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Runde 2 heisst es am 15. Juni für das Musikfestival Arcas Rock in Chur. Nationale und internationale Bands treten auf. Los gehts aber bereits am Vorabend.

Lucerne Festival hat einen Tag, bevor sein Oster-Festival 2019 zu Ende geht, eine positive Bilanz gezogen. Wie schon im Vorjahr, gehen die Organisatoren von 9000 Besuchern und einer Auslastung von 88 Prozent aus.

Der US-Schauspieler und Komiker Billy Crystal hat am Freitag ein Hollywood-Denkmal erhalten. Im feuchten Zement vor dem TCL Chinese Theatre in der kalifornischen Filmmetropole wurde der 71-Jährige mit Hand- und Schuhabdrücken verewigt.

Acht Monate vor dem Kinostart des neuen «Star Wars»-Films haben die Macher einen ersten Trailer vorgestellt. Darin gibt es einen Kurzauftritt der vor mehr als zwei Jahren verstorbenen Schauspielerin Carrie Fisher.

Die zwölf Apostel und vier Evangelisten des Neuen Testaments sind in den Himmel über Paris aufgestiegen: 16 Kupferstatuen der biblischen Figuren wurden mit einem hundert Meter hohen Kran für Restaurierungsarbeiten vom Turm der Kathedrale Notre-Dame geholt.

Der Schriftsteller Ferdinand von Schirach hat Nachfahren früherer NS-Funktionäre aufgerufen, Raubkunst in ihrem Besitz offen zu legen.

Architekt Peter Zumthor, der Fotograf Florio Puenter und der Co-Direktor des Bündner Kunstmuseums, Stephan Kunz, haben eine Schau kreiert, welche aus der Tiefe der Zeit schöpft. Kunst in Graubünden vor 1530, also vor der Reformation, heisst die Ausstellung.

Der französisch-schweizerische Regisseur und Drehbuchautor Jean-Luc Godard wurde am Donnerstag mit dem Preis 2019 der Internationalen Vereinigung der Filmarchive (FIAF) geehrt. Der Preis würdigt sein Interesse an der Arbeit des Archivs.

Der St. Galler Klosterplan aus dem 9. Jahrhundert wird erstmals im Original der Öffentlichkeit gezeigt. Das Exponat erhält einen eigenen Ausstellungsraum am Klosterhof unweit der Stiftbibliothek. Bundesrat Alain Berset eröffnete die neue Dauerausstellung «Das Wunder der Überlieferung - Der St. Galler Klosterplan und Europa im frühen Mittelalter.»

Eine Million Legosteine gegen das Vergessen: Der chinesische Künstler Ai Weiwei hat in Mexiko ein Kunstwerk vorgestellt, mit dem er an 43 seit dem Jahr 2014 verschwundene Studenten erinnern will.

Freunde, Fans und Angehörige des erschossenen Rappers Nipsey Hussle haben bei einer grossen Trauerfeier von dem Musiker Abschied genommen. Im Staples Center in Los Angeles fanden sich am Donnerstag (Ortszeit) nach US-Medienberichten mehr als 20'000 Menschen ein.

Mit «Frida und die Migrantinnen» legt Verena Hartmann-Roffler ihr drittes Buch vor. Sie kombiniert darin reale Migrantenschicksale mit einem Aufbruch ins dritte Lebensalter.

Das Ensemble Pyramide mit der Glarner Cellistin Anita Jehli ist vor Ostern in Schwanden zu hören.

Das Mino Collective, eine Gruppe von Menschen aus Kunst, Musik und Aktivismus, hat mit Cinepop ein Projekt lanciert, bei dem Musikvideos in Kinos gezeigt werden.

Die neue sechsteilige Dramaserie «Frieden» des Schweizer Fernsehens wird zum Teil in Glarus gedreht.

Das Fazit des ersten Beizen-Festivals in Glarus fällt eindeutig aus: «Es war ein voller Erfolg.» Im März 2020 soll in mehreren Lokalen erneut jede Menge Livemusik geboten werden.

Paukenschlag bei der Kammerphilharmonie Graubünden: Mitten im Jubiläumsjahr haben beide Geschäftsführerinnen gekündigt. Vorstandspräsidentin Giger Cahannes sieht darin auch eine Chance.

