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Freitag, 28. August 2020 00:00:00 Kultur News
Aktualisiert: Vor 3 Min.
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Muss der Mensch verteidigt werden? Ja, weil er sich selber auf ein Bündel von Algorithmen reduziert. Und vergisst, was ihn eigentlich ausmacht.

Was geschah wirklich in Morgarten? Charles Lewinsky weiss es auch nicht. Aber er hat eine grandiose Vermutung und schreibt dazu einen Roman.

Ein Selbstversuch mit Maske und einer Strecke von immerhin eintausendfünfhundert Kilometern – innert eines Tages! – zeigt: Bei der Bahn ist alles beim Alten.

Die retrospektive Ordnung zähmt vieles, doch sie rückt auch künstlerischen Sprengstoff ins Licht: Bice Curigers Ausstellungen im Strauhof waren ganz schön wild.

Ausgerechnet Hegel hilft uns, unsere verrückte Zeit zu verstehen. Nur muss man dann auch den deutschen Philosophen neu lesen. Eine kleine Anleitung.

Das umfassend renovierte Stadtcasino empfängt die Besucher mit weit geöffneten Armen. Die Musikszene der Stadt muss das Potenzial des herrlichen Konzerthauses jetzt richtig nutzen.

Ob auf dem roten Teppich oder in ihrem neuen Kinofilm «Undine»: Paula Beer versprüht eine zeitlose Eleganz. Selbst die Franzosen sind von der «neuen Romy Schneider» hingerissen.

Kierkegaard war fasziniert von Hegels Denken. Und er war zugleich abgestossen von einem Denker, der seines Erachtens nichts vom Leben verstanden hatte.

Der Umsatz von «20 Minuten» ist im ersten Halbjahr um über 40 Prozent eingebrochen, über das baldige Ende der gedruckten Ausgabe wird nachgedacht. Hat der rein werbefinanzierte Journalismus überhaupt noch eine Zukunft?

Dem ersten, 1918 gegründeten weissrussischen Staat war unter weiss-rot-weisser Flagge nur ein kurzes Leben beschieden. Nach dem Untergang der Sowjetunion kam sie wieder ins Spiel, wurde aber von Lukaschenko wieder abgeschafft. Jetzt steht sie vor dem Durchbruch.

Der amerikanische Historiker Michael Kimmage nimmt mit auf eine faszinierende Tour d’Horizon durch die Geschichte des Westens. Und er erklärt, weshalb dessen Zeit vielleicht schon abgelaufen ist.

Er seziert die deutsche Seele mit der ihm eigenen Unerbittlichkeit. Er ist ein ungemein höflicher Mensch. Vor allem aber ist er einer der grossen deutschen Schriftsteller der Gegenwart. Nun wird Maxim Biller sechzig Jahre alt. René Scheu hat ihn in Berlin getroffen.

Christopher Nolans neuer Thriller ist raffiniert, verwegen – und er macht unheimlich viel Spass. Für Filme von solcher visuellen und erzählerischen Wucht muss man ins Kino.

Der raue Schotte, der den englischen Gentleman mimte, prägt unser Bild von Bond bis heute. Aus seiner Verachtung für 007 hat er allerdings nie ein Geheimnis gemacht – wie er überhaupt gerne aneckte.

Kein anderer Gegenwartskünstler hat sich in der jüngeren Vergangenheit derart an Deutschland wundgerieben wie Christoph Schlingensief. Zehn Jahre nach seinem Tod erinnert ein Dokumentarfilm an ihn. Was taugt das Kinovermächtnis?

Gertrud Leuteneggers neuer Roman erzählt vom Fortgehen und dem Tod – und bekommt dabei die Ankunft und den Anfang zu fassen.

Muss man sein Leben erst einmal gründlich verpfuschen, um daran zu wachsen? Wenn die Schriftstellerin Maryse Condé auf ihre Jahre in Afrika zurückblickt, sieht es fast so aus. Ihre Autobiografie ist das mutige Protokoll einer persönlichen und politischen Ernüchterung.

Ein neues Buch zeigt, wie die Menschen im Mittelalter mit ersehnter, verweigerter und bereuter Elternschaft umgingen. Dabei kommen auch zur Sprache: Keuschheit, die Sexualität von Hexen und handfeste Sterilitätsprüfungen bei Männern vor Gericht.

Zwei junge Architekten aktivieren für taubblinde Klienten die Sinneswahrnehmungen. Von ihrem Arbeitsprozess und dem aufmerksamen Materialeinsatz können alle lernen.

Auf der ins Netz verlegten Städtebaumesse Polis Convention 2020 gibt es keine persönlichen Begegnungen. Ein Chat ist aber durchaus möglich.

Eine moderne Ranch wird zum Vorzeigeprojekt in Sachen Nachhaltigkeit, ökologisch und sozial.

Die Folgen der Corona-Pandemie hinterlassen tiefe Spuren im Halbjahresbericht der TX Group. Die Werbeeinnahmen waren stark rückläufig. Die Unternehmensgruppe nimmt eine Wertberichtigung vor und meldet ein negatives Ergebnis von 109 Millionen Franken.

Das Schweizer Radio und Fernsehen verschiebt seine Prioritäten und will stärker im Internet aktiv sein. Damit ist ein Konflikt mit den Verlegern vorprogrammiert.

Das Gesundheitsamt musste Kritik einstecken, weil es irrtümlich einen jungen Mann als Corona-Toten bezeichnete. Allerdings bauschten einige Journalisten den Fall auf.

Endlich wieder Live-Konzerte! Doch die Euphorie des Aufbruchs täuscht: Bis auf weiteres spielt die Musikwelt mit denkbar hohem Einsatz. Ist es das wert?

Das Schweizer Belenus-Quartett formierte sich 2004 in Basel, längst macht es international von sich reden. Nach der erzwungenen Corona-Pause gastiert das Ensemble nun erstmals wieder in Zürich.

Die Saxofonistin Valentine Michaud überrascht gern mit ungewohnten Tönen. Die Wahlschweizerin erobert sogar ein neues Repertoire für ihr Instrument, das jenseits des Jazz immer noch ein bisschen exotisch klingt.

Der Pianist Igor Levit krönt das Lucerne Festival mit zwei furiosen Beethoven-Konzerten. Manches hat man noch nie so zugespitzt gehört.

Mit einem opulenten Arienkonzert feiert die berühmte Mezzosopranistin ihr Bühnen-Comeback nach der langen Corona-Pause. Ihr virtuoser Auftritt in Luzern macht vor allem eines: gute Laune.

Ein «Werk des Friedens, der Kunst und der Freude» wollen die Festspiele sein. Dass es sie gibt, gleicht einem Wunder. Das zeigt ihre verworrene Entstehungsgeschichte.

Das Quatuor Ebène reist mit Beethovens Streichquartetten bis in die Slums von Nairobi und in die Favelas von São Paulo. Corona konnte das Projekt nur bremsen, nicht stoppen. Herausgekommen ist bereits eine mustergültige Gesamteinspielung.

An der Donau nahmen sogenannte Schrammelmusiker einst die Volksmusik und gaben ihr einen tüchtigen Schuss Kunst. Der Liedpoet Roland Neuwirth erneuert diese Tradition.

Über die Frauen der Yakuza ist wenig bekannt. Eine aktive Rolle spielen sie in der japanischen Mafia-Organisation nicht, ihre grossflächigen Tätowierungen tragen sie aber mit Stolz.