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Freitag, 21. August 2020 00:00:00 Kultur News
Aktualisiert: Vor 2 Min.
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Wie wir Erfahrungen benennen, prägt auch unsere Vorstellung davon. Das Alter verliert etwas von seinem Schrecken, wenn sich am Ende das Leben zum Kreis schliessen darf.

Niemand will etwas Falsches sagen, also kramen alle nach Regeln, die Halt geben. Ein kleines Experiment zeigt schon, wohin das führen kann: Ins Schweigen.

Für kleinere Kulturveranstalter ist die Pandemie eine Chance: Sie können ihre Flexibilität und ihren Einfallsreichtum voll ausspielen. Den Festivals in Davos und in Ernen gelingt dies mustergültig. Taugen sie als Vorbilder für die ungewisse Zukunft des Konzertlebens?

Kein anderer Gegenwartskünstler hat sich in der jüngeren Vergangenheit derart an Deutschland wundgerieben wie Christoph Schlingensief. Zehn Jahre nach seinem Tod erinnert ein Dokumentarfilm an ihn. Was taugt das Kinovermächtnis?

Wenn uns die Corona-Krise etwas lehrt, dann dies: Staat und Bürger sind keine Gegensätze, sondern reüssieren oder scheitern gemeinsam. Diese Einsicht lässt sich fruchtbar machen – für eine lokale Freisetzung kollektiver Leidenschaften.

Präziser lernt man kaum irgendwo, in welche Richtung die Gesellschaft sich ändert, als im Duden. Und gerade darum gehört er zu den vergnüglichsten Büchern.

Die Uraufführung von Milo Raus Stück «Everywomen» erzählt die Geschichte einer todkranken Frau – und lässt diese dabei in Videos auftreten.

Nach Rassismusvorwürfen zieht das Washingtoner Nationalmuseum für afroamerikanische Kultur und Geschichte eine grafische Auflistung der Kennzeichen «weisser» Kultur zurück. Die Geschichte ist aufschlussreich – und regt zum Denken an.

Das Modell einer Wiener Ganztagesschule markiert einen zukunftsweisenden Moment in Sachen Schulreform. Doch die Pandemie verlangt auch nach neuen Antworten.

Ist die Kunst von Lisa Eckhart unmoralisch? Die Kabarettistin und Autorin gibt im Gespräch mit Claudia Schwartz Auskunft. Und erklärt, was sie von der AfD hält und wie es sich als Österreicherin ohne Kaiser in Ostdeutschland lebt.

Eigentlich hätte er Priester werden sollen, doch Marx, Trotzki und bigotte Geistliche machten ihn zum radikalen Linken. Jetzt hat der Historiker und Politiker Jo Lang ein vielbeachtetes Buch über die Schweizer Demokratie geschrieben, die er einst abschaffen wollte.

Unter den Rednecks in Lexington geht einem die Nähe des amerikanischen Südens zu Europa auf: Nur hier gibt es die Melancholie und den Zynismus von Menschen, die wissen, was es heisst, zu verlieren.

Der Karriereverlauf des Schweizer Jungtalents kennt nur eine Richtung. Die Netflix-Serie «Biohackers» stellt Luna Wedler nun schlagartig ins internationale Rampenlicht.

Der 75-jährige Marco Solari ist auf zweifache Weise von der Corona-Krise betroffen gewesen: als Patient und als Festivalpräsident. Ihn selbst hat das Virus kaum verändert, sein Filmfest könnte von frischen Impulsen profitieren, wie er im Gespräch mit Urs Bühler ausführt.

Der deutsche Autorenfilmer reiste durch halb Europa, ehe er in Paris seine Leidenschaft fürs Kino entdeckte.

«Ich brachte keinen Bissen mehr runter», sagt der Erzähler im «Gastmahl des Trimalchio» nach der Vorspeise. So kann es einem auch mit den «Satyrica» gehen, dem Roman des Römers Petron.

Freiheit ist nicht umsonst: Das machen eine jüngst erschienene Kissinger-Biografie und ein Buch über Amerikas Konzept des Westens deutlich.

In ihrem Buch «Aus der Zuckerfabrik» zeichnet die Schweizer Autorin eine subtile Geografie des Scheiterns. Es glückt ihr dabei ein grosser literarischer Wurf.

In Las Vegas zeigte sich: Die meisten Leute verstehen die alltägliche Architektur nicht.

Doch Ersatzneubauten sind nicht immer die beste Lösung. Umdenken tut not.

Als bildender Künstler und Hollywoodregisseur ist der schwarze britische Künstler eine Ausnahmeerscheinung.

Das Schweizer Radio und Fernsehen SRF plant den grossen Umbau. Statt etablierter Inhalte am TV gibt es künftig mehr Instagram-Videos für das junge Publikum. Im Rahmen der Restrukturierung kommt es auch zu Entlassungen.

Zahlenmagie prägt die Medien. Sekundenschnell verfügbare Messresultate entscheiden heute darüber, was die Redaktionen dem Publikum vorsetzen. Ist das marktkonform?

Immer rigoroser greifen Facebook und Twitter in Inhalte ein, die ihre Nutzer verbreiten. Davon profitiert Parler. Die Plattform wirbt mit Meinungsfreiheit und bekommt Zulauf – vor allem aus dem rechten Lager.

Der international gefeierte Luzerner Tenor Mauro Peter und der Schweizer Perkussionist Peter Conradin Zumthor kommen am Lucerne Festival zu Ehren – etwas verspätet, aber eindrucksvoll.

Nach den furiosen Eröffnungskonzerten prägen originelle kleinere Formate das erste Wochenende des «Life is Live»-Festivals in Luzern. Und angeregt diskutiert wird im KKL auch.

An der Donau nahmen sogenannte Schrammelmusiker einst die Volksmusik und gaben ihr einen tüchtigen Schuss Kunst. Der Liedpoet Roland Neuwirth erneuert diese Tradition.

Die deutsche Satire «Extrawurst» erobert die Schweiz und macht Menschen für zwei Stunden lachen. Wie konnte es so weit kommen?

Die WHO hat 2019 eine Pandemie-Simulation entwickelt. Der Künstler Yan Duyvendak macht daraus das Gesellschaftsspiel «Virus».

Das Quatuor Ebène reist mit Beethovens Streichquartetten bis in die Slums von Nairobi und in die Favelas von São Paulo. Corona konnte das Projekt nur bremsen, nicht stoppen. Herausgekommen ist bereits eine mustergültige Gesamteinspielung.

Die Geigerin Alina Ibragimova und Münchens künftiger Generalmusikdirektor Vladimir Jurowski eröffnen einen exemplarischen Blick auf die düstere Geschichte hinter der Musik von Dmitri Schostakowitsch.

Über die Frauen der Yakuza ist wenig bekannt. Eine aktive Rolle spielen sie in der japanischen Mafia-Organisation nicht, ihre grossflächigen Tätowierungen tragen sie aber mit Stolz.