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Freitag, 28. August 2020 00:00:00 Ausland News
Aktualisiert: Vor 3 Min.
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Der mutmasslich vergiftete russische Oppositionsführer liegt weiterhin in der Berliner Charité. Die Symptome lassen laut seiner Sprecherin nach.

Berlin bereitet sich auf eine grosse Demo von Corona-Kritikern vor. Österreichs Kanzler hofft auf baldige Normalität. Internationale News im Ticker.

Die zunächst verbotenen Kundgebungen in Berlin gegen die Corona-Massnahmen dürfen am Samstag doch stattfinden, allerdings läuft eine Einsprache. Krawalle werden erwartet.

Auf Plätzen, in Parks und an der Isar darf von 23 Uhr an kein Alkohol mehr getrunken werden. Ein Mann ist bereits vor Gericht gezogen – und hat recht bekommen.

Die Schüsse von Kenosha und das Prinzip Talkshow: Der Fox-News-Moderator Tucker Carlson verteidigt die Selbstjustiz, Trevor Noah von der «Daily Show» schaltet Anzeigen gegen Trump.

Die französische Regierung ist nervös: Sie warnt und beruhigt, dann verfügt sie neue Massnahmen gegen die Pandemie – und ändert sie am nächsten Tag wieder ab.

Shinzo Abe hat Japan in die Welt geführt – und gleichzeitig mit einem uneinsichtigen Nationalismus die Partner vor den Kopf gestossen. Sein Rücktritt ist eine Chance.

Bundeskanzler Sebastian Kurz stimmt die Österreicher auf Herausforderungen im Herbst ein. Im Sommer 2021 werde aber alles besser.

Eine Mauer zu Mexiko, Obamacare abschaffen, Steuergeschenke für jeden, nicht golfen: Welche Versprechen der US-Präsident in den letzten vier Jahren gehalten und welche er gebrochen hat.

Wenige haben Japan über so viele Jahre so viel Stabilität gegeben wie Shinzo Abe. Doch nun braucht Japan eine neue Idee, eine neue Kraft an der Spitze.

Zu den versammelten Menschen spricht am Freitag in Washington auch der Vater eines Afroamerikaners, der vorigen Sonntag in Kenosha (Wisconsin) von einem weissen Polizisten schwer verletzt worden ist.

Donald Trump ist ein Führer, der es mit seiner «America First»-Politik schon richten wird. Er braucht nur wiedergewählt zu werden, andernfalls droht auf jeden Fall der Untergang.

Einiges war kontrovers an diesem Parteitag: Donald Trump drängte jeden Abend ins Scheinwerferlicht und nutzte das Weisse Haus als Kulisse. Den umstrittensten Auftritt hatte US-Aussenminister Pompeo. Die stärkste Rede kam dagegen von Melania Trump. Die Analyse von USA-Korrespondentin Marie-Astrid Langer.

Das Verwaltungsgericht Berlin erklärt das Verbot einer Demonstration gegen die staatlichen Corona-Massnahmen für unwirksam. Die Berliner Polizei legt daraufhin Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht ein. So oder so stehen der deutschen Hauptstadt ungemütliche Tage bevor.

Personen im Umkreis Lukaschenkos sollen auf eine Sanktionen-Liste kommen. Für Strafmassnahmen gegen die Türkei wegen des Gasstreits mit Griechenland findet sich kein Konsens.

Die deutsche Kanzlerin hält eine Sommerpressekonferenz ab, vielleicht zum letzten Mal. In der Flüchtlingskrise will sie im Wesentlichen alles richtig gemacht haben, an Deutschlands Russland-Politik möchte sie nichts ändern, und Reisen bucht sie derzeit nicht.

In Indien und in der Türkei gehört der Säkularismus eigentlich zur Staatsräson. Dennoch wird beiderorts eine aggressive Identitätspolitik betrieben. Ein Kulturkampf, wie er nach der Umwidmung der Hagia Sophia mitunter heraufbeschworen wurde, spielt den starken Männern nur in die Hände.

Mit einer breit gefassten Erklärung markiert Österreichs Kanzler politisch Präsenz. Zuletzt sind die Massnahmen seiner Regierung gegen die Corona-Pandemie zunehmend in die Kritik geraten.

Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe tritt aus gesundheitlichen Gründen während der grössten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit zurück. Die von ihm favorisierte Verfassungsreform ist nicht gelungen.

Die französischen Behörden ordnen für die Pariser Bevölkerung strengere Covid-19-Regeln an. Hauptstadtbewohner müssen nun auch draussen eine Schutzmaske tragen.

Die Corona-Zahlen steigen zwar weiter an, die Umfragewerte für Brasiliens Präsidenten Jair Bolsonaro sind trotzdem besser denn je. Das wirft Fragen auf.

Das malische Militär verspricht nach dem Putsch Reformen und Demokratie. Ein Blick auf die Erfahrungen anderer Länder zeigt: Dieses Szenario ist unwahrscheinlich.