Im Sommer endet am Schauspielhaus Zürich die Intendanz von Barbara Frey. Mit dem Text- und Fotobuch «Schauspielhaus Zürich 2009-2019» lässt das Theater Freys Spielzeiten Revue passieren. Aus verschiedenen Perspektiven wird ihr Theaterkonzept diskutiert.

Der Berner Schauspieler Max Hubacher («Der Läufer») wechselt von der Kinoleinwand ins Schweizer Fernsehen. In «Frieden», einer sechsteiligen Dramaserie von Drehbuchautorin Petra Volpe («Die Göttliche Ordnung»), spielt er eine Hauptrolle.

Im nächsten Comic-Abenteuer von Asterix und Obelix wird es Wirbel um ein Mädchen mit einem prominenten Vater geben.

Nach acht Jahren als Direktorin der Solothurner Filmtage wird Seraina Rohrer Mitglied der Geschäftsleitung der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia und Leiterin des neuen Bereichs Innovation und Gesellschaft.

Das Schultheaterfestival «Best Festival» des Theaters Chur in Zuoz ist gestartet. Jeden Tag berichten sechs Schülerinnen und zwei Schüler für uns vom Festival und verfolgen die Themen ihrer Generation. Das war Tag zwei.

Erstmals in seiner 45-jährigen Geschichte findet an diesem Wochenende der Schweizerische Solo- und Quartett-Wettbewerb in Graubünden statt. Mit dabei ist auch der zehnjährige Simon Gabriel aus S-chanf.

Die St. Galler Ria & Arthur Dietschweiler Stiftung unterstützte früher vor allem soziale Projekte. Nun ist sie massgebend an der spektakulären Präsentation des berühmten St. Galler Klosterplans beteiligt, die am 12. April startet.

Mit «Frida und die Migrantinnen» legt die Churer Autorin Verena Hartmann-Roffler ihr drittes Buch vor. Sie kombiniert darin reale Migrantenschicksale mit einem Aufbruch ins dritte Lebensalter.

Der grösste Schweizer Zirkus ist weitergezogen. Dafür gastieren Olga & Pierino mit dem kleinsten Theater der Welt beim Zirkus Mugg. Auf Stippvisite in Betschwanden.

Kultregisseur John Waters, bekannt für Trashfilme wie «Pink Flamingos» und derbe Ekelszenen, soll beim Filmfestival von Locarno den Lebenswerk-Preis erhalten. Der «Goldene Leopard» wird am 16. August an den 72-jährigen Amerikaner übergeben.

Mit einem Song mit Elementen aus Rap und Country-Musik hat der bislang unbekannte US-Musiker Lil Nas X einen kometenhaften Aufstieg hingelegt - und zugleich eine Kontroverse über mögliche rassistische Vorurteile gegen schwarze Country-Sänger ausgelöst.

Das Schultheaterfestival «Best Festival» des Theaters Chur in Zuoz ist gestartet. Jeden Tag berichten sechs Schülerinnen und zwei Schüler für uns vom Festival und verfolgen die Themen ihrer Generation. Das war Tag eins.

Am 53. Montreux Jazz Festival werden sich Musiklegenden die Klinke in die Hand geben. Elton John, Sting, Joan Baez und Tom Jones gehören zu den ganz Grossen, die das Festival am Genfersee zwischen dem 28. Juni und dem 13. Juli beehren.

Die Kathedrale Notre Dame gilt als eines der weltweit wichtigsten Bauwerke der frühen Gotik. Sie zeugt von der Schaffenskraft, aber auch von der Geduld der Baumeister früherer Jahrhunderte.

War der Mensch einst ein Untertan, so führt er sich heute auf wie ein Kind: Alles dreht sich um das eigene Ego. Der Kulturphilosoph Robert P. Harrison diagnostiziert im wohlhabenden Westen eine neue Infantilisierung – und eine Rückkehr zu Stammesgesellschaften. Wie wird das alles enden?

Weshalb die Gemälde des Künstlers Emil Nolde, eines Hitler-Verehrers und glühenden Antisemiten, der Berliner Republik nicht als staatspolitische Repräsentation dienen können.

