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Samstag, 21. November 2020 00:00:00 Ausland News
Aktualisiert: Vor 3 Min.
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Die Corona-Krise hält die Schweiz in Atem. Alle News, Reaktionen, Hintergründe und Tipps in unserem Newsblog.

Der amtierende US-Präsident Donald Trump hat das Gipfeltreffen der G20-Staaten vorzeitig verlassen und ist zu einem seiner Golfplätze gefahren. Nach weniger als zwei Stunden in der Videoschalte der Staats- und Regierungschefs verliess Trump das Weisse Haus am Samstagmorgen (Ortszeit), um zu seinem Golfclub im nahen Bundesstaat Virginia zu fahren, wie mitreisende Journalisten berichteten. Fotos zeigten Trump wenig später in einem roten Blouson und einer weissen Kappe beim Golfen. Sein offenbar mässiges Interesse an dem Gipfel liess sich auch daran erkennen, dass er während der Schalte bei Twitter mehrere Nachrichten zu anderen Themen absetze.

Die Grünen rücken von ihrer pauschalen Ablehnung der Gentechnik in der Landwirtschaft ein Stückchen ab. Am Samstagabend stimmte der digitale Bundesparteitag einer Passage für das neue Grundsatzprogramm zu, die betont, dass auch in diesem Bereich die "Freiheit der Forschung zu gewährleisten" sei. "Nicht die Technologie, sondern ihre Chancen, Risiken und Folgen stehen im Zentrum." Bei der Anwendung müssten Gefahren ausgeschlossen werden, heisst es dort auch, strenge Zulassungsverfahren, das Vorsorgeprinzip, Risikoprüfungen und eine Regulierung seien nötig. Endgültig verabschiedet werden soll das Grundsatzprogramm am Sonntag.

Im Kampf gegen die Pandemie will der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping die Kooperation Chinas mit anderen Ländern bei der Forschung, Entwicklung, Produktion und Verteilung von Impfstoffen gegen das Coronavirus verstärken. Auf dem Gipfel der grossen Industrienationen (G20) sagte Xi Jinping am Samstag, China wolle Entwicklungsländer unterstützen, indem Impfstoffe als "öffentliches Gut" zugänglich und erschwinglich werden.

Angesichts zahlreicher Proteste nach einem tödlichen Angriff von weissen Sicherheitsleuten eines Supermarkts auf einen Schwarzen hat der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro vor einer Spaltung der Gesellschaft gewarnt. "Ich will den brasilianischen Nationalcharakter verteidigen angesichts der Versuche, Spannungen in unser Land zu bringen, die unserer Geschichte fremd sind", sagte der Staatschef am Samstag zu Beginn seiner Rede des virtuellen G20-Gipfels. "Wir sind ein gemischtes Volk. Das ist die Essenz des Brasilianers, die uns die Sympathie der Welt eingebracht hat. Einige wollen sie aber zerstören und an ihre Stelle den Konflikt, die Ablehnung, den Hass und die Spaltung zwischen den Rassen setzen, immer getarnt als Kampf für Gleichheit oder soziale Gerechtigkeit."

Kanzlerin Angela Merkel hat beim G20-Gipfel für die Unterstützung der internationalen Impfstoff-Initiative Covax und eine Stärkung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Kampf gegen Corona geworben. "Wenn wir weltweit zusammenstehen, können wir das Virus und seine Folgen beherrschen und überwinden. Dafür lohnt sich auch mehr Anstrengung", sagte die CDU-Politikerin am Samstag in einer vorab aufgezeichneten Videobotschaft beim virtuellen Gipfel führender Wirtschaftsmächte unter Leitung Saudi-Arabiens.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat beim G20-Gipfel der führenden Wirtschaftsnationen eine stärkere finanzielle Unterstützung der globalen Initiative zur Bewältigung der Corona-Pandemie gefordert. Von der Leyen rief nach eigenen Angaben am Samstag in ihrem Redebeitrag dazu auf, bis Jahresende weitere 4,5 Milliarden US-Dollar (3,8 Milliarden Euro) für die Koordinationsplattform ACT Accelerator bereitzustellen. Es gehe darum, weltweit Corona-Tests, Behandlungen und Impfungen zu ermöglichen. "Wir müssen globale Solidarität zeigen."

