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Donnerstag, 27. August 2020 00:00:00 Kultur News
Aktualisiert: Vor 3 Min.
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Ausgerechnet Hegel hilft uns, unsere verrückte Zeit zu verstehen. Nur muss man dann auch den deutschen Philosophen neu lesen. Eine kleine Anleitung.

Dem ersten, 1918 gegründeten weissrussischen Staat war unter weiss-rot-weisser Flagge nur ein kurzes Leben beschieden. Nach dem Untergang der Sowjetunion kam sie wieder ins Spiel, wurde aber von Lukaschenko wieder abgeschafft. Jetzt steht sie vor dem Durchbruch.

Der amerikanische Historiker Michael Kimmage nimmt mit auf eine faszinierende Tour d’Horizon durch die Geschichte des Westens. Und er erklärt, weshalb dessen Zeit vielleicht schon abgelaufen ist.

Das Schweizer Belenus-Quartett formierte sich 2004 in Basel, längst macht es international von sich reden. Nach der erzwungenen Corona-Pause gastiert das Ensemble nun erstmals wieder in Zürich.

Mit einer teils autobiografischen Geschichte über einen Todesfall, der eine Familie von Milchbauern aus der Bahn wirft, hat Marieke Lucas Rijneveld die Jury überzeugt. Auch die Übersetzerin des Werks wurde ausgezeichnet.

Endlich wieder Live-Konzerte! Doch die Euphorie des Aufbruchs täuscht: Bis auf weiteres spielt die Musikwelt mit denkbar hohem Einsatz. Ist es das wert?

Christopher Nolans neuer Thriller ist raffiniert, verwegen – und er macht unheimlich viel Spass. Für Filme von solcher visuellen und erzählerischen Wucht muss man ins Kino.

Gertrud Leuteneggers neuer Roman erzählt vom Fortgehen und dem Tod – und bekommt dabei die Ankunft und den Anfang zu fassen.

Zu Recht bewunderte man die Libanesen, die nach dem Schock der Explosionskatastrophe zur Selbsthilfe schritten, wo der Staat jämmerlich versagte. Aber die Schwäche der Politik ist zugleich ihre heimliche Stärke.

Er seziert die deutsche Seele mit der ihm eigenen Unerbittlichkeit. Er ist ein ungemein höflicher Mensch. Vor allem aber ist er einer der grossen deutschen Schriftsteller der Gegenwart. Nun wird Maxim Biller sechzig Jahre alt. René Scheu hat ihn in Berlin getroffen.

Das Virus lebt prächtig auf dem Planeten, ebenso wie Millionen von kleinen und grossen Lebewesen. Nur der Mensch macht sich Sorgen über den Fortbestand der Erde. Warum eigentlich genau?

Am Sonntag eröffnet das Jüdische Museum seine neue Dauerausstellung mit vielen Zeugnissen aus den Jahrhunderten deutschen Judentums. Bewusst fokussiert der Blick über den Holocaust hinaus die neuen, hochgefährlichen Formen rassistischer Judenfeindschaft. Die Schau liefert Diskussionsstoff, auf Krawall ist sie nicht angelegt.

Der raue Schotte, der den englischen Gentleman mimte, prägt unser Bild von Bond bis heute. Aus seiner Verachtung für 007 hat er allerdings nie ein Geheimnis gemacht – wie er überhaupt gerne aneckte.

Kein anderer Gegenwartskünstler hat sich in der jüngeren Vergangenheit derart an Deutschland wundgerieben wie Christoph Schlingensief. Zehn Jahre nach seinem Tod erinnert ein Dokumentarfilm an ihn. Was taugt das Kinovermächtnis?

Der Karriereverlauf des Schweizer Jungtalents kennt nur eine Richtung. Die Netflix-Serie «Biohackers» stellt Luna Wedler nun schlagartig ins internationale Rampenlicht.

Muss man sein Leben erst einmal gründlich verpfuschen, um daran zu wachsen? Wenn die Schriftstellerin Maryse Condé auf ihre Jahre in Afrika zurückblickt, sieht es fast so aus. Ihre Autobiografie ist das mutige Protokoll einer persönlichen und politischen Ernüchterung.

Ein neues Buch zeigt, wie die Menschen im Mittelalter mit ersehnter, verweigerter und bereuter Elternschaft umgingen. Dabei kommen auch zur Sprache: Keuschheit, die Sexualität von Hexen und handfeste Sterilitätsprüfungen bei Männern vor Gericht.

Der legendäre belgische Krimi-Autor hat mit ungeheurer Produktivität Buch um Buch geschrieben. Und jedes trifft noch heute ins Herz der Finsternis.

