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Tabea Zimmermann erhält den diesjährigen Ernst-von-Siemens-Musikpreis. Die hochdotierte Auszeichnung gilt, ungeachtet der Querelen in Stockholm, noch immer als «Nobelpreis der Klassik».

Der für sechs Oscars nominierte Spielfilm zeigt das faschistische Deutschland durch die Brille kindlicher Phantasie – und geht damit weiter als andere filmische Karikaturen des Diktators.

Was soll er? Was kann er noch? Was muss er? Der moderne westliche Staat steckt in der womöglich grössten Legitimationskrise seit seiner Entstehung. Und es stellt sich ernsthaft die Frage, welches Modell auf das heutige folgt.

Zwei Drittel der Bevölkerung Malis sind unter 20 Jahre alt. Für sie ist Hip-Hop zum Medium im Kampf für Demokratie geworden.

Die Komiker von Monty Python stellten mit ihrem anarchistischen Humor die Comedy-Welt auf den Kopf. Nun ist der Mann gestorben, der in der Truppe meist die Frauen gab.

Der 1989 verstorbene jugoslawische Schriftsteller gehörte zu den ganz Grossen seiner Zunft. Bereits in seinem Erstling ist die ganze Wucht seines modernen Erzählens da. Er hat auf komplexe Weise das Schicksal seiner jüdischen Familie im Holocaust beschrieben.

Erstmals seit seinem Antritt in Zürich geht Paavo Järvi mit dem Tonhalle-Orchester auf Europa-Tournee. Bei den gemeinsamen Konzerten in Innsbruck, Wien, Budapest und Dortmund gibt es Offenbarungen – künstlerische wie akustische.

In seinem neuen «Concerto en Sol» zeichnet Wolfgang Rihm ein strahlend helles Porträt der Cellistin Sol Gabetta. Ob sich die Künstlerin darin wiederfindet? Die Frage bleibt bei den ersten Aufführungen in Genf und Zürich reizvoll in der Schwebe.

Der deutsche Techno-Produzent Hendrik Weber alias Pantha du Prince versucht, Bäume musikalisch erlebbar zu machen. Sein Sinn für die Natur prägt auch seine Theatermusik: Am Zürcher Theater Neumarkt schafft er den Soundtrack zu «Mononoke».

In der Architektur gilt Orientierung als erstrebenswert. Sie durcheinanderzubringen, ist allerdings eine hervorragende Geschäftsidee.

Georges Perec war ein sehr junger Mann, als er seinen ersten Roman schrieb. Siebzig Jahre später erscheint die verrückte Liebesgeschichte auf Deutsch.

Die Schweiz wird im Ausland für ihr direktdemokratisches System bewundert. Im Innern jedoch erodieren politisches Verständnis und Engagement der Bürger. Haben sie vergessen, worauf das Erfolgsgeheimnis der Eidgenossenschaft beruht?

In unserer Gesellschaft werden überragende Figuren mit Argwohn beäugt. Das ist gefährlich, denn mehr denn je brauchen wir heute Menschen, die heroisch die Fackel der Freiheit hochhalten.

Ein verheirateter Mann lebt in einem entlegenen Gebiet – soll er zum Priester geweiht werden dürfen? Dazu wollte sich Papst Franziskus noch vor Weihnachten äussern. Während er schweigt, veröffentlicht der emeritierte Papst ein Buch zum Thema.

Nicht zum ersten Mal hat der kreative grosse Mann der Mode ein neues Konzept.

Die Kunstszene boomt – ein wesentlicher Schrittmacher ist der Markt, gestützt vom grossen Kunsthunger aufstrebender Wirtschaftsnationen der riesigen indopazifischen Region. Von Hongkong über Delhi und Singapur bis Taipeh etablieren sich Kunstmärkte mit enormem Wachstumspotenzial.

Seine faszinierenden Leuchten schwingen mit ihrem Zauber in der Münchner Pinakothek der Moderne.