In der Ostschweiz wohnt die Theater-Avantgarde. Das geht am Theater St. Gallen nicht immer gut; doch die Schweizer Erstaufführung «Sterben helfen» von Konstantin Küspert lohnt einen zweiten Blick.

Bei seiner vorösterlichen Residenz in Luzern tritt das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit den beiden Gastdirigenten Iván Fischer und Bernard Haitink auf – frappierend, wie unterschiedlich deren Zugang zur Musik wirkt.

An den Osterfestspielen dirigiert Christian Thielemann eine ebenso poetische wie melancholisch verschattete Interpretation von Wagners Festoper. Die Sänger und die Dresdner Staatskapelle glänzen, nur die Regie hat einen schweren Stand. Und am Horizont zieht weiteres Ungemach herauf.

Frank Castorf inszeniert zum ersten Mal Friedrich Dürrenmatt und stösst auf seine Lieblingsthemen: die Macht böser Männer und die Rache schöner Frauen. In der quälend langen Zurichtung des Kriminalromans «Justiz» finden sich im Schauspielhaus Zürich zwei dialektische Grossmeister zu einem genialischen Planspiel.

Der syrische Bürgerkrieg hat Millionen Menschen vertrieben. Auch die im Land Verbliebenen fühlen sich entwurzelt – sogar die Anhänger des Regimes. Dieses aber blockiert Wiederaufbauprojekte, die Gemeinschaft und Identität stiften würden; stattdessen setzt man auf gesichtslosen Luxus.

Bei der Arbeit an einem Werbefilm für Seife traf die Schwedin auf Ingmar Bergman – der sie anschliessend für Filme wie «Wilde Erdbeeren» oder «Persona» engagierte. Nun ist die Schauspielerin im Alter von 83 Jahren gestorben.

Kunststars wie Marina Abramovic, James Lee Byars oder Max Bill arbeiteten auf der Furka, ohne dass ein grosses Publikum davon wusste. Eine Ausstellung im Haus für Kunst Uri macht das avantgardistische Kunstprojekt Furk’art nun einem breiten Publikum zugänglich. Angeregt von cleverer Konzeptkunst fragt man sich, ob das sein muss.

Das Finale von «Game of Thrones» steht bevor. Grosse Serien haben sich nicht immer würdig verabschiedet. Aber was macht ein gelungenes Ende aus?

Die Dortmunder «Tatort»-Ermittler müssen einen Mord im Krankenhaus aufklären. Das Leiden greift auch auf das Team über. «Inferno» ist ein psychologisch starkes Stück.

Das Dasein ist doch eine richtige Mangelwirtschaft. Stets fehlt es an allem und jedem. Es wäre zum Verzweifeln, wenn es nicht auch ein Glück wäre.

Sie sind beide Enfants terribles ihrer Zunft. Und sie befehden sich seit längerem aus der Ferne: der radikale Marxist Slavoj Žižek und der neokonservative Psychologieprofessor Jordan Peterson. Nun treffen sie in Toronto aufeinander. Wer wird gewinnen?

Die Intellektuellen Slavoj Žižek und Jordan Peterson polemisieren gegen Political Correctness, Identitätspolitik und Multikulturalismus. Bei einem Thema scheiden sich jedoch die beiden Geister: Marxismus. Genug Stoff für ein Duell in Toronto, das an den Fight zwischen Noam Chomsky und Michel Foucault 1971 erinnert.

Kostenfrei und mit viel Werbung oder Abo mit wenig Werbung: Das sind die neuen Businessmodelle der Verlagshäuser. Aber liegen sie damit richtig? Vergessen geht dabei Option drei: einzelne Texte nach Bedarf für spezifisches Geld. Das wäre auch demokratiepolitisch sinnvoll.

Seit 1949 bewahrt das Deutsche Filminstitut in Frankfurt das Filmerbe der Bundesrepublik.

Benedikt XVI. äussert sich über die Missbrauchsskandale und tut so, als hätte alles mit der Kirche nichts zu tun.