In den Verhandlungen zum neuen Grundsatzprogramm hat die Grünen-Spitze eine besonders heikle Klippe umschifft. Parteichefin Annalena Baerbock handelte am Samstag einen Kompromiss mit Kritikern von der Parteibasis aus, die ein noch ehrgeizigeres Bekenntnis zum Klimaschutz gefordert hatten. Streit auf offener Bühne und das Risiko einer Abstimmungsniederlage konnte die Parteiführung damit gerade noch vermeiden.

Nach vereinzelten neuen Infektionen sind in der nordchinesischen Stadt Tianjin eine Million Menschen auf das Coronavirus getestet worden. Die Massentests wurden im Hafengebiet von Binhai vorgenommen, nachdem dort in einem Wohngebiet fünf neue lokal übertragene Infektionen und weitere drei asymptomatische Fälle festgestellt worden waren, wie Staatsmedien am Samstag berichteten.

Polen lockert in der Vorweihnachtszeit die Corona-Schutzmassnahmen für den Einzelhandel. Unter Einhaltung strengster Hygieneauflagen dürften Geschäfte in Einkaufszentren vom 28. November an wieder öffnen, sagte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Samstag in Warschau. Am 4. und 17. Dezember soll es ausserdem zwei verkaufsoffene Sonntage geben. Es gehe um die Rettung von Millionen von Arbeitsplätzen, sagte Morawiecki. Anfang November hatte die Regierung die Schliessung aller Geschäfte in Einkaufszentren verfügt - Ausnahmen galten für Lebensmittelläden, Drogerien und Apotheken.

Italiens Regierung will die Finanzhilfen für die von den Corona-Sperren besonders betroffenen Firmen etwa in Handel, Kultur und Gastronomie noch einmal aufstocken. Das Kabinett von Ministerpräsident Giuseppe Conte verabschiedete am Freitagabend ein Dekret, das rund zwei Milliarden Euro an Hilfen für den Rest des Jahres 2020 umfasst. In dem Mittelmeerland gelten seit Anfang November in sogenannten Roten Zonen strenge Ausgangsbeschränkungen. Ausserdem ist dort ein Grossteil der Geschäfte zu. Das neue Not-Paket sieht auch Hilfen zu Unterstützung armer Bürger und zum Kauf von Arzneimitteln zur Behandlung von Patienten mit Covid-19 vor.

Zur Lösung der sich dramatisch zuspitzenden Migrationskrise auf den Kanarischen Inseln setzt Spanien auf die Errichtung von Notlagern für Tausende - aber auch auf schnellere Abschiebungen ungeachtet der Corona-Pandemie. Zu diesem Zweck startete die linke Regierung in Madrid eine diplomatische Offensive in den Herkunftsländern der Migranten.

Die Grünen in Deutschland haben offenen Streit und eine für den Vorstand riskante Abstimmung bei ihrem Bundesparteitag vermieden. Wie Parteichefin Annalena Baerbock am Samstag auf Twitter schrieb, kam es zu einem Kompromiss für die Formulierung im Grundsatzprogramm. Im Wortlaut: "Zentrale Grundlage unserer Politik ist das Klimaabkommen von Paris sowie der Bericht des Weltklimarates zum 1,5 Grad-Limit, der verdeutlicht, dass jedes Zehntelgrad zählt, um das Überschreiten von relevanten Kipppunkten im Klimasystem zu verhindern. Es ist daher notwendig, auf den 1,5 Grad-Pfad zu kommen. Dafür ist unmittelbares und substanzielles Handeln in den nächsten Jahren entscheidend."