Mit dem Actionfilm «Bad Boys» gelang Will Smith for 25 Jahren der Durchbruch in Hollywood. Jetzt kommt Teil 3, «Bad Boys for Life», ins Kino. Filmisch ist das ein Rückschritt auf allen Ebenen. Aber wie Smith da den Lauf der Zeit stoppt, ist bemerkenswert.

Kein Kameramann wurde häufiger für den Oscar nominiert als Roger Deakins. Im Interview mit Andreas Scheiner spricht der Brite über die gewaltigen technischen Herausforderungen seines neuen Films, wann er sich wie ein Voyeur vorkommt – und warum es zwischen ihm und den Coen-Brüdern auf Anhieb Klick gemacht hat.

Pathos? Betroffenheitskitsch? Armutsporno? Der Trailer des Schweizer Kinofilms «Platzspitzbaby» vermittelt einen falschen Eindruck. Zum Glück.

Liebe liegt in der Luft, und der Ermittler Bukow entdeckt den edlen Ritter in sich. Die Folge «Söhne Rostocks» ist ein rauer Gefühlskrimi mit einem grossen und bemerkenswert weichen Herzen.

Superhelden sind omnipräsent. «Watchmen» setzt für das Genre neue Massstäbe, nicht nur wegen der brillanten Optik. Sie wirft auch zentrale Fragen nach dem Verhältnis von Identität und Freiheit auf.

Jugendliche Homophobie, #MeToo-Momente für die Kommissare – dem Duo Ballauf und Schenk bleibt im neuen «Tatort» wenig erspart.

Die Schöpfer von «Sherlock» verpassen dem blutsaugenden Grafen eine Frischzellenkur. Die dreiteilige Miniserie auf Netflix vereint Genialisches mit Grössenwahn und ist zugleich eine Analogie auf die Auswüchse der Konsumgier.

Der Hamburger «Tatort» drückt die Reset-Taste und gesteht seinem Haudegen-Kommissar erstaunlich nachdenkliche Momente zu.

Das berühmte Artemis-Quartett musste sich in den vergangenen Jahren gleich mehrmals neu erfinden. Jetzt kam das Ensemble erstmals in geänderter Besetzung nach Zürich und huldigte Beethoven, unter anderem mit einer Erstaufführung.

Der Dirigent des Orchestra della Svizzera italiana, Markus Poschner, leitet eine Wiederaufnahme des «Fidelio» am Opernhaus Zürich.

Eine Gebrauchsanweisung zum Jubiläumsjahr 2020.

In Grossbritannien wird Georgia bereits als Stimme des neuen Jahres gefeiert. Tatsächlich überzeugt die Schlagzeugerin und Sängerin mit originellen Synthi-Beats ebenso wie mit gebündelten Pop-Songs.

Die Zürcher Band Superterz bringt Pioniere und Agitatoren aus unterschiedlichen Traditionen zusammen. Der Clash der Musikkulturen sorgt für dichte Beats und überraschenden Schönklang.

Auch ganz unauffällige Charaktere können einen Schriftsteller nicht mehr loslassen. Den Amerikaner Stewart O’Nan überkam sogar eine «tolstoische Phantasie», als er die Familie Maxwell entwarf; dies und anderes zu seinem jüngsten Maxwell-Roman hat O’Nan der NZZ verraten.

Einst war der Schriftsteller im engsten Machtzirkel der Sandinisten an der Regierung beteiligt. Heute bekämpft er Daniel Ortega mit literarischen Mitteln.

Die ungarische Literatur besitzt einen starken poetischen Überschuss. Szilárd Borbély, der Verfasser des erschütternden autofiktionalen Romans «Die Mittellosen», liess sich von Berlin inspirieren, und János Térey rückte der Stadtlandschaft Budapests auf den Pelz.

Der Historiker Guy Marchal geht seiner Familiengeschichte nach und schreibt über ein notorisches Mitglied der NSDAP. Lücken des Unwissens füllt er mit Fiktionen – so entsteht ein veritabler Forschungskrimi.