Zum Höhepunkt des Parteitags der Republikaner zeichnet Donald Trump ein rosiges Bild der Corona-Pandemie im Land und holt zum Rundumschlag gegen die Demokraten aus: «In Bidens Amerika ist niemand sicher.»

Im Kampf um das Präsidentenamt hat Joe Biden einen Gegensatz zu sich auf das Podium geholt. Kamala Harris bringt Stärken mit, die Joe Biden fehlen. Und die vor allem während der Corona-Krise wertvoll sind.

Militarisierte Einheiten der Bundespolizei bekämpfen die andauernden Demonstrationen. Das schürt den Konflikt zusätzlich. Die NZZ-Redaktorin Meret Baumann erklärt, wie der Präsident das für seinen Wahlkampf nutzt.

Entwickelt hat sie eine israelische Forschergruppe. Damit könnten die oft langen Wartezeiten auf ein Resultat verkürzt werden.

In einer neuen Studie hatten Patientinnen deutlich mehr T-Zellen, die gegen das Virus gerichtet waren. Auch liessen sich unterschiedliche Biomarker für einen schweren Krankheitsverlauf erkennen.

In Hongkong wurde ein Mann im Abstand von 140 Tagen zweimal positiv auf das Coronavirus getestet. Die gute Nachricht: Die zweite Infektion verlief ohne Symptome.

Am 15. August 1945 kapitulierte das japanische Kaiserreich, obwohl das kontinentale Imperium Tokios noch fast intakt war. Die Waffen schwiegen in Asien danach noch lange nicht.

Nachdem die Japaner im Zweiten Weltkrieg die niederländische Kolonie Indonesien erobert hatten, stecken sie 100 000 niederländische Zivilisten in Internierungslager. Felix van der Schaar war als kleiner Junge einer von ihnen. Erst als Japan am 15. August 1945 kapitulierte, kam er mit seiner Mutter und den beiden Geschwistern wieder frei.

Die Grand Old Party umgarnt am dritten Tag ihres Parteikonvents Wählerinnen und Afroamerikaner. Vizepräsident Mike Pence schoss scharf gegen Joe Biden – und Donald Trump drängte erneut ins Rampenlicht.

In einer makellosen Inszenierung von Scheinrealität verwischt der amerikanische Präsident grosszügig die letzten Grenzen zwischen Regieren und Wahlkampf. Es ist eine Politik der verbrannten Erde.

Die bulgarische Schwarzmeerküste ist als preiswerte Party-Destination beliebt. Am «Goldstrand», wo viele deutsche Touristen Ferien machen, war dieses Jahr die Saison zu Ende, bevor sie richtig angefangen hatte.

Es ist ein wichtiger Personalentscheid, und es eilt. EU-Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen verlangt für die Nachfolge von Handelskommissar Phil Hogan ein Zweierticket aus einer Frau und einem Mann. Irland könnte das Dossier verlieren. Wer immer es übernimmt, wird alle Hände voll zu tun haben.

Der Westen wolle in Weissrussland Aufruhr stiften, so der russische Präsident. Erstmals präzisierte Putin, wie und unter welchen Bedingungen Russland mit Einsatzkräften eingreifen könnte.

Berlin muss auf der Seite des EU-Mitglieds Griechenland stehen, will aber trotzdem Gesprächskanäle mit Ankara offenhalten. Weil vor allem die wirtschaftlichen Verflechtungen mit der Türkei gross sind, handelt Deutschland dabei nicht unbedingt aus einer Position der Stärke.

Nach dem jüngsten Vorfall brutaler Polizeigewalt gegen einen Afroamerikaner in Kenosha im Gliedstaat Wisconsin am Sonntag herrscht dort Chaos. Der Gouverneur hat nun den Ausnahmezustand ausgerufen und mehr Nationalgarden in die Kleinstadt entsandt.

Am zweiten Tag des republikanischen Parteitags sprach die First Lady eine Realität an, die all ihre Vorredner ausblendeten – das Leiden im Land durch die Corona-Pandemie. Auch Präsident Trump und Aussenminister Mike Pompeo sorgten mit ihren Auftritten für Aufsehen.

Am ersten Tag des Parteikonvents bemühen sich die Republikaner, den Präsidenten als entschlossenen Kämpfer gegen das Coronavirus und für Afroamerikaner zu porträtieren. Im Zentrum stand nicht die Grand Old Party, sondern allein Donald Trump.

200 konservative, vorwiegend junge, weisse Männer hat der Präsident bereits an die Bundesgerichte Amerikas berufen – und das auf Lebenszeit. Damit festigt er schon jetzt sein Erbe.

Bei einer Grossdemonstration in Litauen aus Solidarität mit der Demokratiebewegung im benachbarten Weissrussland schwebten jüngst Ballone in Richtung Grenze. Für das Lukaschenko-Regime war das Grund genug, eiligst einen Militärhelikopter zur Abwehr einzusetzen.