Das Dokumentarfilmfestival am Genfersee will auch in seiner 50. Ausgabe partout nicht mit den Schokoladenseiten des Städtchens prahlen. Und der Hauptpreis geht an eine 3½-stündige deutsche Produktion, der Publikumspreis an ein per Handykamera gedrehtes Werk eines afghanischen Regiepaars.

Fakes sind nicht wahr. Aber wie merken wir das? Und wie unterscheiden wir Fakes von den harmlosen Fiktionen der Dichter? Thomas Strässle zeigt, wie man Wahrheit erfindet.

Zehn Jahre Lebenszeit und Erfahrung trennen Teodor Currentzis und Paavo Järvi, zwei der gefragtesten Dirigenten unserer Zeit. Bei ihren jüngsten Konzerten am Luzerner Osterfestival und in Zürichs Tonhalle Maag wurde der Abstand spürbar.

Immer weniger Mitarbeiter, veraltete Artikel und intransparente Verfahren: Was ist los mit der Wikipedia?

Hat der Mensch das Schultergelenk erfunden? Natürlich nicht. Und genauso wenig wie sein Knochengestell hat er sich die Grammatik seiner Sprachen ausgedacht. Verfechter der gendergerechten Sprache, die heute ins System eingreifen, begehen aus linguistischer Sicht ein paar fundamentale Denkfehler.

Algerien ist aus der Starre erwacht: Die Bürger haben genug vom greisen Staatsoberhaupt, Bouteflika ist inzwischen abgetreten. Aber kann Algerien die Fallgruben vermeiden, in denen der Arabische Frühling anderswo endete? Der Schriftsteller Kamel Daoud gibt Antwort.

Er zählt zu den Pionieren des Digitalzeitalters. Er will den Tod abschaffen. Und er ist überzeugt: Die globale Wirtschaft stagniert seit Jahrzehnten. Im grossen Gespräch erklärt Peter Thiel, warum Donald Trump «viel zu wenig disruptiv» handelt.

Er zählt zu den wichtigsten Historikern der Gegenwart. Im grossen Gespräch rechnet Niall Ferguson mit dem Wohlfühldenken vieler Kollegen ab: Er legt offen, wie die Linke die angelsächsischen Universitäten gekapert hat. Und wie jene, die ständig von Inklusion sprechen, Andersdenkende konsequent exkludieren.

Die jungen Wilden in Stanford wie Sam Ginn sind unerschrocken und gebildet. Er besucht Kurse zu Martin Heidegger und Dante. Zugleich bastelt er mit Freunden an einem Code, der menschliches Bewusstsein simuliert, um es zu überwinden. Ginn ist sicher: Die Evolution geht weiter. Oder besser: sie hat eben erst begonnen.

Katar feiert sein prächtiges Nationalmuseum, das auch ein politisches Signal an die Welt sein will. Inspiriert von der kristallinen Struktur von Wüstenrosen, überwältigt die gigantische Architektur-Komposition die Besucher – und in der Ferne die Betrachter der Bilder, die nun um die Welt gehen.

Es ist zu früh, um im Bauhaus-Jubiläumsjahr abzustumpfen. Auch wenn es im Rauschen der Beliebigkeit zu versinken droht. Gerade deshalb ist es wichtig, den Alltag lärmig debattierend zu begehen – ganz besonders am Jahrestag des 11. April 1933, als das Bauhaus endgültig geschlossen wurde.

Jean Nouvel brilliert wieder als Stararchitekt in der arabischen Welt. Für das Nationalmuseum von Katar in Doha entwirft er eine gigantische, von den Kristallen einer Wüstenrose inspirierte Komposition aus 539 Lamellen.

Die Schweizer Traditionsmarke ist Thema einer Ausstellung: Am einstigen Standort im solothurnischen Schönenwerd, wo früher neben High-End auch Funktionsschuhe für den inländischen Markt gefertigt wurden, inspirieren sich heute die Bally-Designer in Mailand für ihre Schuhkreationen für den Export.

Pritzker-Preisträger Balkrishna Doshi bringt in seinen Bauten Ost und West zusammen wie kaum einer seiner Generation. Dabei blieb er seiner Heimat tief verbunden. Das Vitra Design Museum in Weil am Rhein präsentiert nun seine erste grosse Retrospektive in der westlichen Welt – die er wohl besser kennt als wir sein Indien.