Zwei junge Architekten aktivieren für taubblinde Klienten die Sinneswahrnehmungen. Von ihrem Arbeitsprozess und dem aufmerksamen Materialeinsatz können alle lernen.

Auf der ins Netz verlegten Städtebaumesse Polis Convention 2020 gibt es keine persönlichen Begegnungen. Ein Chat ist aber durchaus möglich.

Eine moderne Ranch wird zum Vorzeigeprojekt in Sachen Nachhaltigkeit, ökologisch und sozial.

Die Folgen der Corona-Pandemie hinterlassen tiefe Spuren im Halbjahresbericht der TX Group. Die Werbeeinnahmen waren stark rückläufig. Die Unternehmensgruppe nimmt eine Wertberichtigung vor und meldet ein negatives Ergebnis von 109 Millionen Franken.

Das Schweizer Radio und Fernsehen verschiebt seine Prioritäten und will stärker im Internet aktiv sein. Damit ist ein Konflikt mit den Verlegern vorprogrammiert.

Das Gesundheitsamt musste Kritik einstecken, weil es irrtümlich einen jungen Mann als Corona-Toten bezeichnete. Allerdings bauschten einige Journalisten den Fall auf.

Die Saxofonistin Valentine Michaud überrascht gern mit ungewohnten Tönen. Die Wahlschweizerin erobert sogar ein neues Repertoire für ihr Instrument, das jenseits des Jazz immer noch ein bisschen exotisch klingt.

Der Pianist Igor Levit krönt das Lucerne Festival mit zwei furiosen Beethoven-Konzerten. Manches hat man noch nie so zugespitzt gehört.

Der britische Sänger und Multiinstrumentalist Jacob Collier setzt sich über technische Herausforderungen ebenso hinweg wie über stilistische Gräben. Der Aufsplitterung der Pop-Szene begegnet er mit seiner umfassenden Musikalität.

Mit einem opulenten Arienkonzert feiert die berühmte Mezzosopranistin ihr Bühnen-Comeback nach der langen Corona-Pause. Ihr virtuoser Auftritt in Luzern macht vor allem eines: gute Laune.

Ein «Werk des Friedens, der Kunst und der Freude» wollen die Festspiele sein. Dass es sie gibt, gleicht einem Wunder. Das zeigt ihre verworrene Entstehungsgeschichte.

Für kleinere Kulturveranstalter ist die Pandemie eine Chance: Sie können ihre Flexibilität und ihren Einfallsreichtum voll ausspielen. Den Festivals in Davos und in Ernen gelingt dies mustergültig. Taugen sie als Vorbilder für die ungewisse Zukunft des Konzertlebens?

Das Quatuor Ebène reist mit Beethovens Streichquartetten bis in die Slums von Nairobi und in die Favelas von São Paulo. Corona konnte das Projekt nur bremsen, nicht stoppen. Herausgekommen ist bereits eine mustergültige Gesamteinspielung.

An der Donau nahmen sogenannte Schrammelmusiker einst die Volksmusik und gaben ihr einen tüchtigen Schuss Kunst. Der Liedpoet Roland Neuwirth erneuert diese Tradition.

Über die Frauen der Yakuza ist wenig bekannt. Eine aktive Rolle spielen sie in der japanischen Mafia-Organisation nicht, ihre grossflächigen Tätowierungen tragen sie aber mit Stolz.

In seinem Buch «Steinböcke. Männer. Imaginationen.» zeigt der Churer Ruedi Haltiner-Glasstetter, wie der Alpensteinbock bei seiner Rückkehr die Einbildungskraft der Männer belebt hat.

Am Sonntag liest Emil Zopfi im Güterschuppen in Glarus, Martin Lehmann begleitet ihn musikalisch.

Zwei Leidenschaften treiben den in Flerden lebenden Markus B. Komminoth um: Kunst und Kristalle. In seinen Arbeiten verbindet er beides zu einem harmonischen Miteinander.

Mit der 17-jährigen Zuozerin Luana Pereira Teixeira hat es seit geraumer Zeit wieder eine Vertretung aus Graubünden bis ins Finale des Prix Musique geschafft.

Drei junge Musiker begeistern am Sonntag das Publikum im Soldenhoffsaal oberhalb der Landesbibliothek in Glarus.

Die Bâloise Holding AG entwickelt neben dem Centralbahnplatz in Basel den Baloise Park mit drei Neubauten. Der Flimser Architekt Valerio Olgiati vollendet derzeit dafür seinen neusten Bau.

Nach dem kreativ genutzten Lockdown im Frühjahr und dem ersten Sommerfestival startet der Verein Jazz Chur seine zweite Konzertsaison.