Sie gehören zu den seltsamsten Wesen in der Tierwelt: zauberhaft und rätselhaft. Und je mehr wir über sie wissen, desto rätselhafter erscheinen sie uns.

Der gefeierte Barockdirigent hat sich zu Beethoven vorgearbeitet und dessen einzige Oper aufgenommen – in der Urfassung. Das Klischee vom gescheiterten Musikdramatiker Beethoven bedarf der Korrektur, erklärt Jacobs.

Keine Band hat die British Invasion so aggressiv vorangetrieben wie The Who. Der Sänger Roger Daltrey und der Songwriter und Gitarrist Pete Townshend haben die sechziger Jahre mitgeprägt. Nun wenden sie sich mit einem Alterswerk nochmals an ihre Generation.

Lange standen sie im Schatten ihres Mentors Dmitri Schostakowitsch. Aus Anlass ihrer 100. Geburtstage wird jetzt mit neuen Einspielungen an Galina Ustwolskaja und Mieczysław Weinberg erinnert. Was eint, was trennt die beiden?

Der linke Regisseur Nicolas Stemann bringt den Kapitalismus-Klassiker der rechten Schriftstellerin Ayn Rand auf die Bühne. Darin spielen die Unternehmer die Rollen der coolen Heiligen, die Künstler hingegen sind bloss Staffage. Wie kann das gutgehen? Ein Streitgespräch über Neoliberalismus, Tarantino-Theater und Kultursubventionen.

Kathleen McNurney hat das Luzerner Theater zu einer wichtigen Adresse für den Tanz gemacht. Ihr jetzt verkündeter Rücktritt bedeutet einen Einschnitt für die Tanzszene in der gesamten Schweiz.

Eine Wirtschafts-Revue für die Wirtschaftsmetropole Zürich gab es noch nicht. Jetzt liefert sie Nicolas Stemann im Schiffbau, denn er hat in der amerikanischen Kapitalismus-Bibel «Der Streik» von Ayn Rand das Potenzial zur Satire entdeckt. Und fast geht das gut.

Für ihn stehen im Tanz neuartige Körpererfahrungen im Vordergrund. Bei William Forsythe kann jeder Muskel, jedes Gelenk eine besondere Bewegungsfolge auslösen. Das Ballett Zürich überzeugt am Zürcher Opernhaus mit einer Hommage an den visionären Choreografen.

Ist der iranische Kommandeur Kassem Soleimani ermordet oder getötet worden? War er der Inbegriff des Bösen? Einige Journalisten machen aus Informationen ein Disneyland.

Wir haben die Wahl. Wer anderes behauptet, unterschätzt den Menschen.

Erst in Genf, dann in Monte Carlo und demnächst auch in Moskau: Thomas & Laura nennt sich das Super-Team, das eine Kunstmesse nach der anderen eröffnet und mit Erfolg betreibt.

Der deutsche Kunstmarkt zeichnet sich durch Kontinuität und Preisvernunft aus. Millionenzuschläge sind seltener geworden, in vielen Marktsegmenten regiert das gehobene Mittelmass.

Der Kunstmarkt ist immer gut für Skandale. In einer Branche, in der neben Sachverstand und Geschäftssinn vor allem Diskretion zählt, können ganz besondere Formen der Kreativität gedeihen. Das zeigt der jüngste Fall Schultz, aber auch die Wiederbelebung einer alten Geschichte um Helge Achenbach und Heinz Mack.

Die Kunstmesse Art Berlin findet 2020 nicht mehr statt

Während Sotheby’s sehr durchzogen abschnitt, verbuchte die Konkurrenz bei Christie’s eines der besten Ergebnisse in der Sparte seit langem.

Industrieruinen, Lagerhäuser, alte Militäranlagen: Der Fotograf Robin Friend hat sich an den Orten umgesehen, die man meist übersieht. Entstanden ist ein Archiv der jüngsten Gegenwart.