Die mit dem Oscar gekrönte National-Geographic-Dokumentation über den Extremkletterer Alex Honnold bietet weit mehr als nur Hochspannung am Berg.

Von Schweizer Single-Damen und gehörnten Höllenbuben: unsere gesammelten Kurzkritiken der Woche ab dem 10. April.

Die Westschweizer Filmemacherinnen Stéphanie Chuat und Véronique Reymond begleiten fünf über 60-jährige Frauen, die sich nicht mit dem Alleinsein abfinden.

Der Zürcher Filmemacher Martin Witz spürt dem Leben und Wirken des Schweizer Ingenieurs Othmar H. Ammann in New York nach und stösst auf Ikonen der klassischen Moderne.

Der neue Rostocker «Polizeiruf» ist keine Whodunit-Geschichte. «Kindeswohl» erzählt von Kindern, die an Pflegefamilien im Ausland gegeben werden. Ein verstörender, ein passender Fall für König und Bukow.

Am 14. April startet bei HBO die letzte Staffel von «Game of Thrones». Eineinhalb Jahre ist es her, seit die 7. Staffel gezeigt wurde. Frischen Sie ihr Wissen auf mit unserem Quiz.

Am 14. April startet beim US-Sender HBO die achte und letzte Staffel von «Game of Thrones». Wer hätte in den Anfängen gedacht, dass diese Serie mit ihren Fragen um Macht und Politik den Zeitgeist so genau treffen würde?

Ballauf und Schenk ermitteln im Fall einer detonierten Fliegerbombe. Doch das wahre Drama findet im Kleinen statt.

Der neue Western «The Highwaymen» erzählt vom problematischen Glanz des alten Amerika – und rettet seine ehrliche Haut ins Heute.

Das zweiteilige Doku-Drama von Heinrich Breloer ist ein Schlüssel zum Mythos Brecht. Doch das heimliche Zentrum ist Helene Weigel als Ordnungskraft hinter dem Politromantiker, Egomanen und selbsternannten Genie.

4 Wheel Drive heisst das neue Jazzquartett um den schwedische Posaunisten und Sänger Nils Landgren. Mit Songs, die alle kennen, präsentieren die vier herausragenden Solisten Jazz mit einer poppigen Note.

Die Spielzeit 2019/20 der Tonhalle-Gesellschaft Zürich beginnt im Herbst und steht erstmals nun auch offiziell unter der Leitung des international gefeierten Dirigenten Paavo Järvi. Dessen Einstand als Musikdirektor bringt etliche Neuerungen mit sich.

Die Idee hat einst der Komponist John Cage bekannt gemacht. Unterdessen spielen Musiker aus sehr verschiedenen Traditionen auf einem präparierten Flügel. Auch der Krautrock-Pionier Irmin Schmidt findet so zu neuen Tönen.

Nikolaus Harnoncourt erzählt von sich und seiner ungewöhnlichen Familie – eine überaus lesenswerte Trouvaille aus dem Nachlass des grossen Dirigenten.

Sie sind wieder da und ihre Kritiker auch: die Boy- und Girl-Groups der 1990er Jahre. Das waren wirklich noch Zeiten. Was haben wir seither gelernt? Aber vor allem: Was können wir von ihnen über uns lernen, hier und jetzt?

David Langhard war lange unter dem Namen Admiral James T. bekannt. Auf dem neuen Album seiner Indie-Pop-Band Howlong Wolf beeindruckt der Winterthurer sowohl als Sänger wie als Produzent.

Seit drei Jahrzehnten ist die grosse Sängerin der hiesigen Oper und ihrer Plattenfirma treu: Sie begeht dieses Jubiläum mit einer Serie von Auftritten an ihrem Stammhaus – und mit einem neuen Vivaldi-Album. Die Entwicklung der Künstlerin erscheint exemplarisch.

Die Jazzgeschichte wurde zumeist von Bläsern geschrieben. Streichinstrumente spielten eine vergleichsweise marginale Rolle. Stilistische Öffnungen bieten Streichern aber neue Möglichkeiten im Grenzbreich des Jazz.