Drei sehr unterschiedliche Ausstellungen werden morgen im Kunstzeughaus eröffnet. Eine ist vom Glarner Thomas Baumgartner.

Ende Monat lädt der Churer Dommusikdirektor Andreas Jetter zu drei Orgelkonzerten. Zu Gast sind prominente Kollegen des Organisten.

Der Verein für musikalische Begeisterung – kurz VFMB – gibt den Namen des neuen Glarner Musik-Netzwerks bekannt.

Das Nadelöhr an der Julierstrasse ist Geschichte. Singend hat sich die Weisse Villa im Passort zurückgezogen.

Das Nadelöhr an der Julierstrasse in Mulegns ist Vergangenheit. Gestern Nacht zwischen 22 und 23.15 Uhr ist in einer spektakulären Aktion die Zuckerbäckervilla an der engsten Stelle des Passdorfes um sechs Meter verschoben worden.

Noch hat das Oberhalbstein seine romanische Wochenzeitung «La Pagina da Surmeir». Doch nächsten Frühling gehen die Redaktoren in Pension, und eine Nachfolge ist noch nicht gefunden.

Der Bahnhof in Lavin soll ab Frühling ein Kino mit 25 Plätzen beherbergen. Der neu gegründete Verein Staziun Lavin sammelt Geld für das Projekt. Im November dürfte der Umbau beginnen.

Selbst die Coronakrise kann das Kulturfestival in Riom nicht in den Ruin treiben. Ganz im Gegenteil! Der Tageskommentar von Ruth Spitzenpfeil.

Bis 2023 muss der Julierturm als einzige grössere beheizte Spielstätte Origens ersetzt sein. Geplant ist ein Neubau in Riom, umgeben von weiteren Festivalbauten für rund 15 Millionen Franken.

Der Bündner Kinderchor Stimmwerkbande lädt zu offenen Strassentrainings.

In Not Vitals Schloss in Tarasp gilt es derzeit, den Künstler Guillaume Bruère zu entdecken. Zeitgleich gibt es in der Fundaziun Not Vital in Ardez Schneebilder des Hausherrn zu bestaunen.

Kerben werden in den Huf geritzt, eine Schulklasse tanzt Himmel und Hölle und Luzi reicht der Lehrerin Feuer. Die Commedia Adebar steht «in Flammen» für ihr neues Stück. Bald ist Premiere in Uznach.

Teofil Manetsch ist eine Rarität. Als erster Bündner Musikant wurde er Eidgenössischer Ehrenveteran. Früher war nicht alles besser, sagt er.

Acht Künstler stellen in der Curuna in Ardez unter dem Motto «The Human Cactus» aus.

Ein Stück Ostschweizer Geschichte zur Zeit des Ersten Weltkrieges: Autorin Doris Walser aus Rapperswil-Jona nimmt die Leser in ihrem historischen Roman mit auf eine Zeitreise, die zum Nachdenken anregt.

In diesem Sommer ist Riom das Refugium der internationalen Ballettszene. Nur hier kann sie ihre tänzerische Freiheit ausleben. Fürs Publikum immer ein Genuss und manchmal ein Heidenspass.

Manchmal entstehen Berührungspunkte, wo man sie kaum erwarten würde: Das Davos Festival hat das klassische Kunstlied mit der jungen, kompetitiven Literaturform Slam Poetry kombiniert.

«Chur Offa» heisst der Ersatz für das abgesagte Churer Fest. Künstler stellen 40 Kleinst-Events auf die Beine. Zum Auftakt gab es gleich Gänsehaut.

18 regionale und internationale Künstler zeigen derzeit in der Galerie Stalla Madulain ihre Arbeiten. Vertreten sind unter anderen Not Vital, Chrissy Angliker, Mirko Baselgia und Constant Könz.

Er lebt in Savognin, ist aber als Fotograf seit Jahren im ganzen Alpenbogen unterwegs: der Luzerner Lorenz Andreas Fischer. Nun hat er einen grossen Bildband über die Alpen im Wandel veröffentlicht.

Das Domschatzmuseum im Bischöflichen Schloss in Chur steht kurz vor seiner Eröffnung. Neben 70 Glanzstücken aus dem Domschatz beeindrucken die Todesbilder aus dem Jahr 1543.

Sie waren unterhaltsame Schreiber und kunstfertige Zeichner: Samuel Kistler und Abraham Gerster. Was die Berner 1857 bei ihrer Fussreise durch Graubünden erlebt haben, ist erstmals in Buchform nachzulesen.

Die zweite Ausgabe der Sommerkonzerte von Klosters Music ist Geschichte. Am Samstag erlebte das Festival eine Sternstunde: mit Musik aus schwierigen Zeiten.