Angesichts der hohen Zahl an Neuinfektionen gibt es in Frankreichs Städten nur noch wenige Orte, wo man sich ohne Maske bewegen darf. Die Disziplin ist überraschend hoch – und doch nicht immer zielführend.

Gnadenlos zeigt eine Fernsehserie, wie in Indien Ehen geschlossen werden: nicht auf der Grundlage von Liebe und Zuneigung, sondern auf der Basis von wirtschaftlichen und sozialen Überlegungen. Die Serie sorgt für hitzige Debatten.

Die erste schwarze Frau an der Spitze der Polizei von Seattle ist zurückgetreten. Sie verlor das Vertrauen des linken Stadtrats. Wer gewinnt, ist unklar. Nur wer verliert, ist sicher.

Für die Römer ist Karl der Grosse keine Hauptfigur der Geschichte. Die ihm gewidmete Piazza Carlomagno ist schäbig und liegt im Abseits.

Teheran hat der Inspektion von zwei verdächtigen Anlagen zugestimmt, nachdem die USA bei einer umstrittenen Initiative im Sicherheitsrat eine demütigende Niederlage erlitten hatten. Das Atomabkommen bleibt damit vorerst am Leben.

Im Westen hält sich die Vorstellung, dass muslimische Familien kinderreich seien. Die Realität sieht in vielen arabischen Ländern aber inzwischen anders aus. Im Süden Libanons haben selbst konservative Familien nur noch wenig Nachwuchs.

In Afrika ist die Todesrate aufgrund von Covid-19 erstaunlich tief. Hingegen könnten deutlich mehr Menschen an Malaria und anderen Tropenkrankheiten sterben.

Um Haaresbreite ist Israel diese Woche um die vierte Neuwahl in zwei Jahren herumgekommen. Nach der Vertagung des Streits um den Staatshaushalt ist die nächste Runde im Dauerkonflikt zwischen Netanyahu und Gantz aber bereits programmiert.

Aus den Rohingya-Flüchtlingslagern in Bangladesh ist ein dauerhaftes Provisorium geworden. Die internationale Staatengemeinschaft hält am «Recht auf Rückkehr» fest. Doch Burma will davon nichts wissen.

Facebooks oberste Zensorin ist in Indien gleichzeitig die Cheflobbyistin des Technologiekonzerns. Nun wird ihr vorgeworfen, mit einem Schmusekurs gegenüber antimuslimischen Hetzern das Wohlwollen der Regierung sichern zu wollen.

In China gibt es offiziell 56 Minderheiten. Eine davon ist die der Miao. Durch die Öffnung für Touristen bieten sich ihnen neue Perspektiven. Die Fremden sind jedoch eine Belastung für die Dorfgemeinschaft.

Der in Europa beliebte Käse ist in China lange Zeit wegen des intensiven Geruchs verpönt gewesen. Er wurde mit der chinesischen Spezialität stinkender Tofu gleichgesetzt. Jüngere und wohlhabende Chinesinnen und Chinesen entdecken Molkereiprodukte nun für sich. Und Pekings einziger Käsehersteller profitiert davon.

In Russland wird die Rolle der Geschichte immer wichtiger für die Politik. Das gilt ganz besonders für die Deutung des Sieges im Zweiten Weltkrieg. Die Vergangenheit ist das einzige Vereinende quer durch die Generationen und Schichten.

Opfer, Täter, Sieger: Wie Menschen das Kriegsende vor 75 Jahren erlebt haben, war in jedem Land anders. Hier erzählen Betroffene ihre Geschichte - aus Deutschland, der Schweiz, Polen und anderen Orten.

Im Ringen um den Thron hat der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman einen Onkel und einen Cousin verhaftet. Überraschend ist dies nicht: Blutige Familienfehden haben dem Königreich auch früher schon zu schaffen gemacht.

Vor 100 Jahren endete mit der Evakuation der Tschechoslowakischen Legion aus Wladiwostok eine der erstaunlichsten Operationen der Militärgeschichte. Fast 60 000 Mann schlugen sich von Osteuropa bis an den Pazifik durch – obwohl es sie eigentlich genau in die umgekehrte Richtung zog.

Sinn und Zweck der Idee der europäischen Integration ist es, Monopole zu brechen oder Monopolstellungen zu verhindern. Eine Sphäre ist davon verschont geblieben: Die politischen Parteien, welche die EU tragen, sind nach wie vor national verfasst.

Die Verhandlungen über ein Brexit-Freihandelsabkommen sind blockiert, das Risiko steigt, dass die Brexit-Übergangsfrist Anfang Januar 2021 ohne Nachfolgeregelung zu Ende geht. Beide Seiten scheinen vor diesem Szenario nicht mehr zurückzuschrecken.

Der schwerkranke Nawalny ist nach einem stundenlangen Flug aus Sibirien am Samstagvormittag in der Universitätsklinik eingetroffen. Dort wird er nun von deutschen Ärzten versorgt. Sein Zustand ist nach Angaben von Vertrauten sehr besorgniserregend.