Will man den Krieg aus der politischen Wirklichkeit verbannen, muss man ihn zuerst fundiert begreifen. Der Historiker Dieter Langewiesche hilft dabei: Sein neues Buch analysiert den Krieg als gestaltende Macht im Europa der Moderne.

Schon bevor die Farbfotografie erfunden wurde, gab es Farbbilder. Und manchmal sind ihre Farben so naturgetreu, dass man es kaum glauben kann. Im Botanischen Museum in Zürich sind kolorierte Pflanzenbilder aus dem frühen 20. Jahrhundert entdeckt worden: eine kleine Sensation.

In ihrem neuen Lyrikband forscht und horcht Elke Erb den Dingen und Wörtern bis in die feinsten Verästelungen nach.

Albrecht Selge erzählt in seinem neuen Roman die Aussteigergeschichte einer Einsteigerin. Eine Rentnerin findet in der Bahn ihr neues Zuhause.

In zwei grossen Wellen trafen zwischen 1975 und Mitte der 1980er Jahre vietnamesische Flüchtlinge in den USA ein. Auch Viet Thanh Nguyen zählte zu ihnen – und der 1971 in Buôn Ma Thuôt geborene Autor hat aus solchen Schicksalen sein Lebensthema gemacht.

Mit «Nixon in China» und «Girls of the Golden West» hat der Amerikaner John Adams zwei Bühnenwerke mit dezidiert politischen Bezügen zur Gegenwart geschaffen. Das bedeutet nicht nur in ästhetischer Hinsicht eine immense Herausforderung.

Sie war die erste Intendantin am Schauspielhaus Zürich, doch diesen Sommer ist nach zehn Jahren Schluss. Zum Abschied zieht Barbara Frey im Kanon mit Weggefährten wie Lukas Bärfuss, Peter von Matt oder Bice Curiger in einer Publikation eine eigenwillige Bilanz.

Die Opernhäuser in Zürich und Frankfurt erzählen in «Manon» von Jules Massenet und Franz Schrekers «Fernem Klang» vom Schicksal zweier Frauen, die ihre Schönheit und ihren Körper verkaufen. Nur eine Produktion dringt in die tieferen Dimensionen des heiklen Themas vor.

Das 150. Jubiläumsjahr der Wiener Staatsoper wird von einer Affäre in der hauseigenen Ballettakademie überschattet. Lehrer sollen Schüler malträtiert oder sexuell belästigt haben.

Die älteste Kunstmesse der Welt ist dieses Jahr deutlich schlanker geworden. Dafür dominiert Kunst von Künstlerinnen das Feld. Den Feminismusgegnern unter den Besuchern sei aber zu ihrer Beruhigung versichert, dass sich die Art Cologne keinesfalls in eine Plattform für Feministinnen verwandelt hat, selbst wenn ein Stand feministischen Kunst- und Kulturaktivistinnen gilt.

Unter dem Einfluss der Kunstmesse Art Basel hat sich die Stadt am Perlflussdelta zu einem internationalen Kunst-Hub gemausert, der in Asien nicht mehr wegzudenken ist und es mit Kulturmetropolen wie London oder New York aufnehmen kann.

Mit der Installation einer neuen Struktur der Prüfung von Echtheit, Authentizität und Einordnung der angebotenen Objekte werden dieses Jahr in Maastricht neue Wege beschritten und auch in der Aussenwirkung Marksteine gesetzt.

Zum zweiten Mal findet in Brüssel die Messe Collectible statt. An der weltweit ersten Messe für zeitgenössisches Design zeigt sich die ganze Bandbreite aktueller Tendenzen in diesem Bereich.

Das Medienhaus Ringier hat zahlreiche «Blick»-Artikel über den Fall Spiess-Hegglin/Hürlimann löschen lassen. Das kritisiert der Presserat. Aus einem Archiv dürften nur im Notfall Artikel entfernt werden, so das Gremium.

Der eine macht Krawall. Der andere spielt das Opfer. Aber alle wollen dasselbe: Aufmerksamkeit.

Die SRG schliesst das Jahr 2018 mit einem Überschuss von 6,8 Millionen Franken ab. Die Einnahmen aus den Empfangsgebühren und der Werbung gingen zwar zurück, und die Ausgaben stiegen. Aber der Verkauf eines Grundstücks erhöhte die Einnahmen wesentlich.