Beim Einschlag zahlreicher Mörsergranaten in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens acht Menschen getötet worden. Weitere 31 Menschen seien bei dem Angriff verletzt worden, teilte ein Sprecher des Innenministeriums am Samstag mit. Demnach schlugen 23 Granaten überwiegend in Wohngebieten ein. Zunächst bekannte sich niemand zu der Mörserattacke.

In der norditalienischen Provinz Südtirol ist die Beteiligung der Bürger am freiwilligen Corona-Massentest gross. Seit Öffnung der Teststationen in der kleinen Alpen-Provinz liessen bis zum Samstagmorgen fast 140 000 Menschen einen Abstrich machen. Wie die Behörden im Internet weiter mitteilten, erhielten dabei bis 10 Uhr des zweiten Tages insgesamt 1744 Menschen (1,3 Prozent) ein positives Corona-Resultat. Die Reihenuntersuchung auf das Virus Sars-CoV-2 läuft an knapp 200 Testpunkten bis zum Sonntagabend.

Die Bewältigung der Corona-Pandemie ist das zentrale Thema des G20-Gipfels führender Wirtschaftsmächte, der am Samstag als Videokonferenz unter Leitung Saudi-Arabiens beginnt.

Fünf Kinder hat der amtierende US-Präsident. Die beiden Ältesten würden ihren Vater gerne beerben. Erleben wir gerade den Anfang einer neuen amerikanischen Polit-Dynastie?

Die Ära-Trump endet. Doch das postfaktische Zeitalter nicht. Das hat viel mit technologischen Entwicklungen zu tun – und mit dem neuen LSD.

Vor 75 Jahren begann in Nürnberg der Prozess gegen die Kriegsverbrecher der NS-Diktatur. Völkerrechtler Christoph Safferling über die Bedeutung der Prozesse für die Gegenwart – und weshalb das Internationale Strafgericht heute unter Druck steht.

Der Sohn des amtierenden US-Präsidenten, Donald Trump Junior, hat sich Medienberichten zufolge mit dem Coronavirus infiziert.

Nicht erst Donald Trump, auch seine Gegner rütteln seit langem an Amerikas Demokratie.

Lange liess das Land im Kampf gegen das Coronavirus die Zügel ziemlich locker. Angesichts stark steigender Infektions- und Todeszahlen ändert sich das jetzt.

Der «NSU 2.0» bedroht sie seit zwei Jahren, die Polizei kommt nicht weiter. 5000 Euro aus der eigenen Tasche will Seda Basay-Yildiz nun für Hinweise bezahlen, die zur Ergreifung des Täters führen.

Müssen mutmasslich illegale Aktivitäten Trumps aufgeklärt werden? Sollte er strafrechtlich belangt werden? Der designierte Präsident Joe Biden lehnt dies ab, lässt jedoch ein Hintertürchen offen.

Mörsergranaten haben am Samstag in der schwer gesicherten Grünen Zone im Herzen Kabuls eingeschlagen. Zu dem Anschlag hat sich die islamistische Terrormiliz IS bekannt.

Nach vereinzelten neuen Infektionen sind im Norden Chinas eine Million Menschen auf das Coronavirus getestet worden. Internationale Corona-News im Ticker.

Der US-Präsident ist davon überzeugt, dass die Pharmaunternehmen ihm bei den US-Wahlen schaden wollten.

Kann ein demokratisches Land wie die USA in eine Autokratie kippen? Der Historiker Timothy Snyder zu Trumps letzten zwei Monaten an der Macht.

Die Bewältigung der Corona-Pandemie ist das zentrale Thema des G20-Gipfels führender Wirtschaftsmächte, der am Samstag als Videokonferenz unter Leitung Saudi-Arabiens beginnt.

Saudiarabien will nach dem brutalen Mord an Jamal Khashoggi auf die Weltbühne zurückkehren. Aber Hatice Cengiz hat da ein paar unangenehme Fragen.