Venezuela war einmal ein beliebtes Ziel von Auswanderern, doch heute fehlt es dem Land am Nötigsten, und viele ehemalige Auswanderer kehren wieder zurück. Ganze Familien werden so zerrissen, und auch der Start in der alten Heimat ist mitunter holprig.

Es ist eine Umweltkatastrophe der stillen Art, die das russische Schoina bedroht. Die Küste auf, Küste ab wandernden Dünen sind die Folge einer unachtsamen Ausbeutung der Fischgründe und jahrzehntelanger Übernutzung des kargen Bodens. Aber noch harren Menschen im Dorf aus.

Das Weihnachtsfest im nigerianischen Calabar war schon immer etwas Besonderes. In die christliche Feier mischten sich Elemente der einheimischen Kultur und Spiritualität, und seit der Dezember 2004 zum vierwöchigen Karneval umgemünzt wurde, geht es erst recht hoch her. Das gefällt nicht allen.

Die künstlerische Arbeit des Ostschweizers Alex Hanimann ist eine Annäherung an die Wirklichkeit, die es für ihn nur in der Möglichkeitsform gibt.

Er malt Berge, vor allem Berge, immer wieder. Und er malt auch das Meer. Was malt dieser Künstler aber, wenn er immer dasselbe malt? Ist er auf der Suche nach der Essenz der Landschaft? Oder sucht er nach dem Wesen des Sehens selber? – Malerei ist ein ewiges Exerzitium für den Schweizer Künstler Conrad Jon Godly.

Heimo Zobernig stellt freie Gestaltungslust vor alles: Mit und gegen die Moderne erweitert er einen Werkansatz antiformalistischer Ausrichtung. Damit holt er zum grossen Gegenentwurf aus gegen alle Formen institutionalisierter Präsentation von Kunst.

Eine Frauenquote für Schweizer Museen wird gefordert. Aber wollen wir wirklich eine Kulturpolitik wie in der DDR?

Kulturminister Alain Berset stellte die neue Filmtage-Leiterin Anita Hugi in den Schatten.

Terry Jones war ein brillanter Regisseur und hochintelligenter Denker. Jetzt ist das Gründungsmitglied von Monty Python gestorben. Ein Nachruf.

Der Kultregisseur hat auf Netflix einen Kurzfilm veröffentlicht. Darin vernimmt er einen Affen, der des Mordes verdächtigt wird.

Krimi der Woche: Wie sieht das Arbeitsleben eines Auftragsmörders aus? Oft skurril, zeigt Meisterautor Lawrence Block in «Kellers Hitparade».

Prominenter geht es kaum: Sol Gabetta brachte in der Tonhalle Maag Wolfang Rihms «Concerto en Sol» zur Uraufführung.

Nur jede vierte Kunstausstellung ist dem Werk einer Frau gewidmet. Das darf nicht sein: Wir wollen alles sehen, was in der Kunst möglich ist.

Das Schauspielhaus Zürich bringt «Der Streik» auf die Bühne. Die Romanvorlage dazu polemisiert gegen sozialstaatliche Errungenschaften. Darf man das?

Wie es kommt, dass ein so geistreicher, begabter Schauspieler wie Hugh Grant bis heute dermassen unterschätzt wird.

Ist Sampling Kunst oder Klau? Eine hängige Klage der deutschen Gruppe Kraftwerk bringt die Gerichte in Entscheidungsnöte.

Wim Wenders drehte einen Edward-Hopper-Film – und sinniert über seinen verstorbenen Freund.

Der Mundartrapper Mimiks war «jong und hässig» – und blickt auf seinem Album zurück.

Drei Werke aus der Gurlitt-Sammlung befinden sich neu im Besitz der Erben ihrer rechtmässigen Eigentümer.

Billie Eilish führt, mit 18 Jahren, die Hitparaden der Welt an. Und soll den neuen Bond-Song einsingen.