Die Online-Ausgabe des «Blicks» hat nach Meinung des Presserats eine Werbung ungenügend deklariert.

Das Geschäft mit Bewegtbildern wird für Ringier immer wichtiger. Das Medienhaus startet im kommenden Jahr einen digitalen Fernsehkanal. Es wird dabei auch aktuelles Material von CNN verwenden.

Während sich Englands Kirchen leeren, herrscht in den Gebetsräumen der von afrikanischen Immigranten besuchten Pfingstkirchen Hochbetrieb. Mit festlichen Gewändern, Musik und Tanz wird dort das Gotteslob, aber auch der Zusammenhalt der Gemeinde zelebriert.

Ein Vierteljahrhundert ist seit dem Genozid in Rwanda vergangen – und mittlerweile haben 60 Prozent der Bevölkerung gar keine Erinnerung mehr an die hundert grauenvollen Tage, weil sie jünger als 25 Jahre sind. Spielt das traumatische Ereignis in ihrem Leben überhaupt noch eine Rolle?

Fluglärm – das ist auch in der NZZ immer wieder ein Thema. Die Menschen, die nahe dem New Yorker Flughafen La Guardia leben, müssen damit zurechtkommen, dass Maschinen im Landeanflug manchmal im Neunzig-Sekunden-Takt ihr dicht besiedeltes Wohngebiet überqueren.

Noch weiss man nicht genau, warum Zwillingsgeburten im Südwesten Nigerias so ungewöhnlich häufig sind. Aber eine Vielfalt von Glaubensvorstellungen und Ritualen zeugen davon, dass diese Besonderheit weit in die Geschichte zurückgeht. Zwei Fotografinnen haben daraus ein ungewöhnliches Projekt gestaltet.

Die Kunst von Hans Danuser liegt in der Dialektik von Zeigen und Verbergen: Sie spricht nichts explizit aus, sondern spielt mit Ahnungen, Andeutungen und unseren Vorstellungen. Es entstehen Bilder, die uns auf einer mehr unbewussten denn bewussten Ebene ansprechen und nicht loslassen. Darin liegt ihre Gefährlichkeit bei all ihrer Schönheit.

Muss die Rolle der Fotografie vielleicht gänzlich neu gedacht werden? Die amerikanische Künstlerin Liz Deschenes stellt mit ihrem konzeptuell-fotografischen Schaffen unsere Sicht auf die Welt radikal infrage.

Ihren Werken kann man sich kaum entziehen: Das dänisch-indische Künstlerduo Pors & Rao arbeitet mit raffinierter Hightech, um uns in Bann zu schlagen.

Ein üppiger Bildband zum Ende der Intendanz von Barbara Frey versammelt unvergessene Theatermomente und historische Inszenierungen.

Jedem Trend seinen Farbton: Ihre Schuhdesigns durchliefen mindestens so viele Konjunkturen wie die Selbstdarstellungen der Firma Bally.

Die Ausstellung «#Womenphotographer» zeigt wichtige Arbeiten von Fotografinnen des 20. Jahrhunderts.

Der amerikanische Meisterregisseur und Filmproduzent Francis Ford Coppola feiert am 7. April seinen 80. Geburtstag. Seine grössten Erfolge waren die «Godfather»-Filme sowie «Apocalypse Now». Nun will er noch sein Traumprojekt realisieren. – Ein Blick zurück auf seine Karriere in Bildern.

Kaspar Villiger hat in einem Beitrag für die NZZ dargelegt, dass heimatliche Gefühle stets auch an die Nation gebunden seien. Der Schriftsteller Martin R. Dean widerspricht und möchte lieber von Heimaten im Plural sprechen.

Nur wenn Leute sich heimisch fühlen, entwickeln sie echtes Engagement. Und dafür braucht es einen geeigneten Rahmen, der nicht des Teufels, sondern moralisch legitim ist: den Nationalstaat. Was die Eidgenossen anderen voraushaben.

Wo bin ich als Deutscher wirklich zu Hause? In der Kultur? In der Folklore? Die Antwort führt über einen Umweg von Iran nach Hessen.