske – was passiert da eigentlich mit uns?

In «Der Staat an seinen Grenzen» fordert Thilo Sarrazin, Immigration müsse selektiv gesteuert werden, um den Sozialstaat zu schützen. Grund: Die Leistungsfähigkeit des Staates sei begrenzt, und weder für die Ziel- noch für die Herkunftsländer sei Migration eine angemessene Lösung.

Joe Biden, demokratischer Anwärter auf das Amt des amerikanischen Präsidenten, hat eine rhetorisch brillante Rede gehalten, um die Nation zu einen. Den schwelenden Konflikt mit China hat er jedoch elegant ausgeblendet. Das sollte stutzig machen, wie ein Blick in die Geschichte zeigt.

Wo stehen wir ein halbes Jahr nach dem Ausbruch der Corona-Krise, zwischen Individualismus und neuem Kollektivbewusstsein, zwischen autoritärem Zynismus und ansteckender demokratischer Lebensform?

Der Hollywoodschauspieler ist im Alter von nur 43 Jahren an Krebs gestorben.

Das Schweizer Filmschaffen erwacht aus der Corona-Starre – wenn auch unter sehr speziellen Bedingungen. Dies zeigt ein Besuch bei Dreharbeiten zu einem aufwendigen Spielfilm «Monte Verità»  im Tessin.

Christopher Nolans neuer Thriller ist raffiniert, verwegen – und er macht unheimlich viel Spass. Für Filme von solcher visuellen und erzählerischen Wucht muss man ins Kino.

Muss der Mensch verteidigt werden? Ja, weil er sich selber auf ein Bündel von Algorithmen reduziert. Und vergisst, was ihn eigentlich ausmacht.

Auf das Volk zu hören, das versprechen sie alle – AfD, Freiheitliche, Rassemblement national, SVP oder Lega. Aber was heisst das? Und ist, wer auf das Volk hört, ein Populist? In seinem neuen Buch sucht der Schweizer Soziologe Walter Hollstein den Durchblick in unübersichtlichen Zeiten.

Die weltweit führende Bildagentur Magnum säubert ihr Archiv. Das löst die Widersprüche nicht auf – im Gegenteil.

Die Hafenstadt am Mittelmeer, wo sechzig bis siebzig Prozent der Bevölkerung Immigranten sind, verursacht schier unauflösbare Konflikte. Die Manifesta 13 will diese Problematik sichtbarer machen.

Die Schenkung eines Liebermann-Gemäldes an die Max-Liebermann-Gesellschaft durch den Bund sollte überprüft werden.

Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) verschiebt seine Prioritäten hin zu Online-Angeboten. Damit gerät es in Konflikt mit der heutigen Konzession. Schuld daran ist ein mutloser Bundesrat, der sich vor klaren Regeln für den abgabenfinanzierten Rundfunk scheut.

Der Streit um Tatsachen ist intensiver geworden. Allzu schnell werden Abweichler zu Verrückten erklärt.

Der Umsatz von «20 Minuten» ist im ersten Halbjahr um über 40 Prozent eingebrochen, über das baldige Ende der gedruckten Ausgabe wird nachgedacht. Hat der rein werbefinanzierte Journalismus überhaupt noch eine Zukunft?

Sophie Hunger entwickelt sich klanglich immer weiter. Auch auf ihrem neuen Album «Halluzinationen» überzeugt die Musikerin durch geschickte Sound-Konstrukte. Aber das schafft auch Probleme.

Leben und Musik waren eins für ihn. Der legendäre Jazzsaxofonist schrieb Musikgeschichte – und prägte mit seinen Exzessen Ideale von Avantgarde und Jugendkultur. Heute würde er hundert Jahre alt.

Schon 42 Jahre sind Dieter Meier und Boris Blank bei Yello vereint. In ihrem Bandprojekt sind die Aufgaben klar verteilt. Beide Künstler überzeugen auf dem neuen, vierzehnten Album indes mit sprühender Frische.

Der Aargau streicht ab 2021 der Gruppe Flamencos en route die Unterstützung. Damit endet ein international ausstrahlendes Erfolgsmodell.

Christian Jott Jenny und sein Team schicken die legendäre Freiluft-Musikrevue in eine nächste Runde. Das Ergebnis wirkt gar sprunghaft, bietet aber immerhin etwas Leichtigkeit, die zurzeit wohl viele suchen.

Das umfassend renovierte Stadtcasino empfängt die Besucher mit weit geöffneten Armen. Die Musikszene der Stadt muss das Potenzial des herrlichen Konzerthauses jetzt richtig nutzen.

Das Quatuor Ebène reist mit Beethovens Streichquartetten bis in die Slums von Nairobi und in die Favelas von São Paulo. Corona konnte das Projekt nur bremsen, nicht stoppen. Herausgekommen ist bereits eine mustergültige Gesamteinspielung.

An der Donau nahmen sogenannte Schrammelmusiker einst die Volksmusik und gaben ihr einen tüchtigen Schuss Kunst. Der Liedpoet Roland Neuwirth erneuert diese Tradition.

Über die Frauen der Yakuza ist wenig bekannt. Eine aktive Rolle spielen sie in der japanischen Mafia-Organisation nicht, ihre grossflächigen Tätowierungen tragen sie aber mit Stolz.